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MelaK

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2019

Spannendes Kinderbuch

Stormglass. Angriff der Killerbienen
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Jake hat Langweile. Er hat Ferien, seine Freunde sind im Urlaub und seine berufstätigen Eltern haben kaum Zeit für ihn. So stromert der 14- Jährige durch die Straßen. Dabei fallen ihm in einem unbewohnten ...

Jake hat Langweile. Er hat Ferien, seine Freunde sind im Urlaub und seine berufstätigen Eltern haben kaum Zeit für ihn. So stromert der 14- Jährige durch die Straßen. Dabei fallen ihm in einem unbewohnten Haus Veränderungen auf, die ihn neugierig machen. Wenig später tauchen auch schon zwei Jugendliche namens Lizzy und Filby bei ihm auf. Sie sind Nachwuchsagenten von Stormglass und wollen ihn rekrutieren.
Kurz darauf findet sich Jake auch schon auf einer abenteuerlichen Jagd um die halbe Welt wieder. Bald ist er mit seinen neuen Freunden hinter Killerbienen her, die die korrupte Firma Vindiqo entwickelt hat.
Doch mehr soll hier nicht verraten werden.
Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben und bis zur letzten Seite spannend. Mein 12- jähriger, sonst eher lesefauler, Sohn hat das Buch verschlungen.
Besonders toll fand er, dass die Kinder, anders als bei TKKG und ??? mit richtig coolen Hightechgeräten a la James Bond ausgerüstet waren. Prima fand er zudem das tolle Cover mit der strukturierten Biene.
Ich kann mich meinem Sohn nur anschließen. Auch für mich als Erwachsenem war das Buch schön zu lesen und nie langweilig. Mir hat vor allem gefallen, dass sehr viel fundiertes Grundwissen über Bienen vermittelt wurde und das so geschickt in einer Agentengeschichte verpackt. So lernen Kinder, ohne es zu merken und mit viel Spaß.
An ein paar wenigen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass die nicht immer selbst erklärenden wörtlichen Reden - vor allem im Ausbildungscamp von Stormglass - mit dem ein oder anderen Satz erläutert worden wären.
Alles in allem ist der Angriff der Killerbienen ein tolles Jugendbuch. Wir vergeben gerne 5 Sterne und freuen uns schon auf den zweiten Band.

Veröffentlicht am 03.06.2019

Sachlich und informativ

Vier Zimmer, Küche, Boot
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Vier Zimmer, Küche, Boot ist ein Sachbuch ganz nach meinem Geschmack. Sachlich und schnörkellos, dennoch nie langweilig und nie unpersönlich beschreibt Uta Eisenhardt den langen und oft beschwerlichen ...

Vier Zimmer, Küche, Boot ist ein Sachbuch ganz nach meinem Geschmack. Sachlich und schnörkellos, dennoch nie langweilig und nie unpersönlich beschreibt Uta Eisenhardt den langen und oft beschwerlichen Weg zu den eigenen vier Wänden auf dem Wasser. Ich habe das Buch am einem Nachmittag durchgelesen, so kurzweilig war es. Romantiker, zu denen ich auch gehörte, werden aber schnell eines besseren belehrt. Das Leben auf einem Boot kann ein Traum sein, ist aber nichts für Träumer. Für Klischees ist in diesem Buch kein Platz. Die guten Fotos zeigen ein realistisches Umfeld und beschönigen nichts.
Man braucht Ausdauer, um sich mit Behörden zu verständigen und Vorurteile von Anwohnern zu entkräften, die Bereitschaft, immer wieder neue Anlegestellen zu suchen, geschickte Hände, um Reparaturen selbst erledigen zu können, Kreativität und technisches Knowhow, um unkonventionelle Lösungen zu finden. Denn oft gibt es Dinge, die man benötigt gar nicht in der passende Größe etc.,
Andernfalls bräuchte man sehr viel Geld, und wer hat das schon.
Für Menschen, die ernsthaft mit dem Leben auf einem Hausboot liebäugeln, ist dieses Buch ein Fundus an guten Tipps und guten Adressen. Es macht Mut, ungewöhnliche Wege zu gehen.
Für alle anderen ist es eine schöne und informative Lektüre.

Veröffentlicht am 03.06.2019

Ein tolles Debüt - realistisch, spannend, sprachlich brilliant

Ministermord
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Hendrik Willen, kurz Pommes, ist Dorfpolizist in einer kleinen Gemeinde. Er lebt im Haus seiner Mutter und führt ein relativ beschauliches Leben, bis er zu einem Autounfall gerufen wird. Es handelt sich ...

Hendrik Willen, kurz Pommes, ist Dorfpolizist in einer kleinen Gemeinde. Er lebt im Haus seiner Mutter und führt ein relativ beschauliches Leben, bis er zu einem Autounfall gerufen wird. Es handelt sich um das Auto eines Minister, indem sich zwei verkohlte Leichen finden. Der Minister befand sich nicht im Auto, aber eine Frau von zweifelhaftem Ruf. Eine heikle Angelegenheit, die natürlich nicht an die große Glocke gehängt werden soll.  Da die Tote eine gute Freundin von Dörte, Pommes ältester und bester Freundin war, bittet diese ihn, Nachforschungen anzustellen. Sie kann und will nicht an einen Unfall glauben. Das bringt Willen in eine schwierige Situation. Mit einem unguten Gefühl im Bauch opfert er seinen Urlaub und nimmt mit einem befreundeten Privatdetektiv verdeckte Ermittlungen in Hannover auf. Jetzt wird es richtig brenzlig und irre spannend ...
Andreas Kaminski lässt in seinem Debütkrimi zwei Welten aufeinanderprallen.  Das überschaubare, ehrliche und provinzielle Leben eines Dorfpolzisten auf dem Land und die skrupellose, machtgeile und über Leichen gehende Welt der Politik.


