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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2024

Eine wilde Fahrt

Tschick
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Die abenteuerliche Reise von Maik und Tschick hat mich sehr gut unterhalten. Des öfteren musste ich schmunzeln über die Dialoge der beiden.

Maik ist ein eher ruhiger Außenseiter aus wohlhabenden Elternhaus. ...

Die abenteuerliche Reise von Maik und Tschick hat mich sehr gut unterhalten. Des öfteren musste ich schmunzeln über die Dialoge der beiden.

Maik ist ein eher ruhiger Außenseiter aus wohlhabenden Elternhaus. Tschick ist Russe und kommt neu in seine Klasse, wo er unnahbar und auf die anderen Schüler wie ein "Asi" wirkt. In den Sommerferien begeben sich die beiden mit einem geklauten Lada auf eine Reise. Sie wollen Urlaub machen und setzen sich als Ziel die Walachei, wo sie Tschicks Großvater besuchen wollen. Aber eigentlich ist eher der Weg das Ziel, denn ohne Karte, Kompass oder Handy/Navi ist die Orientierung für die beiden 14-jährigen schwer und die geraten in allerlei Abenteuer.

Letztendlich entsteht eine echte Freundschaft und sie haben einen unvergesslichen Sommer.

Zugegeben, was da so alles passiert ist nicht immer realistisch, aber mit viel Witz sehr unterhaltsam erzählt. Das Buch macht einfach Spaß.

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Veröffentlicht am 24.03.2024

Absoluter Pageturner

Geordnete Verhältnisse
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Dies war mein erstes Buch von Lana Lux und ich bin begeistert. Die Geschichte hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und die Autorin hat die einzelnen Charaktere sehr gut in den Schreibstil einfließen ...

Dies war mein erstes Buch von Lana Lux und ich bin begeistert. Die Geschichte hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und die Autorin hat die einzelnen Charaktere sehr gut in den Schreibstil einfließen lassen. Dieser unterscheidet sich zwischen den Abschnitten aus Philipps und aus Fainas Sicht sehr und rundet somit das Bild der Protagonisten gekonnt ab. Man kann sich gut in die Gefühle und Gedanken der Personen hineinversetzen.

Philipp und Faina lernen sich im Alter von 10 Jahren kennen und haben beide auf unterschiedliche Weise eine schwere Kindheit, in der sie sich gegenseitig Halt geben. Sie gehen mit ihren Erlebnissen jeder auf seine Art um und entwickeln sich sehr verschieden. Irgendwann kommt es zum Bruch und sie gehen für längere Zeit getrennte Wege, bis Faina plötzlich schwanger vor Philipps Tür steht und ihn um Hilfe bittet. Er ist finanziell unabhängig und sie verschuldet und allein. Es entwickelt sich eine Beziehung die zunehmend toxisch wird.

Es ist ein Buch über Kindheitstraumata, unterdrückte Wut, Frauenhass und Kontrollverlust. Wichtige Themen die leider alltäglich sind. Lana Lux zeigt uns die Geschichte von beiden Seiten, Hintergründe die sonst oftmals im Verborgenen bleiben. Mir hat es sehr gut gefallen und ich werde mir die Autorin auf jeden Fall merken.

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Veröffentlicht am 22.03.2024

Queer, authentisch und berührend - ein gelungenes Debüt

Sieben Sekunden Luft
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Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Das Buch spielt in verschiedenen Zeiten und diese sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt (Ich - Du - Sie), handeln aber immer von der gleichen Person, ...

Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Das Buch spielt in verschiedenen Zeiten und diese sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt (Ich - Du - Sie), handeln aber immer von der gleichen Person, nämlich Selah. Das ist clever gelöst und zeigt gleichzeitig die wachsende Entfremdung der Protagonistin.
Das Thema ist sehr interessant und authentisch erzählt. Man kann sich gut in Selah hineinversetzen und ihre Gedanken nachempfinden. Allerdings ist es keine leichte Lektüre aufgrund der Thematik. Es hat mich viel zum Nachdenken gebracht und ich habe immer nur kleinere Abschnitte gelesen und diese dann erstmal nachwirken lassen.

