"Als die Welt zerbrach" Teil II der Triologie
Ein Stück ErdeJanina David, im März 1930 in Polen, als einizge Tochter einer wohlhabenden jüdischen Familie geboren. Wuchs sie, wie sie in ihrem Buch "Ein Stück Himmel", Erinnerungen an eine Kindheit (9. bis 13. Lebensjahr) ...
Janina David, im März 1930 in Polen, als einizge Tochter einer wohlhabenden jüdischen Familie geboren. Wuchs sie, wie sie in ihrem Buch "Ein Stück Himmel", Erinnerungen an eine Kindheit (9. bis 13. Lebensjahr) beschreibt, überbehütet auf.
Janina David schrieb ihre Geschichte in einer Triologie - Ein Stück Himmel - Erinnerungen an eine Kindheit, Ein Stück Erde - Das Ende einer Kindheit,
Ein Stück Fremde - Erinnungen an eine Jugend
Teil II der Triologie
>>...die Geschichte eines verfolgten Menschen, die auch deshalb so erschütternd ist, weil es sich um das Leben eines unschuldigen Kindes handelt, um ein Schicksal, das über die Geschichte der Judenverfolgung hinaus eine Bedeuteung erhält. Janina Davids Autobiographie ist auch ein Hohes Lied des Lebenswillens.<<
(Peter With im Westdeutschen Rundfunk)
Janinas Familie möchte wegen der drohenden Gefahr, daß Janina das Warschauer Ghetto verlässt und bei einer befreundeten Familie unterschlüpft. Doch auch dort kommt es bald zu Schwierigkeiten. Da Lydia, eine alte Freundin von Janinas Vater, ihren Mann betrügt und sich mit Deutschen Soldaten einlässt. Irgendwann verlässt Lydia die Familie und bringt alle in Schwierigkeiten bzw, besorgt allen Problemen. Erich der Ehemann von Lydia kümmert sich in all der Zeit um Janina, wie um seine eigene Tochter. Als ihm die ganze Sache dann aber auch zu heikel wird, bringt er Janina in ein Kloster, wo sie unter falschen Namen und Identität lebt.
Auch im Kloster hat sie ein hartes und sehr hungriges Leben, doch immerhin hat sie eine Chance zu überleben und erträgt auch dort jegliche Form von Erniedrigung und Gefühls- und Lieblosigkeit. Lernt die katholischen Regularien und saugt weiterhin alles an Wissen auf, was ihr zur Verfügung steht.
Sie findet Halt bei einer Nonne/Schwester Zofia und auch wieder in Form einer "Theatergruppe", in ihren täglichen Aufgaben und den katholisch Klösterlichen Ritualen und Gegebenheiten.
Irgendwann muss Janina in einem anderen Kloster, in Warschau untergebracht werden. Diese Kloster liegt direkt neben dem ehemaligen Warschauer Ghetto. Sie hofft natürlich dort ihre Eltern und andere Familienangehörige zu finden. Zufällig begegnet sie irgendwann ihrem Omkel den sie alle schon für Gefallen hielten. Doch von ihren Eltern gibt es weiterhin keine Lebenszeichen.
Janina geht in ihre alte Heimat nach Polen zurück und hofft, das auch ihre Familie irgendwann wieder zurück nach Kalisz kommt.
Sie geht viel ins Kino und schaut sich verschiedenes an. einmal achtet sie nicht genau auf den Kinoaushang und plötzlich sieht sie einen Film über die Konzentrationslager Auschwitz oder Majdanek und die Grausamkeiten die dort stattfanden. >>Die Haufen von nackten Leichen, die überfüllten Bunker, die mit Asche bestreuten Felder, die Gaskammern, die Öfen. Die Berge von Haaren, Brillen, Zähnen und Spielzeug. Die Militärärzte, wie sie diese lebenden Skelette untersuchten, die mit wilden, eingesunkenen Augen in die Kamera schauten, verständnislos, fragend, eine Antwort verlangend...<<
Irgendwann trifft sie einen Mann der sie fragt wie sie heißt, sie antwortet: Janina David. Der Mann sagt: Sie kennen mich nicht, aber ich kenne sie. Ich war mit ihrem Vater in Majdanek, im Frühling 1944, wir wollten mit mehreren fliehen, ihr Vater war zu Krank, er war zu schwach, aber er sprach so viel über sie, mit uns allen. Wir kannten sie alle. Er war so stolz auf sie. Er hofft sie würden überleben. Bevor wir gingen, bat er jeden von uns, nach dem Krieg nach Kalisz zu gehen und zu sehen ob sie hier wären....und ihnen zu sagen wie sehr er sie liebte, und das er bis zum Ende an sie gedacht hat.
Auch wie Teil I, geht einem dieser Band sehr Nahe. Für mich ist es stellenweise kaum zu ertragen gewesen, welch ein Leid ein so junger Mensch ertagen kann/muss. In welchen einfachen Dingen man Freude und Trost findet. Wie sehr man sich nach Liebe sehnt und wege findet diese ein klein wenig zu "bekommen".
So traurig. So schrecklich. So grausam.