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Veröffentlicht am 23.01.2020

Klassisch, aber gut

Battle Mage - Kampf der Magier
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Battle Mage – Kampf der Magier scheint ein klassischer Fantasyroman zu sein, wie es viele vor ihm gab und wie noch viele andere kommen werden. Krankes Kind entwickelt sich zum Helden … oder ist zumindest ...

Battle Mage – Kampf der Magier scheint ein klassischer Fantasyroman zu sein, wie es viele vor ihm gab und wie noch viele andere kommen werden. Krankes Kind entwickelt sich zum Helden … oder ist zumindest auf dem Weg dorthin, denn natürlich muss er sich gegen Intrigen und Hass verteidigen, auch der Kiregsschauplatz sorgt dafür, dass es dem Helden (Falco) nicht langweilig wird.
Um aber seine in ihm schlummernden (magischen) Kräfte zu erwecken muss der werdende Held natürlich auch die Schulbank drücken und neben Kämpfen auch die Magie erlernen (oder erwecken).
Wie gesagt … ein klassischer Fantasyroman, wie ich sie inzwischen nicht mehr lesen möchte, Drachen hin oder her.
Aber … und ich bin froh, dass es ein aber gibt, es sind die Kleinigkeiten, die das Buch lesenswert machen. Die gut gezeichneten Charaktere, selbst wenn es sich um Nebendarsteller handelt machen das Buch lesenswert. Die Welt ist gut beschrieben und die spannenden Szenen finden in den Köpfen der Charaktere ab. Es sind mehr die Gedanken als die Taten, die das Buch spannend machen, die innere Zerrissenheit von Falco und seinen Gefährten und natürlich die unterschwellige, ständige Frage: Was ist mit seinem Vater wirklich passiert?
Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen, obwohl tatsächlich kaum etwas passiert, und dann ist es eher ein Schock, wenn das Buch beendet ist. Ohne großartigen Cliffhanger, einfach so.
Ich habe ja die Befürchtung/Vermutung, dass man das Original in zwei Teile zerstückelt hat.
Klassische Fantasy, spannend erzählt. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 22.01.2020

Naja ....

Tod eines Geistes
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Tod eines Geistes ist nicht der erste Krimi der Reihe, aber der erste, den ich gelesen habe, und vermutlich auch der letzte.

Es handelt sich um einen klassischen Whodonit mit klassischer Handlung (der ...

Tod eines Geistes ist nicht der erste Krimi der Reihe, aber der erste, den ich gelesen habe, und vermutlich auch der letzte.

Es handelt sich um einen klassischen Whodonit mit klassischer Handlung (der geheimnisvolle Mord im geschlossenen Raum) und hätte mir durchaus gefallen können. Allein der Titel macht schon neugierig (aber es ist nichts Übernatürliches im Spiel, soviel erlaube ich mir zu verraten).

Ein überschaubarer Schauplatz, überschaubare Charaktere und unerwartete (und unterhaltsame) Anspielungen auf die Krimiliteratur.

Aber ... etwas hat gefehlt. Mir fehlte der Zugang zu Stapleford und seinen Freunden. Es war leidlich unterhaltsam und ich gebe zu, dass ich mich gelangweilt habe (vor dem Mord) und mich kurzfristig unterhalten gefühlt habe, aber das Außergewöhnliche hat irgendwie gefehlt.

Gut, die Anspielungen auf diverse Genrekrimis und der Hinweis in welchem Teil des Buches man sich befindet sind ganz witzig, aber da ich mit den Personen nicht warm geworden bin (auf mich wirkten sie zu unpersönlich, oder klischeehaft ... ein bisschen mehr Skurrilität hätte nicht geschadet), ist der Funke nicht auf mich über gegangen.

Ich mag Krimis dieser Art, aber dieser hat mich enttäuscht. Gut geschrieben, eine gute Thematik, aber ... zu routiniert, irgend etwas fehlt.



Und die Kindle-Version ist schlecht ausgeführt. Zeilenumbrüche passen nicht, es gibt Rechtschreibfehler (ziemlich oft werden Wörter auseinander gerissen, dass man überlegen muss, bis man das Wort erkennen kann und sogar ganze Absätze des vorherigen Teils mitten im Text.

Potential für einen echten unterhaltsamen (und witzigen) Krimi wäre vorhanden gewesen, aber ... es wirkt zu kalt.

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Veröffentlicht am 19.01.2020

Interessante Idee... mehr nicht

The Scars Chronicles: Dorn der Finsternis
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Der Klappentext war vielversprechend, die dahinterstehende Idee hat mir gefallen. Leider war das Lesen dann doch eine Enttäuschung. Am Anfang hat mich das ganze etwas an die Bücher von Andreas Suchanek ...

Der Klappentext war vielversprechend, die dahinterstehende Idee hat mir gefallen. Leider war das Lesen dann doch eine Enttäuschung. Am Anfang hat mich das ganze etwas an die Bücher von Andreas Suchanek (Das Erbe der Macht) erinnert, und dort hatte ich anfangs auch kleine Schwierigkeiten mich auf die Story einzulassen. Bei Suchanek ist es mir gelungen, bei Adin nicht.
Teilweise waren gute Ansätze vorhanden, aber der ständige Perspektivenwechsel (die Geschichte wird aus der Sicht von, meiner Meinung nach, zu vieler Personen erzählt) macht aus der vielleicht spannenden Geschichte eine zähe Angelegenheit, bei der es schwer fällt, am Ball zu bleiben.
Schade eigentlich ... ich hatte mehr erwartet.
Ein interessanter Konflikt, eine interessante Gesellschaft, langweilig (und teilweise etwas klischeehaft und uninspiriert) in Szene gesetzt.
1921 ... nun ja, davon merkt man auch nicht viel, sieht man vom Fehlen diverser moderner Gerätschaften an. Aber was Zeit und Ort der Handlung anbelangt, so hätte dies irgendwo irgendwann (auch in einer fiktiven Welt) stattfinden können.
Die Zeit spielt keine Rolle ... der Ort spielt keine Rolle und wenn ich ehrlich bin:
Ich habe keinen Zugang zu den Charakteren und der Handlung bekommen. Hin und wieder wurde ich aus meiner Langeweile gerissen in der Hoffnung, dass sich der Stoff noch entwickelt, aber ... mal wieder eine vergebene Gelegenheit eine interessante Urban Fantasy-Reihe zu schreiben.

