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Veröffentlicht am 07.08.2024

Endlich lernt man Connis Freunde kennen

Conni-Bilderbücher: Conni und der Weltkindertag
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Darum geht´s:
Conni hat viele Freunde, am liebsten spielt sie mit Julia. Doch Julia muss für ein paar Tage verreisen. Wie gut das Conni mit ihren anderen Freunden viele tolle Sachen für den Weltkindertag ...

Darum geht´s:
Conni hat viele Freunde, am liebsten spielt sie mit Julia. Doch Julia muss für ein paar Tage verreisen. Wie gut das Conni mit ihren anderen Freunden viele tolle Sachen für den Weltkindertag planen kann. Es gibt so viel Neues bei Connis anderen Freunden und deren Familien zu entdecken. Da ist es auch gar nicht schlimm das Julia erst beim großen Kinderfest wieder da sein kann.

Meine Bewertung:
Die Geschichte spielt in Connis Kindergartenzeit.
Connis Emotionen wie Trauer und Freude werden gut dargestellt. Erst ist sie sehr traurig, dass Julia zwei Wochen weg sein wird, doch dann freut sie sich, weil sie ihre anderen Freunde besuchen kann. Diese Freunde kennt man auch schon aus anderen Geschichten, aber in diesem Buch werden sie und ihre Familien richtig vorgestellt. Die Familien sind aus anderen Ländern, also mit Migrationshintergrund. Es gibt also viel Spannendes aus anderen Länder zu entdecken. Es ist wirklich international.

Conni hat ja viele verschiedene Freude, die Oma von Katja und Lars wohnt in Polen, Lauras Papa kommt aus Ghana, die Eltern von Jolanda stammen aus Mexiko, Sons Eltern kommen aus Vietnam, Semire ist aus Syrien und Sofies und Alanas Familien aus Deutschland. Sofies Opa ist traditioneller Bäcker und zeigt den Kindern wie man backt.

Es werden aber auch unterschiedliche Lebensstile angesprochen. Julias Eltern sind sogar geschieden und nicht alle Kinder wohnen mit ihren Eltern in einem Einfamilienhaus wie Conni, sondern auch zu Miete (das sieht man in Connis Welt sonst eher nicht, es ist doch eher das schicke Einfamilienhaus und die qualifizierte Kinderärztin bleibt natürlich zu Hause bis die Kinder mindestens 3 Jahre alt sind, heile Welt also.) Es fehlt eigentlich noch das gleichgeschlechtliche Paar und ein alleinerziehender Elternteil.

Alana trifft Conni in ihrer Reitstunde und sie ist erstaunt, weil sie im Rollstuhl sitzt und trotzdem reiten kann. Alana klärt Conni dann auf wie sie im Rollstuhl klarkommt und lädt sie dann auch zu sich zu Hause ein. Hier werden also nicht nur Menschen aus anderen Ländern thematisiert, sondern auch Menschen mit Behinderungen. Das hat mir hier besonders gefallen, weil nicht alle Kinder jemanden im Rollstuhl kennen und wissen welche Herausforderung zu bewältigen sind. Jetzt hätte man noch vielleicht ein Kind mit einer geistigen Behinderung in das Buch inkludieren können. Weil es um den Weltkindertag geht und es viele Kinder und ihre unterschiedliche Herkunft einschließt, hat man das Thema hier trotzdem umgesetzt.

Meinem Sohn hat es gut gefallen, er mag es, auch wenn die Geschichten länger sind. Für kleinere Kinder kann man das Vorlesen ja in Abschnitte aufteilen, sonst wird es zu lang für die gute Nacht Geschichte.

Illustration:

Ich mag die Illustrationen von Janina Görrissen, die sind einfach die schönsten von Conni. Die Kinder sehen niedlich aus und die Farben sind schön bunt. Alles wirkt sehr freundlich. Wer Poster mag wird sich freuen, dem Band liegt auch wieder eins bei.
Fazit:
Hier lernt man Connis Freunde besser kennen. Ein süßes Buch für alle Kinder.

