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Veröffentlicht am 16.09.2022

Das Leben nach einer niederschmetternden Diagnose

halbtote schmetterlinge
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Dies ist unter autobiographischem Hintergrund die Geschichte von Ambühl, dem Mann ohne Vornamen, der mitten im Leben die Diagnose „Prostatakrebs – unheilbar“ erhält.

Es ist eine Auseinandersetzung mit ...

Dies ist unter autobiographischem Hintergrund die Geschichte von Ambühl, dem Mann ohne Vornamen, der mitten im Leben die Diagnose „Prostatakrebs – unheilbar“ erhält.

Es ist eine Auseinandersetzung mit dieser Diagnose und den damit verbundenen Behandlungsmethoden. Sehr ehrlich erzählt der Autor, welche Konsequenzen es auch gerade auf sein Liebesleben hat und wie sehr er mit sich ringt. Mit sich und seinem Selbstverständnis als Mann und was ihn jetzt noch ausmacht.

Aber auch sein Umfeld kommt nicht zu kurz und er beschreibt, wie seine Freundin mit der Situation umgeht und welche neuen Wege sie als Paar jetzt gehen, um sich wieder zu definieren.

Ein sehr ehrlicher Roman über den Umgang mit einer unheilbaren Krankheit, verbunden mit all den Gedanken, die einen nach einer solchen Nachricht ereilen. Rückblicke und Ausblicke – verbunden mit viel Hoffnung auf Leben.

Mich hat die Offenheit berührt und angesprochen, wenngleich ich mit dem Protagonisten nicht richtig „warm“ geworden bin. Dennoch bin ich der Meinung, dass diese Diagnose dem Helden der Geschichte zu mehr Tiefgang in seinem Leben verholfen hat und er das bestmöglichste aus der gegebenen Situation gemacht hat.

Ein Roman über ein Todesurteil, mit dem es umzugehen gilt – eine Hommage an das Leben und seinen Möglichkeiten und ein Zeugnis von zwischenmenschlichen Beziehungen, die mitwachsen und sich verändern dürfen. Nicht nur für Betroffene eine lohnende Lektüre – sondern auch für Gesunde ein Input über die Selbstverständlichkeiten nachzudenken und sein Leben neu zu bewerten.

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Wie eine unbedeutende Entscheidung ein Leben beeinflussen kann

Sonnenblumentage
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Jeder von uns kennt sie: die Frage, „was wäre, wenn…“. Wir treffen jeden Tag unzählige große und kleine Entscheidungen, die den weiteren Verlauf unseres Lebens bestimmen.

Die Autorin hat sich dieses Gedankenkonstrukt ...

Jeder von uns kennt sie: die Frage, „was wäre, wenn…“. Wir treffen jeden Tag unzählige große und kleine Entscheidungen, die den weiteren Verlauf unseres Lebens bestimmen.

Die Autorin hat sich dieses Gedankenkonstrukt zu nutzen gemacht und spielt zwei Varianten durch. In beiden Fällen geht es in der Hauptsache um Marie, eine Floristin, die vor kurzen ihre Mutter verloren hat. Zunächst lernen wir sie und ihr Umfeld kennen (und lieben) und dann trifft sie in Kapitel drei eine Entscheidung, die ziemlich alltäglich ist und auf den ersten Blick unbedeutend wirkt.

Ab dann entwickeln sich zwei Erzählstränge: „Was wäre, wenn die bleibt“ und „Was wäre, wenn sie geht“. Insofern hat man also zwei parallel verlaufende Geschichten und switcht zwischen den Handlungen hin und her.

Relativ schnell hatte ich meinen Favoriten und ich habe mit ihr und ihrem weiteren Werdegang mitgefiebert und habe ich mich „einlullen“ lassen, von all dem Positiven, was ihr begegnet – dabei war der andere Strang auch nicht uninteressant und hatte auch durchaus seinen Reiz. Vieles findet in beiden Versionen ihren Platz – so auch die verzweifelte Suche nach einem gemalten Bild ihrer Künstlermama, von dem auch der Titel des Buches stammt.

