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Veröffentlicht am 09.09.2024

Das Warten hat ein Ende – die Suche nach dem Maulwurf geht in die zweite Runde

Die Gewalt des Sturms
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Der erste Band hatte mich so in den Bann gezogen, dass ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet habe. Hauptkommissarin Lina Lübbers ist nach wie vor in Aurich und immer noch damit betraut den Maulwurf ...

Der erste Band hatte mich so in den Bann gezogen, dass ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet habe. Hauptkommissarin Lina Lübbers ist nach wie vor in Aurich und immer noch damit betraut den Maulwurf in den Reihen des Kommissariats zu enttarnen. Aber dies Vorhaben rückt etwas in den Hintergrund, als gleich zwei Fälle die Dienststelle in Atem halten.
Der Inhaber einer Anwaltskanzlei wird ermordet aufgefunden, der Tresor wurde aufgeschweißt. Aber was war in dem sicheren Ort aufbewahrt? Geld? Dokumente? Relativ zeitgleich passiert ein Unfall auf einem entlegenen Feldweg, bei dem der Inhaber einer kleinen Spedition überfahren und getötet wird. War es tatsächlich ein Unfall?
Lina Lübbers und ihre Chefin ermitteln fieberhaft und versuchen die Puzzleteilchen zusammen zu setzen. Hängen die beiden Fälle zusammen? Aber wo ist der gemeinsame Nenner?
Währenddessen gerät der Kollege Hauke Behrends immer mehr in Bedrängnis, da er sich ja auf die Rolle als Informant eines niederländischen Klans eingelassen hat.
Wieder arbeiten die beiden Autorinnen mit dem Sichtwechsel der Ermittlerinnen in jedem Kapitel. So wechselt es jeweils zwischen Lina und ihrer Chefin. Ich finde das wirklich sehr gelungen und irgendwie ist man nochmal viel näher an den jeweiligen Fällen dran. Man bekommt einen Einblick in die Gedanken und Gefühle der jeweiligen Ermittlerinnen, die somit noch viel intensiver und nachvollziehbarer werden.
Ich habe mit den Ermittlungen mitgefiebert und teilweise war es so spannend, dass ich erstmal eine Pause einlegen musste, um wieder zu atmen. Was mir auch gut gefällt, dass man zwar vom Privatleben der beiden Protagonistinnen etwas erfährt, aber dennoch die Fälle im Vordergrund stehen. Alles hat Hand und Fuß und die Spannung ist wirklich gut aufgebaut.
Nun wird es dann also noch einen dritten Teil geben, dem ich schon entgegenfiebere. Ich bin gespannt auf das große Finale und was das für Lina und ihre Zukunft bedeutet. Auf jeden Fall kann man die Zusammenarbeit der beiden Autorinnen mehr als gelungen bezeichnen und ich bin gespannt, ob es weitere Veröffentlichungen geben wird.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Faszinierende Geschichte, aber mich hat sie nicht ganz überzeugt

Die Leuchtturmwärter
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Eine unglaubliche Geschichte wird von hinten aufgerollt. Da verschwinden drei Leuchtturmwärter spurlos aus dem Leuchtturm. Die Tür war von innen verschlossen und die Uhren sind stehen geblieben…. Was war ...

Eine unglaubliche Geschichte wird von hinten aufgerollt. Da verschwinden drei Leuchtturmwärter spurlos aus dem Leuchtturm. Die Tür war von innen verschlossen und die Uhren sind stehen geblieben…. Was war passiert?
Um diese Tatsache spinnt sich der Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt und der sehr plastisch das Leben eines Leuchtturmwärters und seiner Familie schildert. Es geht um den Job als solchen, der so manche Entbehrung und so manche einsame Zeit mit sich bringt. Konfrontiert mit der ganzen Kraft des Meeres – abgeschnitten von der Außenwelt. Und dann verschwinden die Drei.
Jahre später versucht ein Schriftsteller nochmal neu zu ergründen, was damals vorgefallen sein könnte und dann werden wir mit den Erinnerungen und auch mit einigen Offenbarungen der hinterbliebenen Witwen konfrontiert.
Ja und dann, man möchte so langsam auch wissen, was vorgefallen ist – kommt die Enthüllung – aber irgendwie so kurz und knapp, dass ich sie erst überlesen hatte und dann, als mir klar wurde, dass ich, als Leser es nun weiß, aber nicht die Frauen, die ihre Männer betrauern mussten, stellte sich ein sehr unbefriedigendes Gefühl ein.
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich das Buch nun schlussendlich finden soll, wie ich es bewerten soll. Daher habe ich meine Rezension lange vor mir hergeschoben. Da ich eine große Leuchtturm Liebhaberin bin und dieser für mich in der Symbolik viel bedeutet, hatte mich der Titel angesprochen. Und ja, meine verklärte Sicht ist etwas geradegerückt worden. Es war ein entbehrungsreicher Job, mit viel Verantwortung und mit langen Zeiten der Einsamkeit und der Eintöne, während die Frauen ebenfalls allein mit Haus, Garten, Kindern waren.
Stellenweise habe ich mit den Protagonisten schwergetan und wusste dann nicht mehr so genau, wer nun zu wem gehörte und mich hat letztendlich nur meine Neugier davor bewahrt, die Lektüre vorzeitig zu beenden. Und da das Buch so gelobt wurde, fällt es mir auch schwer, ehrlich meine Meinung zu schreiben. Aber die Leser sind ja unterschiedlich – mit hat es nicht ganz überzeugt.

