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Veröffentlicht am 20.01.2025

Verheißungsvoller Start einer neuen Thriller-Reihe

Dorn. Hotel der Angst
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Der Kriminalpsychologe Simon Dorn hat bereits ein Leben mit vielen Schicksalsschlägen erdulden müssen und zieht sich daher in sein geerbtes und stark renovierungsbedürftiges Hotel zurück. Seinen Job bei ...

Der Kriminalpsychologe Simon Dorn hat bereits ein Leben mit vielen Schicksalsschlägen erdulden müssen und zieht sich daher in sein geerbtes und stark renovierungsbedürftiges Hotel zurück. Seinen Job bei der Kriminalpolizei hat er aufgegeben, versucht aber immer noch mit Hilfe der Kommissarin Karla Hofbauer dem Bösen auf die Schliche zu kommen. Im aktuellen Fall kommen sie zunächst nicht wirklich weiter und nach einem verheißungsvollen Hinweis muss Karla Hofbauer die Recherche mit ihrem Leben bezahlen. Hier macht sich nun die junge Kommissarin Lea Wagner daran, den mysteriösen Tod der befreundeten Kommissarin zu lösen und stößt dabei auf Dorn. Können die beiden die Ermittlungen fortsetzen und den Serientätet stoppen...

Ich habe bereits einiges von der erfolgreichen Thriller-Reihe um das Ermittler-Duo Inga Björk und Christian Brand gehört und war nun sehr gespannt auf den Start der neuen Serie vom Autor Jan Beck. Er erzählt die Geschichte in einem temperamentvollen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der das Buch für mich schnell zum Page-Turner machte. Der Spannungsbogen wird mit dem Tod der Kommissarin Karla Hofbauer und der mysteriösen Mordserie direkt zu Beginn des Thriller gut aufgebaut und über die fesselnden Ermittlungen auf einem aus meiner Sicht stets sehr hohen Niveau gehalten. Besonders gut gefallen haben mir die beiden Hauptprotagonisten, die mit ihrem sehr unterschiedlichen und interessant gezeichneten Charakteren zum Gelingen der Geschichte beitragen. Das Ganze konnte mich bis zum fulminanten Finale, welches mit einer für mich völlig überraschenden, aber auch gut nachvollziehbaren Auflösung den Auftaktband gelungen abschließt, komplett in den Bann ziehen.

Insgesamt ist "Dorn - Zimmer 103" ein sehr verheißungsvoller Auftakt einer neuen Thriller-Reihe, die mit außergewöhnlichen Charakteren, spektakulären Fällen und vor allem dem Erzähltalent des Autors Jan Beck überzeugen kann. Ich empfehle den Thriller daher sehr gerne weiter und bewerte ihn folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Feine Küche

L wie Lafer
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Johann Lafer ist aufgrund seiner zahlreichen Fernsehauftritte sicherlich einer der bekanntesten Köche in unserem Lande. Er konnte mich bisher schon oft mit seinem großen Talent und seiner Professionalität ...

Johann Lafer ist aufgrund seiner zahlreichen Fernsehauftritte sicherlich einer der bekanntesten Köche in unserem Lande. Er konnte mich bisher schon oft mit seinem großen Talent und seiner Professionalität beeindrucken, so dass ich jetzt mit viel Vorfreude und einer entsprechenden Erwartungshaltung in seinen neuen Ratgeber "L wie Lafer" gestartet bin.

Die Rezepte sind in 6 Bereiche gegliedert, in denen je nach Gangart unterschiedliche Gerichte beschrieben werden und somit eine große Palette an Möglichkeiten widerspiegelt. Die Komplexität ist dabei durchaus facettenreich von recht einfachen nachzuahmenden Gerichten wie einer sehr leckeren "Möhren-Kokos-Suppe" bis hin zu herausfordernden Projekten wie die "Clear Oxtailsoup". Trotz höherem Schwierigkeitsgrad hilft der Ratgeber aber mit einer Bildabfolge der einzelnen Tätigkeiten sehr gut weiter und ermutigt auch Neues auszuprobieren. Letzten Endes sind es ja dann auch die außergewöhnlichen Rezepte, die man von einem Sternekoch erwarten würde und einem solchen Buch ihren Wert verleihen.

