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Veröffentlicht am 10.06.2019

Tolle Reihe

Chinas Geschichte im Comic - China durch seine Geschichte verstehen - Band 1
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In der Schule steht besonders die deutsche und die europäische Geschichte stark im Fokus dessen, was Schüler*innen im Geschichtsunterricht beigebracht bekommen. Meist blickt man einzig und allein in anderen ...

In der Schule steht besonders die deutsche und die europäische Geschichte stark im Fokus dessen, was Schüler*innen im Geschichtsunterricht beigebracht bekommen. Meist blickt man einzig und allein in anderen Fächern, wie zum Beispiel Englisch, über den Tellerrand und schaut sich die Vergangenheit anderer Kulturen an. Und das ist so schade, denn viele andere Kulturen haben beeindruckende und interessante Geschichten und von diesen erfährt man wenn überhaupt erst im Geografiestudium. Zugegeben, sich über eine völlig fremde Geschichte ein Bild zu machen und bei vielen Jahren Geschichtsschreibung irgendwo einsteigen zu müssen, ist als Laie nicht einfach. Man ist angewiesen auf gute Übersichtswerke und eine erste Anlaufstelle.

Eine Kultur, die ich schon lange bewundere, ist die chinesische. Nicht zuletzt wegen der chinesischen Medizin und den alten chinesischen Werten. Doch wo nahm die Geschichtsschreibung ihren Anfang? Wie entstand die chinesischer Mauer und wo hat der Daoismus seinen Anfang? Mit vielen Begriffen, Bauwerken und Kulturelementen der chinesichen Geschichte sind wir bereits mehr oder weniger in Berührung gekommen. Genaues Wissen fehlt jedoch. Ich habe mich unglaublich gefreut, als ich gesehen habe, dass eine vierbändige Reihe von Jing Liu bei China Books erscheint. Er packt unzählige Jahre Geschichtsschreibung in nur vier Comics, die informativ und anschaulich aufgemacht sind.

Völlig klar ist, dass nicht jeder historische Augenblick der langen Geschichte Chinas Platz in vier Comics findet. Die ersten zwei Teile der Reihe habe ich jedoch schon gelesen und kann sagen, dass Jing Liu seine Arbeit gut macht. Er gibt einen tollen Überblick über die wichtigsten Stationen der Chinesischen Geschichte und beschreibt die keinesfalls trocken. Er achtet darauf, dass alle Hintergründe gut erklärt werden und so erfährt man nebenbei von Religionen, Wirtschaftssystemen, Lehren und Kulturelementen, die für das Verständnis Chinas und seiner Geschichte notwendig sind.

Chinas Geschichte im Comic ist somit ein Sachbuch-Comic.Klingt erst mal langweilig, aber ehrlich gesagt waren beide Bände unglaublich spannend. Es las sich wie eine gut gemachte Filmdokumentation, bei der man nicht mehr wegschauen will. Von Langeweile keine Spur. Solltet ihr euch also schon immer mal näher mit der Geschichte Chinas beschäftigen wollen oder ihr jetzt Lust auf die Reihe bekommen haben, kann ich sie euch nur ans Herz legen. Ich persönlich fiebere schon Band 3 und 4 entgegen.

Veröffentlicht am 01.06.2019

Süßer Auftakt

Das Herz der Zeit: Die unsichtbare Stadt
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WARUM WOLLTE ICH ES LESEN? Sowohl mit dem tollen Cover als auch mit der Thematik (Zeitreisen!) hat Rowohlt mich gecatcht.

HAT ES MEINE ERWARTUNGEN ERFÜLLT? Ich bin fast erwartungslos an das Buch gegangen. ...

WARUM WOLLTE ICH ES LESEN? Sowohl mit dem tollen Cover als auch mit der Thematik (Zeitreisen!) hat Rowohlt mich gecatcht.

HAT ES MEINE ERWARTUNGEN ERFÜLLT? Ich bin fast erwartungslos an das Buch gegangen. Deshalb hat es mich zumindest nicht enttäuscht.

WAS HAT MIR GUT GEFALLEN? Das Herz der Zeit ist ein Zeitreise-Roman, der vor allen Dingen jüngere Jugendliche anspricht. Er beschäftigt sich neben dem Fantasy-Aspekt Zeitreise besonders mit Themen aus zeitgenössischen Romanen: Familie und Identität, Freundschaft und erste Liebe. Bei Lena ist sehr viel im Umbruch, sie entwickelt sich enorm und hinterfragt immer mehr aus ihrem Leben. Sie macht Fehler, hat aber den Mut, sie zuzugeben. Sie ist ehrlich. Das mochte ich an ihr und ich glaube, sie bietet jüngeren Leserinnen eine tolle Identifikationsfigur. Der Schreibstil passt ebenfalls zum Buch: Locker, leicht und mit einer Prise Humor. Monika Peetz hat es geschafft, sowohl den Fantasyaspekt als auch die zeitgenössischen Elemente perfekt miteinander zu verbinden und das macht Das Herz der Zeit zu einem so tollen Buch.

