Thriller oder Horror?
Komm spielenNach tragischen, lebensverändernden Ereignissen nimmt sich Kinderbuchautorin Annie mit ihrem kleinen Sohn Charlie eine Auszeit auf dem Land. Durchatmen, zu sich kommen, neue Inspiration und Kraft sammeln ...
Nach tragischen, lebensverändernden Ereignissen nimmt sich Kinderbuchautorin Annie mit ihrem kleinen Sohn Charlie eine Auszeit auf dem Land. Durchatmen, zu sich kommen, neue Inspiration und Kraft sammeln - das sollte in einem idyllischen Ort wie Castle Creek doch möglich sein. Doch so friedvoll wie es zunächst scheint ist es dort keinesfalls, irgendetwas unheilvolles scheint hier vor sich zu gehen…
Vorab: „Komm spielen“ von Linwood Barclay ist kein klassischer Thriller, den man vielleicht erwarten mag, vielmehr ein ziemlich abgefahrener Horror-Thriller-Fantasy Mix. Auch ich habe in meiner Jugend die Bücher von Horror-Legende Stephen King verschlungen und so fühlte ich mich schnell an „Needful Things - In einer kleinen Stadt“ erinnert, wobei es sich in keinem Fall nur um einen billigen Abklatsch handelt. Vielmehr wartet die Story mit einer ebenso düsteren, bzw. unheilvollen Atmosphäre auf, einem geheimnisvollen Neuankömmling in einer Kleinstadt und merkwürdigen, unerklärlichen Ereignissen. Die Story ist von Anfang an auf ihre Art fesselnd, lässt sich sehr gut lesen, wobei die Hauptprotagonisten überaus sympathisch sind. Der Spannungsbogen ist gut gemacht, baut sich nach und nach auf, bis es zum Ende hin dann so richtig ins fantastisch-unrealistische „eskaliert“.
Fazit: Da das Buch unter „Thriller“ läuft, hatte ich etwas anderes erwartet, wobei mir das Buch dennoch ganz gut gefallen und mich unterhalten hat. Dennoch muss man diesen Genre-Mix schon mögen oder zumindest für ihn offen sein.