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Veröffentlicht am 07.10.2020

Humor ist, wenn jemand lacht

Max Kersting. Einseitige Geschichten
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So ganz genau weiß ich leider einfach nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Ja, die Idee ist cool und irgendwie auch witzig. Ja, die Texte haben alle „das gewisse Etwas“. Nur irgendwie keinen roten ...

So ganz genau weiß ich leider einfach nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Ja, die Idee ist cool und irgendwie auch witzig. Ja, die Texte haben alle „das gewisse Etwas“. Nur irgendwie keinen roten Faden. Für mich sind das Zettelschnipsel, die mal eben schnell zusammengesucht und zu einem Buch gemacht wurden. Die Idee mit der Handschrift, gekrakelt und durchgestrichen, pur und unverändert – ja, die ist nett. Aber kann auch gestellt sein. Vor allem aber strengt es mich beim Lesen echt enorm an. Das ist keine Schrift, die ich gut lesen kann und die Dauergroßbuchstaben nerven mich wirklich enorm. Wären die meisten Texte einfach nur gedruckt, hätte ich sehr viel mehr Freude daran gehabt. So ab und an mal eine Story „im Original“, also in dieser Zettelform, ja, fände ich toll – alle dagegen, das ist für mich echt eine Herausforderung!

Die Texte selbst kann man je nach eigener Gemütslage unterschiedlich einordnen. Es gibt melancholische, witzige, bissige, überdrehte Texte. Mit seinen Bildern trifft er meinen Humor sehr viel besser. Diese Texte finde ich sehr oft leider nur trashig und schlecht konstruiert. Als wären Max Kersting beim Schreiben die ursprünglichen Ideen abhandengekommen.

Das ist schade und das macht eine Bewertung schwierig, zumal hartgesottete Fans meist recht heftig reagieren, wenn eine Kritik daherkommt. Mir ist Lesen einfach zu wichtig, als dass ich damit gut klar komme, dass man hier nicht dranbleiben mag, sondern nach zwei, drei Texten besser aufhört und erst später weiterliest. Aber nur so konnte ich mich durch das Buch durcharbeiten.

Es sind so viele Texte, die ich total sinnbefreit finde. Liegt möglicherweise an mir. Gut möglich, dass ich sie einfach nicht verstehe. Dann gibt es wieder solche Kalauer wie „Klamotten“ und ich grinse breit. Nicht anders geht es mir mit den Zeichnungen, die auch ab und an eingestreut sind.

Je, nun – was tun? Was machen? Dummes Gesicht und guten Eindruck. Ich gebe drei Sterne.

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Veröffentlicht am 06.10.2020

Super frische Gerichte, die Thailand in die Küche bringen

Kochen wie in Thailand
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Die „Kochen wie in …“ Reihe von GU macht richtig Laune! Da kann man wunderbar kulinarische Weltreisen unternehmen. Der Blick auf die jeweiligen landestypischen Speisen ist einfach großartig!

Im vorliegenden ...

Die „Kochen wie in …“ Reihe von GU macht richtig Laune! Da kann man wunderbar kulinarische Weltreisen unternehmen. Der Blick auf die jeweiligen landestypischen Speisen ist einfach großartig!

Im vorliegenden Band führt uns Meo Kross durch ihre Heimatküche. Los geht es wie immer mit der Bucket-List. Fünf Highlights Thailands werden hier vorgestellt. Danach folgt das „Länder-Quickie“, das den Leser noch intensiver auf Thailand einstimmt. Auch an die „Top 5 Zutaten“ wird natürlich gedacht, ohne die die thailändische Küche nicht authentisch wäre. Im Buch finden sich auch immer wieder herrliche Fotos aus Thailand, Märkten, Snackständen und Gebäuden.

Die Rezepte sind in die Rubriken „Salate & Snacks“, „Suppen & Currys“ und „Süßes“. Die Zutaten sind im Asia-Shop gut erhältlich und fast alle lassen sich auch länger aufbewahren. Die Schwierigkeitsgrade sind meiner Meinung nach nicht ganz so hoch. Die größte Kunst liegt in der richtigen Dosierung der Gewürze. Damit möchte ich keineswegs sagen, dass jeder Anfänger thailändisch kochen kann! Aber es ist für jeden möglich, recht schnell Erfolge zu verzeichnen. Damit kann man dann auch Gäste beeindrucken!

