Profilbild von MEERBLICK

MEERBLICK

Lesejury Star
offline

MEERBLICK ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MEERBLICK über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2024

Brisante historische Ereignisse

Die Mitford Schwestern
0

In die Reihe 'Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte', herausgegeben vom Verlag Kiepenheuer & Witsch, reiht sich als sechster Band der von Marie Benedict geschriebene Roman 'Die Mitford Schwestern' ...

In die Reihe 'Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte', herausgegeben vom Verlag Kiepenheuer & Witsch, reiht sich als sechster Band der von Marie Benedict geschriebene Roman 'Die Mitford Schwestern' ein. Die Bestsellerautorin präsentiert eine brisante Geschichte um die drei schillernden Schwestern Unity, Nancy und Diana, die durch akribische Recherchearbeit historisch belegter Tatsachen besticht. Die Familie entstammt dem alten englischen Adel, verlor durch Fehlentscheidungen ihr finanzielles Polster, pflegte dennoch Beziehungen zur Upper Class bis hin zum Königshaus.
Die eigenwilligen jungen Damen Unity und Diana gehen äußerst konsequent ihren eigenen Weg, leben ungeachtet möglicher Konsequenzen ihre Überzeugungen aus und geraten schließlich durch ihre offen zu Tage getragene Zuneigung zu Personen aus den Reihen deutscher Nazis und englischer Rechtsnationaler in einen Konflikt, der nicht nur familiäre Auswirkungen haben könnte. Das wiederum bringt Nancy in arge Bedrängnis mit weitreichenden Folgen.
Mir war dieses Stück Geschichte bisher unbekannt, umso interessierter war ich daran, diesen Roman zu lesen. Er ist abwechselnd aus der Ich-Perspektive der drei Schwestern in einem leicht zu lesenden Schreibstil verfasst und bekommt meine Empfehlung, sich auf ihn einzulassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2024

Brillantes Finale

Wie Spuren am See - Das Juwel
0

Es wird wieder turbulent, wie gewohnt spannend und natürlich kommt auch die Unterhaltung nicht zu kurz, denn Sibylle Baillon zeigt einmal mehr was sie als Schriftstellerin bieten kann im dritten und abschließenden ...

Es wird wieder turbulent, wie gewohnt spannend und natürlich kommt auch die Unterhaltung nicht zu kurz, denn Sibylle Baillon zeigt einmal mehr was sie als Schriftstellerin bieten kann im dritten und abschließenden Teil 'Wie Spuren am See – Das Juwel'. Noch sind die Geheimnisse um Ada nicht vollständig gelüftet. Dazu kündigt sich Besuch an, der nicht nur für Verwirrung sorgt, sondern recht ungewöhnliche Interessen verfolgt, die wiederum – nein, das erzählt die Autorin viel, viel besser. Isabelle und Chris werden sich den Herausforderungen stellen, so tough wie wir sie in der Vergangenheit kennenlernen durften.
Die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen der Roman geschrieben ist, belebt das Geschehen und versetzt den Leser in die Position allumfassend informiert zu werden, zieht ihn förmlich hinein ins Geschehen. Wiederum besticht die Kulisse des Bodensees mit seiner bildschönen Landschaft, die die Autorin gekonnt in Szene setzt. Es ist einfach ein Leseerlebnis der besonderen Art mit einem Abschluss, der spannend und lehrreich zugleich erscheint.
Ich gebe auch diesen letzten Teil der Bodensee Trilogie meine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2024

Ein Besuch mit Folgen

Wie Spuren am See - Die Rückkehr
0

Mit 'Wie Spuren am See – Die Rückkehr' präsentiert Sibylle Baillon den zweiten Teil der geplanten Trilogie, der wieder jede Menge Spannung und Unterhaltung garantiert. Die Geschichte ist fein ausgearbeitet ...

