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Veröffentlicht am 23.09.2024

Spannender Plot, flache Beziehungen, offene Handlungsstränge

Time*Out
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Vom Plot her ist dieses Buch durchaus mein liebstes aus der Reihe, würde ich behaupten. Es ist Spannung da, die einzelnen Handlungsebenen spitzen sich langsam zu, es gibt ein paar vermeintliche Lösungen ...

Vom Plot her ist dieses Buch durchaus mein liebstes aus der Reihe, würde ich behaupten. Es ist Spannung da, die einzelnen Handlungsebenen spitzen sich langsam zu, es gibt ein paar vermeintliche Lösungen aber auch immer so, dass nicht wirklich sicher ist, ob wirklich alles so ist, wie man es sich vorstellt, und auch die neue Perspektiv-Ebene die jetzt mehr oder weniger für die Kohärenz dazukommt hat mir durchaus gefallen. Auch fand ich die Hinweise und Andeutungen auf bestimmte Handlungen/Plotpunkte gut gelöst.
Leider wurden viele von den Kapiteln/Perspektiven aber durch Beziehungen betrachtet, und ich muss sagen, dass mir das mehr auf die Nerven ging als in den Büchern davor. Leider sehe ich im Schreiben von Gefühlen nicht wirklich Eschbachs Stärke, oder zumindest in dieser Reihe nicht, ich weiß nicht, wie es bei anderen wäre, und dass so viel Plot immer in vermeintlich romantische Momente gepackt wird, mit Figuren, für die ich aber gleichzeitig gar nichts empfinde oder die mir auf die Nerven gehen, hat dafür gesorgt, dass der Rest dadurch für mich irgendwie auch schwächer wurde. Auch hatte ich das Gefühl, dass die Figuren eigentlich keinerlei Grund hatten, zusammen zu sein. Es wirkte einfach ziemlich gezwungen auf mich, so als müsste Romanze jetzt eine Rolle spielen, einfach weil es sich so gehört, nicht als würde es tatsächlich für die Figuren funktionieren. Auch sehr auffällig finde ich, dass Serenity wieder sehr stark doppelmoralisch unterwegs ist, das Buch aber nie darauf eingeht/das irgendwie zu bemerken scheint. Also sie wird abweisend und genervt, weil sie eifersüchtig ist, sagt nichts dazu, das klärt sich irgendwie, und dann wenn Christopher Unsicherheiten äußert wird sie richtig wütend und wirft ihm Besitzansprüche vor. Was nicht heißt, dass Christopher das unbedingt gut gemacht hat, aber dass nicht mal aufzufallen scheint, wie sehr sie sich selbst gegenüber andere Maßstäbe anlegt als anderen, finde ich leider schade. (Also, dass es im Buch nicht auffällt, dass es ihr nicht auffällt finde ich in Ordnung, dann könnte es ja einfach eine Charakterschwäche sein, aber alle wirken einfach, als wäre das total normal oder "typisch Frau, die keiner versteht" oder so, und in der Hinsicht waren Figuren und Beziehungen wieder eher flach, fand ich.)
Ausnahme war Guy, den ich ziemlich sympathisch fand, aber vermutlich auch weil sein Fokus einfach anders lag, und ich mich da nicht durch vermeintliche Romanzen quälen musste.
Insgesamt jetzt nicht so, dass ich es bereuen würde, das Buch gelesen zu haben, aber ich wünschte, der Fokus wäre mehr auf der Handlung gewesen, als die Handlung ständig durch irgendwelche Beziehungen betrachten zu müssen, die in meinen Augen so flach geschrieben waren, dass sie die Handlung leider irgendwie mit runtergezogen haben.
Das Ende hat mir aber durchaus gefallen und fand ich ganz passend gewählt, denke ich (es gibt aber auch so ein paar Sachen, die nie wieder aufgegriffen werden und zu denen es daher keine wirkliche Auflösung oder ein Update gibt, was ich sehr schade finde, denn ich hätte schon ganz gerne an verschiedenen Stellen gewusst, wie es läuft, gerade weil es für die Reihe ja eigentlich typisch ist, ganz viele Perspektiven zu bekommen.

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Schwächer als Band 1

Hide*Out
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Die Geschichte bleibt spannend, und ich bin weiterhin sehr interessiert daran, zu erfahren, wie sich all das entwickeln wird, was genau mich in Band drei noch erwartet, und wie sich das ganze am Ende auflösen ...