Die Rezepte sind nach dem bewährten Schema aufgebaut: Angaben der Portionen, Zubereitungszeit, Kalorien/Nährwerte, danach die Liste für die Zutaten, anschließend die einzelnen Zubereitungsschritte und fast immer auch noch als Extra ein Tipp oder zusätzliche Info. Wunderbare, dem Thema angepasste Fotos des Gerichtes, runden das Ganze noch schön ab. Zwischendurch werden noch weitergehende Informationen eingestreut, beispielsweise über den Papayasalat oder Schwiegersohn-Eiern. Mir fehlen nur die für uns lesbaren thailändischen Bezeichnungen der Gerichte. Die sind nämlich nur in den thailändischen Schriftzeichen (Sanskrit) aufgeführt. Das hätte ich zusätzlich gern gewusst. Es gibt viele Fleischgerichte, aber auch einige fleischlose Rezepte. Für jeden sollte sich etwas Passendes finden – mir jedenfalls läuft das Wasser im Mund zusammen, sobald ich das Buch aufschlage!

Sicher ist inzwischen klar, dass ich sehr begeistert bin. Da werden die von mir vergebenen fünf Sterne kaum überraschen!

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Veröffentlicht am 04.10.2020

Gute Laune in der Küche – einfach und lecker

Die Katze kocht!
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Ein Kochbuch der Kultblondine? Muss man das kennen? Ich finde: ja! Ob man sie nun mag oder nicht, sie hat ihren Weg gefunden und gemacht und das ist schon mal mehr, als viele ihrer Kritiker von sich selbst ...

Ein Kochbuch der Kultblondine? Muss man das kennen? Ich finde: ja! Ob man sie nun mag oder nicht, sie hat ihren Weg gefunden und gemacht und das ist schon mal mehr, als viele ihrer Kritiker von sich selbst sagen können! Da ich Kochbücher sammle, musste dieses natürlich bei mir einziehen, ganz klar. Und ich muss sagen, es ist wirklich gelungen. Neben den Rezepten finden sich noch einige „Katzen-Stories“, die meiner Meinung nach nicht schlicht „nervige pinke Blondine“ sind, sondern zu vielen jungen Familien passen. „Die Katze“ nimmt es mit viel Humor, zeigt aber einmal mehr, dass sie ihr Herz auf der Zunge trägt. Und nerven wir nicht alle auf unsere Weise andere ebenfalls?

Ja, die Rezepte sind nun nicht gerade schwierig. Genau darum geht es ja aber auch. Hier hat Daniela Katzenberger zusammengestellt, wie man einfach, aber lecker, gutes Essen auf den Tisch zaubert. Das ist nicht nur für Anfänger hilfreich. Wer weg von allzu aufwändiger Küche möchte, findet hier wirklich tolle Anregungen und Ideen. Obwohl ich seit vielen Jahren täglich koche – und ich kann behaupten, dass ich es sehr gut kann – habe ich in diesem Buch tatsächlich und wahrhaftig noch Rezepte gefunden, die ich noch nicht kannte, die mir aber super gut gefallen. Ja, es findet sich auch das Rezept für Frikadellen mit Kartoffelbrei und ja, die meisten werden das auch ohne Rezept können. Dennoch macht das jeder ein bisschen anders und in dieser Sammlung würde das Gericht tatsächlich fehlen, wäre es nicht aufgenommen worden. Außerdem findet sich beispielsweise auch ein Rezept für eine Paella im Buch – und die kann vermutlich dann doch nicht jeder!

