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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2026

Berührender Young-Adult-Roman

Last Kiss of Summer
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Niemals hätte Sera Watkins damit gerechnet, dass zwischen ihrer Jugendliebe und zudem ehemals besten Freund Luke und ihr die Möglichkeit einer zweiten Chance bestehen könnte. Wenn auch zwischen ihren ein ...

Niemals hätte Sera Watkins damit gerechnet, dass zwischen ihrer Jugendliebe und zudem ehemals besten Freund Luke und ihr die Möglichkeit einer zweiten Chance bestehen könnte. Wenn auch zwischen ihren ein immerwährendes Band besteht, welches bereits im Babyalter durch eine Herz-OP geknüpft wurde, so war doch die Abfuhr, die sie vor zwei Jahren von ihm bekam, einfach zu schmerzhaft. Doch nun, nach ihrer Rückkehr nach Cape Cod, muss sich Sera eingestehen, dass die verstrichene Zeit nichts an ihren Gefühlen für ihn geändert hat und die Zeit drängt.

In „Last Kiss of Summer“ erzählt Jessica M. Felleman nicht nur eine berührende Geschichte über zweite Chancen und versprüht darin Summer-Vibes, sondern bindet in ihre Young-Adult Romanze auch ein ernstes Thema ein, denn Hauptprotagonistin Sera benötigt dringend eine Herztransplantation. Ich habe hierzu Kritiken gelesen, dass dieses Thema nicht ausreichend tiefgründig ausgearbeitet wäre, empfand dies jedoch nicht so, das man nicht vergessen darf, für welche Leserschaft dieses Buch geschrieben wurde und wie zart die Seelen sind, die dies zu verarbeiten haben. Den Schreibstil fand ich angenehm und flüssig lesbar, die Charaktere nachvollziehbar dargestellt, die Story herzzerreißend, auch für mich als Erwachsene. Lediglich das Ende ging für mich dann zu schnell und wurde im Vergleich zum übrigen Buch zu rasant abgehandelt.

Fazit: Ein herzergreifendes, gut geschriebenes Jugendbuch mit ernstem Hintergrund, das sicherlich auch bei jungen Lesern nachhallt und zum Nachdenken anregt, ohne jedoch zu überfordern.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Endlich Neues von Art und Nele!

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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Mit „Im Morgengrauen“ geht Marc Raabes Thrillerserie um das BKA Ermittler-Duo Art Mayer und Nele Tschaikowski bereits in die vierte Runde und setzt deren Geschichte spannend fort. Während im Internet brisante ...

Mit „Im Morgengrauen“ geht Marc Raabes Thrillerserie um das BKA Ermittler-Duo Art Mayer und Nele Tschaikowski bereits in die vierte Runde und setzt deren Geschichte spannend fort. Während im Internet brisante Videos auftauchen, in denen eine Frau mit einem Eulen-Tattoo über ihre Affäre mit dem Kanzler berichtet, verschwindet dieser spurlos. Die Öffentlichkeit ist alarmiert. Doch damit nicht genug, denn zeitgleich wird die Leiche einer jungen Frau mit ebendiesem Eulen-Tattoo auf den U-Bahn-Gleisen gefunden. Handelt es sich um die Frau aus den Videos? Hängt das Verschwinden des Kanzlers damit zusammen?

Nachdem ich Thrillerautor Marc Raabe erst durch diese Reihe entdeckt habe, ist sie sehr schnell zu einer meiner liebsten Thriller-Reihen geworden. Zum einen der gut konstruierten Kriminalfälle wegen, zum anderen der interessant ausgearbeiteten „speziellen“ Ermittler, mit ihren nebenherlaufenden (Vor)Geschichten wegen. Ihre Ecken, Kanten und Macken machen sie mir einfach wahnsinnig sympathisch, aber auch greifbar. Auch diesmal ist nicht nur die Handlung wieder zeitgemäß und nachvollziehbar, sondern auch die Spannung bis zum Schluss gegeben. Allerdings sollte man die vorausgehenden Bände unbedingt gelesen haben, da diese aufeinander aufbauen.

Zudem kann ich die Hörbuchversion nur wärmstens empfehlen. Die habe ich bereits nach Band für mich entdeckt und bin dieser dann auch bis jetzt treu geblieben. Sprecher Peter Lontzek macht seine Sache einfach so großartig, dass seine Stimme für mich mittlerweile unweigerlich mit Art-Mayer verknüpft und gar nicht mehr wegzudenken ist. Zusätzlich ist diesmal noch Sprecherin Pia-Rhona Saxe dabei, die ebenso perfekt reinpasst.

Fazit: Eine atemberaubende Fortsetzung, mit komplexer, spannender Handlung, der den vorausgegangenen Bänden in nichts nachsteht und mir die Protagonisten nochmal näher gebracht hat. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Von Heilung, Versöhnung und „Whānau“

Das Blau auf der anderen Seite
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Whānau das ist Familie, die man unterwegs findet. Es ist ein Gefühl, ebenso wie eine Erinnerung oder auch ein Versprechen. Whānau ist das, was Karla während ihrer Hochzeitsreise in Neuseeland, die sie ...

Whānau das ist Familie, die man unterwegs findet. Es ist ein Gefühl, ebenso wie eine Erinnerung oder auch ein Versprechen. Whānau ist das, was Karla während ihrer Hochzeitsreise in Neuseeland, die sie ohne ihren verstorbenen Mann antritt, Heilung bringt. Und nicht nur ihr, sondern auch der 97 jährigen Marge, deren Wurzeln ebenfalls in Deutschland liegen und deren beider Leben auf ebenso schicksalshafte, wie wundervolle Weise verwoben sind.

