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Veröffentlicht am 28.06.2026

Wendungen über Wendungen

Weil sie lügt
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„Weil sie lügt“ von Caroline Seibt beschreibt den Alptraum einer jeden Familie - die 23jährige Juli ist seit gut einem Jahr spurlos verschwunden. Trotz fehlender Leiche geht die Polizei von einem Verbrechen ...

„Weil sie lügt“ von Caroline Seibt beschreibt den Alptraum einer jeden Familie - die 23jährige Juli ist seit gut einem Jahr spurlos verschwunden. Trotz fehlender Leiche geht die Polizei von einem Verbrechen aus. Während der Vater, unter Mordverdacht stehend, im Gefängnis sitzt und die Mutter, sowohl depressiv, als auch völlig überfordert, das Bett nicht mehr verlässt, muss Anna, die ihrer älteren Schwester sehr nahe stand, stark sein. Stark für sich, stark für ihren kleinen Bruder Leon und stark für die nervenaufreibende Spurensuche und Wahrheit rund um Julis Verschwinden.

Caroline Seibt war mir bis zu diesem Buch ehrlich gesagt gar kein Begriff. Vielmehr war es der vielversprechende Klappentext der mich, auf der Suche nach einer nervenaufreibenden Schwitzablenkung, gleich ansprach und sehr schnell überzeugt hat. Einstiegsprobleme gab es dann - wie erhofft - auch keine, vielmehr haben mich der eingängige Schreibstil und die spannende Story gleich von Beginn an gefesselt. Im weiteren Verlauf waren es dann die zahlreichen Wendungen, die mich durchweg bei Atem gehalten, aber auch ganz schön aufs Glatteis geführt und bei der Stange gehalten haben. Wobei natürlich auch die Sympathie für die Protagonisten eine nicht unwesentliche Rolle gespielt hat.

Da ich bei der Hitze momentan etwas lesefaul bin, bzw. berechtigte Angst hatte evtl. an den einzelnen Seiten kleben zu bleiben, habe ich mich übrigens für das Hörbuch entschieden und dies auch zu keinem Zeitpunkt bereut. Erzählt wird aus zwei Perspektiven - zum einen aus Sicht von Anna, zum anderen aus Sicht der Ermittlerin Katharina. Beide wurden durch die Sprecherinnen Rebecca Veil und Elke Appelt, sehr gut verkörpert, so dass sich der Handlung insgesamt, trotz überhitzter Hirnleistung, wunderbar folgen lies und damit

Fazit: Wendungen über Wendungen und nicht vorhersehbare Spannung bis zum Schluss. Mich hat dieser psychologisch raffinierte Thriller bestens unterhalten!

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Veröffentlicht am 28.06.2026

Spannende Geschichte, mäßige Umsetzung

Wir waren Artisten
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Durch die Adern der schwedischen Autorin Evelyn Scala Schreiber fließt das Blut einer alten Zirkusfamilie, deren Geschichte so einzigartig ist, dass sie Stoff für eine ganze Trilogie liefert. Mit ihrem ...

Durch die Adern der schwedischen Autorin Evelyn Scala Schreiber fließt das Blut einer alten Zirkusfamilie, deren Geschichte so einzigartig ist, dass sie Stoff für eine ganze Trilogie liefert. Mit ihrem Debütroman „Wir waren Artisten - Das Mädchen“ legt sie nun den Grundstein zur gleichnamige Trilogie. Sie erzählt von der Stockholmerin Bertha Lindberg, einer jungen Frau aus gutem Hause, die sich für eine Liebe jenseits aller Konventionen entscheidet. Sie erzählt von Mut, Freiheit und einem harten, schicksalhaften Zirkusleben.

