Cover-Bild Die Leuchtturmwärter
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 31.08.2022
  • ISBN: 9783596700585
Emma Stonex

Die Leuchtturmwärter

Roman
Eva Kemper (Übersetzer)

Drei Männer, die spurlos von einem Leuchtturm verschwinden. Drei Frauen, die ihr Leben lang mit diesem Rätsel kämpfen.

In der Silvesternacht verschwinden vor der Küste Cornwalls drei Männer spurlos von einem Leuchtturm. Die Tür ist von innen verschlossen. Der zum Abendessen gedeckte Tisch unberührt. Die Uhren sind stehen geblieben. Zurück bleiben drei Frauen, die auch zwei Jahrzehnte später von dem rätselhaften Geschehen verfolgt werden. Die Tragödie hätte Helen, Jenny und Michelle zusammenbringen sollen, hat sie aber auseinandergerissen. Als sie zum ersten Mal ihre Seite der Geschichte erzählen, kommt ein Leben voller Entbehrungen zutage – des monatelangen Getrenntseins, des Sehnens und Hoffens. Und je tiefer sie hinabtauchen, desto dichter wird das Geflecht aus Geheimnissen und Lügen, Realität und Einbildung.

Emma Stonex hat in ihrem Roman »Die Leuchtturmwärter« ein fesselndes Drama über Verlust und Trauer geschaffen – und über die Liebe, die es braucht, um das Licht am Brennen zu halten, wenn alles andere von Dunkelheit verschlungen wird.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2025

Isolation, Naturgewalten, Meer, Einsamkeit, Trauer und ein ungelöstes Verschwinden

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In der Silvesternacht 1972 verschwinden 3 Leuchtturmwärter auf mysteriöse Weise.
Ein Leuchtturm der mitten im Meer auf einem ziemlich kleinen Felsen steht.
Der Turm ist von innen verschlossen, der Tisch ...

In der Silvesternacht 1972 verschwinden 3 Leuchtturmwärter auf mysteriöse Weise.
Ein Leuchtturm der mitten im Meer auf einem ziemlich kleinen Felsen steht.
Der Turm ist von innen verschlossen, der Tisch gedeckt, die Uhren stehen, aber die Männer sind weg, und nur ihre drei Frauen bleiben auf dem Festland zurück, die mit diesem Rätsel ihr Leben lang kämpfen und schließlich einem Autor ihre Geschichte erzählen, die tief in Geheimnisse und Lügen eintaucht.
Die Idee zu diesem Buch beruht auf einer wahren Begebenheit. Im Dezember 1900 verschwanden die drei Leutturmwärter James Ducat, Thomas Marshall und Donald Mc Arthur spurlos vom Leuchtturm auf der Insel Eilean Mor in Schottland. Ein Fall, der bis heute ein ungelöstes Mysterium ist und zahlreiche Spekulationen, sowie künstlerische Interpretationen (wie diesen Roman von Emma Stonex) hervorgerufen hat.

20 Jahre nach dem Vorfall macht sich ein Journalist auf und sucht die drei zurückgebliebene Frauen auf. 20 Jahre in denen die Frauen allein waren, mit sich und ihren Fragen. Ihren Ängsten, ihrer Trauer, ihrer Hoffnung, ihren Konflikten. Eigentlich sollte man denken die Hinterbliebenen seinen sich gegenseitig eine Stütze. Aber, Nein. Jede von ihnen "kämpft" allein.
Im Rückblick erfährt man sehr viel über die Männer. Ihr Leben, ihre Ängste, Sorgen und Entbehrungen. Über das gemeinsame Leben und Arbeiten auf engsten Raum. Das nur funktionieren kann, wenn sich alle an Regeln und ihre Aufgaben halten. Dazu kommt noch die Natur. Eine Gewalt, die von uns Menschen einfach nicht beherrschbar ist und der wir gandenlos ausgesetzt sind.
Der Roman handelt viel von Einsamkeit, Schuld, Gewissen, Ängsten, Konflikten und Trauer. Es ist ein sehr intensiver Roman.
In dem die Autorin durch und mit ihrem Schreibstil den Leser auf eine Reise, von Spannung und den Bezug zu den Personen, mitnimmt.

Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen und wirklich geliebt. Ich habe es an entsprechender Kulisse - mit direktem Blick aufs Meer, einer steifen Brise, salziger Luft und Möwen gekreische - "aufgesaugt".
Mich hat dieses Buch sehr bewegt und auch heute (sehr, sehr viele Monate) nachdem ich es gelesen habe, denke ich immer mal wieder daran. Es hat mich ein Stück erfürchtig gemacht und lässt mich dankbar für unseren heutigen "Luxus" sein. Die Charaktere, die Zeit und die Lebensweise der beschriebenen Personen, haben mich beeindruckt und mich, sowie meine Wertschätzung vielen Dingen gegenüber, bestärkt und mich (noch) mehr Bescheidenheit gelehrt.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Ein ganz besonderes Buch!

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Ein ganz besonderes Buch mit einer ganz besonderen Geschichte.

Ehrlich gesagt hatte ich anfänglich ein paar Probleme in die Geschichte zu finden.
Das lag einerseits an der Ungewöhnlichkeit an sich und ...

Ein ganz besonderes Buch mit einer ganz besonderen Geschichte.

Ehrlich gesagt hatte ich anfänglich ein paar Probleme in die Geschichte zu finden.
Das lag einerseits an der Ungewöhnlichkeit an sich und andererseits an der Schreibweise.

