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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

spannender Spionagethriller

Der Ire
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Spionagethriller gibt es viele, doch Peter Mann beschreitet mit seinem Roman “Der Ire” neue Wege. Anhand von zwei verschiedenen Manuskripten erzählt er die Geschichte eines irischen Spions – doch welche ...

Spionagethriller gibt es viele, doch Peter Mann beschreitet mit seinem Roman “Der Ire” neue Wege. Anhand von zwei verschiedenen Manuskripten erzählt er die Geschichte eines irischen Spions – doch welche Version entspricht der Wahrheit? Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Peter Mann versteht es meisterhaft, die Spannung kontinuierlich zu steigern. Die beiden Handlungsstränge erfordern einiges an Mitdenken, und es ist hilfreich, sich ein wenig in der Geschichte auszukennen, um der Erzählung - ohne ständig Google und Co zu befragen - folgen zu können. Gelegentlich werden Nebenschauplätzen für meinen Geschmack zu viel Raum gegeben, was jedoch den insgesamt positiven Eindruck nicht schmälert. “Der Ire” ist ein hervorragend geschriebener Spionagethriller, der durch die doppelte Perspektive erfrischend und neu wirkt. Ich empfehle dieses Buch wärmstens!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Spannende Gerichtsmedizin

Über Leben und Tod
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Ich bin schon seit einiger Zeit Fan des Podcasts von Klenk und Reiter, und umso mehr hat es mich gefreut, dass es nun auch ein Buch dazu gibt. Florian Klenk beschreibt anhand der Biographie von Christian ...

Ich bin schon seit einiger Zeit Fan des Podcasts von Klenk und Reiter, und umso mehr hat es mich gefreut, dass es nun auch ein Buch dazu gibt. Florian Klenk beschreibt anhand der Biographie von Christian Reiter und einigen interessanten österreichischen Fällen die Gegebenheiten und die aktuelle Situation der Gerichtsmedizin in Österreich. Einige Fälle des Buches kennt man natürlich aus den Medien, wie den tragischen Tod von Marcus Omofuma bei seiner Abschiebung oder die Morde von Elfriede Blauensteiner. Die gerichtsmedizinischen Hintergründe sind teils erschreckend, teils faszinierend. Besonders interessant ist, wie aus Informationen wie Madenbefall oder Mageninhalt Rückschlüsse auf die letzten Lebensstunden und die Todesumstände gezogen werden können. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen und ist äußerst kurzweilig. Es bietet spannende Einblicke in die Gerichtsmedizin. Klare Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

der Hundertjährige Krieg hautnah

Winterwölfe
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Nach “Essex Dogs” liegt nun der zweite Teil “Winterwölfe” der Trilogie von Dan Jones vor. Der Hundertjährige Krieg und insbesondere das Mittelalter haben mich schon immer interessiert und fasziniert. Erst ...

Nach “Essex Dogs” liegt nun der zweite Teil “Winterwölfe” der Trilogie von Dan Jones vor. Der Hundertjährige Krieg und insbesondere das Mittelalter haben mich schon immer interessiert und fasziniert. Erst sehr spät bin ich auf diese Trilogie gestoßen. Nachdem im ersten Teil die Charaktere eingeführt wurden und die Schlacht von Crécy geschlagen wurde, geht es im zweiten Band um die Belagerung von Calais in den Jahren 1346/47. Auch der zweite Band zieht den Leser bzw. die Leserin sofort ins Mittelalter. Hautnah erlebt man diese brutale Zeit. Der Autor versteht es meisterhaft, die Atmosphäre des Mittelalters einzufangen und zu beschreiben. Für Geschichtsinteressierte bietet das Buch einen wunderbaren Einblick in den bedrückenden Alltag jener Zeit. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Von der ersten Seite an war ich geistig mitten im Mittelalter gefangen. Eine klare Empfehlung für alle, die sich für Geschichte und das Mittelalter interessieren!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Sprachgewaltig

Fischgrätentage
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Ich hatte schon lange keinen Lyrikband mehr in Händen, aber allein der Titel „Fischgrätentage“ hat mich sofort angesprochen. Abgesehen davon wusste ich nichts über den Inhalt des Buches. Doch schon nach ...

Ich hatte schon lange keinen Lyrikband mehr in Händen, aber allein der Titel „Fischgrätentage“ hat mich sofort angesprochen. Abgesehen davon wusste ich nichts über den Inhalt des Buches. Doch schon nach der ersten Seite konnte ich es nicht mehr weglegen. Die sprachgewaltigen Konstruktionen und Bilder, die beim Lesen im Kopf entstehen, haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Autorin zeichnet meisterhaft Bilder, die eindringlich im Gedächtnis bleiben. Es geht um Verlust, das Ende des Lebens und Erinnerungen. Viele Passagen habe ich mehrmals gelesen, weil sie mich an eigene Erfahrungen erinnerten und Gedanken zurückbrachten. Ich kann der Autorin nur danken: für dieses Buch, für diese Erinnerungen und für diese Verse auf höchstem Niveau. Eine sehr große Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

interessantes Langgedicht

Nachwasser
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In diesem Debüt-Langgedicht von Frieda Paris erleben die Leserinnen und Leser hautnah die Entstehung des Textes selbst: das Finden und beschreiben von Themen, das Strukturieren (oder auch nicht?), das ...

In diesem Debüt-Langgedicht von Frieda Paris erleben die Leserinnen und Leser hautnah die Entstehung des Textes selbst: das Finden und beschreiben von Themen, das Strukturieren (oder auch nicht?), das Referenzieren und die Entscheidung für einen Buchtitel. Zentral ist die Frage, was ein Gedicht denn alles darf? Aus der Schulzeit kennen wir wohl noch das eine oder andere Gedicht, das wir auswendig lernen "durften", aber ein Langgedicht darf mehr und soll auch mehr dürfen. Das Buch ist auch eine Collage von Texten, die auf verschiedensten Rückseiten von Zetteln geschrieben wurde, im speziellen von Zetteln aus dem Nachlass von Friederike Mayröcker. Durch die Arbeit mit diesen Zetteln und der Verbindung des darauf geschriebenen Textschnipsels mit der Rückseite ergibt sich eine dynamische Beschreibung der Erarbeitung dieses Langgedichtes. Wir erleben im Laufe wie der Text zusammengestellt wird, was sich die Autorin denkt, sind quasi beim Schreibprozess selbst dabei. Das Lesen des Buches wird dabei zu einer interessanten Erfahrung.

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