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Veröffentlicht am 07.06.2018

Selber machen statt machen lassen

Die Do it Yourself Heimwerkerbibel
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Das Buch wurde in Kooperation mit BOSCH zusammengestellt. Deshalb sieht man natürlich sehr viele BOSCH-Geräte und Werkzeuge. Mich stört das nicht, es fällt aber schon auf. Dennoch sind die Tipps nützlich, ...

Das Buch wurde in Kooperation mit BOSCH zusammengestellt. Deshalb sieht man natürlich sehr viele BOSCH-Geräte und Werkzeuge. Mich stört das nicht, es fällt aber schon auf. Dennoch sind die Tipps nützlich, hilfreich und bares Geld wert. Man erfährt, wie Robert Bosch zu dem wurde, wofür man ihn kennt. Danach geht es um die Sicherheit beim Heimwerken. Hier versteckt sich dann auch schon ein kleines DIY-Projekt („Bepflanzte Gartenbank“).

Nun folgt ein Überblick über Werkzeug, das man benötigt und wofür es geeignet ist. Auch hier wieder ein verstecktes DIY-Projekt („Stiftehalter“). Das Projekt „Stuhlgarderobe“ versteckt sich im Kapitel „Sägen und Schneiden“, der „Rustikale Beistelltisch“ anschließend im Kapitel „Schleifen und Feilen“. Alles über „Hobeln und Abschleifen“ erfährt der Heimwerker auch, ebenso über „Zangen und Schraubenschlüssel“. Die dazugehörigen Projekte sind die „5-in-1-Vase“ und das „Hängende Kräuterregal“. Es folgen die Kapitel „Schrauben“, „Hämmern, Meißeln und Tackern“ (ohne Projekt), „Orten und Messen“ sowie „Kleben“ mit den Projekten „Snowborar-Tisch“, „Wanduhr der Erinnerungen“ und „Tortenplatte“.

So wird jede „Theoriestunde“ mit einem hübschen Projekt aufgepeppt, das Lust auf mehr macht. Die Vorbereitung durch die kleinen „Unterrichtseinheiten“ ist für Anfänger genial, birgt aber auch für Geübte den einen oder anderen neuen Tipp. Diese kommen – durchs ganze Buch durch – in kleinen grünen Kästchen von René Verhoek, einem erfahrenen Heimwerker und Bosch-Trainer. Allgemeinere Tipps gibt es auch. Diese sind in Rot gehalten. Nach einem kleinen Handwerker-A-Z geht es dann los mit dem Heimwerken.

Hier geht es dann ebenfalls so wunderbar strukturiert und geordnet weiter mit den Kapiteln „Streichen“, „Tapezieren“, „Fliesen legen“, „Teppichboden verlegen“, „Holz bearbeiten“, „Holz- und Laminatboden verlegen“, „Verputzen und Wände einziehen“, „Gardinen“, „Türen“, „Holzmöbel“, „Beleuchtung“, „Küche, Bad und Stauraum“, „Sanitär und Heizung“ und „Elektrizität“.

Alle Kapitel und Projekte sind leicht verständlich und gut nachzumachen. Sie regen auch an, eigene Projekte nach diesem Schema aufzubauen und umzusetzen. Viele Gegenstände kann man neu gestalten und umarbeiten – nach der Lektüre dieses Buches möchte man sofort loslegen! Individuelle Regale und Alltagshelfer können auch tolle Geschenke werden. Das Renovieren und Umbauen der eigenen vier Wände wird vielleicht nicht zum Kinderspiel, aber auf alle Fälle mit all den Tipps sehr viel einfacher und damit schöner. Für kleine Reparaturen braucht man mit dieser Unterstützung keine fremde Hilfe mehr.

Ein Buch, das man im Regal stehen haben sollte, weil es tausend kleine Fragen beantwortet und ebenso viele Probleme lösen hilft. Aufbau und Inhalt sind sehr strukturiert und durchdacht. Ob nun der Anschluss des Geschirrspülers, die neue Tapete oder der neue Laminatboden – für alles findet sich eine gut geschriebene Anleitung mit einer Menge Tipps. Dafür gebe ich gerne die vollen fünf Sterne.

Veröffentlicht am 06.06.2018

BBQ auf japanisch

Japanisch Grillen
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Wir lieben das Grillen und probieren sehr gern neue Arten aus – sei es nun eine andere Variante vom Grill selbst oder von der Art des Grillens. Ganz klar – auch das japanische Grillen muss zu Hause probiert ...

Wir lieben das Grillen und probieren sehr gern neue Arten aus – sei es nun eine andere Variante vom Grill selbst oder von der Art des Grillens. Ganz klar – auch das japanische Grillen muss zu Hause probiert werden!

