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Veröffentlicht am 21.06.2026

Das erklärt einiges…

Unstoppable Brain
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Wusstet ihr, dass es im Gehirn einen Bereich gibt, der wie eine Art Schalter eure Motivation an- bzw. ausknipsen kann? Verhaltensforscherin Dr. Kyra Bobinets klärt in ihrem neuen Buch „Unstoppable Brain“ ...

Wusstet ihr, dass es im Gehirn einen Bereich gibt, der wie eine Art Schalter eure Motivation an- bzw. ausknipsen kann? Verhaltensforscherin Dr. Kyra Bobinets klärt in ihrem neuen Buch „Unstoppable Brain“ nicht nur über diesen Bereich im Gehirn - der sich übrigens Habenula nennt - auf, sondern beschreibt auch Wege, wie man ihn geschickt austricksen kann. Zudem kommt sie auf die sogenannte Versager-Krankheit zu sprechen und zeigt einleuchtend auf, warum unser Leistungsdenken dabei eine große Rolle spielt.

Zunächst einmal finde ich bei derart Sachbuch wichtig anzuführen, dass es wirklich einfach, verständlich und ebenso nachvollziehbar geschrieben ist. Sprich, man sich nach der Lektüre des Buches nicht noch dümmer fühlt als vorher oder sich währenddessen noch in sämtliche Fachlichkeiten einlesen muss. Ich fand die Zusammenhänge nicht nur wirklich gut erklärt, sondern konnte mich in vielen Bereichen auch wiederfinden und mir nun selbst so einiges besser erklären. Dabei fand ich die Rolle, die Kindheitstraumsta in Bezug auf unsere Motivation spielen, ganz besonders spannend und aufschlussreich. Insgesamt konnte ich sehr viel für mich aus diesem Buch mitnehmen, hätte mir lediglich weitere Praxisbeispiele zum Lösen der „Bremse“ gewünscht. Zwar wurden Lösungsansätze angeführt, deren Umsetzung jedoch - gerade wenn man unsicher ist, nichts falsch machen oder verstehen möchte - kam in meinen Augen etwas zu kurz und wurde eher zu schnell abgehandelt, als dass ich jetzt hundertprozentig wüsste, was nun in meinem Fall genau zu tun ist.

Fazit: Bis auf einige Bereiche im praktischen Teil, mit den Lösungsansätzen und Beispielen, fand ich das Buch wirklich wahnsinnig interessant, lehrreich und inspirierend. Zudem ist es so verständlich geschrieben, dass ich mir nun vieles von dem, was bei mir manchmal nicht ganz so rund läuft, nun besser erklären kann

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Berührender Rückblick aufs Leben

Die Mitternachtsreise
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Nach seinem Ableben wartet plötzlich ein mysteriöser Zug auf den, zum Ende seines Lebens hin zwar sehr erfolgreichen, jedoch ebenso einsamen, Buchhändler Wilbur. Und mit dem Zug wartet Agnes. Die alte ...

Nach seinem Ableben wartet plötzlich ein mysteriöser Zug auf den, zum Ende seines Lebens hin zwar sehr erfolgreichen, jedoch ebenso einsamen, Buchhändler Wilbur. Und mit dem Zug wartet Agnes. Die alte Buchhändlerin, die ihm einst in Kindertagen, in ihrem Buchladen stets Zuflucht vor den Problemen der Welt gewährte und ihn zu seiner weitere Laufbahn inspirierte. Sie nimmt ihn mit zu seiner letzten bedeutsamen Reise, um mit ihm rückblickend nochmals wichtige Stationen seines vergangenen Lebens anzusteuern, die ihm nachträglich nicht nur die Augen öffnen. Damit beginnt „Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig.

Auch mir war bereits „Die Mitternachtsbibliothek“ des Autors bekannt, die ich vor ein paar Jahren mit großer Begeisterung gelesen hatte. Mit Christoph Maria Herbst als Sprecher, war mir jedoch sofort klar, dass ich mich diesmal für das Hörbuch entscheiden würde. Und was soll ich sagen, ein Volltreffer, wundervoll anzuhören und absolut empfehlenswert!