Autorin Lucinde Hutzenlaub erzählt in „Das Blau auf der anderen Seite“ die hochemotionale Geschichte zweier ungleicher Frauen, deren Leben sich nicht nur ungeahnt kreuzen, sondern auch auf berührende Weise miteinander verbunden sind. Eine Geschichte, die von Stuttgart zu seinen dunkelsten Zeiten hinein ins heutige Neuseeland führt und sowohl in unterschiedlichen Zeitebenen, wie auch aus verschiedenen Perspektiven heraus berichtet wird. Der Schreibstil ist fesselnd und zeitgleich unheimlich feinfühlig, was sowohl auf die Handlung, als auch auf die Darstellung der Protagonisten zutrifft, die unter Lucinde Hutzenlaubs Feder geradezu lebendig erscheinen. Zudem sind die vorherrschenden Stimmungen und Gefühle geradezu spür- und greifbar! Da ich momentan gesundheitlich etwas angeschlagen bin, habe ich zunächst angefangen das Buch zu lesen, bin dann aber zum Hörbuch gewechselt und ich glaube, das war die beste Entscheidung überhaupt! Selten ergeben Buch und Sprecher, in dem Fall Sandrine Mittelstädt, eine solch harmonische Einheit wie hier geschehen. Ich bin immernoch ganz hingerissen und begeistert.

Fazit: Es kommt nicht häufig vor, dass mich ein Buch dermaßen berührt, dass ich mir Tränchen verdrücken muss. „ Das Blau auf der anderen Seite“, zusammen mit dem ergreifenden Vortrag von Sprecherin Sandrine Mittelstädt haben es jedoch nachhaltig geschafft und mir ein wundervolles Jahreshighlight beschert!

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Perfektes Geschenk

So jung brechen wir nicht mehr zusammen
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Mit „So jung brechen wir nicht mehr zusammen“ begegnet Kabarettistin Dagmar Schönleber dem Älterwerden mit einem schelmischen Augenzwinkern. In humorvollen Kurzgeschichten und mit lockeren Anekdoten berichtet ...

Mit „So jung brechen wir nicht mehr zusammen“ begegnet Kabarettistin Dagmar Schönleber dem Älterwerden mit einem schelmischen Augenzwinkern. In humorvollen Kurzgeschichten und mit lockeren Anekdoten berichtet sie von Begegnungen mit dem alltäglichen Wahnsinn in der zweiten Lebenshälfte.

Ich habe nicht das Buch gelesen, sondern das Hörbuch gehört, welches von der Autorin äußertet engagiert, aussagekräftig und ebenso lebendig eingesprochen wurde. Wenn für mich auch die Themen nicht sonderlich neu waren, so hat mich Dagmar Schönlebers flotte Art diese vorzutragen doch sehr gut unterhalten und mir den ein oder anderen herzhaften Schmunzler entlockt, denn in den Geschichten erkennt sich wirklich jede Frau früher oder später irgendwo wieder. Da ich in erster Linie unterwegs gehört habe und oft unterbrechen musste, haben mir die kurzen und auf den Punkt gebrachten Kapitel besonders gut gefallen.

Fazit: Auch wenn meiner Meinung nach nicht viel dabei war, was man nicht irgendwo schon irgendwann einmal gehört hat, so fand ich das Buch für zwischendurch doch sehr nett und unterhaltsam. Darüber hinaus kann ich es mir richtig gut als heiteres kleines Geschenk zum Geburtstag vorstellen!

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Spannung im Fachjargon

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
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Nachdem eine Gruppe Cyberterroristen nicht nur ihre Macht demonstriert, sondern auch die Kontrolle über das Galileo-Satelitensystem übernommen hat, erpressen sie nun die EU und drohen ihr mit weitreichenden ...

Nachdem eine Gruppe Cyberterroristen nicht nur ihre Macht demonstriert, sondern auch die Kontrolle über das Galileo-Satelitensystem übernommen hat, erpressen sie nun die EU und drohen ihr mit weitreichenden Folgen. Da sich diese nicht erpressen lässt, scheint es nur noch eine Chance zu geben, die Katastrophe abzuwenden: KI KIM. Mit seinem neuen Thriller „Code Null - Dieses Spiel kennt keine Regeln“ begibt sich Florian Schwiecker in die Welt der Künstlichen Intelligenz und Cyberkriminalität und startet eine neue Thriller-Reihe rund um die Hackerin Charlie und den, von ihr programmierten, KI-Prototyp KIM.

Aus dem Bereich der IT kommend, hat mich der Klappentext natürlich gleich neugierig gemacht, zumal das Thema ja nun nicht aktueller und brisanter sein könnte. Der Autor scheint viel Zeit mit Recherche verbracht zu haben, denn Hintergründe und Bedrohungen sind wirklich sehr realistisch - trotzdem aber immernoch für jeden verständlich - dargestellt, was das ganze Szenario um so beängstigender macht. Die Beschreibungen dahingehend sind allerdings teilweise recht ausführlich und zudem vollgepackt mit Fachjargon, was dem ein oder anderen vielleicht etwas zu viel und langatmig sein könnte. Ansonsten ist Florian Schwieckers Schreibstil sehr gut und flüssig lesbar, packend, durchweg spannend und die Zusammenhänge zugleich fesselnd, als auch eingängig beschrieben. Auch die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen und waren auf Anhieb sympathisch, wenngleich ich mir ein wenig mehr „Innenleben“ von ihnen gewünscht hätte., um sie für mich besser greifbar zu machen.

Fazit: Ich bin zufrieden - Das Buch ist spannend, wendungsreich und erschreckend zugleich. Der Reihen-Auftakt hat mir alles in allem sehr gut gefallen und definitiv ein reges „What-if“ Kopfkino angekurbelt - für Nicht-ITler könnte es jedoch unter Umständen etwas langatmig oder sogar anstrengend sein.

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