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Veröffentlicht am 25.07.2017

Der Landarzt

Das Schweigen von Brodersby
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Mit diesem Buch hat es die Autorin einmal mehr geschafft, mich von Anfang an zu fesseln, zu begeistern. Sie hat es – wieder einmal – geschafft, das ich voll und ganz in die Geschichte eintauchen kann. ...

Mit diesem Buch hat es die Autorin einmal mehr geschafft, mich von Anfang an zu fesseln, zu begeistern. Sie hat es – wieder einmal – geschafft, das ich voll und ganz in die Geschichte eintauchen kann. Dass ich mich gefangen nehmen kann von den Charakteren und Geschehnissen im Buch.

Es ist ein „typischer Ross“ und dennoch ist dieses Buch irgendwie anders.

Worum geht es?

Kurz gefasst um einen Ex-Soldaten, dessen letzter Einsatz schief gegangen ist und der Abstand gewinnen will und muss, wenn er die Schatten der Vergangenheit hinter sich lassen will. Das tut er in einem kleinen Städtchen – als Landarzt. Ruhig, beschaulich … eigentlich. Wenn, ja wenn da nicht so ein Vorfall wäre J

Mehr will ich über die Geschichte eigentlich gar nicht erzählen. Man muss sie einfach selber lesen.

Mir gefällt hier, das das Buch zum einen in etwas ruhigeren Gewässern „schwimmt“, auch wenn es spannend ist.

Das Buch befasst sich mit den Schwierigkeiten, die Soldaten haben, wenn sie aus einem Einsatz in das normale Leben zurückkehren. Das, was passiert ist muss verarbeitet werden und da werden die Jungs leider ziemlich oft alleine gelassen. Sie müssen mit den Geschehnissen alleine klar kommen. Das Buch zeigt, dass der Soldat eben nicht immer nur taff und hart ist, sondern auch verletzlich und traumatisiert.

Das ist ein Punkt, der mir an dem Buch sehr gut gefallen hat.

Des Weiteren steht hier – wieder – das zwischenmenschliche im Vordergrund. Und dabei meine ich nicht immer nur die Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen. Die es natürlich auch hier gibt. Lena und Jan – die zarten Bande, die Annäherung zweier Menschen – die schlimmes erlebt haben und dennoch einen Neustart wagen … Stefanie Ross beweis hier wieder Feingefühl und Takt, beschreibt die Annäherung glaubhaft und menschlich.

Ich meine hier auch die freundschaftlichen Beziehungen. Freundschaft, die teilweise ohne viele Worte auskommt. Freundschaft, die vieles überstehen kann.

Natürlich kommt auch hier die Spannung nicht zu kurz. Denn auch hier gibt es einen Fall, der gelöst werden muss. Es kommen Charaktere aus anderen Büchern hinzu. Charaktere die man bereits kennt und liebt, wo man sich über ein Wiedersehen sehr freut.

Und die Tierliebe der Autorin kommt, einmal mehr, in wunderbaren Szenen zum Vorschein ? Damit lässt sie das Buch und die Geschichte noch menschlicher werden. Diesmal spielt ein kleines Meerschweinchen eine wunderbare Rolle.

Der Schreibstil von Stefanie Ross ist gewohnt flüssig. Dabei verwebt sie Romantik und Spannung mit Humor. Und ihr gelingt es wieder, den Spannungsbogen kontinuierlich zu halten. Man fiebert mit, will nur noch ein paar Seiten, ein Kapitel lesen und ist doch so im Sog drin, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen mag.

Und dann wundert man sich beim Blick auf die Uhr, dass es schon so spät ist. Das man das Buch – entgegen dem „ich komm gleich … nur noch ein paar Seiten“ wieder ausgeschmökert hat und die ganze Wohnung im Dunkeln liegt lach

Mein Fazit: ein absolut lesenswertes Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen – mehr kann ich ja leider nicht geben.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Das Hörbuch

Glückssterne
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Zum Buch „Glückssterne“ an sich gibt es bereits auf meinem Blog eine Rezension, daher gehe ich an dieser Stelle nicht mehr auf die Geschichte an sich ein.

Auf einer Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse ...

Zum Buch „Glückssterne“ an sich gibt es bereits auf meinem Blog eine Rezension, daher gehe ich an dieser Stelle nicht mehr auf die Geschichte an sich ein.

Auf einer Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse konnte ich an einer Lesung der Autorin teilnehmen und sie machte mir – erneut – Lust auf das Buch und so kam ich auf die Idee, die ganze Geschichte noch einmal zu erleben: als Hörbuch.

Gelesen wird die Geschichte von der deutschen Schauspielerin und Moderatorin Jessica Schwarz. Also von jemandem, der es gewohnt ist, Texte vorzutragen.

Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen.

Diese wurden allerdings nicht wirklich erfüllt.

Die Geschichte verlangt Leben, Emotionen und auf Grund der Charaktere auch unterschiedliche Sprechweisen, um gleich klar herauszuhören wer gerade agiert. Die Geschichte erfordert Tempo, aber auch ruhige und gemächliche Passagen. Kurz: sie verlangt vom Sprecher Betonung – bei Lesen und beim Herausarbeiten der Charaktere.

Hier muss ich sagen, dass Jessica Schwarz die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Sie las diese so wunderbare Geschichte teilweise so eintönig und langweilig, das meine Gedanken oft abschweiften und ich mich nicht wirklich auf die Erlebnisse konzentrieren konnte. Sie schaffte es – im Gegensatz zum Buch nicht – mit reinzuziehen, festzuhalten und zu begeistern.

Wenn ich das Buch als Hörbuch kennengelernt hätte – ich weiß nicht ob ich genauso begeistert gewesen wäre.

Zumal ich der Meinung bin, das Claudia Winter ihr Buch selber hätte einlesen sollen. Denn ihre Lesung in Leipzig war wunderbar: ich hätte ihr ewig zuhören können. Sie las die Geschichte nicht, nein. Sie hat sie gelebt. Und ich glaube, das macht hier den Unterschied.

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich, dass ich diese CD (MP3-CD) nicht überall anhören konnte. Selbst ein MP3-fähiges Autoradio konnte diese CD nicht abspielen. Daher war für uns das anhören bei langen Autofahren, was wir sosehr lieben, nicht möglich.

Das Hörbuch zu bewerten fällt mir sehr schwer. Für die Geschichte gibt es – wie auch in der ersten Rezension – 5 Sterne. Für das Hörbuch, auf Grund der Kritikpunkte, kann ich nur 3 von 5 Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 13.07.2017

Schade

Der kleine Laden der einsamen Herzen
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Der Klappentext des Buches klang unglaublich ansprechend und da mich Geschichten, die in einem Buchladen spielen, sehr reizen, griff ich natürlich sehr gerne zu.

Die Geschichte beginnt mit einer Nachruf ...

Der Klappentext des Buches klang unglaublich ansprechend und da mich Geschichten, die in einem Buchladen spielen, sehr reizen, griff ich natürlich sehr gerne zu.

Die Geschichte beginnt mit einer Nachruf auf die alte Besitzerin des Buchladens und einer Trauerfeier, die alles andere als gewöhnlich ist.

Wir lernen die Hauptfiguren Posy und Sebastian kennen und die drei Angestellten des Buchladens. Letztere waren die interessantesten Figuren des Buches, das muss ich leider sagen. Sie waren so unterschiedlich, verrückt und verschroben, das es Spaß machte mehr über sie zu erfahren und sie zu begleiten.

Die beiden Hauptfiguren jedoch konnten bei mir überhaupt nicht punkten. Posy nicht, die mit mir ihrer naiven Art schnell auf die Nerven ging. Viele ihre Entscheidungen waren überhaupt nicht nachvollziehbar.

Und Sebastian? Seine überhebliche und arrogante Art machte ihn von Anfang so unsympathisch, das ich bis zum Ende des Buches nicht verstehen konnte, warum Posy Gefühle für ihn entwickelte. Denn nichts von dem was er tat, machte diese Gefühle greifbar. Im Gegenteil.

Auch die Entwicklungen einiger Figuren zum Ende hin waren nicht nachvollziehbar – hier „starb“ die Geschichte. Denn glaubhaft ist etwas anderes.

Den Schreibstil der Autorin kann man als unterhaltsam bezeichnen. Locker und leicht, teilweise auch witzig. Allerdings schaffte sie es leider überhaupt nicht, mich zu erreichen. Weder mit der Geschichte noch mit den Protagonisten.

Das fand ich sehr schade.

Alles in allem kann ich dem Roman leider nur 2 ½ von 5 Sternen geben.

Veröffentlicht am 10.07.2017

Konnte mich nicht überzeugen

Forever next to you - Eric & Joyce
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Manchmal habe ich bei Büchern, die ich lese und dann rezensieren möchte, ein großes Problem. Ganz besonders wenn ich die Autorin persönlich sehr mag, das Buch aber nicht. Schreibe ich dann eine Rezension? ...

Manchmal habe ich bei Büchern, die ich lese und dann rezensieren möchte, ein großes Problem. Ganz besonders wenn ich die Autorin persönlich sehr mag, das Buch aber nicht. Schreibe ich dann eine Rezension? Und wenn ja, was schreibe ich?

