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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2026

Sehr unterhaltsamer Kriminalroman mit gelungenem Wortwitz

Gärten, Gift und kalte Rache
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In Oberdistelbrunn geht das Sterben wieder um. Die beiden Möchtegern-Miss-Marples Berta und Pauline bekommen es in ihrem Heimatdorf wieder mit einer rätselhaften Tode-Serie zu tun. Ein Mann nach dem anderen ...

In Oberdistelbrunn geht das Sterben wieder um. Die beiden Möchtegern-Miss-Marples Berta und Pauline bekommen es in ihrem Heimatdorf wieder mit einer rätselhaften Tode-Serie zu tun. Ein Mann nach dem anderen wird vergiftet aufgefunden und ein Motiv oder ein Zusammenhang der Taten ist auch nach langer Recherche nicht in Sicht. Ein Massenmörder, der nicht gezielt, sondern willkürlich tötet? Kleine Zettel bei den Opfern deuten aber auf ein persönliches Motiv hin, so dass die Ermittlungen zumindest einen Ansatz haben. Berta und Pauline knien sich voll rein, um den Täter oder die Täterin zu stellen, ehe es den nächsten Toten gibt...

Der erste Band aus der Reihe um die beiden mit Ermittlergenen ausgestatteten Damen Berta und Pauline konnte mich schon begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in den neuen und mittlerweile dritten Fall eingestiegen bin. Die Autorin Klaudia Blasl erzählt die Geschichte in einem sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mit viel Wortwitz ausgestattet ist. Es entsteht ein angenehmer und wohldosierter Mix aus Spannung und Humor, der für ordentlich Krimiunterhaltung sorgt. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden des ersten Opfers direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die sehr unterhaltsamen Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Die Hinweise zur Auflösung sind gut versteckt, so dass sich ein ständiges Miträtseln beim Lesen automatisch einstellt. Nichts desto trotz wurde ich im spannenden Finale von einer gut nachvollziehbaren Auflösung angenehm überrascht.

Insgesamt ist "Gärten, Gift und kalte Rache" eine für mich mehr als gelungene Fortsetzung einer besonderen Krimi-Reihe, die mit wunderbar gezeichneten Protagonisten, kniffligen Fällen und dem Erzähltalent, sowie der Fachexpertise der Autorin in Sachen giftige Pflanzen voll und ganz überzeugen kann. Ich empfehle den Kriminalroman daher sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Brisanter Polit-Thriller

Die Praktikantin
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Der erste Tag von Carla Bergmann als Praktikantin in der Lokalredaktion der Morgenpost könnte nicht spannender beginnen. Ein scheinbar belangloser Einbruch bei investigativen Exilrussen landet auf Carlas ...

Der erste Tag von Carla Bergmann als Praktikantin in der Lokalredaktion der Morgenpost könnte nicht spannender beginnen. Ein scheinbar belangloser Einbruch bei investigativen Exilrussen landet auf Carlas Tisch und ihre Recherchen ergebn, dass die gefassten Täter schnell wieder auf freien Fuss gesetzt wurden. Was steckt hinter der Aktion? Eventuell Geheimdienstaktivitäten in Verbindung mit dem immer noch andauernden Ukraine-Russland-Konflikt? Der Fall wird zunehmend komplexer und Carla bekommt die Hilfe von Jan Koller, einen in der Öffentlichkeit akzeptierter Investigatvjournalist. Die Spur führt in die Ukraine und für die beiden wird das Ganze auch persönlich immer gefährlicher...

