Ein Berlin-Krimi mit echter Stadtnähe
Abseits BerlinMit Abseits Berlin legt Torsten Siekierka den dritten Fall rund um Helene Eberle vor – und punktet mit einem glaubwürdigen Setting und einem Fall, der dichter an der Realität kaum sein könnte. Fußball, ...
Mit Abseits Berlin legt Torsten Siekierka den dritten Fall rund um Helene Eberle vor – und punktet mit einem glaubwürdigen Setting und einem Fall, der dichter an der Realität kaum sein könnte. Fußball, Gewalt, Loyalität und Korruption bilden die thematische Klammer – und das alles mitten im Berliner Alltag.
Die Struktur überzeugt: präzise Zeitangaben, wechselnde Perspektiven und ein hohes Erzähltempo machen das Buch dynamisch. Der Einstieg mit der Schiedsrichterperspektive ist originell und hebt sich vom Standardkrimi ab. Auch die Ermittlerin Helene Eberle wirkt angenehm ungeschönt: müde, zynisch, emotional zerrissen, aber kompetent.
Die Ultra-Fans bleiben klischeehaft und eindimensional – schade, denn das Thema hätte mehr Differenzierung verdient. Auch sprachlich ist der Ton nüchtern, was nicht stört, aber den Roman auf einem soliden Krimi-Niveau hält, ohne sich nach oben abzusetzen.
Insgesamt ist Abseits Berlin ein lesenswerter Hauptstadtkrimi.