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Veröffentlicht am 18.01.2020

Entäuschende Fortsetzung

Wayward
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Der erste Teil der WAYWARD PINES-Trilogie (Psychose) konnte mich überzeugen und nach dem Ende (das kein Cliffhanger war) interessierte es mich, wie es weiter geht... Jetzt bin ich auf Band drei gespannt, ...

Der erste Teil der WAYWARD PINES-Trilogie (Psychose) konnte mich überzeugen und nach dem Ende (das kein Cliffhanger war) interessierte es mich, wie es weiter geht... Jetzt bin ich auf Band drei gespannt, denn mich interessiert, wie die Geschichte zu Ende geht.
Ich hoffe aber auch, dass DIE LETZTE STADT besser ist als WAYWARD, denn die Geschichte hat mich tatsächlich enttäuscht.
In Rückblenden erfährt der Leser einiges über die Vergangenheit von David Pilcher und seiner Erfindung. Neue Charaktere werden eingeführt, neue Verwicklungen und alles arbeitet (irgendwie sehr gemächlich und wenig interessant) auf einen mächtigen Showdown hin, der dann doch sehr spannend war, aber nicht darüber hinweg täuscht, dass den Seiten davor das mysteriöse aus dem ersten Band fehlt und selbst durch andere Sichtweisen nicht wirklich Tiefe gewonnen wird.
Es gibt interessante Ansätze, die aber unspektakulär und fast beiläufig in Szene gesetzt werden. Erst am Schluss wird es wirklich spannend ... davor muss man aber noch 400 Seiten hinter sich bringen und das Gefühl, das ich im ersten Teil bekam, war wieder da.

PSYCHOSE war schnell zu lesen, gute, spannende Unterhaltung und obwohl man in WAYWARD mehr über die Hintergründe zur Stadt erfährt ist es doch ein zäher Weg bis zum Ende.
Und doch habe ich die Hoffnung, dass DIE LETZTE STADT wieder an PSYCHOSE anknüpft und WAYWARD vielleicht nur ein leicht missratener Lückenfüller darstellt.

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Veröffentlicht am 16.01.2020

Faszination Aal

Reise mit Aal
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Ein Buch über Aale, interessiert das überhaupt jemanden?
Oder anders gefragt: Ist ein Buch, dass keine Aalrezepte beinhaltet lesenswert?
Und was weiß man schon über Aale?
Ich kann mich an die faszinierende ...

Ein Buch über Aale, interessiert das überhaupt jemanden?
Oder anders gefragt: Ist ein Buch, dass keine Aalrezepte beinhaltet lesenswert?
Und was weiß man schon über Aale?
Ich kann mich an die faszinierende Geschichte der Aalwanderungen erinnern, die wir in der Schule gelernt haben. Ich fand das damals so faszinierend, dass ich ein Referat darüber gehalten habe.
Aber so sehr mich das Tier interessiert (und auch wenn ich kein Vegtarier bin) Aal gegessen habe ich vielleicht ein oder zwei mal in meinem Leben, dann allerdings geräuchert (und Räucherware ist in den seltensten Fällen mein Ding).
Aber das hat mit dem Buch an sich nichts zu tun, erklärt aber ein bisschen, warum ich ein Buch über Aale lese (obwohl … ich lese fast alles, was mit Tieren zu tun hat und irgendwie interessant klingt) und wie gesagt … Aale sind interessant.
Reise mit Aal ist also ein Buch über Aale … aber es geht auch um die Menschen, die sich mit den Tieren befassen, hauptsächlich Fischer, Industrielle und natürlich Naturwissenschaftler und -schützer.
Torolf E. Kroglund begiebt sich auf die Spuren des europäischen Flussaals (natürlich nicht mit einem Aal im Gepäck) und besucht wichtige Orte und Personen. Nebenbei gibt er Einblicke in die Lebensweise und Kulturgeschichte des Aals und nimmt den Leser auf eine interessante, niemals langweilige (dafür sehr kurzweilige) Reise mit in der es auch um Aale in der Küche geht.
Ein Buch dass die Geheimnisse der aale nicht entschlüsseln kann, aber interessante Einblicke zum Thema Aal bietet.

Zurück zu meinen Fragen…
Ein Buch über Aale, interessiert das überhaupt? Ja, es sollte zumindest, denn der Aal ist eine bedrohte Art, in Deutschland hauptsächlich als Räucheraal bekannt, aber ein zu faszinierendes Tier, um nur auf den Lebensmittelaspekt reduziert zu werden.
Ist ein Buch, das keine Aalrezepte beinhaltet lesenswert? Ja, wer Aalrezepte will soll zu einem Kochbuch greifen.
Was weiß man schon über Aale? Weniger als man denkt zu wissen.

Lesenwert, nicht nur für Angler oder Freunde des Räucheraals.

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