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Veröffentlicht am 05.09.2024

Der 1.Fall für Mara Eisfeld

Eisfeld - Der Fall Katharina S.
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Zugegen, das Cover hat mich zunächst etwas irritiert. Ich ging davon aus, dass der Krimi „Eisfeld“ heißt, bis ich verstanden habe, dass dies der Name der Ermittlerin ist.
Das Buch startet gleich sehr aufregt, ...

Zugegen, das Cover hat mich zunächst etwas irritiert. Ich ging davon aus, dass der Krimi „Eisfeld“ heißt, bis ich verstanden habe, dass dies der Name der Ermittlerin ist.
Das Buch startet gleich sehr aufregt, indem wir zwei Menschen bei einem Einbruch begleiten dürfen. Dieser Bruch endet für den einen tödlich und für den anderen beginnt eine wilde Odyssee
Der Autor arbeitet gekonnt mit Perspektiven- und Schauplatzwechsel, was alles irgendwie noch eindrücklicher und intensiver macht. Auch seine Art, die einzelnen Protagonisten der Leserschaft vorzustellen, gefällt mir gut. Es ist nicht so gestelzt, sondern vielmehr geschmeidig und unaufdringlich.
Die Hauptperson ist natürlich Mara Eisfeld – ihres Zeichens frisch ernannte Leiterin der 9. Mordkommission im Berliner LKA – wird gleich bei dem fröhlichen Umtrunk anlässlich ihrer Beförderung mit einem hochbrisanten Fall beauftragt. Eigentlich sollte es zunächst nur um einen Einbruch gehen, aber am Tatort liegt ein toter Mann und auf den Überwachungsvideos des Hauseigentümers, entdecken sie bahnbrechende Dinge. Denn es stellt sich heraus, dass der Besitzer eine Frau in seiner Gewalt hat, die seit über 10 Jahren vermisst wird. Mara erkennt sie sofort, da dies damals ihr erster Fall war und den sie nie vergessen hat.
Was nun folgt sind Kompetenzrangeleien, ein Maulwurf in den eigenen Reihen, der dafür sorgt, dass die Presse immer umgehend informiert ist und knallharte Ermittlerarbeit.
Der Fall war unheimlich spannend und kurzweilig und ich finde, dass es dem Autor gut gelungen ist, eine gesunde Balance zwischen dem eigentlichen Fall und dem Privatleben der Beteiligten zu finden. Mara ist eine sympathische Ermittlerin, die eigentlich weiß, worauf es ankommt und die dennoch auch bereit ist, Risiken einzugehen. Ihren Umgang mit den Kollegen finde ich bemerkenswert und ich hoffe, dass es noch viele weiter Fälle für sie geben wird.
Mir hat ihr Einstieg auf jeden Fall sehr gut gefallen und daher empfehle ich diesen Krimi uneingeschränkt weiter.

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Veröffentlicht am 18.06.2024

Die Inselkommissarin muss diesmal länderübergreifend ermitteln

Die Vermisste von Holnis
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Dies ist nun schon der 11.Band rund um die sympathische Inselkommissarin Lena Lorenz und ich habe ihn mit Spannung erwartet und meine Erwartungen sind mehr als übertroffen worden.
In Dänemark wird die ...