Eingepackt in eine berührende Geschichte und in seinem schönen Schreibstil verfasst, weißt Matt Haig eingängig darauf hin, wie nachhaltig große und auch kleine Entscheidungen unser gesamtes Leben beeinflussen können. Damit regt er unweigerlich zum Nachdenken an und macht liebevoll klar, dass man niemals aus den Augen verlieren oder für selbstverständlich halten sollte, was im Leben wirklich zählt. Die Handlung ist zwar ruhig, dafür aber ungemein warmherzig. Zudem sind die Charaktere vom Autor gut durchdacht und liebevoll gezeichnet.

Fazit: Trotz aller Unaufgeregtheit empfand ich es trotzdem als überaus spannend und nicht weniger inspirierend, Wilburs Einsicht und Entwicklung, im Laufe seiner Reise zu verfolgen. Für mich ist „Die Mitternachtsreise“ ist ein wirklich wundervolles und zum Nachdenken anregendes Buch mit einer, gerade in der heutigen Zeit, wichtigen Botschaft!

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Berührender Young-Adult-Roman

Last Kiss of Summer
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Niemals hätte Sera Watkins damit gerechnet, dass zwischen ihrer Jugendliebe und zudem ehemals besten Freund Luke und ihr die Möglichkeit einer zweiten Chance bestehen könnte. Wenn auch zwischen ihren ein ...

Niemals hätte Sera Watkins damit gerechnet, dass zwischen ihrer Jugendliebe und zudem ehemals besten Freund Luke und ihr die Möglichkeit einer zweiten Chance bestehen könnte. Wenn auch zwischen ihren ein immerwährendes Band besteht, welches bereits im Babyalter durch eine Herz-OP geknüpft wurde, so war doch die Abfuhr, die sie vor zwei Jahren von ihm bekam, einfach zu schmerzhaft. Doch nun, nach ihrer Rückkehr nach Cape Cod, muss sich Sera eingestehen, dass die verstrichene Zeit nichts an ihren Gefühlen für ihn geändert hat und die Zeit drängt.

In „Last Kiss of Summer“ erzählt Jessica M. Felleman nicht nur eine berührende Geschichte über zweite Chancen und versprüht darin Summer-Vibes, sondern bindet in ihre Young-Adult Romanze auch ein ernstes Thema ein, denn Hauptprotagonistin Sera benötigt dringend eine Herztransplantation. Ich habe hierzu Kritiken gelesen, dass dieses Thema nicht ausreichend tiefgründig ausgearbeitet wäre, empfand dies jedoch nicht so, das man nicht vergessen darf, für welche Leserschaft dieses Buch geschrieben wurde und wie zart die Seelen sind, die dies zu verarbeiten haben. Den Schreibstil fand ich angenehm und flüssig lesbar, die Charaktere nachvollziehbar dargestellt, die Story herzzerreißend, auch für mich als Erwachsene. Lediglich das Ende ging für mich dann zu schnell und wurde im Vergleich zum übrigen Buch zu rasant abgehandelt.

Fazit: Ein herzergreifendes, gut geschriebenes Jugendbuch mit ernstem Hintergrund, das sicherlich auch bei jungen Lesern nachhallt und zum Nachdenken anregt, ohne jedoch zu überfordern.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Endlich Neues von Art und Nele!

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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Mit „Im Morgengrauen“ geht Marc Raabes Thrillerserie um das BKA Ermittler-Duo Art Mayer und Nele Tschaikowski bereits in die vierte Runde und setzt deren Geschichte spannend fort. Während im Internet brisante ...

Mit „Im Morgengrauen“ geht Marc Raabes Thrillerserie um das BKA Ermittler-Duo Art Mayer und Nele Tschaikowski bereits in die vierte Runde und setzt deren Geschichte spannend fort. Während im Internet brisante Videos auftauchen, in denen eine Frau mit einem Eulen-Tattoo über ihre Affäre mit dem Kanzler berichtet, verschwindet dieser spurlos. Die Öffentlichkeit ist alarmiert. Doch damit nicht genug, denn zeitgleich wird die Leiche einer jungen Frau mit ebendiesem Eulen-Tattoo auf den U-Bahn-Gleisen gefunden. Handelt es sich um die Frau aus den Videos? Hängt das Verschwinden des Kanzlers damit zusammen?