Selah hatte als Kind einige traumatische Erlebnisse, die sie sehr geprägt haben. Ihre Kindheit war nicht leicht, sie hat darin wenig Liebe und Geborgenheit erfahren. Sie versucht sich anzupassen und ihren Mitmenschen, vor allem ihrer Mutter, zu gefallen, um wenigstens ein bisschen Anerkennung und Liebe entgegengebracht zu bekommen. Irgendwann hält sie dieses Leben nicht mehr aus und nimmt sich eine Auszeit, um ganz allein für sich herauszufinden, wie es weitergehen soll.

Mir hat das Buch gut gefallen und es hat mich sehr berührt. Der Inhalt ist zu großen Teilen bedrückend und traurig, kann aber auch Hoffnung schenken. Wichtige Themen werden hier behandelt, die unbedingt Gehör finden sollten. Es handelt sich um einen Debüt-Roman und ich bin sehr gespannt was wir noch von Luca Mael Milsch hören werden. Ich werde auf jeden Fall die Augen offen halten.

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Veröffentlicht am 17.03.2024

Packend und überraschend

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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Das Buch ist optisch schon ein Hingucker mit dem grell pinken Cover und dem schwarzen Farbschnitt. Aber der Inhalt hat mich dann erst richtig überzeugt. Es ist durchweg richtig spannend vor allem gefällt ...

Das Buch ist optisch schon ein Hingucker mit dem grell pinken Cover und dem schwarzen Farbschnitt. Aber der Inhalt hat mich dann erst richtig überzeugt. Es ist durchweg richtig spannend vor allem gefällt mir, dass die Handlung nicht so vorhersehbar oder konstruiert wirkt. Es gibt überraschende Wendungen und interessante Charaktere. "Der Morgen" ist der Auftakt der Art Mayer Serie und mir gefällt Art als eigensinniger Ermittler. Er wirkt nach außen Recht ruppig, hat aber das Herz am rechten Fleck und eine interessante Vergangenheit. Ich freue mich auf die weiteren Bände.

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Veröffentlicht am 10.03.2024

Hallstatt spiegelverkehrt

Selbe Stadt, anderer Planet
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Der Roman "Selbe Stadt, anderer Planet" erzählt eine fiktionale Geschichte über reale Orte. Das Cover ist sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite sehr schön gestaltet. Mir gefällt auch die Haptik ...

Der Roman "Selbe Stadt, anderer Planet" erzählt eine fiktionale Geschichte über reale Orte. Das Cover ist sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite sehr schön gestaltet. Mir gefällt auch die Haptik des Buches. Es ist ein Hardcover ohne Umschlag und die Textur ist etwas rau bei dem Bild und glatt/glänzend bei der Schrift.

Es geht darum, dass der bei den Chinesen sehr beliebte Urlaubsort Hallstatt/Österreich in China quasi 1:1 nachgebaut wird. Dass das tatsächlich passiert ist, war bis zu dieser Lektüre tatsächlich an mir vorbeigegangen. Das war für mich daher schon Mal ein sehr interessanter und aufschlussreicher Aspekt.

Abgesehen davon dreht es sich um drei Hauptpersonen deren persönliche Lebensgeschichte und Verbindung mit dem Ort in Augenschein genommen werden. Johanna, die nach dem Tod ihres Vaters nach Hallstatt und zu ihrer Zwillingsschwester zurückkehrt. Andrej, der mit schwerkranker Frau und zwei Töchtern nach Hallstatt zugezogen ist. Und Ren, eine Chinese der in Österreich aufgewachsen ist und mit dem Projekt der Hallstatt-Kopie in China betraut wird.

Mit dem Schreibstil hatte ich so meine Probleme. Man merkt, dass es von einer Österreicherin geschrieben wurde. Manche Worte/Sätze wollten für mich auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben, da musste ich dann noch 1-2 lesen bis ich es verstanden habe. Ich hatte auch des öfteren Schwierigkeiten einzuordnen aus der Sicht welches Protagonisten gerade erzählt wird. Teilweise hat es ein paar Seiten gebraucht bis das klar wurde. Was die Handlung angeht wirkte es teilweise etwas übertrieben auf mich.

Insgesamt ein interessantes Thema, die Umsetzung war für mich aber nicht ganz so rund.

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