Dies ist nun schon der 11.Band rund um die sympathische Inselkommissarin Lena Lorenz und ich habe ihn mit Spannung erwartet und meine Erwartungen sind mehr als übertroffen worden.
In Dänemark wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Der Pass, den sie bei sich trug, war gefälscht, aber ein DNA Abgleich führt zu einem alten Vermisstenfall.
So wird nun in alle Richtungen ermittelt und auch die Koordination zwischen den Dienststellen der verschiedenen Länder erweist sich – mal wieder – als sehr kompetent. Lena arbeitet perfekt mit ihrer Kollegin Naya zusammen und greift auch immer auch mal wieder auf das Knowhow ihres pensionierten Freundes Ole zurück.
Es ist unglaublich spannend und da irgendwie mehrere Stränge miteinander verknüpft zu sein scheinen, kommt man als Leser kaum zum Luftholen, damit man auch ja keinen noch so kleinen Hinweis verpasst.
Besonders gut an Reihen wie dieser, gefällt mir, dass man an der Entwicklung der Protagonisten Anteil nehmen kann. Und auch hier finde ich die Mischung aus Fall und Privatleben perfekt ausjustiert. Und so ganz nebenbei bildet man sich dann auch noch beim Lesen dieses Krimis. Da immer mal wieder Themen aufgegriffen werden, von denen ich gar nichts wusste. So erzählt Naya von ihrem Besuch bei ihrem Großvater in Grönland. Und mit der Geschichte dieses Landes hatte ich mich bisher noch nie auseinandergesetzt.
Ein Krimi, der einfach nur zu empfehlen ist. Flüssig und schlüssig geschrieben, gut recherchiert und mit solch sympathischen Protagonisten bestückt, dass das Lesen eine wahre Freude ist.
Da ich nicht spoilern möchte, kann ich nur sagen, dass mehrere Themen angerissen werden, die mich sehr bewegen und aus denen man jeweils einen eigenen Krimi hätte machen können. Von daher hatte ich zeitweilig das Gefühl, dass alles nur so angerissen ist und ich hätte mir eine Vertiefung gewünscht. Aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
Ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen mit Lena.

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Veröffentlicht am 30.04.2024

Der Auftakt zu einer neuen Reihe

Die Stille der Flut
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In der Polizeiinspektion Aurich scheint es einen Maulwurf zu geben. Das Unterfangen, eine einflussreichen Familien-Mafia zu überführen, scheitert immer daran, dass diese vorinformiert zu sein scheint. ...

In der Polizeiinspektion Aurich scheint es einen Maulwurf zu geben. Das Unterfangen, eine einflussreichen Familien-Mafia zu überführen, scheitert immer daran, dass diese vorinformiert zu sein scheint. Daher wird Lina Lübbers, die eigentlich in Osnabrück arbeitet, der Vorschlag unterbreitet, quasi Undercover-in Aurich eingeschleust zu werden, um diesem auf die Spur zu kommen.
In ihrem neuen Team wird sie nicht von allen mit offenen Armen empfangen – ihre neue Chefin Kea Siefken betrachtet sie von Anfang an als Rivalin und die Spannungen sind vorprogrammiert. Alleine der Kollege Hauke scheint sie mit offenen Armen zu empfangen, aber der hat offensichtlich schwere private Probleme.
Gleich an ihrem ersten Tag wird dann allerdings ein junges Mädchen tot im Watt aufgefunden und sie ist mit den Ermittlungen beschäftigt und die Suche nach dem Maulwurf rückt etwas in den Hintergrund.
Es ist ein sehr gelungenes Debüt des Autorenduos, welches stilistisch etwas aus der Rolle fällt. So wird jeweils aus der Sicht von Lina oder von Kea berichtet und dabei die Ich-Form gewählt. Da dies aber regelmäßig nach jedem Kapitel switcht, kam ich gut damit zurecht und es hat für irgendwie mehr Intensität geführt, da die jeweilige Person dann von sich und ihrer Sicht berichtet hat und das hatte eine gute Dynamik.
Ich stelle es mir sehr schwer vor, zu zweit ein Buch zu schreiben, finde dieses Ergebnis aber wirklich mehr als gelungen. Es gab keine Stilbrüche und es hat sich flüssig und nachvollziehbar lesen lassen.
Der Fall war spannend und in sich schlüssig. Auch die Balance zwischen Fall und Privatleben der Protagonisten war ausgewogen. Die Spannungen zwischen Lina und Kea waren nachvollziehbar und nicht zu überzogen – das hat eine gewisse Dynamik mitgebracht und man hat als Leser die Möglichkeit eine Entwicklung mitzuverfolgen.
Dies war also der erste Teil des neuen Ermittlerteams und daher bleiben manche Fragen noch offen und diese werden dann in den nächsten beiden angekündigten Bänden geklärt. Sozusagen als Appetitthäppchen, welches Lust und Neugier auf den nächsten Teil weckt. Ich werde wieder dabei sein.

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