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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2025

Eine gute Mischung

Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister
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Ich mag Bücher, die von Timo Grubing illustriert sind, da greife ich immer gleich doppelt so gerne zu. Und hier ist die Geschichte genau so wundervoll wie die Zeichnungen, die ausgesprochen textnah gestaltet ...

Ich mag Bücher, die von Timo Grubing illustriert sind, da greife ich immer gleich doppelt so gerne zu. Und hier ist die Geschichte genau so wundervoll wie die Zeichnungen, die ausgesprochen textnah gestaltet sind.

Bodhi hat eine Liste. Eine Liste, die er innerhalb kürzester erledigen muss, denn seine frühere Heimat Nebelheim soll dem Erdboden gleich gemacht werden. Doch es klappt nicht wirklich wie geplant und Bodhi lernt Joe kennen. Und erlebt mit ihr ein großes Abenteuer.

Die Geschichte ist kurzweilig, aber punktet mit ihren starken, besonderen Charakteren, die jeder für sich liebenswert sind. Bodhi braucht Beständigkeit und findet den Umzug nach Neu-Nebelheim schrecklich. Joe ist anfangs noch sehr zurückhaltend und geheimnisvoll, was sich und ihrr Geschichte angeht, taut aber im Laufe der Erzählung auf und mir hat die beginnende Freundschaft zwischen den beiden sehr gefallen. Man fühlt richtig, wie sich die beiden gut tun. Auch der Gruselfaktor kommt nicht zu kurz, mehr verrate ich aber nicht. Dabei wechselt es mit humorvollen Momenten und man ist schnell angekommen und fiebert mit Bodhi und Joe mit, ob sie ihren Plan umsetzen können.

Die Geschichte ist eine Mischung aus Humor und Grusel, erzählt aber auch vom Tod, Verlust in vielerlei Form und Akzeptanz, bleibt dabei aber kindgerecht und einfach verständlich.

Mein Sohn hat die Geschichte auch sehr gerne gelesen und fand sie cool. Ihm hat vor allem Spooky gefallen, auch einer meiner liebsten Charaktere.



Für mich ein wundervolles Werk, passend zur kalten Jahreszeit, aber auch jederzeit anders lesenswert. Ein Mix aus etwas Grusel, einer Prise Humor und einer unerwarteten Tiefe. Kann ich jungen Lesern nur ans Herz legen.

Veröffentlicht am 11.10.2025

Leider nicht so gut wie erwartet

Dreizehnfurcht
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Hier hat mich der Klappentext gleich angesprochen und doch konnte mich die Geschichte am Ende nicht so mitreißen, wie ich es gerne gehabt hätte.
Momme ist zwanghaft und hat es dadurch schwer in dieser ...

Hier hat mich der Klappentext gleich angesprochen und doch konnte mich die Geschichte am Ende nicht so mitreißen, wie ich es gerne gehabt hätte.
Momme ist zwanghaft und hat es dadurch schwer in dieser schnelllebigen Welt. Doch dann soll er sich um ein abgelegenes Haus kümmern und stolpert so in ein anderes Berlin.
Die Geschichte wird aus den Sichten verschiedener Charaktere erzählt und man bekommt so umfassende Eindrücke. Dennoch bleibt es eher eine Erzählung, für mich gab es wenige Überraschungen und es fehlten mir grundlegende Spannungsmomente. Die Idee fand ich aber spitze. Ein Berlin, das neben dem echten Berlin existiert, aber ohne jegliche Errungenschaften der heutigen Zeit, von der wir doch so sehr abhängig sind. Zuerst wurde ich mit Momme nicht richtig warm, das hat sich im Verlauf gebessert und doch war er nicht vollständig greifbar für mich. Auch die anderen Charaktere blieben für mich etwas blass, wie allgemein die Beschreibung der Welt. Dennoch hat mir Dreizehneichen als Handlungsort gefallen, ein paar Beschreibungen mehr wären aber super gewesen. Es gab verschiedene Handlungsstränge, die am Ende zusammenlaufen und so auch die einzelnen Charaktere. Und doch hatte ich erwartet mehr von Momme zu erfahren.
Interessant, nur mich konnte es nicht so mitreißen, wie erwartet.

Veröffentlicht am 11.08.2025

Konnte mich nur teilweise überzeugen

Der kleine Bubu. Mittagsschlaf ganz schnell und fix? Der Bubu, der kennt alle Tricks!
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Mittagsschlaf ist bei uns kein Thema mehr bzw. kommt dann erst wieder. Ich war eher auf der Suche nach einem Geschenk für eine Freundin, habe es dennoch der 4-Jährigen vorgelesen. Für ihr Alter war die ...

Mittagsschlaf ist bei uns kein Thema mehr bzw. kommt dann erst wieder. Ich war eher auf der Suche nach einem Geschenk für eine Freundin, habe es dennoch der 4-Jährigen vorgelesen. Für ihr Alter war die Textmenge ok, wobei ich es selbst sehr lange zum vorlesen fand und wir es auf zwei Mal gelesen haben. Die Bilder sind schön gestaltet, aber eventuell etwas zu aufgeregt und unruhig für den Mittagsschlaf. Die Reime waren für mich teils unrund und wie schon geschrieben, schon recht lange, besonders für das Mittagsschlafalter. Ist dann eventuell eher für Kinder, die nach dem Kindergarten erledigt sind und die man mit festen Ritualen auch mittags zum schlafen bringen kann. Als ich den Titel gelesen habe, habe ich es direkt mit Schlafen in Verbindung gebracht, da im Dialekt auch mal Bubu machen gesagt wird.