Wunderbar gefällt mir auch die Themenaufteilung. Es ist an alles gedacht – vom Mittagsessen mit der Familie über das Dinner zu zweit bis zu Kuchen für Kindergeburtstage und das festliche Menü an Weihnachten. Frühstück und Dessert kommen auch nicht zu kurz. Vom Lieblingsessen aus Kindertagen bis zum kleinen Wellnessprogramm ist alles dabei. Die benötigten Zutaten sind immer schön übersichtlich gelistet und im Lebensmittelhandel leicht zu bekommen. Die Erklärung der einzelnen Schritte ist verständlich geschrieben. Die Rezepte sollte eigentlich jeder prima umsetzen können.

Natürlich ist das Buch ganz in Daniela Katzenbergers Lieblingsfarbe gehalten. Der Titel ist dazu noch hübsch glitzerig. Die Kapitel, in denen sie über sich, ihre Familie und das gemeinsame Essen erzählt, lockern das Buch wunderbar zusätzlich auf. Verglichen mit den Kochbüchern andere Promis kommt dieses erstaunlich fröhlich und locker daher und gibt dem Leser nicht das ungute Gefühl, niemals mithalten zu können. Die Katze ist präsent, dennoch ist es keine Dauer-Selbstdarstellung. Mir machte die Lektüre einfach Spaß und gute Laune und ich habe einige neue Ideen entdeckt. Die kleinen „Mogelrezepte“, wie das Geburtstagstörtchen, sind im Stile von „Tasty“ und damit absolut im Trend.

Fazit – Für Fans der Katze, für Fans von Kochbüchern, für Fans von Freude und Spaß ist dies ein geniales Geschenk. Bodenständig, nicht abgehoben, aber flippig – so ist Daniela Katzenberger und so ist das Buch. Muss ein Kochbuch voller aufwändiger, schwieriger Gerichte sein? Nein! Es muss Freude auf den Tisch zaubern. Das macht es! Ist es ein Kochbuch für Anfänger? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Ein Sternekoch wird es wohl vermutlich nicht lesen, aber wer weiß, vielleicht auch doch. Ich mag’s jedenfalls. Fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 03.10.2020

Der schönste Adventskalender!

Merry Christmas
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Ich liebe die Adventskalender vom Audiobuch-Verlag! Dieser ist ein ganz besonderer, denn statt der üblichen unter 100 Minuten insgesamt Laufzeit sind es hier satte 443 Minuten! Das ist für Hörbuchfans ...

Ich liebe die Adventskalender vom Audiobuch-Verlag! Dieser ist ein ganz besonderer, denn statt der üblichen unter 100 Minuten insgesamt Laufzeit sind es hier satte 443 Minuten! Das ist für Hörbuchfans wie mich grandios!

Statt vieler kleiner Texte und Auszüge, sowie Liedern und Gedichten, beinhaltet der diesjährige kalorienfreie, aber zuckersüße Adventskalender fünf weihnachtliche Geschichten und einen Auszug („Ein heiteres Weihnachtskapitel“ aus „Die Pickwickier“ von Charles Dickens), aufgeteilt in insgesamt 24 Tracks, sodass man jeden Tag einen hören kann. Einzig „Der glückliche Prinz“ von Oscar Wilde ist leicht gekürzt.

Den Hauptteil, nämlich die Tracks Nr. 11-24, bildet die Geschichte, die neben „Ein Weihnachtsmärchen“ von Charles Dickens wohl die bekannteste und beliebteste Weihnachtsgeschichte ist: „Der kleine Lord“ von Frances Hodgson Burnett.

Die Sprecher sind Heiko Deutschmann, Hubertus Gertzen, Ulrike Hübschmann, Frank Stöckle und Doris Wolters. Sie alle schaffen es, den Zuhörer zu fesseln und lauschen zu lassen, wie ein kleines Kind. Besonders gut passen Frank Stöckles Art zu lesen und seine Stimme zum Kleinen Lord. Da geht einem wirklich das Herz auf und obwohl man die Geschichte schon kennt (kein Weihnachten ohne die Verfilmung!), ist man gespannt, wie es weitergeht.