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Veröffentlicht am 05.08.2024

Sehr cool - Story und Zeichnungen gefallen mir gut

Severed 1
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Akane ist seit sie ihren Arm bei einem Umfall verloren hat nicht mehr dieselbe. Sie verkriecht sich in ihrem Zimmer und schottet sich von der Außenwelt ab. Als sie eines Tages beschließt, ihrer Mutter ...

Akane ist seit sie ihren Arm bei einem Umfall verloren hat nicht mehr dieselbe. Sie verkriecht sich in ihrem Zimmer und schottet sich von der Außenwelt ab. Als sie eines Tages beschließt, ihrer Mutter eine Freude zu machen und doch nach draußen zu gehen wendet sich ihr Schicksal schlagartig.

Sie begegnet Kate und als diese plötzlich entführt wird und Akane, sie beschützen will, befindet sie ich ebenfalls in dem Entführungsfahrzeug. Die beiden Mädchen haben Glück, die Top-Athletin Ranju hat die Entführung gesehen und rettet die beiden. Diese Athletin macht Akane Mut, den ihr fehlen beide Beine und sie trägt besondere Prothesen. Doch um sie zu bekommen muss sich Akane beweisen, denn diese besonderen Prothesen bekommt nicht jeder. Ob sie es schafft?

Meine Bewertung:
Früher waren deutschsprachige Mangaka nicht ganz so krass wie heute. Die Zeiten (so vor 20 Jahren) wo die Proportionen etc. nicht gestimmt haben sind vorbei. Mittlerweile haben diese Mangaka ordentlich aufgeholt und können mit japanischen Manga mithalten.* Daher greife ich in letzter Zeit gerne zu deutschprachigen Mangaka.

Auch bei diesem Manga wurde ich nicht enttäuscht. Er ist anders als gedacht aber doch überraschend gut. Irgendwie hat die Story etwas mitreißendes. Akane ist zwar am Anfang sehr trübsinnig (wer verübelt ihr das bei der Geschichte auch) entwickelt sich aber im Laufe des Mangas zu einer doch recht mutigen Person. Sie war mir sofort sympatisch und als sie Kate verteidigt hat obwohl sie körperlich eingeschränkt ist, habe ich sie umso mehr in mein Herz geschlossen. Kate scheint tieferliegende Probleme zu haben, als man ihr ansieht und Ranju ist ziemlich cool.

Dieser Manga enthält jedenfalls geballte Frauenpower, vereint in einer spannenden actiongeladenen, aber auch mysteriösen Story. Denn so eine Prothese zu tragen scheint gefährlich, denn es werden Frauen die eine solche Prothese tragen angegriffen und niemand weiß warum. Das gilt es auf jeden Fall zu klären in den nächsten Bäden.

Auffällig fand ich hier die westliche Leserichtung. Wenn man die Manga sonst anders liest muss man sich erst dran gewöhnen, aber das war für mich kein Problem. Das Cover ist super touchy, also man muss erstmal drüber fummeln, nur so nebenbei als Anmerkung. Irgendwie gibt es dem Manga was besonders. Ich hoffe das die anderen auch so sind. Ist mal was anders als nur ein farbiger Buchschnitt, aber da lassen sich die Verlage ja immer etwas cooles mittlerweile einfallen.

Fazit:
Story und Charaktere sind absolut mitreißend. Das kam unerwartet, freut mich aber umso mehr. Habe ich in einem durchgesuchtet

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Jahreshighlight

Full Dive
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Darum geht´s:
Jess ist ein mittelmäßiger Gamer. Ganz im Gegenteil zu seinem Bruder, der ein bekannter Let's Player ist. Beide Geschwister leben in eher armen Verhältnissen. Als die Mutter den Job verliert ...

Darum geht´s:
Jess ist ein mittelmäßiger Gamer. Ganz im Gegenteil zu seinem Bruder, der ein bekannter Let's Player ist. Beide Geschwister leben in eher armen Verhältnissen. Als die Mutter den Job verliert und Jess Bruder Jaxon verhaftet wird, muss Jess einfach handeln. Er schleust sich unter dem Namen seines Bruders, bei einem Test für ein neuartiges Videospiel ein. Dieses ermöglicht den Full Dive. Eine Technologie die den Geist in ein mittelalterliches Open World Spiel bringt. Doch bald merkt Jess das er weitaus mehr riskieren muss als nur ein „Game Over“ im Spiel. Die Entwickler erhoffen sich die volle Gedankenkontrolle doch dafür brauchen sie einen Algorithmus und der ist gut im Spiel versteckt.

