Isolation, Naturgewalten, Meer, Einsamkeit, Trauer und ein ungelöstes Verschwinden
In der Silvesternacht 1972 verschwinden 3 Leuchtturmwärter auf mysteriöse Weise.
Ein Leuchtturm der mitten im Meer auf einem ziemlich kleinen Felsen steht.
Der Turm ist von innen verschlossen, der Tisch ...
In der Silvesternacht 1972 verschwinden 3 Leuchtturmwärter auf mysteriöse Weise.
Ein Leuchtturm der mitten im Meer auf einem ziemlich kleinen Felsen steht.
Der Turm ist von innen verschlossen, der Tisch gedeckt, die Uhren stehen, aber die Männer sind weg, und nur ihre drei Frauen bleiben auf dem Festland zurück, die mit diesem Rätsel ihr Leben lang kämpfen und schließlich einem Autor ihre Geschichte erzählen, die tief in Geheimnisse und Lügen eintaucht.
Die Idee zu diesem Buch beruht auf einer wahren Begebenheit. Im Dezember 1900 verschwanden die drei Leutturmwärter James Ducat, Thomas Marshall und Donald Mc Arthur spurlos vom Leuchtturm auf der Insel Eilean Mor in Schottland. Ein Fall, der bis heute ein ungelöstes Mysterium ist und zahlreiche Spekulationen, sowie künstlerische Interpretationen (wie diesen Roman von Emma Stonex) hervorgerufen hat.
20 Jahre nach dem Vorfall macht sich ein Journalist auf und sucht die drei zurückgebliebene Frauen auf. 20 Jahre in denen die Frauen allein waren, mit sich und ihren Fragen. Ihren Ängsten, ihrer Trauer, ihrer Hoffnung, ihren Konflikten. Eigentlich sollte man denken die Hinterbliebenen seinen sich gegenseitig eine Stütze. Aber, Nein. Jede von ihnen "kämpft" allein.
Im Rückblick erfährt man sehr viel über die Männer. Ihr Leben, ihre Ängste, Sorgen und Entbehrungen. Über das gemeinsame Leben und Arbeiten auf engsten Raum. Das nur funktionieren kann, wenn sich alle an Regeln und ihre Aufgaben halten. Dazu kommt noch die Natur. Eine Gewalt, die von uns Menschen einfach nicht beherrschbar ist und der wir gandenlos ausgesetzt sind.
Der Roman handelt viel von Einsamkeit, Schuld, Gewissen, Ängsten, Konflikten und Trauer. Es ist ein sehr intensiver Roman.
In dem die Autorin durch und mit ihrem Schreibstil den Leser auf eine Reise, von Spannung und den Bezug zu den Personen, mitnimmt.
Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen und wirklich geliebt. Ich habe es an entsprechender Kulisse - mit direktem Blick aufs Meer, einer steifen Brise, salziger Luft und Möwen gekreische - "aufgesaugt".
Mich hat dieses Buch sehr bewegt und auch heute (sehr, sehr viele Monate) nachdem ich es gelesen habe, denke ich immer mal wieder daran. Es hat mich ein Stück erfürchtig gemacht und lässt mich dankbar für unseren heutigen "Luxus" sein. Die Charaktere, die Zeit und die Lebensweise der beschriebenen Personen, haben mich beeindruckt und mich, sowie meine Wertschätzung vielen Dingen gegenüber, bestärkt und mich (noch) mehr Bescheidenheit gelehrt.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung.