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Veröffentlicht am 01.04.2026

Süß und traurig zugleich - Ein Webtoon mit einer kleinen Fake Prinzessin

Philomel the Fake 1
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Darum geht es:
Philomel ist acht Jahre alt, als sie eine verhängnisvolle Prophezeiung im Garten findet. Diese Prophezeiung sagt ihren eigenen Tod voraus. Denn Philomel soll in wirklichkeit eine Verräterin ...

Darum geht es:
Philomel ist acht Jahre alt, als sie eine verhängnisvolle Prophezeiung im Garten findet. Diese Prophezeiung sagt ihren eigenen Tod voraus. Denn Philomel soll in wirklichkeit eine Verräterin sein und den Platz der eigentlichen Prinzessin eingenommen haben. Doch nur ahnt das noch keiner, denn die Enthüllung des Geheimnisses liegt in der Zukunft. Da Philomel nun um ihr unglückliches Schicksal weiß, versucht sie alles daran zu ändern. Als Erstes will sie die Liebe ihres Vaters gewinnen. Doch dieser empfindet nichts für das kleine Mädchen und weist sie ab. Doch so leicht gibt die Kleine gibt so leicht nicht auf.

Meine Bewertung:
Das Problem bei dieser Art von Webtoons ist, das die oft sehr ähnlich sind. Wenn eine Idee gut funktioniert, wird sie oft kopiert (Truck-Kun und Isekai lassen grüßen). Die Protagonistin stirbt irgendwie, wird dann in ihre Vergangenheit zurückgebracht und von dort an versucht sie ihrem unglücklichen Schicksal zu entkommen. Wenn man das Konzept zum ersten Mal liest, findet man es klasse und innovativ. Mittlerweile habe ich aber schon zu viele davon gelesen und find es etwas unkreativ. Gut hier stirbt die Protagonistin erstmal nicht, sondern es ist nur die Prophezeiung in Form einer Geschichte. Man wird auch so in den Webtoon hineingeworfen. Es beginnt sofort damit das Philomel das rätselhafte Buch liest, das genau ihren Tod vorhersagt.

Wie sie das Buch gefunden hat, wird nicht erzählt, auch gibt es keine Vorstellung im eigentlichen Sinne. Man ist gleich mittendrin. Den Anfang fand ich daher nicht allzu gut umgesetzt. Das und das ewig gleiche Konzept der Story hat mich etwas am Webtoon gestört. Aber trotzdem konnte mich die kleine Philomel mich mit ihren Bemühungen ihr Schicksal zu ändern überzeugen.

Da gab es eine Stelle in dem Webtoon, die mich so emotional überrascht hat, sodass es mir sofort die Tränen in die Augen trieb. Das kleine Mädchen kann einen echt leidtun, auch wenn sie selbst (also ihr Charakter) am Anfang wohl etwas schwierig für alle im Palast ist. Dabei möchte Philomel einfach nur geliebt werden. Romance Webtoons erzeugen Emotionen, die kein Auge trocken lassen und funktionieren daher trotz ähnlichem Konzept trotzdem erstaunlich gut.

Zum ersten Band gibt es eine Charakterkarte mit Philomel darauf. Wenn ihr sowas gerne sammelt, dann solltet ihr darauf achten die erste Auflage zu kaufen.

Zeichnungen:
Die Zeichnung sind traumhaft schön, wirklich toll für einen Webtoon. Sie sind verspielt und romantisch. Was mir auch gut gefällt sind die farbigen Seiten. Sie sind toll und bringen die wunderschönen Kleider von Philomel schön zur Geltung. Sie trägt immer viele unterschiedliche Kleider.

Fazit:
Süß und traurig zugleich. Die kleine Philomel kann einem echt leid tun. Hoffentlich schafft sie es das Herz ihres Vaters zu gewinnen und sich einen Platz in der Zukunft zu sichern. Die Geschichte ist ähnlich anderen Geschichten und doch etwas besonders für sich.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Chi geht einfach immer!

Kleine Katze Chi in Frankreich
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Darum geht es:
Die kleine Katze Chi zieht mit ihrer Familie nach Frankreich. Dort ist für alle neu und so spannend. Besonders für Chi, die nicht versteht, warum sie jetzt nur in der Wohnung leben soll, ...