Ja, es ist erst Anfang Oktober – aber ich musste einfach schon jetzt die CD hören! Ab dem ersten Dezember werde ich ganz brav die einzelnen Tracks noch mal Tag für Tag hören und die Türchen, die in der Hülle eingearbeitet sind, öffnen. Genau, wie ich die vorherigen Adventskalender während der Weihnachtsbäckerei höre, jedes Jahr immer wieder!

Es muss eben nicht immer Schokolade sein, auch ein vertonter Adventskalender kann süchtig machen! Ich liebe diesen – und gebe ihm sooooooo gerne die vollen fünf Sterne und noch viel mehr!

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Veröffentlicht am 02.10.2020

Projekt MAVI – Ein dystopischer Thriller mit Jugendbuchcharakter

Aus schwarzem Wasser
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Maja hat kein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Mutter Dr. Patricia Kohlbeck. Als beide ungebremst in die Spree rasen, weiß Maja nicht viel mit der Warnung ihrer Mutter anzufangen. Beide ertrinken – doch ...

Maja hat kein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Mutter Dr. Patricia Kohlbeck. Als beide ungebremst in die Spree rasen, weiß Maja nicht viel mit der Warnung ihrer Mutter anzufangen. Beide ertrinken – doch Maja wacht in einem Leichensack wieder auf. Sie macht sich auf die Suche nach Antworten, begegnet aber immer mehr Fragen. „Du kannst niemandem trauen, sie stecken alle mit drin“ waren die letzten Worte ihrer Mutter und Maja wird schnell bewusst, dass sie in großer Gefahr schwebt …

Der Anfang hat mich sofort in die Story gezogen, die vielen Perspektiv- und Zeitwechsel haben perfekt harmoniert und die Spannung stets hoch gehalten. Unbemerkt hat sich das dann aber abgenutzt und das letzte Viertel des Buches war dann fast schon eine Qual. Die Fragen, die sich anfangs stellten, wurden zwar zum Großteil beantwortet, doch wurde ins Ende, in den Show-Down, einfach zu viel zusätzlich hineingepackt. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen!

Die Vorstellung einer neben uns existierenden Lebensform, deren Dasein von den Regierungen vertuscht wird und die sich gegenseitig bedrohen, ja gar bekämpfen, ist schon interessant und spannend. Auch die Macht-, Intrigen- und Strategiespielchen der Figuren sind gelungen. Doch ab einem gewissen Punkt ist Anne Freytag ein wenig, nein – sehr stark, übers Ziel hinausgeschossen. Der eine oder andere Erzählstrang entpuppt sich am Ende als überflüssig – oder eingebaut, um bei einem weiteren Band (mit dem ich leider stark rechne) anknüpfen zu können. Ich mag es nicht, wenn ich ein Buch im Glauben, es ist ein Einzelband, lese und am Ende das starke Gefühl habe, da ist ein Hintertürchen offen gelassen worden.

Die Abgrenzung der einzelnen Tage und Ebenen durch schwarze Blätter ist eine nette Spielerei, die aber – nicht zuletzt auch durch die vorhergehenden und nachfolgenden leeren weißen Blätter – das Buch künstlich aufbläht. Das sind insgesamt gute 100 Seiten, die null Inhalt haben. Ich erkenne darin keinen Nutzen!

Die Figuren sind allesamt klar umrissen, aber oft auch stark klischeehaft. Immer wieder wird Sex als Mittel zum Zweck benutzt. Das mag heute normal sein in Büchern, war mir irgendwann dann aber auch echt ein bisschen zu viel des Guten. Wirklich nah kommt man keiner einzigen Figur als Leser. Wer zwingend eine Sympathiefigur braucht, um sich ganz in ein Buch fallen zu lassen, wird hier nicht glücklich werden.

Mir fällt auch schwer, das Buch als reinen Thriller zu sehen. Immer wieder hatte ich das Gefühl, ich lese ein Jugendbuch, eine Dystopie. Trotz aller Ereignisse ist es nach wie vor für mich nicht wirklich ein Thriller.

Was sich bis gut zur Mitte des Buches als ein echtes Lesehighlight des Jahres darstellte, hat im letzten Viertel ganz viel verloren. So viel, dass nur drei Sterne übrigbleiben!

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