Der deutsche Autor Horst Eckert ist für mich ein Garant für packende und hochaktuelle Polit-Thriller. Er konnte mich schon mehrfach begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in sein neues Werk gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in seinem gewohnt temperamentvollen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich nach wenigen Seiten bereits in den Bann ziehen konnte. Dabei arbeitet Horst Eckert mit vielen kurzen Kapiteln, die mit ihren jeweiligen Perspektivwechseln das Tempo des Thrillers noch weiter anstacheln. Der Spannungsbogen wird mit dem mysteriösen Einbruch sehr gut aufgebaut und über den sich daraus entwickelnden Geschehnissen auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Sehr gut gefallen hat mir der Bezug zu aktuellen politischen Themen im eigenen Land, wie in diesem Fall der Zusammenbruch der Koalition und dem Ringen um die Macht im Land. Das Ganze konnte mich bis zum fulminanten Finale, welches für mich fast ein wenig plötzlich daherkam, fesseln.

Insgesamt reiht sich "Die Praktikantin" für mich nahtlos in die Liste hervorragend recherchierter und packender Polt-Thriller aus der Feder von Horst Eckert ein. Es gelingt ihm mal wieder die aktuelle Brisanz in der Politk zum Thema einer spannenden Geschichte zu machen und so den Leser aufgrund der erschreckend realistischen Darstellung zum Nachdenken anzuregen. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung und natürlich die vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Der Umgang mit der Schuld

Die Schatten der Schuld
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Bei einem Festakt wird auf die Reederin Marlene Reinhardt ein Anschlag verübt. Es herrscht Fassungslosigkeit über die Tat eines 80-jährigen Mannes, der scheinbar ohne Motiv das Leben der bekannten Mäzenin ...

Bei einem Festakt wird auf die Reederin Marlene Reinhardt ein Anschlag verübt. Es herrscht Fassungslosigkeit über die Tat eines 80-jährigen Mannes, der scheinbar ohne Motiv das Leben der bekannten Mäzenin gefährdete. Die überraschend schnelle Vergebung gegenüber dem Täter mach allerdings die Enkelin von Marlene Reinhardt aufmerksam und sie beginnt mit der Recherche. Dabei gräbt Katharina Reinhardt immer tiefer in der Vergangenheit und sieht plötzlich Überscheidungen der eigenen Familie mit der des Täters. Was ist damals geschehen, was nach so vielen Jahren noch einen alten Mann zu einer solchen Tat bewegen kann?

Der deutsche Autor Michael Jensen hat mich bereits mehrfach mit seinen werken fesseln können, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in sein neues Buch gestartet bin. Er zählt die Geschichte in seinem bildreichen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der die Geschehnisse der damaligen Zeit lebendig vor Augenführt. Der Spannungsbogen wird mit dem Attentat auf die Hamburger Mäzenin sehr gut aufgebaut und über die weiteren Entwicklungen auch in Bezug auf die schwer lastende Vergangenheit auf einem stets sehr hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine wirklich packende Aufarbeitung einer historischen Schuld, die hier sehr gut in Szene gesetzt wird. Gerade auch der Bezug in die aktuelle Welt mit unterschiedlichen Reaktionen der Beteiligten macht das Buch so lesenswert.

Insgesamt ist "die Schatten der Schuld" ein wertvoller und mehr als gelungener Roman, der zeigt, dass Taten auch aus der fernen Vergangenheit noch eine enorme Strahlkraft auf die aktuelle Zeit haben und auch niemals in Vergessenheit geraten dürfen. Viel zu wertvoll ist es aus den schweren Fehlern von damals zu lernen. Das tolle tolles Buch, welches ich gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Spannende Reise in die Zeit des 30-jährigen Krieges

TINTE und SCHWERT, Sonderedition
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Im Jahre 1618 ist der Dreißigjährige Krieg ausgebrochen und Jacob Wolffen wird unfreiwillig mit ihm konfrontiert. Eigentlich konnte er gerade seinen Vater von der Berufung zum Priester überzeugen, als ...

Im Jahre 1618 ist der Dreißigjährige Krieg ausgebrochen und Jacob Wolffen wird unfreiwillig mit ihm konfrontiert. Eigentlich konnte er gerade seinen Vater von der Berufung zum Priester überzeugen, als ihm ein Überfall die gesamte Familie raubt. Nur Jacob überlebt und schwört Rache gegenüber dem Täter Heinrich von Hohenfels. Da er sich im Auftrag Gottes und im Namen der Gerechtigkeit wähnt, ist er bereit seinen Gegner und alle Beteiligten zu töten. Zunächst muss er aber den sehr schweren Zeiten trotzen und entkommt oftmals nur knapp dem Tod. Dabei wird er immer wieder mit den Grausamkeiten der damaligen Zeit konfrontiert...