Darum geht es:
Die kleine Katze Chi zieht mit ihrer Familie nach Frankreich. Dort ist für alle neu und so spannend. Besonders für Chi, die nicht versteht, warum sie jetzt nur in der Wohnung leben soll, wo es doch so viele neue tolle Dinge zu erleben gibt.

Meine Bewertung:
Das Setting hier in dem Manga ist neu, denn jetzt wohnt Chi in Frankreich. Schöne Szenen aus Paris inklusive. Wer den französischen Lifestyle und Frankreich allgemein liebt, wird sich hier sehr freuen. Das Setting kommt neben Chis Abenteurern nicht zu kurz. Ich denke, hier hat man sich besonders auch in Frankreich auf diesen Manga gefreut. Es gibt wieder lustige Abenteuer mit Chi, die jeden Katzenfan zum Schmunzeln bringen. Dabei können auch schon jüngere Mangafans Chis Geschichten gut lesen. Der Text ist übersichtlich, erzählt aber in wenigen Worten trotzdem alles was nötig fürs Verständnis ist. Gerade, weil Chi ja selber noch recht klein ist.

Schade fand ich, dass der Band so dünn ist. Ich hätte gerne noch mehr Abenteuer von der süßen Chi in Frankreich gelesen. Wahrscheinlich ist Chis Leben bis auf den Umzug auch nicht viel anders als in Japan und dort hat die kleine Katze ja schon eine Menge erlebt, daher hat man bestimmt davon abgesehen. Die Bonuskapitel mit Zeichnungen zur Entstehung des Mangas, haben diesen Band trotzdem ganz gut abgeschlossen.

Zeichnungen:
Wer die Mangas von Chi kennt weiß wie sie gezeichnet und aufgebaut sind. Die Bilder sind süß und freundlich gezeichnet. Es wird viel gelacht, die Protagonisten, einschließlich Chi sind niedlich und kindgerecht gezeichnet. Die Atmosphäre ist durchgehend warmherzig und Chis "Gesichtausdrücke" wie immer sehr lustig.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Avas Geschichte fängt bekannt an, zieht einen dann aber immer mehr in seinen eigenen Bann.

Eventyr-Saga 1: Tochter des Nebelwalds
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Darum geht´s:
Ava und ihre kleine Schwester Linn leben zusammen mit dem Vater in ärmlichen Verhältnissen. Die Familie muss oft hungern und lebt von den Dingen, die sie in der Natur finden können. Eines ...

Darum geht´s:
Ava und ihre kleine Schwester Linn leben zusammen mit dem Vater in ärmlichen Verhältnissen. Die Familie muss oft hungern und lebt von den Dingen, die sie in der Natur finden können. Eines Tages beschließt der Vater, das sie so nicht mehr leben können. Auf ihren Weg in ein besseres Leben verschwindet der Vater und die Mädchen irren ziellos im Wald umher. Nach einer Weile finden sie das Haus von Nebula. Diese lässt die Mädchen zusammen mit anderen Kindern bei sich wohnen. Sie bekommen Essen und müssen dafür arbeiten. Aber wer ist diese Nebula eigentlich und warum hält sie Linn vor Ava versteckt? Ist sie etwa eine der gefährlichen Hexen, wovor die Dorfbewohner seit langer Zeit warnen?

Meine Bewertung:
Das Buch beginnt sehr traurig, weil die Kinder so arm sind. Ihr Leben ist sehr hart, das ist wirklich kein Lesestoff, den man so einfach wegsteckt. Der Vater macht es mit seinen Verhalten beiden Mädchen gegenüber auch nicht leichter. Ab dem ersten drittel wird es dann für Ava und Linn besser und dann fangen die mystischen Elemente in diesem Buch auch an. Vorher erinnert das Buch doch sehr an Hänsel und Gretel. Zum Glück kommt dann eine Wendung zum spannenden Teil hin. Ab dort bekommt das Buch eine ganz eigene Dynamik und das Lesen macht auch mehr Spaß. Nebula ist nicht leicht zu durchschauen. Man fragt sich immer was möchte sie erreichen? Was hat sie davon und ist sie wirklich eine Hexe? Warum darf Linn nicht zu Ava? Es gibt so einige Fragen die geklärt werden müssen und die dazuführen, das man das Buch ganz schnell verschlingt. Das Buch hält auch bis zum Ende Fragen offen und bleibt durchgehend interessant und spannend. Was ich gut fand, dass es trotzdem einen Abschluss findet, auch wenn das hier Band 1 ist. Damit lässt es einen durch fiese Cliffhänger nicht unglücklich zurück.

