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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2025

Sprühend vor Fantasie und Erzählfreude

Musenrausch (Nektar und Ambrosia, Band 1)
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Die Malerin Wanda steckt in einer tiefen Krise. Als sie nach Monaten ihre Kreativität wiederfindet, ist sie plötzlich nicht mehr allein im Raum: sie kann ihre Muse Neo sehen. Um mehr über diese Verbindung ...

Die Malerin Wanda steckt in einer tiefen Krise. Als sie nach Monaten ihre Kreativität wiederfindet, ist sie plötzlich nicht mehr allein im Raum: sie kann ihre Muse Neo sehen. Um mehr über diese Verbindung herauszufinden, folgt sie Neo in sein Reich und wird in eine atemberaubende Jagd nach einem gestohlenen Schmuckstück gezogen.
Ein fantasievoller Plot vor der Kulisse Hamburgs, aber natürlich ist auch Neos Heimat Schauplatz, ein mythisches Zwischenreich voller Farben und intensiver Sinneseindrücke. Ich muss gestehen, dass ich mit dem Schreibstil der Autorin anfangs Schwierigkeiten hatte, auch mit der sehr sprunghaften Erzählung, aber rundherum ist „Musenrausch“ ein einfallsreiches, vor Fantasie und Erzählfreude sprühendes Buch und die Beziehung zwischen Wanda und Neo knistert und funkelt auf jeder Seite.
Der wunderschöne Einband und dazu passende Farbschnitt sind zudem wahre Hingucker, so dass ich das Buch gern weiter empfehle und mich schon auf den zweiten Band freue.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Ruhige Töne

Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe
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Ich hätte nicht gedacht, dass ein Buch über Wohnungen und Wohnungssuchen so interessant sein kann, aber bei Doris Knecht funktioniert es und ist so viel mehr als das! Sie erzählt freimütig und ehrlich ...

Ich hätte nicht gedacht, dass ein Buch über Wohnungen und Wohnungssuchen so interessant sein kann, aber bei Doris Knecht funktioniert es und ist so viel mehr als das! Sie erzählt freimütig und ehrlich über Kinder und das Leben, Freundschaften und Beziehungen. Das Wort „plaudern“ kommt mir in den Sinn, aber das würde den Tenor des Buchs nicht ansatzweise treffen, denn es geht nur vordergründig um so triviale Dinge wie das Auflösen und Entrümpeln einer Wohnung. Wenn man auf die Zwischentöne hört, sind die Themen vielmehr das Loslassen, Bilanz ziehen in der Lebensmitte und sich selbst neu finden. Sehr inspirierend und vor allem tröstlich, wenn man als Leser gerade in einer ähnlichen Situation ist und merkt: man ist nicht allein mit seinen Gefühlen!

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Tiefgreifendes Buch über das Erwachsenwerden und Anderssein

Beste Zeiten
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Siv geht nach dem Abitur zum Studieren nach Stockholm. Sie will alles Negative aus ihrer Heimat zurücklassen, das Mobbing, die Einsamkeit, die wenig zugewandten Eltern. Und auch wenn sie nach anfänglichen ...

Siv geht nach dem Abitur zum Studieren nach Stockholm. Sie will alles Negative aus ihrer Heimat zurücklassen, das Mobbing, die Einsamkeit, die wenig zugewandten Eltern. Und auch wenn sie nach anfänglichen Schwierigkeiten eine beste Freundin findet, Freunde und sogar eine Beziehung, muss sie auch lernen, dass die Vergangenheit sie begleitet und ein Teil von ihr bleibt.
Ein sehr ehrliches Buch über das Sich finden, übers Erwachsenwerden, Anderssein und die Auswirkungen von Mobbing. Ich habe Siv ins Herz geschlossen, auch wenn ich sie in ihrer Ichbezogenheit nicht immer mochte. Erst zum Schluss des Buchs fängt sie an, die Menschen in ihrer Umgebung nicht nur als Statisten wahrzunehmen, sondern als Individuen mit eigenen Problemen und Komplexen. So fand ich auch den Schluss passend, kein Happy-End, sondern versöhnlich, erwachsener.
Natürlich trifft Siv auf dem Weg zu sich selbst auch schlechte Entscheidungen und erlebt nicht nur Angenehmes. Bei einigen Passagen musste ich mich „Fremdschämen“, als Leser ist man sehr nah an Sivs Gefühlswelt und erlebt sie auch in schlechten oder egoistischen Momenten.
Mein Fazit: ein tiefgreifendes, emotionales Buch, gut geschrieben und mit starken Charakteren.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Intensiv und die Sinne ansprechend

Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns
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Was mich an diesem Buch besonders beeindruckt hat, ist die Atmosphäre, die Kerri Maniscalco in ihren Szenen schafft. In den ersten Kapiteln konnte ich die Wärme der Küche spüren, gebratenen Knoblauch und ...

Was mich an diesem Buch besonders beeindruckt hat, ist die Atmosphäre, die Kerri Maniscalco in ihren Szenen schafft. In den ersten Kapiteln konnte ich die Wärme der Küche spüren, gebratenen Knoblauch und Tomatensauce riechen, das heimelige Gefühl von Nähe und Familiarität spüren. Und ebenso habe ich die eisige Kälte und das langsam steigende Entsetzen gefühlt, als Emilia ihre tote Schwester findet. Und auch die Beziehung zu dem Dämonenfürsten Wrath ist prickelnd und intensiv. Mein Fazit: ein Buch, das die Sinne an- und ein besonderes Leseerlebnis verspricht.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Psychokrimi von 1947

Ein einsamer Ort
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Dix Steele, ehemals Kampfpilot im 2. Weltkrieg, treibt jetzt arbeitslos und ohne festes Ziel durchs Leben. Als er seinen alten Freund und Pilotenkollegen Brub wiedertrifft, der als Polizist einen Serienmörder ...

Dix Steele, ehemals Kampfpilot im 2. Weltkrieg, treibt jetzt arbeitslos und ohne festes Ziel durchs Leben. Als er seinen alten Freund und Pilotenkollegen Brub wiedertrifft, der als Polizist einen Serienmörder sucht, kommt nach und nach ein dunkles Geheimnis ans Licht…
Es ist schwierig, etwas über dieses Buch zu schreiben ohne zu spoilern, also vorweg nur so viel: es ist gut geschrieben, es entsteht durchaus Spannung, es hat mich auch bis zu einem gewissen Punkt fasziniert, aber atemlose Spannung oder Nervenkitzel kommen eher nicht auf. Im Nachwort ist zu lesen, dass berühmte Autoren wie Patricia Highsmith oder Thomas Harris von diesem Buch beeinflusst wurden, unter diesem Aspekt wird „Ein einsamer Ort“ zu einer interessanten Lektüre, aber für mich ist es keins der Bücher, die man auch Jahre später noch im Gedächtnis hat. Von mir nur eine bedingte Leseempfehlung!

ACHTUNG SPOILER!
Die Geschichte aus der Sicht des Mörders zu lesen, Steeles langsamen Niedergang und das allmähliche Aufkeimen eines Verdachts in seinem Freund Brub zu erleben, macht die Faszination dieses Buchs aus. Trotzdem blieben die Personen für mich eher flach, eindimensional, voller Klischees.

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