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Veröffentlicht am 03.08.2020

Die Schattenschwester wird zum leuchtenden Stern

Die Schattenschwester
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Zum Inhalt:
Star, die schüchternste und stillste Schwester, will nach dem Tod ihres Adoptivvaters Pa Salt zunächst eigentlich nichts über ihre Herkunft erfahren. Sie findet einen Job in einer Buchhandlung ...

Zum Inhalt:
Star, die schüchternste und stillste Schwester, will nach dem Tod ihres Adoptivvaters Pa Salt zunächst eigentlich nichts über ihre Herkunft erfahren. Sie findet einen Job in einer Buchhandlung und möchte sich langsam von ihrer Schwester CeCe abnabeln.
Bei der Arbeit zwischen verstaubten, alten Büchern kommt sie der Vergangenheit ihrer leiblichen Familie näher als sie dachte und schon bald findet sie sich auf einem alten Anwesen in Kent wieder.

Meine Meinung:
Die Schattenschwester ist der dritte Teil der Sieben Schwestern Reihe von Lucinda Riley. Nach dem, für mich eher schwächeren Band Die Sturmschwester, war ich nun sehr neugierig auf die Geschichte von Asterope, kurz Star. Sie ist die stillste der Schwestern und stand stets im Schatten von CeCe.
Während sie also langsam ihre Herkunft und Familiengeschichte erforscht, nabelt sie sich gleichzeitig von CeCe ab und stellt immer mehr die merkwürdige Beziehung zu ihrer dominanten Schwester in Frage. Zu recht, wie ich finde.
Wie immer wird die Geschichte der Hauptprotagonistin zum einen in der Gegenwart im Jahr 2007, sowie in der Vergangenheit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, erzählt. Hier hat die Autorin es geschafft, den englischen König und sein Leben in das vergangene Geschehen auf sehr interessante Weise einzuflechten.
Lucinda Riley erzählt die Familiengeschichte wortreich und gefühlsbetont, ohne dabei zu kitschig zu werden.
Ganz besonders habe ich den Buchhändler Orlando ins Herz geschlossen, der mit seiner antiquierten Art und seinen poetischen Worten oftmals ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert hat. Ich würde ihn so gerne mal kennenlernen 😁

Meine Bewertung:
🌟🌟🌟🌟/ 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2020

Düsterer Roman um die Obsession eines Mädchens

Ich will dein Leben
2

Im Sommer des Jahres 1986 belauert die 16jährige Tamsyn mit einem Fernglas das Haus auf den Klippen - ein schickes Anwesen in Cornwall, in der die schillernde Familie Davenport lebt. Tamsyns eigenes Leben ...

Im Sommer des Jahres 1986 belauert die 16jährige Tamsyn mit einem Fernglas das Haus auf den Klippen - ein schickes Anwesen in Cornwall, in der die schillernde Familie Davenport lebt. Tamsyns eigenes Leben ist nach dem Tod des geliebten Vaters trostlos geworden und so findet das traurige Mädchen eine bald schon ungesunde Faszination in den Davenports. Sie freundet sich mit deren aufmüpfige Tochter Edie an und erlebt schon bald, dass auch in dieser Familie nicht alles perfekt ist und manchmal der Schein trügt...

Die Autorin erzählt die Geschichte um die junge Tamsyn und das Haus auf den Klippen weitestgehend sehr ruhig, trotzdem spürt man die unterschwellig unheilvolle Atmosphäre - nicht zuletzt aufgrund der vielen Kapitel aus Tamsyns Sicht und den darin beschriebenen oftmals verstörenden Gedanken des Mädchens. Schnell wird klar, dass dieser Roman spannungsgeladen und überaus düster ist, was sich im großen Finale des Buches ausdrückt.
Ein Plus für mich sind weiterhin die einzelnen Kapitel von anderen Protagonisten wie zum Beispiel Tamsyns Bruder Jago, sodass man auch deren Sicht der Dinge und Gedanken kennenlernt.

Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen, denn sie hat mich mit ihrer unheilschwangeren Stimmung gut unterhalten.

  • Cover
  • Handlung
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2020

Spannender Jugendthriller

Redric
0

Lynx, Tochter aus einem reichen Elternhaus, hat eigentlich alles, was sich ein Teenager wünschen kann. Trotzdem hat sie es mit ihren zahlreichen Phobien nicht immer leicht.
Auf einer Party begegnet sie ...

Lynx, Tochter aus einem reichen Elternhaus, hat eigentlich alles, was sich ein Teenager wünschen kann. Trotzdem hat sie es mit ihren zahlreichen Phobien nicht immer leicht.
Auf einer Party begegnet sie dem Außenseiter Redric, der, obwohl er verwahrlost und aggressiv auf sie wirkt, trotzdem etwas ganz tief in ihr berührt.
Lynx beschließt, mehr über ihn in Erfahrung zu bringen. Doch was sie über Redric und seine Familie aufdeckt, übersteigt fast gänzlich ihre Vorstellungskraft und sie findet sich schließlich in einem Albtraum wieder, der sie zwingt, über sich hinauszuwachsen. Aber kann sie Redric wirklich helfen und will er das überhaupt?