Charakterlich passiert hier bei Ava als Hauptprotagonistin sehr viel. Sie entwickelt sich von einem schüchternen zu einem selbstbewussten Mädchen weiter. Ava muss lernen ihr inneres mehr zu akzeptieren und anderen zu vertrauen. Das fällt ihr sehr schwer, denn bisher musste diese unbekannte Seite von sich immer verstecken und lies niemand an ihr inneres heran. Nebula ist für Ava zuerst suspekt und böse, so nett doch da muss doch etwas dahinter stecken. Warum sollte sie sonst so gütig sein. Die Welt in der sie aufwuchs, das Kaiserreich, die große Stadt, dort sollte doch alles hell und sicher sein? Warum lassen die verlorenen Kinder von Nebula, Ava plötzlich an ihrer Gewissheit zweifeln? Ist es etwa doch sicher im Wald, bei all den anderen Kindern mit besonderen Fähigkeiten? Das Buch ist zudem auch gesellschaftskritisch, denn hier werden arme Menschen von den reichen unterdrückt.

Das Cover hat eine hübsche Goldverzierung und auch das Mädchen, welches in den Wald läuft, fängt die Stimmung des Buches gut ein. Es ist dunkel und mystisch. Aber die Lichtung auf die Ava zuläuft ist hell erleuchtet. Sie tritt sozusagen aus dem Schatten in das Licht. Das beschreibt auch Avas Weiterentwicklung in dem Buch gut.

Fazit:
Tauch ein in eine magisch-düstere Welt, in der nicht immer alles ist wie es auf den ersten Blick scheint. Avas Geschichte fängt bekannt an, zieht einen dann aber immer mehr in seinen eigenen Bann.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Toller Manga für große und kleine Katzenfans

Fukuneko 1
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Darum geht es:
Ako ist 14 Jahre alt und traurig, als sie aus der Stadt aufs Land ziehen muss. Sie fühlt sich in der neuen Umgebung sehr alleine. Da plötzlich taucht ein kleines Mädchen mit dem Namen Fuku ...

Darum geht es:
Ako ist 14 Jahre alt und traurig, als sie aus der Stadt aufs Land ziehen muss. Sie fühlt sich in der neuen Umgebung sehr alleine. Da plötzlich taucht ein kleines Mädchen mit dem Namen Fuku auf, es hat Katzenohren, benimmt sich wie eine Katze und spricht auch nicht. Für alle anderen sieht das Mädchen allerdings auch wie eine ganz normale Katze aus. Ako freundet sich mit dem Katzenmädchen an. Plötzlich passieren ihr sehr viele gute Dinge. Es stellt sich heraus das Fuku eine Glückskatze ist und Ako auserwählt hat. Fuku begleitet Ako bei ihrem Alltag und hilft ihr neuen Mut für ihr Leben auf dem Land zu finden.

Meine Bewertung:
Dieser Manga gehört in die Kategorie, zum Liebhaben knuddelig und cosy. Es ist ein schöner Manga mit süßem Zeichenstil und recht einfachen Handlungsstrang. Die Einführung ist gut gelungen man findet schnell in die Story rein und versteht recht schnell warum Ako traurig ist. Als dann Fuku auftaucht, ändert sich alles. Ako findet in der Schule Anschluss (vielleicht sogar neue Freundinnen?) und traut sich mehr aus sich herauszukommen und mit anderen zu sprechen. Das ist vielleicht auch der Wunsch von jüngeren Mangafans, die sich ganz schnell mit der 14-Jährigen identifizieren können (gerade wenn man ebenfalls in eine neue Umgebung gezogen ist).