So wie bei den Suppen werden auch in den folgenden Bereichen, die da sind "Kleine Gerichte", "Fisch", "Fleisch", Vegetarische Gerichte und Desserts, spannende und verheißungsvolle Rezepte präsentiert, deren Nachahmung stellenweise sogar sehr einfach von der Hand ging und im Ergebnis voll und ganz überzeugen konnten. So konnten mich das "Kabeljau-Saltimbocca mit Melonen-Gurken-Salat", das "Lammpilaw", sowie die "Gebratenen Süßkartoffel mit Walnüssen" jeweils auf ihre Art begeistern. Tolle Rezepte, relativ einfach zuzubereiten und auch die Zutaten waren nicht schwer zu besorgen. Der Abteilung der Desserts ist noch einmal ein besonderer Blick gegönnt, denn hier lebt sich Johann Lafer aus meiner Sicht mit viel Liebe zum Detail noch einmal aus und präsentiert Desserts der Meisterklasse. Hier muss eine schon eine längere Zubereitungszeit unterstellt werden, aber meine Versuche sahen dann zwar nicht ganz so perfekt aus, lecker waren sie aber allemal.

Insgesamt gefällt mir "L wie Lafer" ausgesprochen gut und ergänzt mein Kochbuch-Regal hervorragend. Gerade die Rezepte mit einer ordentlichen Portion Raffinesse machen das Buch für mich zu einem tollen Ratgeber, der in keiner etwas fortgeschritteneren Küche fehlen sollte. Ich empfehle es daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Spannender, aber sehr harter Thriller

Der Schlachter (Tom-Bachmann-Serie 4)
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Tom Bachmann arbeitet beim BKA immer an sehr blutrünstigen Fällen. In diesem Fall geht es auch für ihn an die Grenzen, als die schwer entstellte Leiche eines Mannes am Marktstand eines Metzgers entdeckt ...

Tom Bachmann arbeitet beim BKA immer an sehr blutrünstigen Fällen. In diesem Fall geht es auch für ihn an die Grenzen, als die schwer entstellte Leiche eines Mannes am Marktstand eines Metzgers entdeckt wird. Das Opfer wurde brutal getötet und unter anderem ein Teil seines Bauches entfernt. Die Ermittlungen kommen zunächst nur sehr schleppend voran, da der Täter anscheinend sehr achtsam vorgeht. Erste Spuren weisen dann auf einen psychotischen Mörder mit Hang zum Kannibalismus hin. Kann Tom Bachmann und sein Team den Täter vor weiteren Taten enttarnen? Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit und die Jagd auf einen gnadenlosen Killer beginnt...

Der Autor Chris Meyer konnte mich mit seinen vorherigen Bänden zum Ermittler Tom Bachmann bereits begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in den neuen Fall eingestiegen bin. Er erzählt die Geschichte in seinem gewohnt temperamentvollen Schreibstil, der den Thriller für mich schnell wieder zu einem Page-Turner machte. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden des ersten Opfers sehr gut aufgebaut und über die ereignisreichen Ermittlungen auf einem aus meiner Sicht ständig hohen Niveau gehalten. Die blutrünstigen Taten gehen für mich manchmal an die Grenzen, ohne sie aber zu überschreiten, nichts desto trotz ist der Thriller ganz sicher nicht für zartbesaitete Leser geeignet. Die clever inszenierte Story konnte mich bis zum spektakulären Finale in den Bann ziehen und wartet mit einer überraschenden und gut nachvollziehbaren Auflösung auf.

Insgesamt ist "Der Schlachter" für mich die gelungene Fortsetzung einer harten Thriller Reihe, die mit einer temporeichen Handlung, außergewöhnlichen Fällen und dem Erzähltalent des Autors überzeugen kann. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter, weise nachdrücklich noch einmal auf die Härte des Inhalts hin und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Spannung mit Tiefgang

Der Buchhändler
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Erik Lange wagt einen Neuanfang in seinem Leben, er übernimmt eine Buchhandlung in einer fremden Stadt. Das Ganze läuft gut an, die Menschen kommen gerne zu ihm und er wird zunehmend ein Teil von ihnen. ...