Ich kann das Buch nur eingeschränkt empfehlen. An sich ist es eine schöne Geschichte aber recht viel Text. Zudem hat mir die Darstellung des großen Bubu, der den Erwachsenen ohne Probleme in den Schlaf hilft und des kleinen Bubus, der sich abmüht, nicht gefallen. Klar, Kinder tun sich teils schwer beim Einschlafen, aber auch bei Erwachsenen klappt es nicht immer so leicht. Mir ist bewusst, dass es absichtlich so dargestellt wurde, ich finde aber es vermittelt vielleicht ein unklares Bild.

Süße Idee, die Umsetzung hat mich nicht vollständig überzeugt.

Veröffentlicht am 11.08.2025

Guter Reihenstart

Nachtsilber (Band 1) - Die Dunkle Drachenhüterin
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Geschichten mit Drachen, Prophezeiungen und allerlei anderen fantastischen Elementen liebe ich einfach und muss sie lesen. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht, auch wenn es mir am Ende zu offen blieb, ...

Geschichten mit Drachen, Prophezeiungen und allerlei anderen fantastischen Elementen liebe ich einfach und muss sie lesen. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht, auch wenn es mir am Ende zu offen blieb, gerade für ein Kinderbuch.
Paisley lebt mit ihrem Bruder Dax und ihrer Mum, die Wissenschaftlerin ist, in einem großen Haus. Normalerweise erhält jedes Kind eine Prophezeiung bei Geburt, Paisley ist jedoch schon älter und regelrecht schockiert, als sie die Bedeutung erfährt. Denn sie soll bald sterben!
Dieser Auftakt ist der Start in ein fantastisches Abenteuer, bei dem die Drachen bisher noch ein wenig zu kurz kamen. Doch die Geschichte bietet jede Menge Potential für eine Fortsetzung. Und wer Interesse am Universum und Sternen hat, ist hier richtig.
Paisley ist ein starker Charakter, selbstbewusst und sie liebt ihre Familie abgöttisch und will sie beschützen. Genau so wie man selbst auch sein möchte. Die Geschichte ist ihrer Sicht und einer weiteren. So erhält man Einblicke in die Entwicklung und über das was noch so im Hintergrund abläuft.

Ein guter Start in die Reihe, dessen Ende mir persönlich noch zu viel offen lässt.

Veröffentlicht am 09.08.2025

Schöne Rezeptvielfalt

Einfach herzhaft & süß
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Da ich wenig auf Social Media unterwegs bin, war mir Dominic Süss kein Begriff. Nur neue Kochbücher nehme ich immer gerne in die Hand und da in meiner Sammlung eher (Brot-)Backbücher oder besondere Ernährungsweisen ...

Da ich wenig auf Social Media unterwegs bin, war mir Dominic Süss kein Begriff. Nur neue Kochbücher nehme ich immer gerne in die Hand und da in meiner Sammlung eher (Brot-)Backbücher oder besondere Ernährungsweisen zu finden sind, hat dieses Buch eines österreichischen jungen Kochs gleich meine Aufmerksamkeit erregt.
Der erste Eindruck ist auch positiv, es sieht ansprechend aus und die Rezepte klingen durchaus machbar, auch für diejenigen, die sich ans Kochen heranwagen. Ich habe auch einiges für mich gefunden, anderes war mir zu viel und manches passt gerade einfach nicht in die Saison (Kürbisgerichte u.ä.) und sind so vorerst nicht auf meine Nachkochen-Liste gewandert. Das ein oder andere Gericht war leider nicht nach meinem Geschmack, aber ich habe bisher noch kein Kochbuch gefunden, bei dem mir wirklich jedes Rezept zugesagt hat. Die Rezepte sind für mich gut beschrieben und definitiv machbar, für manchen Anfänger hätten die Erklärungen durchaus noch etwas umfangreicher sein können. Doch die Bilder zeigen ansprechende Ergebnisse, die man durchaus selbst auch zustande bekommt.
Meine Favoriten waren natürlich die Spätzle, die Eierschwammerl à la Crème und der Kaiserschmarrn der Süss-Oma. Recht einfache und klassische Gerichte, die man anhand der Beschreibungen gut nachkochen kann. Für die Eierschwammerl habe ich aber gemischte, gesammelte Pilze genutzt, die wir eingefroren hatten. Bisher habe ich nur eine kleine Anzahl an Rezepten getestet, da werden nach und noch noch weitere folgen.
Ein schönes Kochbuch mit einer ausgewogenen Vielfalt an Rezepten, das für manchen Anfänger noch etwas zu kompliziert sein kann. Für alte Hasen sind es wenig neue Rezepte, doch die von mir probierten Rezepte waren alle lecker und gut machbar.