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Veröffentlicht am 10.11.2021

Traurig & beklemmend, trauriger & beklemmender, Wir haben schon immer im Schloss gelebt

Wir haben schon immer im Schloss gelebt
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Ich hätte hoffen sollen, dass eine Armee guter Feen eingreift, so schmerzhaft ist das Leben von Merricat, Constance und Julian für mich. Das Ende werde ich vermutlich nie ertragen, wie oft ich mir auch ...

Ich hätte hoffen sollen, dass eine Armee guter Feen eingreift, so schmerzhaft ist das Leben von Merricat, Constance und Julian für mich. Das Ende werde ich vermutlich nie ertragen, wie oft ich mir auch sage, dass dieser Thriller Fiktion ist.
Ja, an Tragik und menschengemachtem Horror wird "leider" nicht gespart. Dank der authentischen Umsetzung kann ich es nicht bedauern, obwohl ... denke ich an Julian ... ach nein. Oh nein. Wieso nur. Ob ich mir je zuvor gleichermaßen bewusst und ernst gewünscht habe, dass ein fiktives Ereignis einfach zurückgenommen wird ... es kommt mir unwahrscheinlich vor.

Meine gesamten Gefühle und Gedanken zu "Wir haben schon immer im Schloss gelebt" klar in Worte zu fassen, will mir nicht gelingen. Für mich genügt auch, dass ich von diesem Werk Shirley Jacksons vollkommen überzeugt bin.

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Veröffentlicht am 10.11.2021

Fesselnd wie der erste Band

Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel
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Ich war überrascht, wie gut ich die drei Agenten von Lockwood & Co. bereits im ersten Band einschätzen konnte, da sich eine hartnäckige (furchtbare) Vorahnung in dieser Fortsetzung bewahrheitet hat - und ...

Ich war überrascht, wie gut ich die drei Agenten von Lockwood & Co. bereits im ersten Band einschätzen konnte, da sich eine hartnäckige (furchtbare) Vorahnung in dieser Fortsetzung bewahrheitet hat - und dann durfte ich nochmal überrascht sein, weil diese Vorahnung glücklicherweise nicht exakt eintraf. George könnte sich zu meinem Lieblingscharakter entwickeln ... ich fände es toll.
Der Fall an sich hätte mir weniger zugesagt, aber meine Meinung wandelte sich komplett durch dessen Umsetzung und wie er letztendlich ausging.

Wieder konnte ich die Gefahr spüren, durfte unzählige Male ausatmen, wenn etwas gut ging (an Mut fehlt es den Agenten von Lockwood & Co. absolut nicht, ich bin für eine "Bitte nicht nachmachen"-Sicherheitswarnung) und natürlich auch nicht nur auf den aktuellen Fall bezogen rätseln.

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Veröffentlicht am 10.11.2021

Bleibe stark und lese nicht in Endlosschleife

Royal Blue
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Da ist er, der Roman, bei dem ich mir sie ganz ernsthaft wünsche: die Gabe, eine Geschichte immer wieder wie eine neue lesen zu können. Nur möchte ich mich nicht von den allerersten Erinnerungen trennen, ...

Da ist er, der Roman, bei dem ich mir sie ganz ernsthaft wünsche: die Gabe, eine Geschichte immer wieder wie eine neue lesen zu können. Nur möchte ich mich nicht von den allerersten Erinnerungen trennen, auch wenn die Erinnerungen von jedem der dreieinhalb Rereads ("Jetzt ist aber genug ...") besonders sind. Royal Blue lässt sich für mich auch ohne diese Gabe immer neu entdecken, weil ich wieder eingelullt werde. Im E-Book ist zu wahrscheinlich jede Seite mit einem Lesezeichen versehen ...

Im Hinterkopf hatte ich nach der ersten Lektüre schon, dass die Liebesgeschichte alleine wegen des speziellen Schreibstils nicht bei allen Anklang finden wird. Mich verzaubert der Schreibstil wie alles weitere, das Royal Blue ausmacht. Wohler könnte ich mich mit einem Roman nicht fühlen (bei einem anderen Paar als Alex und Henry hätte der Schreibstil meiner Überzeugung nach auch nicht denselben Zauber).
So liebevoll verfasst - doch, sicher, das kann ich von anderen Geschichten ebenfalls sagen und dennoch fallen mir keine ein, bei denen ich mich an ebenso viele faszinierende, mitten ins Leben des Protagonisten Alex entführende Details direkt auf der ersten Seite erinnere. Das trifft auch auf jeden anderen Charakter zu, der mir in Royal Blue begegnet ist: so ... naja, echt kamen mir weder davor noch danach welche vor.

Eine Lieblingskomponente von mir ist die Politik generell, aber insbesondere Alex' politisches Wirken und dass er nicht auf die Idee kommt, sich von den Gegnern sowie den Selbstzweifeln in die Knie zwingen zu lassen. Dabei helfen ihm viele authentische Rituale wie ein bestimmter Schlüssel. Als Leserin habe ich ihn einfach lieb.