Nachdem ich Thrillerautor Marc Raabe erst durch diese Reihe entdeckt habe, ist sie sehr schnell zu einer meiner liebsten Thriller-Reihen geworden. Zum einen der gut konstruierten Kriminalfälle wegen, zum anderen der interessant ausgearbeiteten „speziellen“ Ermittler, mit ihren nebenherlaufenden (Vor)Geschichten wegen. Ihre Ecken, Kanten und Macken machen sie mir einfach wahnsinnig sympathisch, aber auch greifbar. Auch diesmal ist nicht nur die Handlung wieder zeitgemäß und nachvollziehbar, sondern auch die Spannung bis zum Schluss gegeben. Allerdings sollte man die vorausgehenden Bände unbedingt gelesen haben, da diese aufeinander aufbauen.

Zudem kann ich die Hörbuchversion nur wärmstens empfehlen. Die habe ich bereits nach Band für mich entdeckt und bin dieser dann auch bis jetzt treu geblieben. Sprecher Peter Lontzek macht seine Sache einfach so großartig, dass seine Stimme für mich mittlerweile unweigerlich mit Art-Mayer verknüpft und gar nicht mehr wegzudenken ist. Zusätzlich ist diesmal noch Sprecherin Pia-Rhona Saxe dabei, die ebenso perfekt reinpasst.

Fazit: Eine atemberaubende Fortsetzung, mit komplexer, spannender Handlung, der den vorausgegangenen Bänden in nichts nachsteht und mir die Protagonisten nochmal näher gebracht hat. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Von Heilung, Versöhnung und „Whānau“

Das Blau auf der anderen Seite
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Whānau das ist Familie, die man unterwegs findet. Es ist ein Gefühl, ebenso wie eine Erinnerung oder auch ein Versprechen. Whānau ist das, was Karla während ihrer Hochzeitsreise in Neuseeland, die sie ...

Whānau das ist Familie, die man unterwegs findet. Es ist ein Gefühl, ebenso wie eine Erinnerung oder auch ein Versprechen. Whānau ist das, was Karla während ihrer Hochzeitsreise in Neuseeland, die sie ohne ihren verstorbenen Mann antritt, Heilung bringt. Und nicht nur ihr, sondern auch der 97 jährigen Marge, deren Wurzeln ebenfalls in Deutschland liegen und deren beider Leben auf ebenso schicksalshafte, wie wundervolle Weise verwoben sind.

Autorin Lucinde Hutzenlaub erzählt in „Das Blau auf der anderen Seite“ die hochemotionale Geschichte zweier ungleicher Frauen, deren Leben sich nicht nur ungeahnt kreuzen, sondern auch auf berührende Weise miteinander verbunden sind. Eine Geschichte, die von Stuttgart zu seinen dunkelsten Zeiten hinein ins heutige Neuseeland führt und sowohl in unterschiedlichen Zeitebenen, wie auch aus verschiedenen Perspektiven heraus berichtet wird. Der Schreibstil ist fesselnd und zeitgleich unheimlich feinfühlig, was sowohl auf die Handlung, als auch auf die Darstellung der Protagonisten zutrifft, die unter Lucinde Hutzenlaubs Feder geradezu lebendig erscheinen. Zudem sind die vorherrschenden Stimmungen und Gefühle geradezu spür- und greifbar! Da ich momentan gesundheitlich etwas angeschlagen bin, habe ich zunächst angefangen das Buch zu lesen, bin dann aber zum Hörbuch gewechselt und ich glaube, das war die beste Entscheidung überhaupt! Selten ergeben Buch und Sprecher, in dem Fall Sandrine Mittelstädt, eine solch harmonische Einheit wie hier geschehen. Ich bin immernoch ganz hingerissen und begeistert.

Fazit: Es kommt nicht häufig vor, dass mich ein Buch dermaßen berührt, dass ich mir Tränchen verdrücken muss. „ Das Blau auf der anderen Seite“, zusammen mit dem ergreifenden Vortrag von Sprecherin Sandrine Mittelstädt haben es jedoch nachhaltig geschafft und mir ein wundervolles Jahreshighlight beschert!

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