Meine Bewertung:
Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil ich total von dem FullDive fasziniert bin. Das war ja schon bei diversen anderen Büchern/Manga ein Thema und daher, hat mich das Buch gleich anzogen. Natürlich war da die Erwartungshaltung sehr groß und oft wird man enttäuscht. Zum Glück nicht bei diesem Buch. Es hat mir von Anfang bis zum Ende gefallen. Schade fand ich wirklich nur, dass es so schnell ausgelesen war. Ich hätte mich hier tatsächlich noch über einen zweiten Band gefreut und das, obwohl ich lieber Einzelbände lese.

Die Welt spielt in einem mittelalterlichen Rollenspiel mit Open World. Die Charaktere müssen hier vier Drachen besiegen, um die Welt gegen die Dunkelheit zu retten. Es gibt die eine Hauptaufgabe aber wie im richtigen Game auch Nebenquestaufgaben. Jess ist am Anfang total unsicher, denn er ist nicht wie sein Bruder. Er ist eher ein ängstlicher Gamer und glaubt nicht an sich. Während seiner Reise trifft er auf einer Menge Herausforderungen und jedes Mal aufs neue muss er sich beweisen. Manchmal scheitert er auch an der Aufgabe. Aber er rafft sich immer auf und hat ein gutes Herz. Ihm ist es nicht egal, wenn NPC's in dem Spiel seine Hilfe brauchen und dafür wird er oft von seinen Mitspielern belächelt. Es ist toll seine Reise mitzuerleben, auch wie er innerlich an Selbstvertrauen gewinnt. Ich finde, das ist immer das Schönste an Büchern, Protagonisten wachsen zu sehen. Rumi hat mir auch ganz gut gefallen. Sie war am Anfang etwas seltsam, hat aber gegen Ende völlig überzeugt.

Die Thematik ist auch gut gewählt, den ein FullDive ist nicht ganz unrealistisch. Und auch das die Armee ein großes Interesse daran hat, ist irgendwie klar. Jetzt ist da ein mächtiger Algorithmus im Spiel und sogar der Firma des Spieles ist nicht bekannt, wo ist, weil eine IT-Spezialistin ihn gut vor ihren Tod versteckt hat. Die Armee hat aber an diesem Code großes Interesse und bedroht cy.corp. Ab da wird es für Jess und seine Mitspieler ein Spiel auf Leben und Tod. Sie kommen dort nicht mehr raus außer sie finden den Algorithmus. Ab da geht das Buch richtig in die Endphase und man kann es nicht weglegen. Der Kampf gegen den Endboss beginnt.

Vom Schreibstil her konnte man den Beschreibungen der Orte und der Charakterbeschreibungen gut folgen. Im Buch gibt es auch eine Karte vom Spiel selbst. Ganz hilfreich, wenn man gucken will, wo sich die Charaktere gerade aufhalten. Die spannenden Szenen waren gut ausgearbeitet und ich würde sagen da war nichts zu viel und nichts zu wenig in dem Buch. Man hätte hier und da noch ausschmücken können, einfach weil's so toll ist,

Fazit:
Mein Fazit lautet kurz und knapp - Das Buch ist einfach der Hammer. Der Spannungsbogen bleibt durchgehend erhalten und die Atmosphäre in diesem Buch ist grandios. Für mich ein kleines Jahreshighlight.

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Veröffentlicht am 15.07.2024

Trifft leider nicht so ganz meinen Geschmack

VEIL 1
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Emma und Alexander treffen sich eher zufällig. Dem Polizisten Alexander fällt sofort auf, dass Emma blind ist und eigentlich nicht ganz so genau weiß, wo sie hin will. Denn Emma ist von ihrem behüteten ...