Ich muss zugeben, mir war die Hauptprotagonistin Lynx zu Beginn nicht sehr sympathisch. Sie hat sich selbst zu sehr in die Opferrolle gedrängt und ich hatte deshalb etwas Mühe, mit ihr warm zu werden. Im Verlauf der Geschichte hat sie jedoch eine immense Entwicklung zu einer starken jungen Frau vollzogen, die mich beeindruckt hat. Sie kämpft für Redric und für Gerechtigkeit, und wächst dabei weit über sich hinaus.
Nachdem ich beim Lesen von Redrics Vergangenheit und seinen Dämonen erfuhr, erschien mir sein Verhalten absolut logisch und verständlich. Was ich aber teilweise nicht nachvollziehen konnte, war Lynx Handlungsweise. Da ich auf keinen Fall spoilern möchte, müsst ihr ihr hin und wieder widersprüchliches Verhalten selbst lesen ;) Ich sag nur typisches Teenangerverhalten 😁
Dieser Jugendthriller spricht das Thema sexuelle Gewalt an, weshalb ich eine Triggerwarnung anmerke.
Für alle, die Thriller/Krimis und spannende Geschichten im Bereich Jugend gerne lesen, möchte ich eine Empfehlung aussprechen. Lasst euch vorurteilsfrei in dieses tiefgründige Buch fallen und ihr werdet überrascht werden 😊

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.07.2020

Gruseliger Thriller über einen verlassenen Ort

Das Dorf der toten Seelen
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Die Filmemacherin Alice fährt mit 4 Gleichgesinnten in das Dorf Silvertjärn, das vor ziemlich genau 60 Jahren plötzlich menschenleer aufgefunden wurde. Lediglich ein Baby konnte im Krankenzimmer der Schule ...

Die Filmemacherin Alice fährt mit 4 Gleichgesinnten in das Dorf Silvertjärn, das vor ziemlich genau 60 Jahren plötzlich menschenleer aufgefunden wurde. Lediglich ein Baby konnte im Krankenzimmer der Schule gerettet werden. Doch was geschah mit den anderen Einwohnern? Dieser Frage möchte Alice in einem Dokumentarfilm nachgehen. Doch bald nach ihrer Ankunft geschehen die ersten mysteriöse Dinge und Alice muss sich fragen, ob sie allen in ihrem Team vertrauen kann.

Das Setting ist für einen Fan von verlassenen Orten, wie moi, ein Traum. Die Geschichte beginnt mit der Autofahrt nach Silvertjärn und bald finden wir uns auch schon mitten im Geschehen, auf dem Marktplatz, wieder. Die Autorin beschreibt Schauplätze wie zum Beispiel die alte Schule, das Pfarrhaus oder auch die normalen Wohnhäuser des Dorfes schaurig und anschaulich mit dem Gewissen I-Tüpfelchen an Düsternis. I like!
Im Verlauf der Geschichte erfährt man als LeserIn die familiären Verstrickungen einiger Teammitglieder mit diesem gottverlassenen Ort und einem wird klar, warum es so wichtig ist, das Schicksal der Bewohner aufzuklären.
An dieser Stelle sei gesagt, dass religiöser Fanatismus eine größere Rolle in diesem Buch spielt. Mir war das vorher nicht klar, daher meine Erwähnung. Wer davon nichts lesen will, sollte die Finger davon lassen. Ich persönlich fand diesen Part unglaublich interessant.
Lediglich die Auflösung am Ende war für mich schwerer verdaulich, daher ziehe ich bei meiner Bewertung ein halbes Sternchen ab 😉
🌟🌟🌟🌟🌟 4,5/5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2020

Toller Roman mit Lehrbuch-Charakter!

Minnesota Winter
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Die Journalistin Elli lernt bei einem Vortrag den Naturburschen Greg kennen, der ein fast gänzliches autarkes Leben mitten im
Nirgendwo in Minnesota führt. Sie ist fasziniert von ihm und seinen Geschichten ...

Die Journalistin Elli lernt bei einem Vortrag den Naturburschen Greg kennen, der ein fast gänzliches autarkes Leben mitten im
Nirgendwo in Minnesota führt. Sie ist fasziniert von ihm und seinen Geschichten und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Bald schon besucht sie ihn in seiner Cabin und lernt dabei das raue Leben im schneebedeckten Winter Minnesotas kennen. Ohne Strom und fließend Wasser muss sie sich irgendwann die Frage stellen: Hat sie sich wirklich in Greg oder eher in die Natur an diesem einsamen Ort verliebt?

Das Buch besticht meiner Meinung durch Elli‘s Naturbeschreibungen, die den Leser/die Leserin in die Winterlandschaft Minnesotas eintauchen lassen, ohne sich dabei in zu kleinen Details zu verlieren.
Die Autorin schreibt schnell und sachlich, was für den Schreibfluss vorteilhaft ist. Dadurch flog ich nur so durch die Seiten und hatte das Buch in wenigen Tagen beendet. Leider hat mich die sachliche Darstellung davon abgehalten, mit den Hauptcharakteren Elli und Greg warm zu werden. Ich mochte weder Elli besonders gern, noch Greg, der für mich im übrigen im Verlauf der Geschichte zum Narzissten mutierte. TROTZDEM bewerte ich das Buch mit sehr gut, was überaus ungewöhnlich für mich ist 😁
Mir hat einfach der Lehrbuch-Charakter dieser Geschichte sehr gefallen und ich bin mir sicher, niemand legt dieses Buch aus der Hand ohne etwas über Minnesota, die Tiere dort oder eine autarke Lebensweise gelernt zu haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere