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MrInsomnia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

mal was anderes

wir sind pioniere
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da sitze ich nun im rezensionsraum und denke nur schreib schreib schreib schreib doch eine rezension im stil des buches das machen sicher einige warum nicht ist doch für dich selbst auch eine art pioniertätigkeit ...

da sitze ich nun im rezensionsraum und denke nur schreib schreib schreib schreib doch eine rezension im stil des buches das machen sicher einige warum nicht ist doch für dich selbst auch eine art pioniertätigkeit In dem Buch “Wir sind Pioniere” konnte ich mich viel schneller an den interpunktionslosen Schreibstil gewöhnen, als ich es erwartet hatte. Die Seiten flogen nur so dahin, während ich mich in die Gedankenwelt von Bruckner und Vero vertiefte. Der pionierhafte Stil, der ihre raschen Überlegungen widerspiegelt, treibt die eigentliche Geschichte voran: ein Paar, eine offene Beziehung und eine Schwangerschaft. Dieses Potenzial für eine eindrucksvolle Erzählung wird geschickt genutzt. Der Autor nimmt uns mit auf eine kurze Reise durch die Geschichte von Bruckner, Vero und Keno. Wir erleben die Herausforderungen einer offenen Beziehung (oder doch einer Dreiecksbeziehung?) und die Spannungen, die die Konstellation mit sich bringt. Insgesamt war es eine fesselnde Leseerfahrung. Ich würde gerne wissen, wie es mit allen weitergeht. Welche Wendungen werden die Beziehungen nehmen? Wie werden sie mit den neuen Entwicklungen umgehen? “Wir sind Pioniere” ist ein Buch, das ich jedem Leser und jeder Leserin empfehlen kann, die auf der Suche nach einer spannenden neuen Leseerfahrung sind.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

moderner Öko-Thriller

Der Wald
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Das Cover von Der Wald (im Original Birnam Wood) hat mich sofort angesprochen. Die Vorstellung, dass es sich hierbei um einen Thriller rund um eine Guerilla-Gardening-Gruppe handelt, hat mich gleich begeistert. ...

Das Cover von Der Wald (im Original Birnam Wood) hat mich sofort angesprochen. Die Vorstellung, dass es sich hierbei um einen Thriller rund um eine Guerilla-Gardening-Gruppe handelt, hat mich gleich begeistert. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hat mich der Text rasch in seinen Bann gezogen, und ich fand mich in einem fiktiven Neuseeland wieder. Dort entfaltet sich ein wahrhaft spannender Thriller um die Protagonisten Mira, Tony und die Birnam-Wood-Gruppe. Die Geschichte nimmt im Verlauf des Buches immer mehr an Fahrt auf – eine Entwicklung, die ich nach den ersten Seiten nicht erwartet hätte. Einzig bei der Diskussion über Intersektionalität innerhalb der Birnam-Wood-Gruppe hat mich die Autorin kurzzeitig verloren. Obwohl das Thema interessant ist und lebhaft die internen Debatten in solch einer Gruppe widerspiegelt, hat es meinen Lesefluss stark gebremst. Insgesamt handelt es sich um einen fesselnden Thriller, den ich so nicht erwartet hatte. Die gut lesbare Sprache macht das Buch zu einem lohnenswerten Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Fesselnd

Sommerhaus am See
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Der Autor David James Poissant wird von Kritikerinnen und Kritikern vielfach gelobt, und nun konnte ich mich selbst von seinem Können überzeugen. In seinem Buch “Die Familie Starling” entführt er uns an ...

Der Autor David James Poissant wird von Kritikerinnen und Kritikern vielfach gelobt, und nun konnte ich mich selbst von seinem Können überzeugen. In seinem Buch “Die Familie Starling” entführt er uns an einen malerischen See, wo die Familie Starling jedes Jahr den Sommer verbringt. Die Eltern, Richard und Lisa, teilen das Haus mit ihren Kindern, Michael und Thad, sowie ihren jeweiligen Partnern, Diane und Jake. Durch die Augen verschiedener Protagonisten tauchen wir in die Tiefen ihrer Geschichten ein. Hinter den Fassaden verbergen sich Schicksale, die zu Beginn nicht voraussehbar waren. Alkohol, Drogen, Affären, Geld und natürlich Liebe – all diese Themen spielen eine Rolle. Der Schreibstil des Autors hat mich von Anfang an gefesselt. Die Geschichte entfaltet sich auf fesselnde Weise, und ich kann verstehen, warum David James Poissant so hoch gelobt wird. Aus meiner Sicht ist dieses Lob vollkommen gerechtfertigt.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

was will ich vom Leben?

Mit den Jahren
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Janna Steenfatts Roman “Mit den Jahren” verspricht, sowohl mitreißend als auch nachdenklich stimmend zu sein. Für mich war der Schreibstil von Steenfatt definitiv mitreißend. Der Text ist nicht allzu anspruchsvoll, ...

Janna Steenfatts Roman “Mit den Jahren” verspricht, sowohl mitreißend als auch nachdenklich stimmend zu sein. Für mich war der Schreibstil von Steenfatt definitiv mitreißend. Der Text ist nicht allzu anspruchsvoll, oft sehr direkt und lässt sich leicht lesen. Die Geschichte dreht sich um die drei Hauptfiguren Eva, Lukas und Jette. Kapitel für Kapitel gewährt uns die Autorin Einblicke in ihre individuellen Gedankenwelten, ihre Sicht auf ihre Lebensrealität und ihre Lebensentwürfe. Als Leser:in sind wir hautnah dabei, wenn diese Charaktere aufeinandertreffen und wir in verschiedene Lebenswelten eintauchen. Trotz des angenehmen Schreibstils fehlte es mir persönlich an Tiefe. Besonders der Künstler Lukas wurde mir von Seite zu Seite unsympathischer. Obwohl die Einblicke in die jeweiligen Welten interessant sind, stimmten sie mich nicht nachdenklich. Alles blieb eher an der Oberfläche, und das Aufeinandertreffen der Figuren wirkte merklich konstruiert. Schade, denn aus dem Stoff hätte man durchaus noch mehr herausholen können.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Wahnsinnig beeindruckender Roman

Wo die Asche blüht
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Natürlich weiß man aus der Schule, dass es einen Vietnamkrieg gab. Viel mehr hatte ich mich damit und mit den Folgen des Krieges bis dato nicht befasst. Gerade für Vietnames:innen und Amerikaner:innen ...

Natürlich weiß man aus der Schule, dass es einen Vietnamkrieg gab. Viel mehr hatte ich mich damit und mit den Folgen des Krieges bis dato nicht befasst. Gerade für Vietnames:innen und Amerikaner:innen ist es ein viel näheres Thema. Der Text von Nguyễn Phan Quế Mai hat mich aber sofort in seinen Bann gezogen und mich in eine für mich völlig neue Welt entführt. Der Roman hat es sofort geschafft, mich in die Atmosphäre und die Geschichte hineinzuziehen. Beeindruckend ist, wie das geschafft wurde, da der Text auch sehr leicht zu lesen ist und man dadurch quasi noch näher am Geschehen dran ist. Inhaltlich verfolgen wir drei Handlungsstränge, die sich mit der Zeit verbinden: Die Geschwister Trang und Quynh beschließen, in Saigon in einer Bar zu arbeiten, um die Eltern finanziell zu unterstützen. Dann haben wir Phong, der nach Amerika reisen will und dafür ein Visum braucht. Und zuletzt Dan, ein ehemaliger GI, der nach über 4 Jahrzehnten zurück nach Vietnam kommt. Ein ausgesprochen beeindruckender Roman, der mir sehr gefallen hat und den ich absolut empfehle.

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