Katzen wie Fuku sind in der Stadt bekannt und sie werden verehrt. Aber nicht jeder hat eine Glückskatze. Sie wählen ihren Menschen ganz genau aus. Ako sieht auch wie ihre Großmutter aus, deswegen hat Fuku wohl eine besondere Beziehung zu ihr. Es gibt auch Rückblenden zu Fukus Leben mit Akos Großmutter. Diese werden hier und da in die Handlung integriert. Das gibt der Story meiner Meinung auch viel mehr Tiefe. Trotz der eher kindlichen Geschichte kann man auch als Erwachsener den Manga gut lesen.

Fuku ist wirklich niedlich gezeichnet. Die Kombi zwischen Mensch und Katze ist zu putzig. Das Augenmerk der Mangaka liegt eher auf den Personen im Manga. Hintergründe sind eher nebensächlich gezeichnet worden. Da es hier auch viel um zwischenmenschliche (oder auch kätzische) Probleme und Beziehungen geht, braucht man auch keine aufwändigen Hintergründe. Passt also alles sehr gut.

Fazit:
Toller Manga für große und kleine Katzenfans. Er ist unterhaltsam und süß. Ich kann ihn nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Ein Manga für Fans von Vintage Serien und hübschen Manga Ausgaben im HC Format

Königin der 1000 Jahre 1
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Irgendwo ist uns allen wohl in der Vergangenheit die Königin der 1000 Jahre oder aber der Zeichner des Werkes Leiji Matsumoto schonmal aufgefallen. Es gab da vor langer Zeit den Anime in Deutschland. Der ...

Irgendwo ist uns allen wohl in der Vergangenheit die Königin der 1000 Jahre oder aber der Zeichner des Werkes Leiji Matsumoto schonmal aufgefallen. Es gab da vor langer Zeit den Anime in Deutschland. Der Zeichner wird wohl den ein oder anderen auch etwas sagen, denn er hat für die Band Death Punk in den Videos mit seinen Zeichnungen mitgewirkt. Aus Matsumotos Feder stammt außerdem auch der Manga Captain Harlock.

Ich muss gestehen, dass ich das erste Kapitel zweimal lesen musste, bevor ich richtig in die Geschichte hineingekommen bin. Man wird spontan in die Geschichte hineingezogen und muss sich hier erstmal zurechtfinden. Wer ist wer und was passiert überhaupt.

Man muss zudem beachten, das dies ein älteres Werk ist und nicht mehr dem heutigen Manga-Stil entspricht. Das gilt für die Dialoge und auch den Zeichenstil. An den Zeichenstil muss man sich erst gewöhnen. Die Königin hat unendlich lange Wimpern und auch Hajime, der junge Protagonist ist seltsam gezeichnet (besonders die Augen). Zudem fand ich es schade, dass Matsumoto an seinem Charakterdesign bei den weiblichen Personen gespart hat. Alle sind einfach optisch die gleiche Person, also die Königin der 1000 Jahre. Mehr Frauen gibt es auch in diesem ersten Band nicht.

Carlsen hat am Ende vom Manga auch einen Hinweis gestellt, das sie Formulierungen aus dem originalen Text gestrichen und geändert haben. Das haben sie gemacht, weil es heute dem Zeitgeist nicht mehr entspricht und Gruppen von Menschen beleidigen könnte. Jetzt kenne ich den Originaltext nicht und kann nicht einschätzen, ob das die Story beeinflusst. Wer aber auf die originale Story Wort für Wort gehofft hat, wird wohl enttäuscht. Mir ist es egal, weil ich die alten Manga nicht kenne und ich doch hoffe das Carlsen hier den Wortlaut wie versprochen nicht allzu verändert hat. Aber wie ich den Verlag einschätze, hat man hier versucht so wenig wie möglich zu ändern.

Die Farbseiten gefallen mir natürlich am besten. Sie geben Story und Handlung nochmal eine ganz besondere Note. Ich mag die langen gelben Haare von Yayoi, sie kommen bei den Farbseiten natürlich besonders gut zur Geltung.

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