Gute Idee, hätte man mehr draus machen können
Die einsame Buchhändlerin von TokioNanako fühlt sich einsam – sie hat keine Freunde und nach der Trennung von ihrem Mann steht sie nun auch noch ohne Wohnung da. Ihr Job als Buchhändlerin, den sie jahrelang mit Begeisterung ausgeübt hat, ...
Nanako fühlt sich einsam – sie hat keine Freunde und nach der Trennung von ihrem Mann steht sie nun auch noch ohne Wohnung da. Ihr Job als Buchhändlerin, den sie jahrelang mit Begeisterung ausgeübt hat, macht ihr nach dem Wechsel der Geschäftsstrategie der Buchhandelskette, bei der sie angestellt ist, auch keinen Spaß mehr. Geblieben ist die Leidenschaft für Bücher. Dies und die Entdeckung der Dating App Thirty Minutes sollen ihr helfen, ihre Unsicherheit und Einsamkeit zu überwinden. Und so gibt sie jedem ihrer Dates eine besondere Buchempfehlung.
Ich konnte dem Buch leider nicht viel abgewinnen. Es war in weiten Teilen eine Aneinanderreihung von Dates mit entsprechenden Buchempfehlungen, ziemlich oberflächlich und und irgendwie zusammenhanglos. Das Nachwort gibt dann auch die Erklärung: es handelt sich um eine Reihe von Essays, die in einem Webmagazin veröffentlicht und hier nun in einem Buch zusammengefasst wurden.
Das Beste an dem Buch waren noch die leichte, flüssig lesbare Sprache, so dass ich das Buch an einem Nachmittag durchgelesen hatte und die Auflistung aller Buchempfehlungen am Ende des Buches (falls ich mich doch mal intensiver mit japanischer Literatur beschäftigen möchte.
Insgesamt eher eine knackige Werbekampagne des japanischen Buchhandels als eine „empowernde Autobiografie einer Frau, die nach einer Trennung ihr Leben in die Hand nimmt und mit der Kraft der Bücher über sich hinauswächst.“