Pommes und Dörte habe ich mit ihrer Ehrlichkeit, aber auch ihrem Mut gleich ganz fest ins Herz geschlossen. Ungekünstelt und absolut glaubwürdig hat der Autor seine Figuren zum Leben erweckt. Sehr authentisch, wenn auch leicht überspitzt (das hoffe ich jedenfalls), zeichnet Kriminalinski zudem die Welt der Politik. Und das macht er richtig gut, in einer meisterhaften Sprache, durchsetzt mit Dialekt, mit viel Humor und Verstand. Ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Ein durchweg unterhaltsames und kluges Debüt. Ich freue mich auf weitere fesselnde Romane mit unserem Hendrik "Pommes" Willen. 

Veröffentlicht am 03.06.2019

Reiseführer für Menschen, die Kunst, Kultur und gutes Essen lieben

Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern
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Christoph von Fircks lebt seit seiner frühesten Kindheit an der Ostsee. Und das merkt man der Auswahl seiner Lieblingsplätze auch an. Mit ganz viel Liebe zu seiner Heimat und einer seinem Alter und seiner ...

Christoph von Fircks lebt seit seiner frühesten Kindheit an der Ostsee. Und das merkt man der Auswahl seiner Lieblingsplätze auch an. Mit ganz viel Liebe zu seiner Heimat und einer seinem Alter und seiner Erfahrung geschuldeten Nostalgie, führt er uns zu seinen Lieblingsplätzen. Er ist ein Schöngeist, der die Künste liebt, aber genauso auch gutes Essen. So führt er uns zum Volkskundemuseum in Schönberg, zur Kunsthalle in Rostock, ins Technikmuseum nach Pütnitz oder in den Skulpturenpark Katzow, um nur einige ganz wenige zu nennen. Er zeigt uns seine Lieblingslokale, Märkte und Läden. Und immer weiß er besonderes zu erzählen, oft auch Geschichten aus DDR-Zeiten. Es macht Spaß mit ihm seine Lieblingsplätze zu besuchen. Als Opa dürfen bei ihm auch die Attraktionen für die junge Generation nicht fehlen. So besucht er mit seinen Enkelkindern gerne die Gokartbahn in Gramkow, den Gollwitzer Strand auf Poel, an dem kleine Kinder im Flachwasser herrlich planschen können. Und seine Enkelin Julia liebt das Wasserskifahren in KÖRKs Strandarena in Körkwitz.
So hat Herr Fircks mit viel Begeisterung 88 Lieblingsplätze zusammengetragen und ich würde sie am liebsten alle gleich besuchen. In gewohnt ansprechender Aufmachung sind die Lieblingsplätze an der Ostsee mit schönen Fotos zu jedem Ort in Szene gesetzt. Das herrliche Cover und die abgerundeten Ecken sind bei den „Lieblingsplätzen zum Entdecken“ beim Gmeiner Verlag hochwertiger Standard.
Ein wunderschöner Reiseführer für reifere Menschen, die Kunst, Kultur und gutes Essen lieben und/oder gerne mit ihren Enkeln verreisen.

Veröffentlicht am 03.06.2019

Die komplizierte Welt der Quantenphysik fundiert und verständlich

Die zweite Quantenrevolution
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Die Quantenphysik ist der Bereich der Physik, der so gar nicht mit dem vereinbar ist, was uns umgibt, und die kaum mit unserem Verständnis der Welt in Einklang zu bringen ist. Mein Sohn, der Physik studiert, ...

Die Quantenphysik ist der Bereich der Physik, der so gar nicht mit dem vereinbar ist, was uns umgibt, und die kaum mit unserem Verständnis der Welt in Einklang zu bringen ist. Mein Sohn, der Physik studiert, kann ein Lied davon singen. Man errechnet Ereignisse, die man sich nicht im Entferntesten vorstellen kann und versucht so das Unerklärliche zu erklären.
Um so überraschter und erfreuter war ich über das Buch "Die zweite Quantenrevolution" von Lars Jäger, das einen Überblick über das weite Feld der Quantenmechanik gibt und indem es Lars Jäger versteht, selbst komplizierteste Sachverhalte so zu erklären, dass auch der Laie zumindest eine Vorstellung von den bizarren und unbegreiflichen Ereignisse in der Welt der Quanten erhält. Er schreibt dabei locker und gut verständlich und fasst die Quintessenzen der einzelnen Kapitel anschaulich und übersichtlich in umrahmten Kästchen zusammen. Auch die Einsatzmöglichkeiten der Quantenphysik wie etwa in Quantencomputern und im Internet wurden ausführlich ausgeleuchtet.
Sehr froh war ich, dass er nie in das mittlerweile bei vielen Physikern, die sich als Autoren versuchen, sehr beliebte Pseudowissenschaftliche und Esoterische abdriftete, wobei er durchaus auf philosophische und weltanschauliche Aspekte einging.
Ein wirklich gelungenes populärwissenschaftliches Buch, das sowohl Laien als auch Fachleute interessieren dürfte.