Ich bin immer ehrlich, wenn ich eine Rezension schreibe: egal ob ich die Autorin kenne. Egal ob ich sie mag oder sie nicht leiden kann. Denn nur eine ehrliche Rezension hilft anderen interessierten Lesern.

Forever next to you ist der zweite Teil der San Francisco Ink-Serie aus der Feder von Amy Baxter und erzählt die Geschichte von Eric und Joyce. Bei beiden gibt es eine gemeinsame Vorgeschichte – ein One Night Stand – und das ist zum Anfang dieser Geschichte auch der Aufhänger.

Ich habe mit voller Freude auf das Buch gestürzt. Das Setting – ein Tattoo-Studio – hat mich gereizt. Immerhin spiele ich immer mal wieder – kurz zumindest – mit dem Gedanken an ein eigenes Tattoo. Auch der Klappentext klang soweit ganz interessant.

Und dann … dann traf ich auf Eric. Und ich mochte ihn vom ersten Moment an nicht. Obwohl er gerade im ersten Moment eigentlich so gezeichnet war, das er hätte sympathisch rüber kommen können. Aber irgendwie mochte ich innerlich einfach nicht und seine Sprüche haben mein „Gefühl“ ihn gegenüber bestätigt.

„Ich schlafe niemals zweimal mit derselben Frau.“ Ganz ehrlich? Wenn mir ein Typ diesen Satz um die Ohren hauen würde, dann könnte er abtreten. Für immer. Egal, ob er das ernst meint oder nur als Selbstschutz behauptet. Der Typ wäre für mich gestorben.

Solche Sprüche und auch die Art wie er agierte, stießen mich eher ab als mich zu begeistern. Ich weiß dass es nur Sprüche sind, die ihn als Bad Boy präsentieren sollen um ihn dann zum Liebling zu machen. Aber hier stimmte die Chemie einfach nicht.

Und auch Joyce – auch sie konnte mich nicht wirklich begeistern oder gar für sich einnehmen.

Für mich muss ich sagen, dass diese Reihe nichts für mich ist. Sie kann mich nicht begeistern

Ich weiß auch nicht, wie ich das Buch bewerten soll. Für die Idee, das Setting und das Cover, was gut zur Geschichte passt kann ich 3 Sterne vergeben, mehr leider nicht.

Veröffentlicht am 03.07.2017

Meerblick

Frühstück mit Meerblick
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Der Einstieg in das Buch mit der wunderbar witzig formulierten Stellenanzeige und der gefühlvoll-traurigen Bewerbung von Laura ist herrlich gelungen. Man bekommt sofort Lust, in das Buch einzusteigen, ...

Der Einstieg in das Buch mit der wunderbar witzig formulierten Stellenanzeige und der gefühlvoll-traurigen Bewerbung von Laura ist herrlich gelungen. Man bekommt sofort Lust, in das Buch einzusteigen, weiterzulesen, sich treiben zu lassen.

Ich habe eine leichte Sommerlektüre erwartet, bekommen habe ich aber so viel mehr.

Ein Buch mit Tiefgang. Ein Buch, das zeigt dass man nach einem schweren Schicksalsschlag den Weg zurück ins Leben findet. Ein Buch, das einen mit in einen wunderbaren kleinen Ort nimmt. Ein Buch, das zeigt, dass Zusammenhalt wichtig ist.

Eine Geschichte, die fesselt und berührt. Eine Geschichte, die traurige, witzige, romantische und sehr viel berührende Momente hat.

Was mir sehr gut gefallen hat war der stetige Wechseln zwischen den humorvollen und den (in welcher Hinsicht auch immer) gefühlvollen Szenen. So warmherzig, so liebevoll.

Figuren, die so glaubhaft und lebensnah dargestellt werden, dass man ihnen ohne weiteres folgt und an ihrem Leben teilhaben will. Gerade bei Jugendlichen habe ich oft Probleme, eine „Beziehung“ zu ihnen aufzubauen, aber bei Nate und Lizzie ist es mir extrem leicht gefallen. Gerade diese beiden werden so gekonnt und so glaubhaft dargestellt, das es eine wahre Freude ist, ihren Sommer mitzuerleben.

Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht, so dass man ganz in die Geschichte eintaucht und die Zeit vergessen kann.

Für mich war das Buch eine Überraschung – ich kannte die Autorin bisher noch nicht – und ich werde mit Sicherheit auch zum zweiten Band greifen.

Ein tolles Zitat aus dem Buch:

Es sind die kleinen Dinge, die dich zerbrechen können – die kleinen Dinge,
wenn du in deinem neuen Garten zwei Lerchen hörst und jemandem erzählen möchtest,
wie wunderschön sie klingen

Von mir bekommt das Buch 5 von 5 möglichen Sternen.