Emma und Alexander treffen sich eher zufällig. Dem Polizisten Alexander fällt sofort auf, dass Emma blind ist und eigentlich nicht ganz so genau weiß, wo sie hin will. Denn Emma ist von ihrem behüteten Zuhause geflohen, um alleine klar zukommen. Kurzerhand erzählt Alexander der geheimnisvollen Schönheit, von einer freien Stelle als Telefonistin in Polizeibüro. Emma sagt zu und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Meine Bewertung:
Auffällig bei diesem Manga ist, das hier eigentlich nicht besonders viel passiert. Es werden unterschiedliche Szenen aus dem Leben nach der Begegnung gezeigt. Viele sind recht kurzweilig und man könnte schon sagen belanglos. Es gibt keinen ersichtlichen roten Faden, nur das Emma und Alexander immer vertrauter miteinander werden. Besondere Spannung kann man allerdings hier nicht erwarten, sondern eben eher leise Zwischentöne zweier frisch verliebter Menschen.

Ich hätte mir hier aber doch etwas mehr Inhalt gewünscht und war schon ziemlich enttäuscht. Zwischen den Kapiteln gibt es zwar auch einen Monolog, der die Gefühle von beiden etwas näher beschreibt, aber viel ist es nicht. Beide Charaktere sind interessant gestaltet und da bietet sich deutlich mehr Potenzial für eine schöne Geschichte mit mehr Inhalt und auch etwas Spannung oder Drama. Für mich ist daher die Umsetzung von Kotteri nicht gelungen und ich kann mir auch nicht vorstellen das dieser Manga mir noch einen Mehrwert bringen könnte, wenn ich die anderen Bände lese. Dafür ist er mir ehrlich gesagt auch zu teuer.

Was mir sehr gefällt sind das Charakterdesign und die Zeichnungen. Sie sind einfach bringen aber eine sehr schöne künstlerische Eleganz daher. Der Stil ist sehr klassisch und die Farbgestaltung rundet alles gut ab. In dem Punkt mag ich den Manga richtig gerne. Er ist wirklich etwas für Menschen die viel Wert auf einen gut gezeichneten Manga in einen gewissen Stil legen. Ich mag auch die Kapitelbilder hier am meisten. Warum Emma aber durchgängig die Augen geschlossen hat, weiß ich nicht. Blinde haben auch die Augen offen. Wahrscheinlich hat es der Autorin besser in ihr „optisch elegantes“ Bild gepasst. Vermittelt für mich einen falschen Eindruck von blinden Menschen.


Zum Titel:
Veil ist eine veraltete deutsche Bezeichnung für blaurote Farbtöne.
Bei der „Körpertemperatur von Orange“ ist wohl Alexander gemeint, er hat oranges / rotes Haar.

Fazit:
Interessante Charaktere und ein mal ganz anderer Manga, mit sanfter Geschichte. Leider passiert aber auch sehr wenig Relevantes in dem Manga. Das muss man halt mögen. Die Story ist vom Aufbau nicht mein Fall. Das Artwork und die Protagonisten hingegen finde ich gut.

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Veröffentlicht am 27.06.2024

Gerne mehr davon

Die rechte Hand der Krone
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Meine Zusammenfassung:
Ada lebt als Adelige in dem Land Niframas und möchte nichts lieber als mehr Zeit mit ihrem Bruder Senzo zu verbringen und eine treue Kämpferin für ihr Land werden. Aber als Berater ...

Meine Zusammenfassung:
Ada lebt als Adelige in dem Land Niframas und möchte nichts lieber als mehr Zeit mit ihrem Bruder Senzo zu verbringen und eine treue Kämpferin für ihr Land werden. Aber als Berater des Prinzen hat ihr Bruder sehr wenig Zeit für Ada und ihre Mutter lässt sie ungern in die Nähe einer Waffe. Als sie auf Senzos Feier in den offiziellen Beraterstand einen Fehler begeht und einen Blutvertrag mit dem Königshaus schließt, muss sie eine Ausbildung im Schloss beginnen. Doch leider nicht bei den Singhejos der königlichen Armee Niframas, wie sie es für sich geplant hatte. Eigentlich läuft nichts so für Ada wie geplant und jetzt muss sie sich eben durchschlagen, um trotzdem noch ihre Ziele zu erreichen. Denn aufgeben ist für Ada keine Option. Zum Glück hat sie Freunde, die ihr helfen und sie motivieren, ihr Ziel zu verfolgen. Aber dunkle Wolken ziehen auf, es gibt Verrat im Schloss und Ada muss entscheiden, wofür sie kämpft.

