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Veröffentlicht am 27.02.2026

Auf meiner Ranch bin ich König

Morgensonnenglück
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Mit Morgensonnenglück führt uns Petra Schier auf einen idyllischen Familiengutshof inmitten der beschaulichen Eifel. Genau genommen nach Lissenborn, wo Hollys einerseits geliebten, andererseits aber auch ...

Mit Morgensonnenglück führt uns Petra Schier auf einen idyllischen Familiengutshof inmitten der beschaulichen Eifel. Genau genommen nach Lissenborn, wo Hollys einerseits geliebten, andererseits aber auch kontrollsüchtigen Großeltern, bislang das resolute Zepter schwangen. Aus der „Regentschaft“ resultierend - lang und gut gehütete Geheimnisse, eine weit zerstreut lebende und zerstrittene Familie, die nun aber, zum Erhalt des Familienerbes, wieder vereint werden soll.

Es geht um drei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten, um große Gefühle, aber auch um tief sitzende Verletzungen. Um eine geheime Jugendliebe, Neuanfänge, Zweifel und ein wirklich wundervoll beschriebenes Setting, das es mir sehr leicht gemacht hat, mich in der Eifel, insbesondere in Lissenborn, zurechtzufinden und in die Geschichte einzutauchen. Leider ist es mir nicht gelungen, auch mit den einzelnen Hauptfiguren warm zu werden, bzw. mich mit ihnen zu identifizieren. Keine Ahnung, ob es am grundsätzlichen Sympathiefaktor lag oder einfach daran, dass ich die Dialoge in mancher Hinsicht ein wenig zu gekünstelt und unrealistisch empfand. Teilweise fiel mir jedenfalls echt schwer, mich in einzelne Personen und auch Situationen hineinzuversetzen. Dadurch hat mich das Buch leider weder emotional so richtig erreicht, noch mitgerissen - was die eigentliche Story jedoch, ohne Zweifel, total verdient hätte, denn die ist zwar für meinen Geschmack relativ glatt, aber dennoch raffiniert.

Fazit: Ein kurzweiliger Roman mit tollen Nebencharakteren, beschaulich-wohltuender Eifelidylle, Geheimnissen, Leidenschaft und auflodernden Gefühlen - eben ein schöner Wohlfühlroman für zwischendurch!

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Spannung zwischen Vertrauen und Verrat

Wem du traust
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Als eines nachts Sofia - die Tochter von Evas bester Freundin Susanne - plötzlich spurlos verschwindet, gerät ihr Mann Daniel ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Er war es, der Sofia in dieser Nacht zuletzt ...

Als eines nachts Sofia - die Tochter von Evas bester Freundin Susanne - plötzlich spurlos verschwindet, gerät ihr Mann Daniel ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Er war es, der Sofia in dieser Nacht zuletzt sah. Er war es, der sie nach dem Babysitten bei Sohn Linus nach Hause fuhr, wo sie aber nie ankam. Und er ist es, der sich durch falsche Angaben bei der Polizei in immer neue Ungereimtheiten verstrickt. Doch wäre er, ihr Mann Daniel, wirklich in der Lage Sofia etwas anzutun?

Ansprechendes Cover, spannende Beschreibung, also entschied ich mich, für meinen Putzmarathon, für die Hörbuchversion dieses Buches, obwohl mir die Autorin Petra Johann bis zu ihrem Kriminalroman „Wem du traust“ gar kein Begriff war. Bereut habe ich die Wahl keine Minute lang, sondern um genau zu sein, insgesamt sogar noch mehr aufgeräumt als ich ursprünglich eigentlich wollte. Warum? Weil mich die Story, die hauptsächlich aus Evas und aus der Perspektive der Ermittlerin Heidi Westphal erzählt wird, so gefesselt hat, dass ich einfach die Zeit vergessen hab. Davon abgesehen lässt sich der Stimme der Sprecherin Sarah Dorsel aber auch wirklich sehr angenehm lauschen. Wenn manchmal vielleicht auch etwas langatmig, so haben die Beschreibungen das Misstrauen und die Zweifel beim Hören auf jeden Fall spürbar gemacht. Wobei ich den Schreibstil insgesamt als sehr flüssig, klar und mitreißend empfand, so dass ich mich nicht erst zurechtfinden musste, sondern gleich mitten im Geschehen war, was ich gerade bei Hörbüchern echt wichtig finde.