Ich mag Romane die authentisch nah dran sind, weil sie von eigenen Familiengeschichten inspiriert sind und auf wahre Begebenheiten beruhen. Um so faszinierender, wenn es sich dabei um eine alte Zirkusfamilie handelt - schließlich hat Zirkus seit Kindertagen immer so etwas geheimnisvolles und magisches an sich. Daher fand ich die Geschichte an sich auch überaus spannend, insbesondere der Blick hinter die historischen Kulissen der Zirkuswelt, mit all den Schwierigkeiten und Vorurteilen, hat mir sehr gut gefallen. Leider hatte ich mit den, gefühlt sehr unkoordinierten, Zeitsprüngen so meine Problemchen, da mir diese sehr unregelmäßig und willkürlich erschienen. Zudem empfand ich einen Großteil der Dialoge als reichlich plump, was bei mir dazu geführt hat, dass ich zu sämtlichen Protagonisten keinen richtigen Zugang finden und mich nur mäßig mit ihnen identifizieren konnte, leider.

Fazit: Ich hatte gehofft, dass mich das Buch mehr in seinen Bann ziehen und fesseln würde. Im Gegensatz zu den angehängten, wirklich beeindruckenden Originalfotos hat es das bis zum Schluss jedoch leider nicht vollends geschafft, ich konnte es sogar getrost eine ganze Woche beiseite legen. Nichts desto Trotz ist die Geschichte dahinter einzigartig und lohnt sich erzählt und auch gelesen zu werden!

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Das erklärt einiges…

Unstoppable Brain
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Wusstet ihr, dass es im Gehirn einen Bereich gibt, der wie eine Art Schalter eure Motivation an- bzw. ausknipsen kann? Verhaltensforscherin Dr. Kyra Bobinets klärt in ihrem neuen Buch „Unstoppable Brain“ ...

Wusstet ihr, dass es im Gehirn einen Bereich gibt, der wie eine Art Schalter eure Motivation an- bzw. ausknipsen kann? Verhaltensforscherin Dr. Kyra Bobinets klärt in ihrem neuen Buch „Unstoppable Brain“ nicht nur über diesen Bereich im Gehirn - der sich übrigens Habenula nennt - auf, sondern beschreibt auch Wege, wie man ihn geschickt austricksen kann. Zudem kommt sie auf die sogenannte Versager-Krankheit zu sprechen und zeigt einleuchtend auf, warum unser Leistungsdenken dabei eine große Rolle spielt.

Zunächst einmal finde ich bei derart Sachbuch wichtig anzuführen, dass es wirklich einfach, verständlich und ebenso nachvollziehbar geschrieben ist. Sprich, man sich nach der Lektüre des Buches nicht noch dümmer fühlt als vorher oder sich währenddessen noch in sämtliche Fachlichkeiten einlesen muss. Ich fand die Zusammenhänge nicht nur wirklich gut erklärt, sondern konnte mich in vielen Bereichen auch wiederfinden und mir nun selbst so einiges besser erklären. Dabei fand ich die Rolle, die Kindheitstraumsta in Bezug auf unsere Motivation spielen, ganz besonders spannend und aufschlussreich. Insgesamt konnte ich sehr viel für mich aus diesem Buch mitnehmen, hätte mir lediglich weitere Praxisbeispiele zum Lösen der „Bremse“ gewünscht. Zwar wurden Lösungsansätze angeführt, deren Umsetzung jedoch - gerade wenn man unsicher ist, nichts falsch machen oder verstehen möchte - kam in meinen Augen etwas zu kurz und wurde eher zu schnell abgehandelt, als dass ich jetzt hundertprozentig wüsste, was nun in meinem Fall genau zu tun ist.

Fazit: Bis auf einige Bereiche im praktischen Teil, mit den Lösungsansätzen und Beispielen, fand ich das Buch wirklich wahnsinnig interessant, lehrreich und inspirierend. Zudem ist es so verständlich geschrieben, dass ich mir nun vieles von dem, was bei mir manchmal nicht ganz so rund läuft, nun besser erklären kann

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Berührender Rückblick aufs Leben

Die Mitternachtsreise
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Nach seinem Ableben wartet plötzlich ein mysteriöser Zug auf den, zum Ende seines Lebens hin zwar sehr erfolgreichen, jedoch ebenso einsamen, Buchhändler Wilbur. Und mit dem Zug wartet Agnes. Die alte ...