Mit 'Wie Spuren am See – Die Rückkehr' präsentiert Sibylle Baillon den zweiten Teil der geplanten Trilogie, der wieder jede Menge Spannung und Unterhaltung garantiert. Die Geschichte ist fein ausgearbeitet mit authentischen Charakterdarstellungen. Ihr besonderer Schreibstil lässt den Leser tief in die Geschichte eintauchen, den Alltag hinter sich lassen.
Nachdem im ersten Teil 'Die Erbin' das Geheimnis um das Erbe, eine herrschaftliche Villa unmittelbar gelegen am wunderschönen Bodensee, von Ada an Isabella gelüftet wurde, es mächtig zwischen den beiden Turteltäubchen Isabella und ihrem Nachbarn Chris knisterte, dass die Funken nur so sprühten, wird es diesmal problematisch als Gudrun, eine alte Freundin von Ada, Zuflucht bei den beiden sucht. Die Handlung behält ihr hohes Niveau an Dramatik durch unvorhersehbare Wendungen, die hohen Lesegenuss versprechen.
Faszinierend ist die bildhafte, romantische Beschreibung des Settings, die sympathische landestypische Eigenheiten einbezieht.
Meine Leseempfehlung gebe ich sehr gern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2024

Nur die Sehnsucht bleibt

Lichte Tage
0

Ellis fühlt sich den musischen Künsten verbunden und zeigt dafür eine gewisse Begabung, was seine Mutter freut, seinen Vater allerdings wütend zur Kenntnis nimmt. Im Alter von zwölf Jahren begegnet Ellis ...

Ellis fühlt sich den musischen Künsten verbunden und zeigt dafür eine gewisse Begabung, was seine Mutter freut, seinen Vater allerdings wütend zur Kenntnis nimmt. Im Alter von zwölf Jahren begegnet Ellis Michael. Es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, eine Zuneigung, die von beiden als innige Liebe, als Erfüllung ihrer Sehnsüchte gesehen wird. Doch die Zeit ist noch nicht reif, die Akzeptanz der Gesellschaft für eine Beziehung zwischen zwei Männern noch nicht vorhanden. Ellis fügt sich dem Willen seines Vaters bei der Wahl der Berufsausbildung und bleibt dieser Tätigkeit ein Leben lang treu. Nur einmal noch gibt es Tage der Unbeschwertheit, des Lichtes gemeinsam mit Michael.
Sarah Winman lässt ihre beiden Protagonisten aus jeweils ihrer Sicht ihre Geschichte erzählen. Sie ist geprägt von unendlicher Liebe, von Trauer, von verpassten Gelegenheiten, Mutlosigkeit, von einem Leben, dass angepasst gelebt wurde und Sehnsüchte nach lichten Tagen nur tief im Inneren zugelassen hat. Es ist ein stiller Roman voll Poesie, den ich sehr gern gelesen habe und den ich sehr gern weiterempfehle.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2024

Die Kunst der Performance

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
0

Juno ist Performancekünstlerin, um die fünfzig Jahre alt und hangelt sich mit kleineren Jobs und finanziellen Unterstützungen durchs Leben. Gemeinsam mit ihrem schwerkranken Mann Jupiter, der an den Rollstuhl ...

Juno ist Performancekünstlerin, um die fünfzig Jahre alt und hangelt sich mit kleineren Jobs und finanziellen Unterstützungen durchs Leben. Gemeinsam mit ihrem schwerkranken Mann Jupiter, der an den Rollstuhl gefesselt ist, immer mehr auf ihre Hilfe angewiesen ist, lebt sie in Leipzig, in einer Wohnung, die nicht den Vorzug einer behindertengerechten Einrichtung besitzt. Es fehlen die finanziellen Mittel, das zu verändern. Jupiter schreibt, kann Auszeichnungen und Preise vorweisen. Doch diese Gelder können auch nicht die immer wiederkehrende Flaute im Geldbeutel verhindern, sind jedoch erstaunlicherweise ausreichend, um durch kleine Dinge, Freude ins Herz und ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.
In den schlaflosen Nächten ist Juno auf den Portalen der sozialen Medien unterwegs, bevorzugt in der Love-Scammer-Community. Wobei sie nicht ihre wahre Identität preisgibt, selbst geblockt wird, bis sie eines Tages auf Benu aus Nicaragua trifft. Sie begeben sich auf eine vertraute, fast freundschaftliche Ebene, tauschen sich intensiv aus.
Martina Hefter schreibt eher reduziert als ausschweifend. Klar und akzentuiert formuliert sie ihre Gedanken, denen ich sehr gern gefolgt bin. Die angerissene Themenvielfalt lässt Freiräume für eigene Überlegungen zur Auseinandersetzung mit Aussagen zur Liebe, zum Alltagsleben am Rande der Gesellschaft, zu Rassismus. Auf wenigen Seiten schafft die Autorin es, die kleine Welt Junos zu skizzieren.
Sie steht auf der Short-Liste für den Deutschen Buchpreis 2024.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere