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Veröffentlicht am 20.07.2026

Vor dem Gesetz sind alle gleich

Insel der Ratten
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Eine Pandemie hat die Welt in ihren Grundfesten erschüttert. Es herrschen Hunger rund Angst, jeder ist sich seiner selbst am nächsten und das gesellschaftliche Leben kann kaum noch aufrechtgehalten werden. ...

Eine Pandemie hat die Welt in ihren Grundfesten erschüttert. Es herrschen Hunger rund Angst, jeder ist sich seiner selbst am nächsten und das gesellschaftliche Leben kann kaum noch aufrechtgehalten werden. Brutale Gangs beherrschen die Städte und ziehen mordend und schändend durch die Straßen auf der Jagd nach Benzin und Essen. Dabei gerät Wills Tochter Amy in die Gewalt einer dieser Gangs, und obwohl der Anführer Brady der Sohn von Wills bestem Freund ist lässt er keine Gnade walten. Rachegelüste kommen in Will auf, doch er versucht als Jurist stets noch die Grenzen einzuhalten, so dass Selbstjustiz für ihn keine Lösung darstellt. Er will Brady vor Gericht bringen...

Der norwegische Erfolgsautor Jo Nesbo konnte mich mit seinen Kriminalromanen und Thrillern schon mehrfach begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in sein neues Werk gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in seinem knackigen und sehr gut zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in die von ihm erschaffene dystopische Welt entführte. Der Spannungsbogen wird mit den dramatischen Entwicklungen um eine Pandemie sehr gut aufgebaut und über den daraus resultierenden Kampf ums Überleben auf einem aus meiner Sicht stets hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine packende Story, bei dem es in einer völlig aus den Fugen geratenden Welt um den Erhalt der menschlichen Würde geht. Es kommt zu einer ständigen Auseinandersetzung zwischen Rachegelüsten und der Wahrung vorgesehener Grenzen. Ein überraschender Plot rundet den Kurzroman für mich gelungen ab und ließ mich ein wenig nachdenklich zurück.

Insgesamt hat mir der Ausflug Jo Nesbos in dystopische Welten gut gefallen und er zeigt damit seine Fähigkeit, spannende Geschichten auch fern des gängigen Kriminalroman- oder Thriller-Genre zu erschaffen. Die Außergewöhnlichkeit und der gesellschaftliche Seitenhieb konnten mich voll und ganz überzeugen, so dass ich das Buch gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 19.07.2026

Wohltuender Genuß

Gut bei Hitze
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Gerade in der Zeit von hohen Temperaturen fällt es mir immer wieder sehr schwer, ein geeignetes Essen zu finden. Ein Kochbuch, das genau hierauf seinen Fokus setzt, fand ich interessant, so dass ich mich ...

Gerade in der Zeit von hohen Temperaturen fällt es mir immer wieder sehr schwer, ein geeignetes Essen zu finden. Ein Kochbuch, das genau hierauf seinen Fokus setzt, fand ich interessant, so dass ich mich mit "Gut bei Hitze" auseinandergesetzt habe. Der Ratgeber ist strukturiert nach den Kapiteln "Zum Trinken", "Kaltes", "Warmes" und "Süßes". Was zunächst sehr puristisch erscheint entfaltet seine wahre Qualität erst im Detail.

Die Rezepte sind grundsätzlich gut beschrieben und einfach umzusetzen. Die gut in Szene gesetzten Bilder regen zur Nachahmung an und die Zutaten sind in der Regel unspektakulär und einfach zu besorgen. Die Raffinesse hat sich mir wirklich erst bei den zubereiteten Speisen offenbart. So konnten mich Gerichte wie "Gebratene Zucchini mit Dillfrischkäse & Kirschen" oder "Couscous mit Zucchini & Aprikosen" geschmacklich überraschen und begeistern. Gerade die Kombination der Zutaten und die Abdeckung unterschiedlicher Geschmäcker wie salzig, süß und manchmal sauer in einem machen den Reiz aus. Sehr angenehm dabei war, dass es sich um leichte Gerichte handelt, die wie versprochen auch bei höheren Temperaturen nicht zu schwer im Magen liegen.

Manchmal sind es aber auch klassische und einfache Rezepte, denen einfach nur noch einmal Aufmerksamkeit gegeben werden muss. So war ich auch von dem "Echt guten Nudelsalat" und "Pfirsich-Tomaten-Salat mit Estragon" sehr angetan und hätte sie ohne "Gut bei Hitze" wohl nicht zubereitet. Insgesamt ist es daher für mich ein überzeugendes Kochbuch, welches durch tolle Kombinationen der Zutaten und auch der Einfachheit in der Zubereitung voll und ganz überzeugen kann. Auch die innovative Idee für wärmere Tage, welche uns in Zukunft wohl auch häufiger begegnen werden, einen Ratgeber zusammenzustellen gefällt mir gut. "Gut bei Hitze" ist aus meiner Sicht somit eine sinnvolle Ergänzung auf meinem Küchen-Ratgeber-Regal, die ich gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Toller Auftakt einer neuen skandinavischen Thriller-Reihe

Schlafende Vulkane
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Helga Jonsdottir hat sich erst jüngst mit guten Leistungen zur Mordermittlung hochgearbeitet, als sie auch schon mit ihrem ersten Fall konfrontiert wird. In einem Reitstall wird die nackte Leiche einer ...

Helga Jonsdottir hat sich erst jüngst mit guten Leistungen zur Mordermittlung hochgearbeitet, als sie auch schon mit ihrem ersten Fall konfrontiert wird. In einem Reitstall wird die nackte Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Würgemale deuten auf ein Gewaltverbrechen hin. Nach einer schnellen Identifizierung stellen die Ermittler fest, dass ihr zehnjähriger Sohn ebenfalls spurlos verschwunden ist. Scheinbar konnte er vor dem Täter im eigenen Haus fliehen, nur sinkt seine Überlebenschance bei den aktuellen Temperaturen mit jeder Stunde. Bei der fieberhaften Suche wird Helga von dem erfahrenen und eigenwilligen Kollegen Bjarki unterstützt. Der druck auf die Ermittlungen wächst mit dem Auffinden einer zweiten Leiche mit ähnlichen Symptomen. der Wettlauf mit der Zeit hat begonnen...

Skandinavische Thriller erzeugen bei mir immer ein großes Interesse, so dass ich auf den Start dieser neuen Reihe gestoßen bin. Das Autoren-Duo Michael Hjorth und Bjarni Thorsson startet in dieser Konstellation mit "Schlafende Vulkane" in das Scandi-Crime-Genre. Sie erzählen die Geschichte in einem temporeichen und sehr gut zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte. Dabei arbeiten Sie mit vielen kurzen Kapiteln, die mit den jeweiligen Perspektivwechseln zum hohen Tempo des Thrillers beitragen. Der Spannungsbogen wird mi dem Auffinden des ersten Opfers und dem gleichzeitigen verschwinden des zehnjährigen Sohnes sehr gut aufgebaut und über die weiteren Ermittlungen auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine packende und gut durchdachte Story mit sehr interessant gezeichneten Charakteren. Für mich gelingt es den beiden Autoren hervorragend die skandinavische Atmosphäre einzufangen und zu integrieren. Das Ganze wird dann im Finale mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen abgerundet.

Insgesamt ist "Schlafende Vulkane" ein verheißungsvoller Start einer neuen skandinavischen Thriller-Reihe, die mich von der ersten Seite an fesseln konnte. Ich bin gespannt auf eine mögliche Fortsetzung, empfehle den ersten Band sehr gerne weiter und bewerte ihn folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Sehr unterhaltsamer Kriminalroman mit gelungenem Wortwitz

Gärten, Gift und kalte Rache
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In Oberdistelbrunn geht das Sterben wieder um. Die beiden Möchtegern-Miss-Marples Berta und Pauline bekommen es in ihrem Heimatdorf wieder mit einer rätselhaften Tode-Serie zu tun. Ein Mann nach dem anderen ...

In Oberdistelbrunn geht das Sterben wieder um. Die beiden Möchtegern-Miss-Marples Berta und Pauline bekommen es in ihrem Heimatdorf wieder mit einer rätselhaften Tode-Serie zu tun. Ein Mann nach dem anderen wird vergiftet aufgefunden und ein Motiv oder ein Zusammenhang der Taten ist auch nach langer Recherche nicht in Sicht. Ein Massenmörder, der nicht gezielt, sondern willkürlich tötet? Kleine Zettel bei den Opfern deuten aber auf ein persönliches Motiv hin, so dass die Ermittlungen zumindest einen Ansatz haben. Berta und Pauline knien sich voll rein, um den Täter oder die Täterin zu stellen, ehe es den nächsten Toten gibt...

Der erste Band aus der Reihe um die beiden mit Ermittlergenen ausgestatteten Damen Berta und Pauline konnte mich schon begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in den neuen und mittlerweile dritten Fall eingestiegen bin. Die Autorin Klaudia Blasl erzählt die Geschichte in einem sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mit viel Wortwitz ausgestattet ist. Es entsteht ein angenehmer und wohldosierter Mix aus Spannung und Humor, der für ordentlich Krimiunterhaltung sorgt. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden des ersten Opfers direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die sehr unterhaltsamen Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Die Hinweise zur Auflösung sind gut versteckt, so dass sich ein ständiges Miträtseln beim Lesen automatisch einstellt. Nichts desto trotz wurde ich im spannenden Finale von einer gut nachvollziehbaren Auflösung angenehm überrascht.

Insgesamt ist "Gärten, Gift und kalte Rache" eine für mich mehr als gelungene Fortsetzung einer besonderen Krimi-Reihe, die mit wunderbar gezeichneten Protagonisten, kniffligen Fällen und dem Erzähltalent, sowie der Fachexpertise der Autorin in Sachen giftige Pflanzen voll und ganz überzeugen kann. Ich empfehle den Kriminalroman daher sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Brisanter Polit-Thriller

Die Praktikantin
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Der erste Tag von Carla Bergmann als Praktikantin in der Lokalredaktion der Morgenpost könnte nicht spannender beginnen. Ein scheinbar belangloser Einbruch bei investigativen Exilrussen landet auf Carlas ...

Der erste Tag von Carla Bergmann als Praktikantin in der Lokalredaktion der Morgenpost könnte nicht spannender beginnen. Ein scheinbar belangloser Einbruch bei investigativen Exilrussen landet auf Carlas Tisch und ihre Recherchen ergebn, dass die gefassten Täter schnell wieder auf freien Fuss gesetzt wurden. Was steckt hinter der Aktion? Eventuell Geheimdienstaktivitäten in Verbindung mit dem immer noch andauernden Ukraine-Russland-Konflikt? Der Fall wird zunehmend komplexer und Carla bekommt die Hilfe von Jan Koller, einen in der Öffentlichkeit akzeptierter Investigatvjournalist. Die Spur führt in die Ukraine und für die beiden wird das Ganze auch persönlich immer gefährlicher...

Der deutsche Autor Horst Eckert ist für mich ein Garant für packende und hochaktuelle Polit-Thriller. Er konnte mich schon mehrfach begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in sein neues Werk gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in seinem gewohnt temperamentvollen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich nach wenigen Seiten bereits in den Bann ziehen konnte. Dabei arbeitet Horst Eckert mit vielen kurzen Kapiteln, die mit ihren jeweiligen Perspektivwechseln das Tempo des Thrillers noch weiter anstacheln. Der Spannungsbogen wird mit dem mysteriösen Einbruch sehr gut aufgebaut und über den sich daraus entwickelnden Geschehnissen auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Sehr gut gefallen hat mir der Bezug zu aktuellen politischen Themen im eigenen Land, wie in diesem Fall der Zusammenbruch der Koalition und dem Ringen um die Macht im Land. Das Ganze konnte mich bis zum fulminanten Finale, welches für mich fast ein wenig plötzlich daherkam, fesseln.

Insgesamt reiht sich "Die Praktikantin" für mich nahtlos in die Liste hervorragend recherchierter und packender Polt-Thriller aus der Feder von Horst Eckert ein. Es gelingt ihm mal wieder die aktuelle Brisanz in der Politk zum Thema einer spannenden Geschichte zu machen und so den Leser aufgrund der erschreckend realistischen Darstellung zum Nachdenken anzuregen. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung und natürlich die vollen fünf von fünf Sternen.

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