Nach seinem Ableben wartet plötzlich ein mysteriöser Zug auf den, zum Ende seines Lebens hin zwar sehr erfolgreichen, jedoch ebenso einsamen, Buchhändler Wilbur. Und mit dem Zug wartet Agnes. Die alte Buchhändlerin, die ihm einst in Kindertagen, in ihrem Buchladen stets Zuflucht vor den Problemen der Welt gewährte und ihn zu seiner weitere Laufbahn inspirierte. Sie nimmt ihn mit zu seiner letzten bedeutsamen Reise, um mit ihm rückblickend nochmals wichtige Stationen seines vergangenen Lebens anzusteuern, die ihm nachträglich nicht nur die Augen öffnen. Damit beginnt „Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig.

Auch mir war bereits „Die Mitternachtsbibliothek“ des Autors bekannt, die ich vor ein paar Jahren mit großer Begeisterung gelesen hatte. Mit Christoph Maria Herbst als Sprecher, war mir jedoch sofort klar, dass ich mich diesmal für das Hörbuch entscheiden würde. Und was soll ich sagen, ein Volltreffer, wundervoll anzuhören und absolut empfehlenswert!

Eingepackt in eine berührende Geschichte und in seinem schönen Schreibstil verfasst, weißt Matt Haig eingängig darauf hin, wie nachhaltig große und auch kleine Entscheidungen unser gesamtes Leben beeinflussen können. Damit regt er unweigerlich zum Nachdenken an und macht liebevoll klar, dass man niemals aus den Augen verlieren oder für selbstverständlich halten sollte, was im Leben wirklich zählt. Die Handlung ist zwar ruhig, dafür aber ungemein warmherzig. Zudem sind die Charaktere vom Autor gut durchdacht und liebevoll gezeichnet.

Fazit: Trotz aller Unaufgeregtheit empfand ich es trotzdem als überaus spannend und nicht weniger inspirierend, Wilburs Einsicht und Entwicklung, im Laufe seiner Reise zu verfolgen. Für mich ist „Die Mitternachtsreise“ ist ein wirklich wundervolles und zum Nachdenken anregendes Buch mit einer, gerade in der heutigen Zeit, wichtigen Botschaft!

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Berührender Young-Adult-Roman

Last Kiss of Summer
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Niemals hätte Sera Watkins damit gerechnet, dass zwischen ihrer Jugendliebe und zudem ehemals besten Freund Luke und ihr die Möglichkeit einer zweiten Chance bestehen könnte. Wenn auch zwischen ihren ein ...

Niemals hätte Sera Watkins damit gerechnet, dass zwischen ihrer Jugendliebe und zudem ehemals besten Freund Luke und ihr die Möglichkeit einer zweiten Chance bestehen könnte. Wenn auch zwischen ihren ein immerwährendes Band besteht, welches bereits im Babyalter durch eine Herz-OP geknüpft wurde, so war doch die Abfuhr, die sie vor zwei Jahren von ihm bekam, einfach zu schmerzhaft. Doch nun, nach ihrer Rückkehr nach Cape Cod, muss sich Sera eingestehen, dass die verstrichene Zeit nichts an ihren Gefühlen für ihn geändert hat und die Zeit drängt.

In „Last Kiss of Summer“ erzählt Jessica M. Felleman nicht nur eine berührende Geschichte über zweite Chancen und versprüht darin Summer-Vibes, sondern bindet in ihre Young-Adult Romanze auch ein ernstes Thema ein, denn Hauptprotagonistin Sera benötigt dringend eine Herztransplantation. Ich habe hierzu Kritiken gelesen, dass dieses Thema nicht ausreichend tiefgründig ausgearbeitet wäre, empfand dies jedoch nicht so, das man nicht vergessen darf, für welche Leserschaft dieses Buch geschrieben wurde und wie zart die Seelen sind, die dies zu verarbeiten haben. Den Schreibstil fand ich angenehm und flüssig lesbar, die Charaktere nachvollziehbar dargestellt, die Story herzzerreißend, auch für mich als Erwachsene. Lediglich das Ende ging für mich dann zu schnell und wurde im Vergleich zum übrigen Buch zu rasant abgehandelt.

Fazit: Ein herzergreifendes, gut geschriebenes Jugendbuch mit ernstem Hintergrund, das sicherlich auch bei jungen Lesern nachhallt und zum Nachdenken anregt, ohne jedoch zu überfordern.

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