Meine Bewertung:
Meistens sind solche Romane eher in einem fiktiven Mittelaltersetting zu finden. Thilini geht hier aber andere Wege und baut moderne Geräte wie Handys und Autos ganz einfach mit ein. Das ganze gibt dem eher angestaubten royalen Setting einem modernen Touch. Mich hat es überrascht, hat aber von Anfang an überzeugt, so als gehöre es einfach dazu. Gleichzeitig gibt es eine königliche Armee, der Ada unbedingt beitreten möchte sosehr, dass sie mit eher einfachen historischen Waffen dafür kämpfen und trainieren muss. Auch die Regelungen im Schloss selber sind eher der mittelalterlichen Zeit zuzuordnen, weshalb das Buch allgemein wahrscheinlich als „historischer Roman“ gelten würde. Wären da nicht besagte Handys und Autos. Der Mix insgesamt ist reizvoll und man konnte der Story schnell folgen.

Mich hat Ada am Anfang überhaupt nicht überzeugt. Sie war zu impulsiv, zu arrogant und viel zu grün hinter den Ohren. Durch ihren eigenen Fehler landet sie dann in einer Ausbildung im Schloss. Die Ausbildung in der Bibliothek unter all den Bücherwürmern mag sie aber überhaupt nicht und stellt sich deswegen auch mehr als dumm dabei an. Ada war richtig nervig. Zum Glück wandelt sie sich im Laufe der Geschichte. Ich denke das die Autorin deswegen am Anfang Ada eben so dargestellt hat wie sie war, damit man ihre Reifung zur jungen Erwachsenen eher besser mitverfolgen kann. Für mich kam es zwar kapitelweise, aber es ging mir etwas zu schnell, am Ende war sie gefühlt ein anderer Mensch. Mit Adas Art am Ende kam ich aber völlig klar.

Ihren Bruder Senzo konnte ich das ganze Buch überhaupt nicht einschätzen. Er war mir zu oberflächlich, nie da und hat sich gefühlt nicht für seine Schwester interessiert, wo sie ihm doch offensichtlich ihr ganzes Herz zu seinen Füßen legt. Daher war das Ende und die Taten, die Senzo gemacht hat, nicht nachvollziehbar. Ich glaube ja sogar das er absichtlich so gehandelt hat wie er es tat (so mehr dazu sage ich nicht sonst Spoilergefahr).

Dann ist da noch Adas Freundin Magi, die Adelige ja eigentlich hasst und trotzdem mit Ada befreundet ist (weil Ada halt völlig anders ist als die andern). Jedenfalls macht Magi es ihrer Freundin nicht immer leicht und fühlt sich öfter von ihr in Stich gelassen. Sie ist mir ein bisschen zu wankelmütig. Die Prinzessin Rikihia, ist die Person, die ich am meisten Buch gefeiert habe. Sie hat ein klares Ziel vor Augen und ist fest entschlossen, ihre Lieben zu schützen. Sie bezieht klare Linie, auch wenn sie sehr introvertiert ist. Gerade dafür mag ich sie am meisten.

Am Ende kommt da noch ein Protagonist daher, der das gewisse Extra hat um der Geschichte etwas „Feuer“ zu geben, daher würde ich sagen ich freue mich auf Teil 2 um Mr. Feuer etwas genauer kennenzulernen.

Insgesamt merkt man aber, dass die Autorin mit ihren Figuren gut umgeht und sie geschickt zu platzieren weiß. Das hatte ich so auch noch nicht bei einer Neuautorin (ich glaube, sie hat viele Freunde in ihrem Buch platziert, wenn ich mir das Nachwort anschaue und die kennt man natürlich gut)

Thilini's Schreibstil ist unkompliziert, sie nutzt eine eher jugendliche Sprache, dadurch wirkt der Roman dem Alter der Personen (sie sind alle so zwischen 15–17 Jahren) angemessen. Spricht also die Zielgruppe gut an, unterhält aber auch Erwachsene wie mich.

Fazit:
Schön modern geschriebener Roman, mit einer spritzigen Story in einem royalen Setting.

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