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MrInsomnia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

seichte Segelunterhaltung

Die Kranichfrauen
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Nachdem ich den Klappentext und eine kurze Leseprobe gelesen hatte, erwartete ich, dass die Geschichte zu einem guten Buch verarbeitet werden könnte. Ehrlich gesagt muss ich nach dem Lesen des gesamten ...

Nachdem ich den Klappentext und eine kurze Leseprobe gelesen hatte, erwartete ich, dass die Geschichte zu einem guten Buch verarbeitet werden könnte. Ehrlich gesagt muss ich nach dem Lesen des gesamten Buches sagen, dass ich mir deutlich mehr erhofft hatte. Die Handlung plätschert vor sich hin, die erste Hälfte ist noch in Ordnung, aber dann lässt sie nach. Aus meiner Sicht wurde das vorhandene Potenzial nicht voll ausgeschöpft. Die Geschichte der Protagonistinnen Paula und Anna ist an sich interessant und verdient es, erzählt zu werden. Leider konnte mich die Autorin mit den vielen Längen im Buch nicht überzeugen. Als Sommerlektüre am See, idealerweise beim Segeln, ist das Buch sicherlich geeignet, aber man sollte keine zu großen Erwartungen haben. Es bietet jedoch leichte Unterhaltung - einzig die Sehnsucht nach einem Segeltörn wird geweckt.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

die Scheinwelt der Influencer:innen

Fucking Famous
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Der Untertitel des Buches Fucking Famous von Anne Hashagen (“Wie ich zu einer Million Followern kam und dabei unendlichen Spaß hatte”) lässt fast vermuten, dass es sich um ein Sachbuch oder einen Ratgeber ...

Der Untertitel des Buches Fucking Famous von Anne Hashagen (“Wie ich zu einer Million Followern kam und dabei unendlichen Spaß hatte”) lässt fast vermuten, dass es sich um ein Sachbuch oder einen Ratgeber handelt. Tatsächlich ist es jedoch ein Roman, der uns in die Welt der Influencer:innen eintauchen lassen soll. In der Geschichte folgen wir der scheiternden Frau Lotte Hohenfeld, die mithilfe ihrer Freundin Tessa zur Social-Media-Berühmtheit wird. Der Wunsch, “berühmt zu werden”, treibt derzeit viele Menschen dazu, sich als sogenannte Influencer:innen auf sämtlichen Social-Media-Kanälen zu versuchen. Doch hinter der glänzenden Fassade verbirgt sich oft mehr Schein als Sein, wie aktuelle Nachrichten über vermeintliche Skandale in der Influencer-Welt bestätigen. Es ist ein Buch, das in mir nur ein "ja eh" auslöst. Das Buch kratzt zwar an der Oberfläche der Influencer:innen-Welt, geht aber nicht wirklich in die Tiefe. Der humorvolle Ton wirkt manchmal etwas erzwungen. Obwohl es sich leicht lesen lässt, hinterließ es bei mir keinen bleibenden Eindruck – daher: “ja eh!”

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Veröffentlicht am 30.09.2025

lauer Finnland-Krimi

Weißglut
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Ich muss zugeben, Krimis sind normalerweise nicht so mein Ding. Der Einstieg in dieses Buch war jedoch recht leicht, und der Beginn versprach viel. Die Beschreibungen der Landschaft und der Natur sind ...

Ich muss zugeben, Krimis sind normalerweise nicht so mein Ding. Der Einstieg in dieses Buch war jedoch recht leicht, und der Beginn versprach viel. Die Beschreibungen der Landschaft und der Natur sind dem Autor sehr gut gelungen; hier merkt man, dass er sich mit Finnland auskennt. Allerdings konnten mich die Charaktere letztendlich nicht überzeugen. Charaktere sind natürlich wichtig für eine starke Geschichte, aber manchmal schießen Charakterbeschreibungen über das Ziel hinaus und verwandeln einen Thriller in eine Komödie (Stichwort High Heels!). Insgesamt war es für mich kein Pageturner. Die Geschichte plätscherte vor sich hin, und zeitweise wusste ich nicht, ob ich noch weiterlesen wollte. Irgendwie fehlte mir das gewisse Etwas. Das Buch ist wohl eher ein laues Sommerbuch zum nebenher lesen, von dem man sich nicht zu viel versprechen sollte. Schade, denn ich denke, mit dem Stoff hätte man noch mehr machen können.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Rasanter Thriller

Das falsche Blut (Ishikli-Caner-Serie 2)
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Ein schlichtes Cover in Schwarz und Rot, eine Spritze, das falsche Blut - mit einem Blick ist klar, dass wir es hier mit einem Thriller zu tun haben. Philipp Gravenbach liefert nach "Der 8. Kreis" mit ...

Ein schlichtes Cover in Schwarz und Rot, eine Spritze, das falsche Blut - mit einem Blick ist klar, dass wir es hier mit einem Thriller zu tun haben. Philipp Gravenbach liefert nach "Der 8. Kreis" mit "Das falsche Blut" den zweiten Teil seiner Ishikli-Caner-Serie ab. Die Geschichte wird durch kurze Kapitel schnell vorangetrieben, und die Schauplätze wechseln recht rasch. Dieses Tempo kann einerseits spannend sein, andererseits geht es möglicherweise zu Lasten der Tiefe. Auf jeder Seite passiert etwas, fast schon zu viel, sodass die Charaktere und Hintergründe nicht ausreichend ausgearbeitet werden. Hier ist für mich noch viel Potential vorhanden, da die Grundidee ganz interessant ist. Das Buch ist dennoch ein klarer Pageturner, ideal für laue Sommerabende, wenn man sich von Seite zu Seite von spannender Thriller-Action mitreißen lassen möchte.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

starkes Debüt

Nach uns der Sturm
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Ich muss zugeben, dass ich mich zuvor noch nie intensiv mit der Geschichte Malaysias beschäftigt hatte. Das Land schien mir zu fern, um es gedanklich zu erfassen. Durch das Buch habe ich jedoch viel über ...

Ich muss zugeben, dass ich mich zuvor noch nie intensiv mit der Geschichte Malaysias beschäftigt hatte. Das Land schien mir zu fern, um es gedanklich zu erfassen. Durch das Buch habe ich jedoch viel über die Geschichte gelernt. Vanessa Chan präsentiert hier einen beeindruckenden Debütroman. Mit eindringlicher Sprache erzählt sie die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln: Cecily Alcantaras, eine Hausfrau, Mutter und Spionin, sowie ihre drei Kinder Jujube, Abel und Jasmin. Auf zwei Zeitebenen entfaltet sich die Erzählung von der britischen Kolonialisierung Malayas bis zur Besatzung durch die Japaner. Man kann sich kaum vorstellen, wie das Leben zu dieser Zeit gewesen sein muss. Die japanische Kolonialisierung war eine brutale Ära, und dieses Buch vermittelt uns ein kleines Stück davon. Ich empfehle es wärmstens als Lektüre!

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