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Veröffentlicht am 06.01.2025

Carmilla, Mutter von Dracula?

Carmilla
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Der irische Schriftsteller Joseph Sheridan Le Fanu wird als einer der bekanntesten Schriftsteller klassischer Schauerliteratur bezeichnet und doch ist der vorliegende Roman der Einzige aus Le Fanus Feder, ...

Der irische Schriftsteller Joseph Sheridan Le Fanu wird als einer der bekanntesten Schriftsteller klassischer Schauerliteratur bezeichnet und doch ist der vorliegende Roman der Einzige aus Le Fanus Feder, der es zu mehreren deutschen Übersetzungen gebracht hat.

Bekanntermaßen war Schauerliteratur im 19. Jahrhundert sehr gefragt. Lord Byron, Mary Shelley und Bram Stoker sind nur einige wenige bekannte Namen, die der schaurigen Literaturgattung jener Zeit maßgeblich prägten.
Die Novelle „Carmilla“, 1872 erstmals erschienen, hatte wohl einen sehr prägenden Einfluss auf Stokers sechsundzwanzig Jahre später erschienenen Roman „Dracula“ und nach der vorliegenden Lektüre kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, Le Fanu hätte sich wiederum von Mary Shelley und John William Polidori inspirieren lassen. Sei es drum.

„Carmilla“ brilliert mit einer sprachlichen Schönheit, wie sie selten anzutreffen ist. Bildgewaltig erzählt Le Fanu die Geschichte der jungen Laura, die mit ihrem Vater auf einem Schloss in der Steiermark lebt. Eine Erinnerung aus ihrer frühesten Kindheit lässt ihr auch Jahre später noch das Blut in den Adern gefrieren. Als die schöne, aber kränkliche Carmilla per Zufall den Weg auf das steiermärkische Schloss findet, staunt Laura nicht schlecht – die Ähnlichkeit zwischen der Frau aus ihrer traumatischen Kindheitserinnerung und Carmilla ist verblüffend. Zwischen den beiden entwickelt sich, aller Widrigkeiten zum Trotz, eine enge Freundschaft, die man fast schon als zarte Liebe bezeichnen könnte. Doch die Geschichte nimmt im Nachbarort ein jähes Ende.

Mit Eike Schönfeld liegt hier die dritte Übersetzung der Geschichte vor.
Worte wie „Mündel“ oder „Phantasmagorie“ lassen geneigte Leserherzen höherschlagen.
HobbitPress hat sich nicht lumpen lassen und eine fantastische Neuübersetzung dieser alten Geschichte mit hinreißendem Einband auf den Markt gebracht.

Klare Leseempfehlung für Liebhaber Klassischer Literatur!

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Veröffentlicht am 06.01.2025

Den Sturm zu überleben ist nur der Anfang

Dem Sturm entgegen
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„Dem Sturm entgegen“ ist bereits der zwanzigste Roman der irischen Schriftstellerin Cecelia Ahern.
Der Klappentext verspricht eine spannende, tiefgründige Geschichte.

Dr. Enya Pickering ist sechsundvierzig, ...


„Dem Sturm entgegen“ ist bereits der zwanzigste Roman der irischen Schriftstellerin Cecelia Ahern.
Der Klappentext verspricht eine spannende, tiefgründige Geschichte.

Dr. Enya Pickering ist sechsundvierzig, verheiratet, Mutter eines Sohnes, angesehene, erfolgreiche Ärztin und trotz all der offensichtlichen Erfolge an einem Punkt in ihrem Leben angelangt, an dem sie von den Schatten ihres Lebens eingeholt wird.
Als sie in einer sturmgepeitschten, dunklen Dezembernacht Ersthelferin bei einem Unfall mit Fahrerflucht das Leben des Unfallopfers rettet, ist das der buchstäbliche Beginn eines Sturmes, der in ihr toben wird. Trauer, Traumata, Angst, Schuld, Verlust sind nur einige wenige Themen, die Enya im Verlauf des Buches einholen.

Der Roman ist in 8 Abschnitte eingeteilt, die den keltischen Jahreskreisfesten zugeordnet sind. Enyas Geschichte wird fortlaufend erzählt. Obgleich es zahlreiche Wendungen in der Geschichte gibt, ist keine davon wirklich überraschend. Vielmehr wirken die Geschehnisse sehr konstruiert, künstlich und fast schon klischeeüberladen. Eine Geschichte mit echtem Tiefgang lässt sich zwischen den Seiten leider nicht ausmachen. Vielleicht ist das zumindest teilweise den beiden Übersetzerinnen geschuldet, denn es lassen sich unterschiedliche Schreibstile erkennen.

„Dem Sturm entgegen“ ist zweifelsohne eine nette Geschichte für zwischendurch. Wer inspirierende Weisheiten, hinreißenden Schreibstil und spannende Wendungen erwartet, wird vermutlich enttäuscht.

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