Der deutsche Autor Matthias Soeder hat mit "Tinte und Schwert - Verwandlung" seine Reihe um den Dreißigjährigen Krieg eröffnet. Er erzählt die Geschichte in einem bildreichen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mit die Bilder der damaligen Zeit lebendig vor Augen führte. Der Spannungsbogen wird mit dem Überfall auf Jacobs Familie zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über dramatischen Erlebnisse in dieser rauen Zeit auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. So entwickelt sich eine fesselnde Story, in der die Fiktion um interessant gezeichnete Protagonisten mit sehr gut recherchierten historischen Fakten kombiniert wird und so für beste Leseunterhaltung sorgt. Die bewegende Zeit wird mit ihren Härten von Matthias Soeder sehr gut eingefangen und bildet den passenden Kontext für die wirklich packende Geschichte um Jacob Wolffen. Das Buch entwickelte sich für mich zu einem echten Page-Turner, den ich nur sehr schwer aus der Hand legen konnte.

Insgesamt ist "Tinte und Schwert - Verwandlung" der wirklich tolle Auftaktband einer mehr als vielversprechenden Reihe, bei der ich mich schon jetzt sehr auf die Fortsetzung freue. Gerade die erfrischende und temperamentvolle Erzählweise und die faszinierende historische Umgebung machten den Roman für mich zu einem Lesehighlight in diesem Jahr. Ich empfehle daher das Buch gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Dunkle Geheimnisse

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Der Autor Marceau Miller hat seinen neuesten Bestseller vollendet, als er seiner gefährlichen Kletterleidenschaft nachgeht. Seine Risikobereitschaft, auf eine Absicherung zu verzichten, wird ihm zum Schicksal ...

Der Autor Marceau Miller hat seinen neuesten Bestseller vollendet, als er seiner gefährlichen Kletterleidenschaft nachgeht. Seine Risikobereitschaft, auf eine Absicherung zu verzichten, wird ihm zum Schicksal und er stürzt in die Tiefe. Beim Auffinden der Leiche gehen zunächst alle von einem tragischen Unfall aus, aber seine Frau Sarah hegt Zweifel und es tun sich auch immer mehr Ungereimtheiten auf. Marceaus Tod scheint mit Geschehnissen der Vergangenheit in Verbindung zu stehen und Sarah setzt alles daran, die lang gehegten Geheimnisse zu lüften, auch wenn die Gefahr für sie selbst immer greifbarer wird.

Der französiche Autor, der unter dem Psynonym Marceau Miller auftritt hat mit "Das letzte Buch von Mareau Miller" einen fesselnden Roman veröffentlicht. Er erzählt die Geschichte in einem temperamentvollen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann zihen konnte. Miller arbeitet dabei mit vielen kurzen Kapiteln, die mit ihren jeweiligen Perspektivwechsseln für ein zusätzliches Tempo sorgen. Der Spannungsbogen wird mit dem tragischen Kletterunfall direkt zu Beginn des Buches sehr gut aufgebaut und über die unausgesprochenen Geheimnisse der VErgangenheit auf einem aus meiner Sicht stets hohen Niveau gehalten. Die Protagonisten wirken interessant gezeichnet und tragen zum Gelingen des Buches bei. Die sich immer weiter zuspitzende Geschichte konnte mich bis zum Finale, welches mit einer für mich überraschenden, aber auch nachvollziehbaren Auflösung abgerundet wird, packen und begeistern.

Insgesamt ist "Das letzte Buch von Marceau Miller" ein für mich überzeugende Roman, der mir einige spannende Lesestunden bescherte und mit einer clever konzipierten Geschichte und dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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