Alles in allem eine sehr innovative Idee an ein Buch heran zu gehen und das Leben in verschiedene Richtungen laufen zu lassen. Ich habe mich hervorragend unterhalten gefühlt und bin nur so durch die Seiten geflogen. Alles in allem sehr schlüssig und manchmal auch unerwartet und überraschend.

Es war ein phantastischer Roman für laue Sommerabende und die Idee dahinter begeistert mich noch immer sehr. „Was wäre, wenn…Du Dich einfach mal traust“?

Ich bin begeistert und habe es sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 01.09.2022

Hatte viel Hoffnung in das Buch

Amen: Wie die Luft zum Atmen
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Ich hatte mir so viel von dem Buch versprochen. Liegt doch mein eigenes Gebetsleben seit Jahren mehr oder minder brach. Ich hatte mir Tipps und Methoden verhofft, habe es aber schlussendlich gar nicht ...

Ich hatte mir so viel von dem Buch versprochen. Liegt doch mein eigenes Gebetsleben seit Jahren mehr oder minder brach. Ich hatte mir Tipps und Methoden verhofft, habe es aber schlussendlich gar nicht mehr bis zum Ende gelesen.
Das Buch ist mehr eine Aneinanderreihung von persönlichen Lebensschritten im Leben von Jill Weber, die als Autorin, Sprecherin, Pionierin von verschiedenen Gebetsbewegungen bezeichnet wird. Ich dachte mir: die Frau hat mir was zu sagen…. aber es ist dann leider verhallt.
Jedes Kapitel beginnt mit einer für mich willkürlichen Überschrift, die so alles und nichtssagend ist, dass ich später Schwierigkeiten hatte, etwas wieder zu finden, was ich nochmal nachlesen wollte. Dann folgt eine Bibelstelle, gefolgt von Episoden aus ihrem Leben. Es endet mit einer „Einladung“ – in der manchmal kurze fremde Texte veröffentlicht wurden und die man laut lesen und auf sich wirken lassen soll. Dann folgt noch ein kurzes Gebet.
Mein Problem mit dem Buch war folgendes: ich hatte mir etwas anderes erhofft, dachte, man könnte Leben miteinander vergleichen und voneinander lernen. Aber mein Eindruck war, dass sie so ganz anders lebt, hofft und glaubt, als ich es tue.
Es ist eigentlich auch kein Buch, welches sich zu einer gemütlichen Leserunde am Abend eignet. Die Kapitel bauen nicht wirklich aufeinander auf, sodass es mehr so eine Sammlung von Anekdoten ist – aber als ein aufbauendes Werk, in dem man nochmal gerne nachschlägt, ist es auch nicht. Dafür sind die Überschriften zu beliebig und ich finde nicht wieder, was ich nochmal vertiefen wollte.
Für Menschen, die fest im Glauben stehen und ab und zu einem Zweifel erlegen, mag das Buch hilfreich sein. Sie sind in der Materie und können damit arbeiten. Für Menschen wie mich, die nicht im christlichen Kontext leben und arbeiten und die sich im Laufe der Jahre entfernt und entfremdet haben, ist es ehr nicht geeignet. Schade – ich hatte wirklich große Hoffnungen auf und in das Buch gesetzt.

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Veröffentlicht am 11.08.2022

eine längst überfällige Lektüre für christliche Kreise

Gläubig. Depressiv. Gehalten.
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Ich war ganz begeistert, als ich hörte, dass es ein "frommes" Buch von einem Menschen gibt, der zum einen aus der Betroffenenseite, als auch von der Helferseite aus schreibt. Ein Buch über Depressionen ...

Ich war ganz begeistert, als ich hörte, dass es ein "frommes" Buch von einem Menschen gibt, der zum einen aus der Betroffenenseite, als auch von der Helferseite aus schreibt. Ein Buch über Depressionen und Angststörungen aus erster Hand - aber eben nicht nur als schnöder Betroffenenratgeber, eben auch fachlich fundiert (und auf deutsche Verhältnisse angepasst)

Man spürt es dem Autor ab, dass er weiß, wovon er schreibt und das empfinde ich als großen Pluspunkt. Zudem wird er auch nicht müde zu erklären, dass das eine Erkrankung ist, die eben adäquater Behandlung bedarf. Er bedient sich hier dreier Säulen, auf die der Umgang mit solchen Erkrankungen ruht: Gesprächstherapie, Medikamente und Menschen.

Endlich wird Tacheles gesprochen und nicht mehr nur stupid darauf verwiesen, dass man als betroffener Christ einfach nicht genug glaubt oder/und betet. Sehr erfrischend.

Seine Schilderungen sind nachdrücklich und glaubwürdig und er räumt mit dem Unsinn auf, dass das eine Strafe Gottes sei, wenn man an einer psychischen Erkrankung erkrankt. Und dennoch ist er Gottesfürchtig und demütig. Aber er öffnet die Türen für viele Betroffene, die bisher nur "bebetet" wurden und denen fachliche Hilfe verwehrt wurde.

Ich bin begeistert und überaus dankbar für diese Lektüre, die hoffentlich von den Richtigen gelesen wird.

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Veröffentlicht am 03.07.2022

Brilliant, wie von der Autorin gewohnt

Der Bewunderer: Thriller
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Dies ist bereits der 7 Band um die Spezialermittlerin Laura Kern und ich habe ihn mit großer Spannung und Vorfreude verschlungen.
Nach so vielen grandiosen Bänden der Autorin war ich mir nicht sicher, ...

Dies ist bereits der 7 Band um die Spezialermittlerin Laura Kern und ich habe ihn mit großer Spannung und Vorfreude verschlungen.
Nach so vielen grandiosen Bänden der Autorin war ich mir nicht sicher, ab sie das hohe Niveau halten kann, welches sie selbst vorgelegt hat. Ich kann mit Fug und Recht sagen, dass sie meine Lieblingsautorin ist und ich lese und höre alles von ihr, auch mehrmals.
Aber nun zum neuen Fall: auf einer riesigen bemalten Leinwand wird eine Frau gefunden, die kunstvoll auf dem Bild drapiert wurde. Zudem befinden sich noch ein paar weitere Utensilien auf dem Kunstwerk und geben den Ermittlern Rätsel auf.
Catherine Shepherd versteht es meisterhaft ein Netz aus feinen Spuren zu hinterlassen und man kann gar nicht anders, als „mit zu ermitteln“ – verschiedene Theorien werden aufgeworfen und verschiedene Menschen geraten ins Visier. Ab der Hälfte war ich sicher, wer der Täter sein muss und war gespannt, wie sich nun alles auflösen wird und wie lange Laura Kern braucht, um das auch zu sehen. Aber wie eigentlich immer, bin ich der Autorin auf den Leim gegangen und das Finale war eine grandiose Auflösung.
„Wenn er Dich bewundert, dann will er dich für immer“ – so die Überschrift des Klappentextes. Es ist fantastisch, wie die Autorin immer Fälle konstruiert, die in sich so schlüssig und am Ende so klar sind. Spannung hoch 10 und eine atemlose Jagd nach dem Täter.
Dies ist ein Band in einer Reihe um die Ermittlerin, kann aber hervorragend ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Allerdings kann man dann nicht so nahtlos in die Verstrickungen und Beziehungsdinge der Protagonisten eintauchen, wie als „alter Hase“ – das tut dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch. Ich finde die Mischung aus „Fall“ und „Privatem“ sehr gelungen – nicht zu viel und nicht zu wenig. Inzwischen habe ich Laura ins Herz geschlossen und auch ihren Partner Max mag ich sehr, wenngleich ich nicht alles gut finde, was er so treibt.
Eine klare Leseempfehlung, verbunden mit der Hoffnung, dass es weitergeht mit Laura und den anderen. Ich kann gar nicht genug bekommen.

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