Gerade habe ich verrückte Ideen wie Royal Blue auch mal auf dem Kopf oder spiegelverkehrt zu lesen oder ... und schließe mit diesem letzten Lob meine Rezension ab.

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Veröffentlicht am 09.11.2021

Genau richtig ... aber das Ende: Nein.

Spuk in Hill House
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Achtung: Spoiler :)

Oh, das Ende macht mich so traurig, weil ich ein zu unklares Bild davon habe. Ich bin mir nicht sicher, wieso niemand vom Schicksal einer Protagonistin erfährt (oder erst lange danach, ...

Achtung: Spoiler :)

Oh, das Ende macht mich so traurig, weil ich ein zu unklares Bild davon habe. Ich bin mir nicht sicher, wieso niemand vom Schicksal einer Protagonistin erfährt (oder erst lange danach, wovon ich nichts erfahren kann)? Darauf noch einen Tick näher einzugehen, hätte nicht geschadet, denke ich. So finde ich es von den anderen Beteiligten herzlos (muss ich diese Begebenheit auf das Haus schieben? Haben sie bei Verlassen bereits alles vergessen?) Dennoch kann ich das Ende nachvollziehen und nicht sagen, dass es nicht die sicherlich erhoffte Wirkung erzielt, was für die Autorin spricht. Antworten sind in "Spuk in Hill House" generell keine Nadeln im Heuhaufen, wovon ich begeistert bin, ebenso wie davon, dass die Ursache des Spuks gleichzeitig ein einziges Rätsel ist.
Meinen zweiten Minuspunkt finde ich zwar albern, aber ändert auch nichts daran, dass das häufige Lachen besser eingebaut sein könnte. Allerdings finde ich es meistens doch schön, dass sich auf einfaches "... lachte." beschränkt wird. Oft unterstreicht es auch, dass ein Lachen völlig aus dem Nichts zu kommen scheint (... ohne aber verrückt zu wirken, finde ich zutiefst beeindruckend).

Der Spuk kann sich wirklich sehen lassen, ufffff, ja. Mir fällt kein Spuk ein, der es mit Hill House aufnehmen kann, weil dieser für mich einfach in einer völlig eigenen Liga spielt. Großartig.
Die vier menschlichen Hauptcharaktere musste ich einzeln und zusammen ins Herz schließen. Hill House, nun ja - ich denke, dass alle Vier unter dessen Einfluss ganz vergessen haben, nicht dort sein zu wollen. Ich hoffe also, dass ich mich niemals in dessen Fänge begeben hätte ... über Fortsetzungen hätte ich mich aber gefreut.

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Veröffentlicht am 09.11.2021

Alle Hoffnungen übertroffen

Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe
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Erwartungen begleiten einen immer in eine neue Geschichte, denke ich, so leicht es mir auch fällt, mich überraschen zu lassen. Tatsächlich habe ich mich über Jahre gescheut, die Reihe um Lockwood & Co. ...

Erwartungen begleiten einen immer in eine neue Geschichte, denke ich, so leicht es mir auch fällt, mich überraschen zu lassen. Tatsächlich habe ich mich über Jahre gescheut, die Reihe um Lockwood & Co. zu beginnen. Es war ein Bauchgefühl, das ich nie z. B. der Handlung zuordnen konnte, mich andererseits bei meinem Lieblingsgenre Fantasy immer überkommt. Jedenfalls könnte ich nicht dankbarer sein, dass Jonathan Stroud "Lockwood & Co." geschrieben hat. Zugegeben, die Geister hier sind für mich wirklich furchteinflößend (ich will mir die anstehende Verfilmung noch gar nicht ausmalen, da Netflix und Geistergeschichten ein zu gutes Team abgeben), wozu auch Lucys Ernst und selbstverständlich ihre Gabe beitragen. Vielleicht habe ich mir unbewusst schon durch andere Quellen einfach ein ungefähres Bild der Reihe gemacht.
Mein Herz habe ich ja an Anthony Lockwood als Charakter verloren. Da er sehr geheimnisvoll angelegt ist, weiß nicht, ob er wirklich so eine Frohnatur ist und schon sein ganzes Leben lang ist, aber er macht es einem unfassbar schwer, daran zu zweifeln. Er bringt vermutlich zahllose Überraschungen mit, was der Handlung enorme zusätzlich Spannung verleiht.
George möchte ich natürlich ebenfalls nicht missen. Er fasziniert mich nicht weniger.
Das Worldbuilding, hach. Sagte ich, ich habe mein Herz an Anthony Lockwood verloren? Er muss es definitiv mit allem teilen, was die Reihe ausmacht - von Jonathan Strouds Schreibstil bis zur Welt und ihrer Bewohner.

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