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Maria_12

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Veröffentlicht am 02.09.2021

Johannes Mut in dunklen Zeiten

Ins Dunkel geboren
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Mit ihrem Roman „Ins Dunkel geboren“ hat die Autorin Brigitte Diefenthaler, eine ergreifende Geschichte über eine Jugend zwischen Unterwerfung und Bomben, Loyalität und Widerstand und über Mut in dunklen ...

Mit ihrem Roman „Ins Dunkel geboren“ hat die Autorin Brigitte Diefenthaler, eine ergreifende Geschichte über eine Jugend zwischen Unterwerfung und Bomben, Loyalität und Widerstand und über Mut in dunklen Zeiten, eindringlich und schonungslos erzählt.


Inhalt:
„Ins Dunkel geboren“ erzählt die Jugendgeschichte eines Bauernjungen aus Schwaben während der Hitlerdiktatur von 1936 bis 1945.
Mit neun Jahren kommt der schwer misshandelte Johann Hintermayr, genannt Josi, zu fürsorglichen Pflegeeltern. Johanns Gabe aus guten wie aus schlimmen Geschehnissen zu lernen, rettet ihm nicht nur die Seele, sondern während eines Einsatzes als Flakhelfer auch das Leben. Als der Krieg endet, kann der inzwischen achtzehnjährige Johann von sich sagen, dass er sich treu geblieben ist. Er weiß, was er will und dass Menschlichkeit und Liebe für ihn immer wichtige Wegweiser sein werden.


Meine Meinung:
Der Bauernjunge Josi kommt als jüngstes von sieben Kindern zur Welt. Bevor er ein Jahr alt ist, stirbt seine Mutter. Auch drei seiner Geschwister sind bereits tot. Er wächst bei seinem gewalttätigen Vater, seinen zwei älteren Brüdern und einer kleinen Schwester auf. Der Alkohol fließt reichlich und Schläge und Misshandlungen sind an der Tagesordnung. Als die Situation eines Tages eskaliert und der Vater, Josi gerade mal mit neun Jahren fast totschlägt, findet Josi in dem Försterehepaar Hanna und Mateo, neue Pflegeeltern. Mit deren Hilfe, lernt Josi seine aufgestaute Wut zu kontrollieren, sie in andere Bahnen zu lenken und auch positive Gefühle zuzulassen. Trotz seiner schlimmen Kindheit entwickelt sich Josi zu einem aufrechten, mutigen und hilfsbereiten jungen Mann.


Als der Nationalsozialismus voran schreitet und auch vor den Dorfbewohnern nicht halt macht, die es auf Mateo der ein Roma ist, abgesehen haben, versucht Josi seine Pflegefamilie zu schützen. Er lässt sich überreden, geht nach Augsburg zur Schule und wohnt bei seiner Tante Marie, die großen Wert auf Hochdeutsch und Umgangsmanieren legt. Josi fällt die Eingewöhnung zwar schwer, findet aber schnell einen guten Draht zu seiner Tante. In seinem neuen Schulkamerad Wilhelm, findet er endlich einen echten Freund.


Und schließlich erreicht auch ihn der Einsatzbefehl...


Fazit:

Die wahrlich bedrückende Geschichte wird aus der Sicht des Bauernjungen Josi, am Anfang im schwäbischen Dialekt und später in Augsburg, auch zum Teil in Hochdeutsch, erzählt.

Die Ereignisse sind eindrucksvoll und teilweise auch sehr berührend geschildert. Auch die Protagonisten sind in jeder ihrer Handlungen, gut eingebunden.

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Veröffentlicht am 02.09.2021

Die arrangierte Ehe von Richenza und Ulrich

Im Schatten der Krone
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Die Autorin Dorothe Zürcher, erzählt in ihrem historischen Roman „Im Schatten der Krone“ die Geschichte von Ulrich von Lenzburg der sich 1076 n. Chr. in den Investiturstreit einmischte, sein Gut riskierte, ...

