Zwischen Manege und Freiheit
Wir waren ArtistenWir waren Artisten entführt in die faszinierende Welt des Zirkus zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Besonders der bildhafte Schreibstil hat mir sehr gefallen. Die Autorin schafft es, die Atmosphäre und die ...
Wir waren Artisten entführt in die faszinierende Welt des Zirkus zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Besonders der bildhafte Schreibstil hat mir sehr gefallen. Die Autorin schafft es, die Atmosphäre und die schillernde Zirkuswelt lebendig vor Augen entstehen zu lassen.
Beeindruckend fand ich vor allem den Gegensatz zwischen dem glanzvollen Auftreten der Artisten in der Manege und dem oft harten, entbehrungsreichen Alltag hinter den Kulissen. Gerade dieser Blick hinter die Fassade verleiht der Geschichte viel Tiefe und Authentizität. Die Themen Freiheit, Selbstbestimmung und der Mut, den eigenen Weg zu gehen, ziehen sich gelungen durch den gesamten Roman.
Bertha ist eine sympathische Protagonistin, deren Entwicklung nachvollziehbar und glaubhaft dargestellt wird. Auch Baptiste und die Nebenfiguren wirken lebendig und vielschichtig. Ihre Entscheidungen und Gefühle konnten mich überzeugen, wodurch ich gerne mit ihnen durch Höhen und Tiefen gegangen bin.
An manchen Stellen hätte die Handlung für meinen Geschmack etwas mehr Tempo vertragen, dennoch konnte mich die Geschichte insgesamt fesseln.
Wer historische Romane mit starken Figuren, einer berührenden Liebesgeschichte und einem authentischen Blick auf die Welt des Zirkus mag, wird hier viele schöne Lesestunden finden.