WAS HAT MICH GESTÖRT? Ich bin mir nicht sicher, ob ich vielleicht etwas zu alt für die Geschichte war oder es einen anderen Grund hat: Jedenfalls konnte mich die Story nicht ganz mitreißen. Mir hat das Tüpfelchen auf dem i gefehlt. Der Sog, der sich bei manchen Büchern während des Lesens einstellt. Mir sind außerdem ein paar Logikfehler aufgefallen, manches war zu leicht erklärt und wies Lücken auf.

FAZIT. Monika Peetz schafft es in Das Herz der Zeit Fantasyelemente mit zeitgenössischen Elementen zu verbinden und schafft so einen spannenden und einfühlsamen Roman, der besonders jüngere Leser
innen begeistern kann. Das glaube ich, denn Lena muss man einfach lieben und der Schreibstil war sehr humorvoll. Ich konnte mich nicht immer voll und ganz im Buch verlieren und es konnte mich nicht ganz mitreisen. Dennoch solltet ihr es unbedingt lesen, wenn euch der Klappentext anspricht. | ★★★★☆

Veröffentlicht am 01.06.2019

Ein kluges Buch

Fast schon bühnenreif
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WARUM WOLLTE ICH ES LESEN? Mich sprechen die Bücher aus dem Magellan Verlag sehr häufig an und ich bekomme immer wahnsinnig tolle Geschichten, die über den Tellerrand blicken und tolle Dinge vermitteln. ...

WARUM WOLLTE ICH ES LESEN? Mich sprechen die Bücher aus dem Magellan Verlag sehr häufig an und ich bekomme immer wahnsinnig tolle Geschichten, die über den Tellerrand blicken und tolle Dinge vermitteln. Genau solch eine Geschichte, versprach Fast schon bühenreif zu sein. Deshalb wurde es zu einem Must Read.

HAT ES MEINE ERWARTUNGEN ERFÜLLT? Das hat es!

WAS HAT MIR GUT GEFALLEN? Wieso ist dieses Buch so wundervoll klug? Cadie habe ich direkt ins Herz geschlossen und ich bewundere sie dafür, was sie innerhalb der Handlung durchmachen musste. Sie löst nicht alles immer perfekt, verhält sich manchmal nicht toll und das macht es umso authentischer und sie noch liebenswürdiger. Cadie ist klug, hat tolle Gedankengänge und vielfältige Gefühle und es war schön, die Welt durch ihre Augen zu sehen und von und mit ihr zu lernen. Das gesamte Buch steckt voller Wärme und sich zu Hause fühlen, voller Shakespeare und Theater und es war einfach herrlich. Lisa Rosinskys Schreibstil ist wundervoll und Fast schon bühnenreif erzählt davon, was eine Familie ist, wer und was dazugehört und dazugehören kann und wie man damit umgeht, dass sich dieses Grundgerüst eben verändert und Menschen innerhalb der Familie dich enttäuschen können, Mama und Papa nicht nur die Helden sind. Einfach wundervoll.

WAS HAT MICH GESTÖRT? Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Ganz packen konnte mich das Buch nicht, denn es hat was gefehlt. Was? Gute Frage. Ich denke, es ist irgendwie dieses gewisse Etwas gewesen, das mich an das Buch gefesselt hat. Ich habe das Buch zwar sehr gemocht, hatte aber nicht immer das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu müssen.

FAZIT. Obwohl mir das Tüpfelchen auf dem i gefehlt hat, ist Fast schon bühnenreif ein warmherziges und absolut empfehlenswertes Buch, dass sich auf tolle Weise mit wichtigen Themen rund um die Familie zusammensetzt. Cadie habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist eine super Protagonistin. Nur ein weiterer Grund, weshalb ihr unbedingt zu diesem Buch greifen solltet. | ★★★★☆

Veröffentlicht am 30.05.2019

Toller Abschluss

Warcross (Band 2) - Neue Regeln, neues Spiel
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Ihr kennt vielleicht noch meine Rezension vom ersten Teil der Warcross-Dilogie? Ich war super begeistert von dem Buch und das hatte mehrere Gründe: Die tolle Protagonistin, Gaming als Thema (sogar mit ...

Ihr kennt vielleicht noch meine Rezension vom ersten Teil der Warcross-Dilogie? Ich war super begeistert von dem Buch und das hatte mehrere Gründe: Die tolle Protagonistin, Gaming als Thema (sogar mit einer weiblichen Spielerin), die vielen unvorhersehbaren Wendungen und Marie Lus Schreibstil. Mit Neue Regeln, neues Spiel erschien nun das Finale im Loewe Verlag und ich konnte es nicht mehr abwarten, endlich zu erfahren, wie es mit Emika endet.

Alle oben beschrieben Dinge, waren Punkte, bei denen auch der zweite Band bei mir Punkten konnte. Naja, abgesehen vom Gaming. Das kam zu meiner Enttäuschung leider viel zu kurz und hätte meiner Meinung nach mehr Platz bekommen sollen. Das lies aber vor allem die Wendung und deren Fortführung nicht zu, die bereits mit Warcross 1 begonnen hat und nun natürlich weiter verfolgt wird. Zugegeben: das hatte mich damals schon sehr emotional zurück gelassen und sollte auch der Hauptkonflikt von Band 2 sein. Na? Wisst ihr wovon ich rede? Ansonsten habe ich euch hoffentlich Lust auf den ersten Band gemacht.