Die Geschichte bleibt spannend, und ich bin weiterhin sehr interessiert daran, zu erfahren, wie sich all das entwickeln wird, was genau mich in Band drei noch erwartet, und wie sich das ganze am Ende auflösen soll. Vom Plot und Setting her finde ich die Reihe weiterhin spannend, und kann auch durchaus gut in das eintauchen, was passiert.
Leider lassen die Figuren und ihre Beziehungen für mich aber sehr stark zu wünschen übrig. Vieles entsteht eher oberflächlich, ganz besonders die angeblichen Romanzen scheinen eher auf nichts zu basieren (außer dem Fakt, dass es vermutlich auch Romanze geben soll), und die Einstellungen von Menschen zu anderen Leuten oder Dingen wirken so ... ohne Konsequenzen? Serenity ist sauer, dass Leute von ihr wollen, dass sie jemand anderes ist, als sie eigentlich ist, und freut sich, dass Christopher sie einfach sie selbst sein lässt, gleichzeitig verlangt sie von ihm aber eigentlich anderes Verhalten und wünscht sich ihn anders, und irgendwie wird das nie wirklich reflektiert. Niemand will Christopher zuhören aber gleichzeitig soll er sich um alles kümmern. Es gibt riesen Probleme, und dann ist der Lösungsvorschlag von Serenity allen ernstes "ach, wird schon irgendwie werden", was in meinen Augen wirklich sehr fehl am Platz war, und generell scheint niemand wirklich ernstzunehmen, wie riesig das Problem ist, sind dann aber gleichzeitig nicht gut darauf zu sprechen, wenn dann rauskommt, dass es nicht so leicht ist, wie sie sich vorgestellt hätten, so als wäre es die Schuld derjenigen, die die Wahrheit gesagt haben, dass sie nicht vorbereitet gewesen sind. Womit ich leben könnte, weil Menschen sind doof und suchen manchmal Fehler an falschen Orten, aber im Buch wirkt es, als hätte das alles seine Richtigkeit so, und besonders dass Christopher wirklich nicht ein einziges Mal versucht, sich dagegen wirklich zu wehren, hat es für mich oft eher anstrengend gemacht. Auch wirken viele Dinge dann doch eher etwas Klischeehaft (besonders mit George und seinen Fähigkeiten), was ich sehr schade fand, gleichzeitig waren George und Christopher für mich in diesem Buch aber mein absolutes Highlight, weil ich das Gefühl hatte, dass die beiden die einzigen Figuren waren, die tatsächlich irgendwie zusammengearbeitet haben und auch logische Gründe hatten, das zu machen. Bei denen fühlte es sich irgendwie einfach echter an, wenn sie gesprochen haben, als beim Rest. Vielleicht gerade weil sie nicht zwingend Freunde waren, und daher das Buch nicht ganz so gezwungen war, sie wie welche darzustellen (auch wenn sie auch nicht keine Freunde waren), ich weiß es nicht, aber auf jeden Fall konnte ich mit dem Team auf jeden Fall etwas anfangen.
Ich bin durchaus Interessiert an Band drei und gehe nicht unbedingt mit schlechten Erwartungen ans Ende der Reihe, dennoch ist Band 2 eher weniger überzeugend als Band 1 gewesen, sodass ich auch nicht voller Hoffnung fürs Ende bin. Aber das werde ich feststellen, denn schlecht genug, um die Reihe abzubrechen, finde ich sie bisher auf keinen Fall!

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Sehr nachvollziehbare Protagonistin

Northanger Abbey
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Ich hatte eine Menge Spaß daran, dem Hörbuch zu lauschen, und Catherine war eine wirklich sehr nachvollziehbare Protagonistin, mit der man durchaus mitempfinden und sich gut in ihren Gemütszustand hineinversetzen ...

Ich hatte eine Menge Spaß daran, dem Hörbuch zu lauschen, und Catherine war eine wirklich sehr nachvollziehbare Protagonistin, mit der man durchaus mitempfinden und sich gut in ihren Gemütszustand hineinversetzen konnte. Mir hat besonders gut gefallen, wie viele "romantische" Andeutungen sie nicht sofort verstanden hat, dass sie in Dingen Freundschaft und Moral allerdings durchaus starke Meinungen hatte.
Leider fand ich streckenweise Figuren eher anstrengend und sie haben mich wirklich wütend gemacht, was denke ich sehr gewollt war, für mich aber nicht immer mit dem eher freundlichen und leichten Ton der Geschichte übereingestimmt hat.
Insgesamt denke ich, dass mir an den minimal ernsteren (wenn man es bei Austen so nennen kann) und ausführlicheren Werken ein klein wenig mehr liegt, einfach weil ich mich auf diese bisher etwas besser einlassen konnte als auf dieses Buch hier, Freude hatte ich an der Geschichte aber dennoch, und auch das Mysterium (auch wenn es erst recht spät eine Rolle spielte) und wie das alles aufgebaut war, hat durchaus dazu beigetragen, dass ich gerne in die Geschichte eingetaucht bin.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Wieder überzeugend