Die Interviews der Frauen in der Neuzeit sind recht ruppig und einfach geschrieben. Man überschlägt sich manchmal gefühlt in Wort und Satz. Nach einiger Zeit hatte ich mich aber daran gewöhnt und kam gut vorwärts.

Die Wechsel zwischen Neuzeit und Vergangenheit sind rasch, so dass man nahezu immer weiter lesen möchte, um am Ball zu bleiben.

Die Zeit auf dem Turm war unglaublich spannend und ich bin nahezu bis zur Auflösung nicht dahinter gekommen. Dafür gibts einen extra Stern, denn das zeugt von einer guten Geschichte!

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Veröffentlicht am 13.06.2022

Intensiv und berührend

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Drei Leuchtturmwärter verschwinden 1972 spurlos von ihrem Turm, sie tauchen nie wieder auf. 20 Jahre später will ein Autor dieses Geheimnis lösen und spricht mit den Frauen der Verschwundenen.
Ich hatte, ...

Drei Leuchtturmwärter verschwinden 1972 spurlos von ihrem Turm, sie tauchen nie wieder auf. 20 Jahre später will ein Autor dieses Geheimnis lösen und spricht mit den Frauen der Verschwundenen.
Ich hatte, allein wegen des sehr schönen Covers, etwas anderes von diesem Buch erwartet - mehr Meer, weniger Beziehungsdrama - trotzdem bin ich nicht enttäuscht. Stonex enthüllt sehr geschickt Schicht für Schicht die Geheimnisse und unterdrückten Gefühle der Personen.
Die drei Frauen werden im Jetzt dargestellt, sie sind seit 20 Jahren allein mit Ungewissheit und Trauer, auch mit der Schuld, die ungelöste Konflikte hinterlassen hat.
In Rückblicken erfährt man, was sich auf dem Leuchtturm abgespielt hat zwischen den drei Männern, die über Wochen auf engstem Raum zusammen arbeiten und leben müssen. Auch sie haben Traumata, Kindheitsverletzungen, Ängste mit auf den Turm gebracht und können nicht aus ihren Gefühlen ausbrechen. Ein aufgedecktes Geheimnis löst eine Katastrophe aus (die Rolle des Mechanikers Sid ist mir nicht klar geworden, vlt. kann mir da jemand weiterhelfen?).
Das Buch endet versöhnlich, der Autor, der die Frauen für sein Buch interviewt, dient als Katalysator, sie können Fehler und Versäumnisse zugeben und einen Schlußstrich ziehen.
Alles in allem ein sehr intensiver Roman, die Themen Schuld und Einsamkeit ziehen sich als roter Faden durch die Geschichte. Da Stonex nur nach und nach die Vorgeschichten und Geheimnisse der Personen enthüllt, bleibt auch die Spannung bestehen. Von mir eine klare Empfehlung für diejenigen, die Bücher mögen, die sich wie eine Blüte Blatt für Blatt dem Leser öffnen.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Faszinierende Geschichte, aber mich hat sie nicht ganz überzeugt

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Eine unglaubliche Geschichte wird von hinten aufgerollt. Da verschwinden drei Leuchtturmwärter spurlos aus dem Leuchtturm. Die Tür war von innen verschlossen und die Uhren sind stehen geblieben…. Was war ...

Eine unglaubliche Geschichte wird von hinten aufgerollt. Da verschwinden drei Leuchtturmwärter spurlos aus dem Leuchtturm. Die Tür war von innen verschlossen und die Uhren sind stehen geblieben…. Was war passiert?
Um diese Tatsache spinnt sich der Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt und der sehr plastisch das Leben eines Leuchtturmwärters und seiner Familie schildert. Es geht um den Job als solchen, der so manche Entbehrung und so manche einsame Zeit mit sich bringt. Konfrontiert mit der ganzen Kraft des Meeres – abgeschnitten von der Außenwelt. Und dann verschwinden die Drei.
Jahre später versucht ein Schriftsteller nochmal neu zu ergründen, was damals vorgefallen sein könnte und dann werden wir mit den Erinnerungen und auch mit einigen Offenbarungen der hinterbliebenen Witwen konfrontiert.
Ja und dann, man möchte so langsam auch wissen, was vorgefallen ist – kommt die Enthüllung – aber irgendwie so kurz und knapp, dass ich sie erst überlesen hatte und dann, als mir klar wurde, dass ich, als Leser es nun weiß, aber nicht die Frauen, die ihre Männer betrauern mussten, stellte sich ein sehr unbefriedigendes Gefühl ein.
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich das Buch nun schlussendlich finden soll, wie ich es bewerten soll. Daher habe ich meine Rezension lange vor mir hergeschoben. Da ich eine große Leuchtturm Liebhaberin bin und dieser für mich in der Symbolik viel bedeutet, hatte mich der Titel angesprochen. Und ja, meine verklärte Sicht ist etwas geradegerückt worden. Es war ein entbehrungsreicher Job, mit viel Verantwortung und mit langen Zeiten der Einsamkeit und der Eintöne, während die Frauen ebenfalls allein mit Haus, Garten, Kindern waren.
Stellenweise habe ich mit den Protagonisten schwergetan und wusste dann nicht mehr so genau, wer nun zu wem gehörte und mich hat letztendlich nur meine Neugier davor bewahrt, die Lektüre vorzeitig zu beenden. Und da das Buch so gelobt wurde, fällt es mir auch schwer, ehrlich meine Meinung zu schreiben. Aber die Leser sind ja unterschiedlich – mit hat es nicht ganz überzeugt.

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