Mit diesem Buch klappt das auf Anhieb. Sehr ausführlich und anschaulich erklären die beiden Autoren die Grundlagen der Zutaten und des Grillens. Sie lehnen die klassische japanische Methode an das beliebte amerikanische BBQ an, sodass eine ganz eigene, aber unwiderstehliche Variante entsteht, die uns Europäern wohl besonders gut schmeckt.

Die wenigsten Rezepte sind bebildert. Das finde ich sehr schade. Ein kleines Bildchen wäre super, es muss gar keine ganze Seite einnehmen. Dafür hätte ich dann auch auf die großformatigen Fotos von Japan verzichtet, so schön sie auch sind. Jedes Rezept hat eine kleine Geschichte bzw. Erklärung. Dann folgt die Auflistung der Zutaten, daneben die exakte Vorgehensweise, wie es zuzubereiten ist. Die Zutaten bekommt man in jedem guten Asia-Shop, fast alles auch in der Spezialabteilung im guten Supermarkt.

Obwohl in Japan sehr lange Fleisch aus religiösen Gründen verboten war, sind die meisten Rezepte für Fleisch gemacht. Aber es gibt auch ein schönes, ausführliches Kapitel für gegrilltes Gemüse. Auch eine Reihe Rezepte für Reiskugeln finden sich hier. Als Krönung gibt es noch Anregungen für leckere Beilagen.

Das Inhaltsverzeichnis befindet sich in diesem Buch vorne. Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel „Klassische Yakitori“, „Geflügel“, „Fisch und Seafood“, „Fleisch“, „Gemüse“, „Yaki Onigiri“ (Reiskugeln) und „Perfekte Beilagen“. So findet man leicht und schnell das gewünschte und gesuchte Rezept. Für den einen oder anderen mag es ein wenig befremdlich sein, dass man auch Rezepte zu Leber, Magen, Hals und Herz vom Huhn findet. Ich jedoch bin der Ansicht, dass es einen Versuch wert ist – und wenn schon ein Tier sterben muss, ist es gut, alles davon zu verwerten.

Insgesamt finde ich das Buch sehr schön. Für mich ist es ein vier-Sterne-Grill-Buch, das ich Grillfans empfehlen kann!

Veröffentlicht am 06.06.2018

Bulli all over the world!

Bullimania
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Manche Fahrzeuge schaffen es, einen Kultstatus zu erringen. Dazu gehören auch die VW-Busse. Was man alles daraus machen kann, zeigt diese liebevoll gestaltete Zusammenstellung.

Hier wurden die Fahrzeuge ...

Manche Fahrzeuge schaffen es, einen Kultstatus zu erringen. Dazu gehören auch die VW-Busse. Was man alles daraus machen kann, zeigt diese liebevoll gestaltete Zusammenstellung.

Hier wurden die Fahrzeuge nicht einfach nur restauriert, sondern zu wahren Kunstwerken gemacht. Da möchte man am liebsten sofort selbst loslegen und sich einen ganz eigenen Sonder-Bulli bauen!

Norbert Nettekoven hat sein Buch unterteilt in die Kapitel Stretchness, Shortness, Lowness, Liftness, Family Bus-iness, Fancyness, Rustyness, Badass und Artness. Und ja, diese Einteilung trifft die Sache sehr genau! Wer hätte gedacht, dass das Strecken, Kürzen, Tieferlegen, Erhöhen (durch Aufsetzen) und all die anderen „Bearbeitungsmethoden“ so tolle Ergebnisse erzielen würden? Einfach traumhaft! Ein Bulli ist schöner als der andere und man kann sich kaum entscheiden, wer der „Sieger der Herzen“ sein könnte!

Zu jedem Bulli gibt es eine Art Kurzübersicht, die in Form einer Quartett-Karte gestaltet ist. Das gefällt mir schon mal sehr! Zudem wird ein wenig vom Fahrzeug und vom Besitzer/Gestalter erzählt. Ganz schnell wird klar: Bulli-Fahrer und Bulli-Bastler sind humorvolle, nette und sehr außergewöhnliche Menschen!

Immer wieder blättere ich gern vor und zurück und kann mich gar nicht sattsehen, entdecke immer neue Details und kann die Faszination Bulli absolut verstehen! Dafür gebe ich gern die vollen fünf Sterne.

Veröffentlicht am 05.06.2018

Wenn Jesus heute zu einem Interview zur Verfügung stünde

Der Appell von Jesus an die Welt
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Bücher mit religiösen Inhalten sind meiner Meinung nach immer sehr schwer zu rezensieren. Sie spalten und polarisieren: die einen sind modern eingestellt, die anderen sehr konservativ. Doch immer wird ...

Bücher mit religiösen Inhalten sind meiner Meinung nach immer sehr schwer zu rezensieren. Sie spalten und polarisieren: die einen sind modern eingestellt, die anderen sehr konservativ. Doch immer wird Religion mehr oder weniger auch zu einem Instrument, die Menschen zu manipulieren.

