Eine ungelebte Liebe
Fast ein Leben„Fast ein Leben" von Kiran Millwood Hargrave ist ein leiser und eindringlicher Roman, der die Geschichte über die Leben, die wir fast gelebt hätten, erzählt.
Inhalt:
Laure ist Doktorandin an der Sorbonne ...
„Fast ein Leben" von Kiran Millwood Hargrave ist ein leiser und eindringlicher Roman, der die Geschichte über die Leben, die wir fast gelebt hätten, erzählt.
Inhalt:
Laure ist Doktorandin an der Sorbonne in Paris – selbstbewusst, charmant und rebellisch. Erica, die noch versucht herauszufinden, wer sie ist, entscheidet sich für einen Auslandsaufenthalt in Frankreich. Schon bei der ersten Begegnung vor Sacré-Cœur springt der Funke über, und die beiden beginnen eine Affäre, geprägt von Eifersucht und Anziehung. Der Sommer vergeht, Erica und Laure verlieren sich aus den Augen, doch die Erinnerung an die gemeinsame Zeit bleibt und führt die beiden über vier Jahrzehnte hinweg immer wieder zueinander. Erica geht zurück nach England, heiratet, wird Mutter und ringt mit einer Schreibblockade, während Laure mit politischen Umbrüchen und persönlichen Herausforderungen zu kämpfen hat. Mit jeder erneuten Begegnung müssen sich die beiden Frauen die Frage stellen, ob sie sich damals richtig entschieden haben.
Im Jahr 1978 lernen sich Erica und Laure in Paris kennen und eine Sommerliebe zwischen den beiden beginnt, die Spuren hinterlässt. Erica geht wieder zurück nach England und heiratet. Ich hatte den Eindruck, dass sie mit Ant eine glückliche Ehe führt aber Erica kann ihre Liebe in Paris einfach nicht vergessen. Es gibt zwar immer wieder prickelnde Begegnungen zwischen Erica und Laure aber letztendlich bleibt sie doch bei ihrem Ehemann. Obwohl Erica mittlerweile zwei Töchter hat, bleibt sie trotzdem zwiegespalten, denn die Liebe zu Laure kann sie nie ganz loslassen.
Erzählt wird die Geschichte, die sich über vier Jahrzehnte hinweg zieht, aus Sicht der beiden Frauen und aus deren Perspektive. Das Ende dieser Liebesgeschichte fand ich jedoch schon ziemlich ernüchternd und traurig zugleich.
Die Handlung ist nicht nur von Liebeskummer, Eifersucht unter Lesben und Verlustängsten sondern auch von Alkoholmissbrauch, homosexuellen Männern und das Thema ADS, geprägt.
Fazit:
Den Schreibstil fand ich fließend und passend zu den Charakteren, doch wer hier einen klassischen Liebesroman sucht, ist hier fehl am Platz. Aufgrund des Covers hatte ich einen eher leichten und heiteren Roman erwartet doch wer sich gerne mit dem Thema der gleichgeschlechtlichen Liebe auseinandersetzen möchte, dem kann ich das Buch sehr gerne empfehlen!