Fazit: Ein wirklich gut gelungener, spannender psychologischer Kriminalroman, der mir nicht nur eine saubere Wohnung, sondern auch - bis zum überraschenden Schluss - großes Lese- bzw. Hörvergnügen, mit durchaus raffinierten Wendungen, bereitet hat. Petra Johann werde ich auf jeden Fall im Blick behalten!

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Eiskalte Geheimnisse

Eisnebel
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Kate Alice Marshall nimmt uns in ihrem Thriller „Eisnebel“ mit ins verschneite Idlewood. Dort, in winterlich-idyllischer Abgeschiedenheit, wartet auf Hauptprotagonistin Theodora nicht nur ein atemberaubendes ...

Kate Alice Marshall nimmt uns in ihrem Thriller „Eisnebel“ mit ins verschneite Idlewood. Dort, in winterlich-idyllischer Abgeschiedenheit, wartet auf Hauptprotagonistin Theodora nicht nur ein atemberaubendes Luxusanwesen, sondern auch ein erstes Zusammentreffen mit der stinkreichen Familie ihres Verlobten Conner Dalton. Sehr schnell bekommt Theo nicht nur deren Skepsis zu spüren, sondern auch anonyme Drohungen, die sie zur Abreise bewegen wollen. Was hat es mit diesen Nachrichten auf sich und wieso wird Theodora das ungute Gefühl nicht los, dass sie schon einmal hier war?

Beeindruckt hat mich schon gleich zu Anfang der lebendig-beschreibende Schreibstil der Autorin, der mich nicht nur das ein oder andere Mal hat frösteln, sondern auch das Setting vor meinem inneren Auge lebendig werden lassen. Gut gelungen und spannend fand ich auch, wie sich die Erinnerungslücken und vagen Kindheitserinnerungen von Theodora Stückchen für Stückchen geschlossen haben und man immer mehr von ihrer Geschichte, bzw. Ihren Träumen erfahren hat, während jeder Familie Dalton immer verdächtiger wurde.
Das Buch lässt sich angenehm und flüssig lesen. Und während die Spannung zu Anfang noch recht langsam aufgebaut wird, so hält sie sich dann aber eigentlich, dank einiger pfiffiger Wendungen, durchweg aufrecht, wobei sich die Auflösung irgendwann schon erahnen lässt. Nicht so gut gefallen hat mir die recht oberflächliche Zeichnung der einzelnen Charaktere, insbesondere was Conner, den Verlobten der Hauptprotagonistin betrifft, um dessen Familie sich ja eigentlich alles dreht. Da hätte ich etwas mehr erwartet, vom Finale vielleicht etwas weniger.

Fazit: Insgesamt ein spannender Thriller, mit toll vermittelter Atmosphäre und spürbarer Bedrohung. Die offengelegten Geheimnisse haben mir auf jeden Fall eiskalte Lesemomente beschert und mich gut unterhalten!

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Fernab von Raum und Zeit

Das Buch der verlorenen Stunden
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Eine überaus spannende Idee, die Hayley Gelfuso in ihrem Debütroman „Das Buch der verlorenen Stunden“ in einer Mischung aus Fantasy und Liebesroman mit historischen Elementen verbindet. Es geht um eine ...

Eine überaus spannende Idee, die Hayley Gelfuso in ihrem Debütroman „Das Buch der verlorenen Stunden“ in einer Mischung aus Fantasy und Liebesroman mit historischen Elementen verbindet. Es geht um eine riesige Bibliothek, die unabhängig von Raum und Zeit, alle Erinnerungen in Form Büchern aufbewahrt, während sogenannte Zeithüter darüber bestimmen, welche Erinnerungen bestehen bleiben und welche auf ewig ausgelöscht werden. Und es geht um Lisvet, die einst Zuflucht zwischen all diesen, schier unendlichen Buchreihen fand und begann, die „verlorenen“ Erinnerungen in ihrem ganz eigenen Buch zu sammeln und über die Zeit zu retten.