Die Autorin Dorothe Zürcher, erzählt in ihrem historischen Roman „Im Schatten der Krone“ die Geschichte von Ulrich von Lenzburg der sich 1076 n. Chr. in den Investiturstreit einmischte, sein Gut riskierte, sein Leben und seine Ehre, aber vor allem die Liebe zu seiner Frau.


Inhalt:
Trotz einer arrangierten Ehe verliebt sich Ulrich von Lenzburg in seine Braut Richenza. Als Richenzas Onkel versucht, den König zu vergiften, ist Ulrich bestürzt. Die Lenzburger bleiben königstreu. Das Paar hält zusammen und führt seine Grafschaft zur Blüte. Doch dann ächtet der König den Papst, dieser verbannt den König. Die alten Fehden reißen wieder auf. Ulrich entscheidet sich für eine Seite - gegen den Willen seiner Frau.


Meine Meinung:
Richenza ist gerade Witwe geworden und dann soll sie wieder heiraten. Für sie fast undenkbar, da sie doch lieber ins Kloster gehen wollte! Sie bekommt einen Schreck als sie hört, dass sie Lenceburg ehelichen soll. Sie kennt Graf Arnold, den Unhold! Doch sie soll den jüngeren 15 jährigen Ulrich, heiraten und darauf lässt sie sich dann ein.


Langsam entsteht zwischen den beiden eine richtig schöne Zuneigung. Richenza, erkennt und weiß, wann sie Ulrich unterstützen muss und umgekehrt, ist er auch sehr um sie bemüht. Tatkräftig wie sie ist, nimmt sie die Haushaltsführung in die Hand und Graf Arnold, lässt sie gewähren.


Richenza und Ulrich bekommen fünf Kinder und das Glück scheint perfekt zu sein. Der Erstgeborene geht in ein Kloster und die älteste Tochter, stirbt bei einer Hofintrige und trotzdem bleibt Ulrich, königstreu. Auf Arnolds Todesbett überreicht er Ulrich seinen Siegelring und damit wird der Zweitgeborene zum Graf von Lenceburg.


Die Treue von Graf Ulrich zu König Heinrich, ist grenzenlos, obwohl er nicht kämpfen und kein Blut sehen kann, zieht er mit dem König in die Schlacht und verliert dabei sein Leben.


Fazit:
Die Autorin hat hier mit einem flüssigen und fesselnden Schreibstil einen wundervollen historischen Roman, erzählt. Auch die Protagonisten werden mit viel Spannung im Handlungsverlauf interessant dargestellt und eingebunden.
Einen Stern Abzug gebe ich, da für mich einige Szenen gerade zum Ende hin, etwas zu schnell abgehandelt wurden.

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Veröffentlicht am 02.09.2021

Die Kinder des Staunens

Anno Domini 1234
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Der Autor Andreas Körtgen, erzählt in seinem historischen Roman „Anno Domini 1234“ die Geschichte von Odo, dem unehelichen Sohn Kaiser Friedrichs II.


Inhalt:
Anno Domini 1234:Odo, der uneheliche Sohn ...

Der Autor Andreas Körtgen, erzählt in seinem historischen Roman „Anno Domini 1234“ die Geschichte von Odo, dem unehelichen Sohn Kaiser Friedrichs II.


Inhalt:
Anno Domini 1234:Odo, der uneheliche Sohn Kaiser Friedrichs II., macht sich mit seinen Gefährten auf den Weg, sein kleines Erbe anzutreten.Als sich deren Wege mit jenen der beiden jüdischen Mädchen Kehla und Zeta, sowie denen des Schusterjungen Tom und dessen großer Liebe Cara kreuzen, stellen sie fest, dass sie mehr gemeinsam haben als ihren Feind, den Grafen von Terrasecca.


