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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2024

Elisabeths Geschichte

Nur nachts ist es hell
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Die Geschichte ist im Wesentlichen eine Autobiographie der Protagonistin Elisabeths Brugger / Tichy. Man begleitet sie auf ihrem Leben, in ihrer Kindheit, als Lazarettkrankenschwester, im Studium, als ...

Die Geschichte ist im Wesentlichen eine Autobiographie der Protagonistin Elisabeths Brugger / Tichy. Man begleitet sie auf ihrem Leben, in ihrer Kindheit, als Lazarettkrankenschwester, im Studium, als Ehefrau und als Mutter.

Den Schreibstil des Romans finde ich sehr angenehm. Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen. Die Figuren, insbesondere Elisabeth, haben auf mich sehr authentisch gewirkt. Was mich ein wenig irritiert hat, war das Missverhältnis zwischen Klappentext und tatsächlicher Geschichte. Anhand des Klappentextes hätte ich eine Geschichte erwartet, in der vor allem die Beziehung von Elisabeths Bruder zu seiner Schwägerin und daraus resultierende Spannungen und die von ihm versteckte jüdische Familie während der Nazi-Regenschaft steht. Das war hier klar nicht der Fall. Es handelt sich fast ausschließlich um die Biographie der Protagonistin, die jüdische Familie wird erst auf ca. Seite 270 von 316 erwähnt und dann auch nur für ein paar Seiten. Ich habe hier die Spannung vermisst, die ich mir durch die Geheimhaltung / den möglichen Verrat des Bruder Carl erhofft habe. So war schnell wieder die Luft draußen. Aufgrund des Klappentextes bin ich da wohl mit einer anderen Erwartung herangegangen, er hat mir eine falsche Vorstellung von der Geschichte verschafft.

Ansonsten habe ich den Roman aber gerne gelesen, insbesondere die Ausführungen über die Herausforderungen für die damaligen Frauen, den Arztberuf auszuüben. Auch die erwähnten Problematiken mit Abtreibungen und Frauenrechten waren sehr interessant zu lesen und sehr glaubhaft dargestellt. Insgesamt eine schöne gelungene Geschichte, die ich weiterempfehlen kann, aber die am Ende ganz anders war als erwartet.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Ausflug ins Märchenland

Mirror: Weiß wie Schnee
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Lena wird eines Tages in die Märchenwelt, genauer gesagt ins Märchen von Schneewitchen, geworfen, als ihre Doppelgängerin, Schneewittchens Stiefmutter, beschließt, dass der Tausch mit ihr ihre Probleme ...

Lena wird eines Tages in die Märchenwelt, genauer gesagt ins Märchen von Schneewitchen, geworfen, als ihre Doppelgängerin, Schneewittchens Stiefmutter, beschließt, dass der Tausch mit ihr ihre Probleme löst. Sie findet sich also im Schloss wieder und versucht, den Lauf der Geschichte zu ändern und sich mit Schneewittchen anzufreunden statt sie umzubringen. Gleichzeitig scheint ihre Doppelgängerin in Lenas "echtem" Leben einiges an Chaos anzurichten.

Für mich war es wirklich eine sehr kurzweilige und unterhaltsame Leseerfahrung. Ich habe das Buch tatsächlich in einem Rutsch durchgelesen und konnte es nicht aus der Hand legen. Der Schreibstil war einfach und durch viele Dialoge geprägt, aber hat gut zur Geschichte gepasst. Die Figuren sind authentisch, besonders die vielen liebenswerten Nebenfiguren haben es mir angetan und lassen die Geschichte lebendig werden. Teilweise musste ich auch wirklich laut lachen. Es wird damit auseinandergesetzt, ob denn die Antagonisten der Märchen wirklich "böse" sind und wieso sie als Bösewichte ihrer Geschichte gelten. Ich habe nie darüber nachgedacht, wie unlogisch Märchen tatsächlich erscheinen und wie wenig glaubwürdig die Handlungen darin sind. Nach der Lektüre dieser Geschichte hat man auf jeden Fall einen anderen Blick auf die Grimmschen Märchen. Für mich eine schöne, kurzweilige Geschichte, die ich gerne weiterempfehle!

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Außergewöhnliche Fantasy

Nightbirds, Band 1: Der Kuss der Nachtigall (Epische Romantasy)
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Gelungener Fantasy-Auftakt!

Matilde, Sayer und Aesa sind Nightbirds, d.h. sie verkaufen magische Küsse an ihre Kundschaft, jede der drei jungen Frauen verleiht eine einzigartige magische Gabe. Nachdem ...

Gelungener Fantasy-Auftakt!

Matilde, Sayer und Aesa sind Nightbirds, d.h. sie verkaufen magische Küsse an ihre Kundschaft, jede der drei jungen Frauen verleiht eine einzigartige magische Gabe. Nachdem die Nightbirds knapp einem Attentat entkommen, versuchen die die Verschwörung auszudecken und fliehen in den Untergrund. Denn magische Frauen werden von der Kirche gejagt, da ihnen vorgeworfen wird, von der "Quelle" gestohlen zu haben.

Das Thema der Geschichte hat mir sehr zugesagt. Die Idee der magischen Küsse ist einzigartig und gut umgesetzt. Der Schreibstil hat mir hier außergewöhnlich gut gefallen - er war sehr bildhaft und wunderschön. Womit ich ein paar Probleme hatte, waren die Protagonistinnen. Obwohl alle drei unterschiedlich sind, hatte ich Probleme, mich mit ihnen zu authentifizieren und insgesamt sind sie für mich doch recht flach geblieben und waren für mich auch austauchbar. Es hat das besondere an ihnen gefehlt. Dennoch kann die Geschichte mit einem angenehmen Spannungsbogen überzeugen und das Worldbuilding war überzeugend. Ich werde den zweiten Teil auf jeden Fall lesen und kann die Geschichte für Fantasy-Fans auf jeden Fall weiterempfehlen!

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