Klappentext und Idee klangen großartig, doch leider haben es weder Schreibstil, noch Story geschafft mich so wirklich mitzureißen. Vielmehr plätscherte sie so an mir vorbei und schaffe es einfach nicht mich vollends in ihren Bann zu ziehen. Ich weiß nicht, ob es vielleicht daran lag, dass ich die Hörbuchversion gehört habe, es mir die vielen Zeitsprünge auch relativ schwer gemacht haben oder einfach daran, dass ich weder mit Lisvet, noch den übrigen Protagonisten wirklich viel anfangen konnte. Gut gefallen hat mir jedoch die stimmige Mischung aus Fantasy mit historischen Hintergründen, Agenten-Spionage-Vibe, Magie und der dezenten Liebesgeschichte. Auch die poetischen, teilweise philosophischen Einflüsse, die zum Nachdenken anregen, haben mir sehr gut gefallen.

Fazit: Irgendwie bin ich immernoch ziemlich hin und her gerissen, zwischen „ich mochte das Buch“ und „ich mochte es nicht“. Wenn mir die Geschichte streckenweise auch ziemlich langatmig und fast schon zäh erschien, so ist sie trotzdem nicht schlecht und sogar wirklich originell. Leider fehlte mir von vorn bis hinten das gewisse „Etwas“ und konnte mich daher nicht wirklich überzeugen. Daher entscheide ich mich in Sachen Leseempfehlung für die goldene Mitte.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Was, wenn Dein sicherer Ort plötzlich nicht mehr sicher ist?

Hinter meiner Tür
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Geprägt durch eine schwere Kindheit, sind es ihre Routinen, die Hauptprotagonistin Lisa den nötigen Halt im Leben geben. Und ihr Zuhause ist ihr sicherer Ort. Ein Ort, an dem äußerliche Ordnung innerliche ...

Geprägt durch eine schwere Kindheit, sind es ihre Routinen, die Hauptprotagonistin Lisa den nötigen Halt im Leben geben. Und ihr Zuhause ist ihr sicherer Ort. Ein Ort, an dem äußerliche Ordnung innerliche Ruhe mit sich bringt. Ein Ort an dem Lisa für sich alles unter Kontrolle zu haben scheint. Ein Ort an dem jedoch ganz plötzlich merkwürdige Dinge geschehen. Dinge, die nur eine Schlussfolgerung zulassen… jemand beobachtet und bedroht sie.

„Hinter meiner Tür“ ist nicht mein erster und sicher auch nicht mein letzter Psychothriller von Rose Hard gewesen. Ich mag nicht nur ihren flüssigen, mitreißenden Schreibstil, sondern auch ihre ganz besondere Art, mit Worten die passende Atmosphäre zu erschaffen. So weiß ich leider aus eigener Erfahrung wie lähmend und furchtbar es sein kann, beobachtet zu werden. Ein wirklich angsteinflößendes Gefühl, welches die Autorin in ihrem Buch ganz hervorragend zu transportieren und authentisch zu vermitteln versteht. Ich konnte mich jedenfalls wunderbar in Lisa, ihre Angst, Besorgnis und in ihre gleichzeitigen Zweifel hineinversetzen. Konnte spüren, wie sowohl Verzweiflung, als auch Verfolgungswahn von Tag zu Tag wuchsen und habe mich beim Lesen teilweise selbst schon so unwohl gefühlt, dass ich mich mehrfach dabei erwischt habe, wie ich den Schatten auf meinem Balkon nachgespürt habe. Die Story ist nicht nur spannend, sondern auch zunehmend beklemmend, dabei aber nicht vorhersehbar. Dafür bietet sie jede Menge Raum für zum Miträtseln - genau genommen, hatte ich gefühlt in jedem zweiten Kapitel einen neuen Hauptverdächtigen

Fazit: Ich hatte hinter MEINER Tür so viele spannend-nervöse Lesemomente, dass ich das Buch nur wärmstens empfehlen kann!

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