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Veröffentlicht am 16.09.2024

Bewegend

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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Als Ellas Bruder Ryan, ein Berufssoldat, bei einem Einsatz ums Leben kommt, taucht nach einigen Monaten sein Kamerad Beckett bei Ella auf, um sich auf Ryans Bitte hin um sie und ihre Kinder zu kümmern. ...

Als Ellas Bruder Ryan, ein Berufssoldat, bei einem Einsatz ums Leben kommt, taucht nach einigen Monaten sein Kamerad Beckett bei Ella auf, um sich auf Ryans Bitte hin um sie und ihre Kinder zu kümmern. Was Ella nicht weiß: Beckett ist „Chaos“, der Soldat, mit dem sie eine monatelange Brieffreundschaft verbunden hat, den sie aber für Tod hält.

Der neue Roman von Rebecca Yarros hat alles, was man sich von einem guten Roman nur wünschen kann. Spannung, Drama, wunderschöne, lustige, aber auch traurige Momente. Die Geschichte ist vielschichtig und sehr emotional und berührend. Abwechselnd lernen wir dabei sowohl Ellas als auch Becketts Perspektive und Gefühlswelt kennen. Dies geschieht auch insbesondere durch die Briefe, die zu Beginn eines jeden Kapitels abgedruckt sind.

Rebecca Yarros hat erneut einen Roman geschrieben, der mich vollends überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Langatmig

Ex-Wife
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Die junge Patricia steht auf einmal alleine da, als ihr Mann Peter sich scheiden lassen möchte. Sie versucht in ihrer neuen Rolle als Ex-Frau weiterzuleben. Doch trotz neuer Arbeitsstelle, vieler Partys, ...

Die junge Patricia steht auf einmal alleine da, als ihr Mann Peter sich scheiden lassen möchte. Sie versucht in ihrer neuen Rolle als Ex-Frau weiterzuleben. Doch trotz neuer Arbeitsstelle, vieler Partys, Freunden und Affairen kommt sie nie so richtig über ihn hinweg.

Ich finde es faszinierend, dass das Buch vor 100 Jahren geschrieben wurde. Das merkt man nicht und wäre mir ohne das Vorwort nicht aufgefallen. Leider sind tatsächlich viele Themen noch heute aktuell.

Leider habe ich jedoch keinen richtigen Zugang zu der Geschichte gefunden. Die Ereignisse plätschern dahin und Teile waren mir persönlich zu langatmig geschildert. Erst zum Ende hin nahm die Geschichte wieder Fahrt auf. Zwischenzeitlich musste ich mich aber zum Weiterlesen zwingen.

Ein interessantes Buch, das meinen Geschmack aber leider nicht so ganz getroffen hat.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Schwesternbande

Blue Sisters
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In Blue Sisters lernen wir Avery, Bonnie und Lucky kennen. Die drei Schwestern trauern um ihre Schwester Nicky, die vor einem Jahr plötzlich gestorben ist. Gemeinsam haben sie zu diesem Zeitpunkt nur eins: ...

In Blue Sisters lernen wir Avery, Bonnie und Lucky kennen. Die drei Schwestern trauern um ihre Schwester Nicky, die vor einem Jahr plötzlich gestorben ist. Gemeinsam haben sie zu diesem Zeitpunkt nur eins: nach dem Tod ihrer Schwester Nicky sind sie verloren, sie haben ihre Bodenhaftung verloren. Jede geht mit dem Verlust anders um.

Abwechselnd wird die Geschichte aus Sicht der drei lebenden Schwestern erzählt. Dadurch lernt man sie detailliert und intensiv mit all ihren Abgründen kennen. Es wird im Laufe der Geschichte deutlich, dass ihre Leben zwar räumlich voneinander getrennt sind, die Schwestern durch ihre familiäre Beziehung und die gemeinsame Jugend aber immer miteinander verbunden sind und sein werden.

Coco Mellors hat einen faszinierenden und ehrlichen Schreibstil, der einen von Beginn an fesselt. Die Grundstimmung ist melancholisch und aufgrund der ernsten Themen - u. a. Sucht, Verlust eines geliebten Menschen -, ist das Buch keine leichte Lektüre. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt und mir wurde an vielen Stellen auch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Die Schwestern habe ich definitiv ins Herz geschlossen.

Eine zeitgenössische, teils gesellschaftskritische Story, die ich definitiv empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Zweite Chancen

Zwei in einem Leben
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„Zwei in einem Leben“ ist der neue, unterhaltsame Roman von David Nicholls, den man als Autor bereits von „Zwei an einem Tag“ kennen sollte.

Marnie und Michael sind Ende dreißig, Anfang vierzig und beide ...

„Zwei in einem Leben“ ist der neue, unterhaltsame Roman von David Nicholls, den man als Autor bereits von „Zwei an einem Tag“ kennen sollte.

Marnie und Michael sind Ende dreißig, Anfang vierzig und beide an einem Punkt in ihrem Leben angelangt, an dem sie nicht sein wollten. Geschieden, kinderlos und einsam. Auf einer Wanderung mit Freunden lernen sich die beiden intensiv kennen und langsam, aber stetig, entwickeln die beiden Gefühle füreinander.

Die beiden Charaktere sind weit davon entfernt, perfekt zu sein. Sie werden mit all ihren negativen Seiten, Selbstzweifeln, Ecken und Kanten beschrieben. Das macht sie und die Geschichte besonders authentisch und realitätsnah. Genauso wie die Tatsache, dass von Liebe auf den ersten Blick hier keine Rede sein kann.

Marnie und Michael lernen sich auf der langen Wanderung nach und nach kennen und führen lustige, aber auch äußerst intensive Gespräche. Da es sich beim Wandern mit einem Fremden leichter reden lässt, sind ernste Themen wie Einsamkeit, Kinderlosigkeit und die Ehe an der Tagesordnung. Die Perspektive wechselt zwischen Marnie und Michael, so dass beide Charaktere gut zur Geltung kommen.

Eine wunderbare, authentische und moderne Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Geheimnisvolle Vergangenheit

Stalker – Er will dein Leben.
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Der Schauspieler Eric Sanders feiert endlich einen Erfolg, nachdem er im Tatort mitspielen durfte. Er träumt schon vom großen Durchbruch und neuen Rollen, als ein Unbekannter sich im Internet als Eric ...

Der Schauspieler Eric Sanders feiert endlich einen Erfolg, nachdem er im Tatort mitspielen durfte. Er träumt schon vom großen Durchbruch und neuen Rollen, als ein Unbekannter sich im Internet als Eric ausgibt und versucht, seinen Ruf zu ruinieren. Kurz darauf wird Eric sogar erpresst. Ist er wirklich ein Mörder?

Der Schreibstil von Arno Strobel gefällt mir sehr gut, insbesondere auch die kurzen Kapitel. Die Handlung ist kurzweilig, die Story aber wirklich sehr weit hergeholt und unrealistisch. Das Ende fand ich sehr gut gemacht und dieses hat das Buch für mich gerettet.

“Stalker“ ist eine deutliche Verbesserung zu „Der Trip“. Dennoch fand ich die naive Art von Eric meist ziemlich nervig. Zudem habe ich mir unter dem Titel tatsächlich eine etwas andere Geschichte versprochen.

Ein gutes Buch, das mich allerdings nicht völlig überzeugt hat.

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