Meine Meinung:
An und für sich habe ich mich auf diese Geschichte richtig gefreut, musste aber feststellen, dass die Handlung doch mehr als fragwürdig ist. Auch die Sprache für einen historischen Roman, passt rein gar nicht und zumal nicht in diese Zeit, wodurch die Geschichte mehr als schwierig zu lesen ist.


Fazit:
Diese historische Geschichte ist für mich unstimmig und auf ungewöhnliche Weise geschrieben, die mir persönlich, nicht gefällt.

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Veröffentlicht am 01.09.2021

Zwei ganz unterschiedliche Frauen

Wellenflug
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Die Autorin Constanze Neumann entführt den Leser in die Vergangenheit ihrer zum Teil eigenen Familiengeschichte in ihrem neuen Roman „Wellenflug“ und erzählt in zwei Hauptsträngen, die Geschichte über ...

Die Autorin Constanze Neumann entführt den Leser in die Vergangenheit ihrer zum Teil eigenen Familiengeschichte in ihrem neuen Roman „Wellenflug“ und erzählt in zwei Hauptsträngen, die Geschichte über zwei unterschiedliche Frauen.

Inhalt:
»Das faszinierende Doppelporträt zweier höchst unterschiedlicher Frauen. Genau recherchiert und opulent erzählt Constanze Neumann das Schicksal einer zerstreuten Familie, deren Geschichte mit der deutschen untrennbar verbunden bleibt.« Julia Franck

Als ihr Sohn Heinrich 1881 zur Welt kommt, setzt Anna Reichenheim große Hoffnungen auf diesen Erstgeborenen. Doch Heinrich schert sich nicht um die Konventionen seiner großbürgerlichen jüdischen Familie. Er erliegt den Verlockungen des Berliner Nachtlebens und verliebt sich in die ganz gewöhnliche Marie, die seine Mutter nicht akzeptieren kann. Gemeinsam suchen Heinrich und Marie in den USA ihr Glück, bis der Erste Weltkrieg sie zurück nach Deutschland holt. Sie bleiben ausgeschlossen aus der Familie, auch als die Schatten der Weltwirtschaftskrise und des aufkommenden Nationalsozialismus sich über das Land legen. Anna stirbt 1932 unversöhnt mit Heinrich, nicht ahnend, was ihrer Familie bevorsteht. Während seine Geschwister fliehen oder vertrieben werden, bleibt Heinrich in Deutschland zurück. Wieder ist es Marie, die ihm Halt gibt, als sie ums Überleben kämpfen.

Meine Meinung:
In dem ersten Teil erzählt die Autorin die Geschichte von Anna Reichenbach einer Jüdin. Anna heiratet den jüngsten Sohn eines Textilhändlers und bekommt bald ihre Tochter Gertrud. Als ihr Mann plötzlich stirbt, heiratet sie den älteren Bruder ihres verstorbenen Mannes. Sie führen ein sehr angenehmes Leben in ihrem herrschaftlichen Haus, bekommen sechs Kinder und Anna legt allergrößten Wert darauf, dass sich ihre Kinder nur standesgemäß verheiraten. Ihr Sohn Heinrich jedoch, entpuppt sich zum Taugenichts und wird von der Familie nach New York verbannt, wo er die unstandesgemäße Ehe mit Marie eingeht, die nie von Anna, anerkannt wird. Selbst als beide ein Kind bekommen und Marie ihrer Schwiegermutter ihren Enkel vorstellen möchte, werden sie abgewiesen.