Franz Alt lässt in diesem Buch Jesus auf Fragen von heute im Heute beantworten. Einige Ansätze finde ich wirklich gut und gelungen, andere lassen mich meinen Kopf ganz heftig schütteln. Das liegt aber wohl hauptsächlich daran, dass ich meine ganz eigene Mischung gefunden habe zwischen Glaube und Wissenschaft. Dass es aber vor sehr vielen Jahren einen außergewöhnlichen Mann gab, dessen Name Jesus war und der uns bis heute mehr oder weniger beschäftigt und beeinflusst, das lässt sich kaum abstreiten. Man muss aber auch wirklich einsehen, dass sehr viele Jahre nach dessen Leben erst schriftlich festgehalten wurde, was er gesagt und getan hat. Auch besteht kein Zweifel daran, dass Sprache immer falsch interpretiert und übersetzt werden kann und dabei vieles einen anderen Sinn ergeben kann und wird.

Insofern fällt es mir noch schwerer, hier gerecht zu werten. Die Idee des Buches gefällt mir sehr. Ein „frischer Wind“ ist auch in Sachen Religion kein Fehler. Doch habe ich ein wenig das beklemmende Gefühl, dass Herr Alt Jesus ein klein wenig für sich und seine Zwecke (seine Meinung „durchzusetzen“) missbraucht. Das gefällt mir dann doch gar nicht.

Was also tun? Ich denke, es ist am sinnvollsten, dieses Buch jenen zu empfehlen, die ein wenig philosophisch an die Sache herangehen wollen, nicht extrem manipulierbar sind und passende Diskussionspartner haben. Wer im Glauben unsicher ist und Hilfe und An-Leitung sucht, ist, meiner Ansicht nach, hier nicht gut aufgehoben.

Ein klein wenig „heruntergeschraubt“ ist die Aussage, dass man selbst die Welt jederzeit ein bisschen besser machen kann, jedoch sinnvoll, wahr und müsste viel öfter in Erinnerung gebracht werden. In diesem Sinne bekommt das Büchlein von mir drei Sterne.

Veröffentlicht am 05.06.2018

Klein, aber fein!

Gwendys Wunschkasten
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Gwendy ist eine ganz normale 12-Jährige mit den Problemen, die man in diesem Alter schon mal so hat. Den bevorstehenden Schulwechsel will sie mit einem ganz neuen Image beginnen und dazu nutzt sie die ...

Gwendy ist eine ganz normale 12-Jährige mit den Problemen, die man in diesem Alter schon mal so hat. Den bevorstehenden Schulwechsel will sie mit einem ganz neuen Image beginnen und dazu nutzt sie die Sommerferien. Sie trainiert an der „Selbstmördertreppe“ Laufen, um abzunehmen. Dabei wird sie von Mr. Farris beobachtet. Er gibt ihr einen ganz wunderbaren Kasten. Der hat viele Knöpfe und Hebel, birgt kleine Geschenke und eröffnet eine ganze Menge Möglichkeiten. Und tatsächlich ändert sich von da an alles, aber ob zum Guten oder Schlechten, ist nicht so eindeutig …

Stephen King gehört zu den Schriftstellern, die ich am liebsten lese. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er sich immer wieder neu erfindet und sich dabei doch selbst treu bleibt. Manche Versuche misslingen, andere sind genial. Die Zusammenarbeit mit Richard Chizmar empfinde ich als sehr gelungen. Die Kurzgeschichte ist in sich stimmig und bei näherer Betrachtung entsetzlich furchteinflößend. So harmlos, wie sie scheint, ist sie gar nicht. Stellt man die Story den politischen Ereignissen dieser Zeit gegenüber, weiß man kaum, ob man lachen oder vor Entsetzen erbleichen soll.

Doch auch ohne diese Parallele liest sich die Geschichte sehr gut und geht unter die Haut. Wie immer, so hat auch dieses Buch vom Meister ein Ende, das man selbst „ausfüllen“ muss. Darin liegt noch ein Extra-Schuss Entsetzen.

Inwieweit der Schauplatz Castle Rock sein muss, sei dahingestellt. Es hätte jeder andere Ort der Welt sein können, doch warum dann nicht das bereits erfundene Castle Rock, und sei es nur als Hommage an die Fans? Mir gefällt es, dass King damit die Stadtkarte und die Stadtgeschichte noch ein wenig ausbaut.

Besonders gelungen finde ich den vermeintlich harmlosen Plauderstil. Fast liest sich das Buch wie eine Kindergeschichte, ein Märchen. Und doch ist von der ersten bis zur letzten Seite der Horror, das blanke Entsetzen, immer da.

Mir gefällt es rundum! Deshalb auch die vollen fünf Sterne.