Erik Lange wagt einen Neuanfang in seinem Leben, er übernimmt eine Buchhandlung in einer fremden Stadt. Das Ganze läuft gut an, die Menschen kommen gerne zu ihm und er wird zunehmend ein Teil von ihnen. Dann verschwindet aber eines Tages ein kleines Mädchen spurlos und die gesamte Gemeinschaft macht sich leider ohne Erfolg auf die Suche. Die Ermittlungen verlaufen schleppend, aber der Täter wird mit zunehmender Dauer im direkten Umfeld vermutet. Ein Reigen von Misstrauen beginnt, bei dem auch Erik Lange in den Fokus gerät...

Die deutsche Autorin Petra Johann hat mit "Der Buchhändler" einen aus meiner Sicht bewegenden Thriller veröffentlicht. Sie erzählt die Geschichte in einem bildreichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der die Geschehnisse lebendig vor Augen führt. Der Spannungsbogen wird mit dem Verschwinden des jungen Mädchens sehr gut aufgebaut und über die schwierigen Ermittlungsarbeiten auf einem für mich hohen Niveau gehalten. Dabei gelingt es Petra Johann sehr gut ein sensibles Thema in die clever inszenierte Story einzubauen, welches für zusätzlichen Tiefgang sorgt und niemals reißerisch wirkt. Auch der genaue Blick in die Gefühlswelt der handelnden Protagonisten lässt das Ganze sehr authentisch wirken und hält der Gesellschaft bei einer schwierigen Frage den Spiegel vor. Mich konnte dies bis zum Finale komplett in den Bann ziehen, in dem eine überzeugende Auflösung die Geschichte gelungen abrundet.

Insgesamt ist "Der Buchhändler" ein für mich sehr gelungener und somit auch lesenswerter Thriller, in dem Verhaltensweisen aufgezeigt werden, die nachvollziehbar wirken, aber zumindest zum Nachdenken anregen sollten. Das Erzähltalent der Autorin sorgt so für einige spannende Lesestunden, so dass ich das Buch gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Der Schattenspringer

Der Nachtschattenmann: Thriller
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Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz und ihr Lebenspartner Kriminalkommissar Florian Kessler bekommen es wieder mit einem neuen gemeinsamen Fall zu tun. Eine junge Frau wird vor einer Tanzschule aufgefunden, ...

Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz und ihr Lebenspartner Kriminalkommissar Florian Kessler bekommen es wieder mit einem neuen gemeinsamen Fall zu tun. Eine junge Frau wird vor einer Tanzschule aufgefunden, ihr Leichnam wurde in einer Tanzpose drapiert und in den Händen hält sie einen kleinen Ballerinaschuh. Die Ermittlungen verlaufen zunächst ein wenig schleppend, da der Täter oder die Täterin sehr gewissenhaft vorgeht und keine Spuren hinterlässt. Dennoch gelingt es, einige Verdächtige herauszuarbeiten, ohne aber konkrete Hinweise zu erhalten. Als dann ein weiteres Opfer gefunden wird, ist klar, dass das Team auf der Jagd nach einem Serientäter ist und der Wettlauf mit der Zeit beginnt...

Ich habe schon sehr viele Thriller aus der Feder der deutschen Autorin Catherine Shepherd gelesen und bin immer wieder begeistert von ihren Büchern. Dementsprechend bin ich mit viel Vorfreude und eine hohen Erwartungshaltung in den neuen Fall für die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz eingestiegen. Nach wenigen Seiten war ich wieder gefangen, da Catherine Shepherd die Geschichte in ihrem gewohnt temporeichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil erzählt. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden des ersten Opfers direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die facettenreichen Ermittlungen auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Mehrere Verdächtige laden immer wieder dazu ein, eigene Überlegungen zu Täter und Tathintergründe anzustellen, wobei es der natürlich Autorin gelingt, falsche Fährten zu legen und überraschende Wendungen einzubauen. Das Ganze konnte mich bis zum fulminanten Finale, welches mit einer gelungenen und gut nachvollziehbaren Auflösung die Geschichte abrundet, in den Bann ziehen.

Insgesamt ist "Der Nachtschattenmann" die gelungene Fortsetzung einer tollen Thriller-Reihe, die mit einem hohen Erzähltempo, interessanten Charakteren, packenden Fällen und natürlich dem Erzähltalent von Catherine Shepherd überzeugen kann. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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