Das Känguru-Manifest (Die Känguru-Werke 2)
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Dieser Band hier hat mir etwas besser gefallen, als es mit dem ersten der Fall war, weil diesmal sowohl Witz als auch etwas mehr vorhanden war. Was im ersten Buch durchaus auch schon ein wenig der Fall ...

Dieser Band hier hat mir etwas besser gefallen, als es mit dem ersten der Fall war, weil diesmal sowohl Witz als auch etwas mehr vorhanden war. Was im ersten Buch durchaus auch schon ein wenig der Fall war, soweit ich mich erinnern kann, aber da hatte ich stark das Gefühl, dass alles eher zusammenhangslose kurze Szenen zum Lachen waren, und diesmal handelt es sich zwar auch um sehr viele eher kurze Szenen, die eine Mischung aus Witz und Gedankenanstoß beinhalten, aber tatsächlich sind sie gerade genug miteinander verbunden, dass man sie auch als Geschichte betrachten kann, wenn man möchte, man es gleichzeitig aber nicht muss, da vieles davon durchaus auch alleinstehend funktioniert. Dennoch fand ich es sehr angenehm, zu sehen, wie sich manche Themen etwas mehr durchs gesamte Buch ziehen, und das hat dafür gesorgt, dass ich insgesamt etwas mehr Spaß am Lesen hatte. Vielleicht ist es mir auch in Band 1 nur nicht so stark aufgefallen, ich erinnere mich nicht mehr, aber hier hatte ich auf jeden Fall mehr das Gefühl, mich auf das Buch einlassen zu können, als es beim Vorgänger der Fall war, und es gab sowohl was zum Nachdenken als auch zum Lachen und schmunzeln. Und überraschenderweise sogar einen Cliffhanger, mit dem ich wirklich nicht gerechnet habe, aber es gefällt mir, dass das ganze so aufgebaut ist, und wie die Figuren miteinander "verwoben" sind (wenn man das überhaupt so nennen kann, immerhin ist es hauptsächlich Comedy, abgesehen vom übergreifenden Thema an sich, würde ich behaupten).

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Nicht ganz der richtige Titel

O süßes Nichtstun
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Ich kann mit Gedichten eigentlich meistens nichts anfangen, bin aber durchaus gewillt, mich immer mal wieder an ihnen zu versuchen, weshalb ich, als mir dieses Buch in die Hände fiel, gerne bereit war, ...

Ich kann mit Gedichten eigentlich meistens nichts anfangen, bin aber durchaus gewillt, mich immer mal wieder an ihnen zu versuchen, weshalb ich, als mir dieses Buch in die Hände fiel, gerne bereit war, es zu lesen.
Dadurch, dass es eine Sammlung so vieler Gedichte ist, ist denke ich für jeden etwas dabei, auf jeden Fall gab es für mich sowohl Gedichte, mit denen ich viel anfangen konnte, als auch solche, mit denen das weniger der Fall war, ich könnte allerdings vermutlich eher schlecht bewerten, wie gut die Gedichte wirklich sind, weil ich mich generell nur wenig mit Gedichten auseinandersetze. Andere Leute könnten zweifellos mehr zur Qualität sagen.
Ich würde behaupten, es war einfach eine ganz nette Sammlung (manches besser, manches schlechter), habe aber zum Beispiel das Gefühl, dass der Titel nicht zwingend gut gewählt ist, da es auf mich eher den Eindruck hatte, dass die Gedichte sich eher generell um Zeit drehten, als um Faulheit oder ähnliches. Einige auf jeden Fall, es schien mir aber das falsche übergreifende Thema zu sein.
Was eventuell daran liegt, dass ich ahnungslos bin, eventuell war es wirklich nicht der beste Titel für die Sammlung, nette Gedichte waren aber auch mit falsch gewähltem Titel dabei, und ich hatte nicht das Gefühl, dass das Gesamtwerk ein schlechtes war, nur andere könnten vermutlich mehr damit anfangen.

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