Ein Thriller der düsteren Klasse
Hier geht es um einen Super Acht Film, der einen grausamen Mord zeigt. Blake soll ermitteln. Er ist kaputt aufgrund seiner Vergangenheit und des Alkohols, der ihn betäubt. Das macht ihn für diesen Fall ...
Hier geht es um einen Super Acht Film, der einen grausamen Mord zeigt. Blake soll ermitteln. Er ist kaputt aufgrund seiner Vergangenheit und des Alkohols, der ihn betäubt. Das macht ihn für diesen Fall zum „perfekten“ Ermittler. Denn egal was rauskommt, glauben wird ihm keiner. Die Art, wie die Autorin ihn zeichnet, ist unglaublich gut gelungen. Wir sehen seine Erinnerungen. Seine Fehler, seine Zerrissenheit.
Die Handlung selbst ist spannend und zeigt uns die Abgründe der Londoner High Society. Der Fall ist brutal. Die Bilder schwer zu ertragen. Obwohl Blake hadert, fliehen will, nimmt er den Fall an und macht weiter.
Ich wollte das Buch mögen, habe es dann gehasst und konnte es nicht aus der Hand legen.
Die Themen sind heftig: Gewalt gegen Frauen, Missbrauch von Macht, Schweigen, Schuld. Hier ist nichts einfach. Kein eindeutiges Gut, kein eindeutiges Böse. Keine klaren Linien. Niemand ist nur Opfer, oder nur Täter. Selbst Blake ist Täter in eigener Sache. Und die Lady, seine Auftraggeberin, bleibt ein Rätsel bis zuletzt.
Die Frau im Film hat keine Stimme. Kein Leben mehr. Aber ihre Anwesenheit füllt jede Seite.
Blake sieht sie. Und wie er sie wahrnimmt hat mich zutiefst berührt. Obwohl ich wusste, dass sie tot ist, habe ich mir gewünscht, er findet sie lebendig.
Die Sprache ist bildhaft und das Buch ist flüssig zu lesen, auch wenn man manchmal der Handlung wegen stocken muss. Die Charaktere sind gut gezeichnet.
Super Acht ist ein moralisches Minenfeld. Von mir eine absolute Empfehlung.