Pasta und Sauce vom Aostatal bis Sizilien
Il mondo della PastaDieses Buch beschäftigt sich mit Pasta, ganz klar. Dabei wird auf die Unterschiede in den einzelnen Regionen Italiens eingegangen. Man erhält Grundrezepte und eine Anleitung, wie der Teig verarbeitet werden ...
Dieses Buch beschäftigt sich mit Pasta, ganz klar. Dabei wird auf die Unterschiede in den einzelnen Regionen Italiens eingegangen. Man erhält Grundrezepte und eine Anleitung, wie der Teig verarbeitet werden muss, um den Gaumen zu erfreuen. Außerdem erfährt man unfassbar viel über die Geschichte der Pasta und die Herstellung, manuell und maschinell. Eine Übersicht über Pastaformen wird auch geliefert. Wer sich voll und ganz ins Thema werfen möchte, bekommt zudem eine Übersicht über die Utensilien, die man haben sollte, wenn man nicht nur hin und wieder, sondern am liebsten immer seine Pasta selbst machen möchte. Da kommt so einiges zusammen!
Schade finde ich, dass auf die Mehlsorten nicht so wirklich intensiv eingegangen wurde. Tipo 00 ist nicht gleich Tipo 00, es kommt auch auf die Weizensorte und den W-Wert an. Bei Semola ist die Beschreibung auch ein klein wenig irreführend. Zumindest für mich und ich habe durch mein Brotbacken meiner Meinung nach einiges an Mehl-Kenntnis. Insgesamt wird mehr auf die Soßenrezepte eingegangen, als auf die Pasta-Herstellung zu Hause. Vollkornpasta fehlt leider komplett. Die Soßenrezepte sind aber schon lecker, das muss man sagen! Hier hätte ich mir aber ein paar mehr ohne (Schweine-)Fleisch gewünscht. Fans von Nährwertangaben werden enttäuscht. Die werden nicht angegeben.
Ein wenig schade finde ich auch, dass es weniger Pasta-Rezepte gibt, als ich erwartet hatte, und auch für mein Verständnis wenige und nicht ganz so ausführliche Anleitungen, wie man sie formt. Bei einigen Saucen-Rezepten stehen weitere Rezepte zu Pasta, bei vielen aber nicht oder es werden gekaufte Nudeln verwendet. Zudem sind die Rezepte oft identisch zu denen vorne im Buch, wobei sich nur die Mengenangaben proportional ändern.
Beim Lasagne-Rezept hat mich schon bei der Beschreibung gewundert, dass drei ganze Eier und drei Eigelbe verwendet werden auf 500g Mehl. Der Teig war total trocken und krümelig und ich musste Wasser, und zwar reichlich, dazugeben. Mit den Eiweißen wäre das vermutlich nicht nötig gewesen. Die Teigmenge ergab dann auch noch viermal so viele Platten, wie laut Rezept benötigt werden. Das war schon heftig für mein Verständnis. Aber wichtig ist hier noch zu sagen, dass die Lasagne einfach köstlich war! Die übrige Teigmenge habe ich zu Farfalle und Garganelli geformt.
Vielleicht hatte ich einfach nur eine falsche Vorstellung vom Buch und zu hohe Erwartungen. Für Anfänger bei der Pasta-Herstellung finde ich es etwas schwierig und nicht so gut geeignet. Der Schwerpunkt liegt auf Wissen rund um die Regionen und ihre Spezialitäten, auf Unterschiede und Besonderheiten. Ich empfinde das Buch auch als etwas unstrukturiert. Für mich daher, obwohl das Buch eindeutig mit Liebe zu Pasta und Italien gemacht wurde, drei Sterne. Gut, aber nicht überragend.