Im zweiten Teil erzählt die Autorin nun die Geschichte über Marie die aus sehr einfachen und ärmlichen Verhältnissen kommt. Nachdem Heinrich in New York Fuß gefasst hat, reist Marie hinterher und hofft, ihn von seiner Spielsucht abzuhalten, was ihr leider nur bedingt gelingt. Als in Deutschland der Erste Weltkrieg ausbricht, hofft Heinrich, wenn er für das Vaterland als Soldat in den Krieg zieht, dass er von seiner Familie wieder aufgenommen wird. Welch ein Irrtum! Eine Rückkehr nach New York, ist für Heinrich danach nicht mehr möglich und das Drama nimmt seinen Lauf …

Fazit:
Die Autorin hat mit ihrem sehr angenehmen Schreibstil eine durchaus lesenswerte Familiengeschichte über den Aufstieg der Kaufmannsfamilie bis hin in die Zeit der Judenverfolgung geschrieben, die mich fesseln konnte. Mit der strikten Trennung der beiden Hauptsträngen, war ich nicht ganz so glücklich und hätte mir hier einen weicheren Übergang, gewünscht.

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Veröffentlicht am 28.08.2021

Gelungener Auftakt der Pilger Trilogie

Das Kreuz des Pilgers
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Die Autorin Petra Schier entführt den Leser mit dem neuen ersten historischen Band ihrer Pilger-Trilogie „Das Kreuz des Pilgers“ auf eine Reise voller Geheimnisse, Intrigen und die Kraft einer mächtigen ...

Die Autorin Petra Schier entführt den Leser mit dem neuen ersten historischen Band ihrer Pilger-Trilogie „Das Kreuz des Pilgers“ auf eine Reise voller Geheimnisse, Intrigen und die Kraft einer mächtigen Reliquie. Mit der Pilger-Trilogie knüpft die Autorin an ihre erfolgreiche Kreuz-Trilogie an.

Inhalt:
1379: Im Schutz einer Handelskarawane wollen Reinhild und ihr Gemahl in ihre Heimat Koblenz zurückkehren. Als sie von einer marodierenden Räuberbande überfallen werden, entgeht Reinhild nur knapp dem Tod, während für ihren Mann jede Hilfe zu spät kommt. Langsam erholt sie sich von den schrecklichen Ereignissen, doch sie weiß: Um ein Auskommen für sich und ihren Sohn zu haben, wird sie wieder heiraten müssen. Ein Gedanke, der ihr Angst macht. Trotzdem wird ihr immer klarer, dass es nur einen Mann gibt, der für sie in Frage kommt – auch wenn sie sicher ist, dass ihr Vater diese Verbindung niemals gutheißen wird.

Meine Meinung:
Die Einleitung des Buches hat mir mit dem Stadtplan von Koblenz und dem anschließenden ausführlichen Personenverzeichnis, ausgesprochen gut gefallen.

Drei Familien wissen um das Geheimnis und die Kraft der mächtigen Reliquie, wobei alle Familienmitglieder doch recht unterschiedlich sind und scheinbar nicht recht zusammenzupassen aber es verbindet sie mehr als nur Freundschaft.
Reinhild, ist nun Witwe, muss sich alleine um ihren fünfjährigen Sohn und um den Haushalt kümmern. Ohne sich neu zu verheiraten, hat sie kein Auskommen und davor hat sie Angst. Was wird das Schicksal für sie bereithalten?
Conlin muss sich mit seinem älteren Bruder Oswald dem Alleinerbe, der das ganze Geld verspielt hat, auseinandersetzen. Auch mit seinem unwirschen Auftreten, verursacht Oswald mächtig Ärger und Conlin, versucht zu schlichten.
Palmiro fällt durch seine besonnene und herzliche Art, die von seinen Freunden sehr geschätzt wird, auf. Welches Geheimnis trägt er in sich und wird er den richtigen Weg finden?

Fazit:
Der Autorin ist es mit ihrem schönen und spannenden Schreibstil durchaus gut gelungen, die Geschichte lebendig und mit sehr gut recherchierten Details mit den fiktiven Handlungen der einzelnen Protagonisten, glaubhaft zu verknüpfen.
Jetzt bin ich natürlich mehr als gespannt, wie es in der Fortsetzung, mit den ach so vielen offenen Handlungssträngen, weitergeht …
Von mir auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!

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