Schön fand ich, wie treu sich Emika in diesem Band bleibt, nach allem, was passiert ist. In meinen Augen hat sie genau so gehandelt, wie ich es auch getan hätte, entwickelt sich aber dennoch weiter und das fand ich sehr gut gelöst. Auch auf die Vergangenheit der anderen Charaktere wird genauer eingegangen, was ich sehr schön und passend fand. Außerdem beweist Marie Lu hier ein großes Gespür fürs Detail.

Abgesehen von der Tatsache, dass ich den Gaming-Aspekt sehr vermisst habe, steht das Warcross-Finale dem Auftakt in nichts nach. Solltet ihr Band 1 schon gelesen haben, könnt ihr beruhigt zu diesem Buch greifen, es wird euch gefallen. Allen anderen kann ich nur empfehlen, zur Reihe zu greifen: Tolle Charaktere, eine spannende Geschichte und eine klasse Thematik machen diese Dilogie zu einem Must Read.

Veröffentlicht am 30.05.2019

Interessantes Szenario

Der Zwillingseffekt
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Tal M. Klein entführt uns ins Jahr 2147. Teleportation ist dort völlig normal und das sicherste Transportmittel, das von Milliarden Menschen täglich genutzt wird. Bis Joel sich in die Fliterwochen zu seiner ...

Tal M. Klein entführt uns ins Jahr 2147. Teleportation ist dort völlig normal und das sicherste Transportmittel, das von Milliarden Menschen täglich genutzt wird. Bis Joel sich in die Fliterwochen zu seiner Frau Silvia teleportieren will und dabei versehentlich geklont wird. Joel muss sich nicht nur vor den Behörden retten sondern ahnt, dass die Teleportationsgegner gar nicht so unrecht haben, wie er immer dachte.

Ich habe Der Zwillingseffekt als Hörbuch gehört und war angenehm überrascht von Stefan Lehnens Stimme. Man hört ihm unglaublich gerne zu, auch wenn manche Charaktere sehr komisch vorgelesen wurden. Ich habe das Hörbuch immer auf dem Weg zur Arbeit und zurück gehört und so ist es nicht erstaunlich, dass ich bei über 11 Stunden Hörbuchzeit ein paar Tage für das Buch gebraucht habe. Wobei: Tatsächlich nicht nur deshalb. Ich muss gestehen, dass ich nicht immer nur überzeugt von dem Hörbuch war und somit nicht immer motiviert war weiterzuhören. Dazu aber später mehr.

Eigentlich ist Der Zwillingseffekt nämlich ziemlich toll. Thematisch geht Tal M. Kleins sehr tief, greift viele Punkte auf, hinterfragt viele Sachen. Und das auf ganz unterschiedlichen Ebenen: Technisch, kulturell, ethisch. Und das Ganze mit einer Menge Know-how, sodass ich mich häufig gefragt habe, wie viel Recherche er wohl in diesen Roman hineingesteckt haben muss. Auf jeden Fall regt es sehr zum Nachdenken an, was in Der Zwillingseffekt passiert. Na klar, die Handlung spielt über 100 Jahre in der Zukunft und ob es jemals zu solchen Technologien, wie den beschriebenen kommt ist fraglich. Dennoch kann man das, was im Buch passiert auch auf unsere Technologien übertragen und das funktioniert.

Ich finde außerdem, dass das Buch unglaublich gut und vor allen Dingen auch lustig geschrieben ist. Alles in allem also bisher schon mal ein tolles Gesamtpaket und dennoch möchte ich nicht sagen, dass mir Der Zwillingseffekt zu 100% gefallen hat.. Warum nicht? Das lag zum einen daran, dass die Handlung teils etwas langatmig war und sich in zu vielen Erklärungen und Verstrickungen verlor. Es hätte gut und gerne 2-3 Stunden heruntergekürzt werden können, ohne dass der Leser das Gefühl gehabt hätte, dass etwas fehlt. Auf der anderen Seite war es Joel, der Protagonist des Buches, der mich gestört hat. Er war mir unsympathisch und so machte es mir nicht den erhofften Spaß, ihm zu folgen und mit ihm mitzufiebern

Der Zwillingseffekt ist und gut durchdachter Sci-Fi-Roman, der sehr angenehm zu hören ist und meiner Meinung nach grandios von Stefan Lehnen gelesen wurde. Der Roman geht sehr tief und regt zum Nachdenken an. Kleine Kritikpunkte habe ich allerdings leider auch: Die Handlung war an manchen Stellen für meinen Geschmack zu lang und auch mit dem Protagonisten konnte ich nicht so recht sympathisieren. Solltet ihr aber auf Sci-Fi stehen, die sich besonders mit technologischen Neuheiten und der Ethik dahinter befasst, kann ich euch dieses Buch ans Herz legen.