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Veröffentlicht am 17.06.2024

Neuanfang

Forgotten Garden
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Luisa ist eine talentierte Gartenarchitektin. Sie leidet unter ihrer Chefin von der sie wie eine Handlangerin behandelt wird. Gemeinsam mit ihrem plötzlich verstorbenen Mann hatte sie einen Traum. Sie ...

Luisa ist eine talentierte Gartenarchitektin. Sie leidet unter ihrer Chefin von der sie wie eine Handlangerin behandelt wird. Gemeinsam mit ihrem plötzlich verstorbenen Mann hatte sie einen Traum. Sie wollten ungenutzte Grundstücke in benachteiligten Wohngebieten übernehmen und sie zu Orten machen, an denen Menschen zusammen kommen konnten. An der englischen Küste in der Arbeitersiedlung Collaton, die dem sozialen Verfall ausgeliefert ist, wird Luisa ein verwildertes Grundstück angeboten, um einen Gemeinschaftsgarten anzulegen. Eigentlich hat Luisa kein Interesse mehr an diesem Projekt, doch dann trifft sie auf den Lehrer Cas, der nebenbei einen Boxclub leitet, um Jugendliche von der Straße zu holen und auf Harper, die Sozialstunden ableisten muss. Beide unterstützen Luisa, bis auch die ersten Anwohner Interesse zeigen, doch nicht alle stehen hinter diesem Projekt. Luisa zweifelt, ob dieser Neuanfang eine gute Idee für sie ist.

Einfühlsam und voller Wärme erzählt Sharon Gosling die Geschichte. Der flüssige Schreibstil ließ mich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Durch die bildhaften Beschreibungen setzte mein Kopfkino ein und zeigte mir wunderbare Bilder. Die Handlung ist gut aufgebaut und nachvollziehbar, obwohl einiges vorhersehbar war, störte es meinen Lesegenuss nicht. Die Charaktere sind liebenswert gezeichnet und machten im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch. Schnell war ich in der Handlung mitten dabei und wühlte an der Seite von Luisa in der Erde. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Harper, die sich rührend um ihren kleinen Bruder kümmert, da ihr Vater nicht in der Lage dazu war. Das Buch zeigt wie Pflanzen das Leben verändern können.

Mir hat dieser wunderbare Wohlfühlroman sehr gefallen und angenehme Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 07.06.2024

Unterhaltsame Familiengeschichte

Das Haus Kölln. Glänzende Zeiten
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Charlotte Kölln verlor sehr früh ihren Mann. Sein Hemdsärmel war in die Antriebswelle geraten und er verstarb. Wie sollte es weitergehen, denn ein beantragter Kredit war noch nicht bewilligt und ihr Sohn ...

Charlotte Kölln verlor sehr früh ihren Mann. Sein Hemdsärmel war in die Antriebswelle geraten und er verstarb. Wie sollte es weitergehen, denn ein beantragter Kredit war noch nicht bewilligt und ihr Sohn Peter studierte noch in Pinneberg. Als Frau war es Charlotte offiziell verboten die Firma zu leiten oder einen Kredit zu beantragen, doch sie ließ sich dadurch nicht unterkriegen. Als ihr ältester Sohn Peter die Arbeiterin Bertha heiraten will, ist sie nicht begeistert, doch Peter ließ sich davon nicht abbringen und so treffen zwei starke Frauen aufeinander und müssen sich arrangieren.

Der Einstieg in die Geschichte der Familie Kölln ist mir sehr leicht gefallen. Der erste Band dieser Saga umfasst die Zeit von 1886 bis 1898. Ich habe die Mitglieder der Familie gern begleitet. Die Autorin hat mutige Frauen erschaffen wie Marie Kölln, Bertha Kölln sowie Luisa Knauer, die dem Patriarchat trotzten und ihren eigenen Weg gingen. Dank des angenehmen Schreibstils ließ sich das Buch flüssig lesen, so dass die Seiten nur dahin flogen und ich angenehme Lesestunden verbracht habe. Sehr gespannt bin ich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 04.06.2024

Spannung bis zum Schluss

Krähentage
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Bei der Polizei hat man eine neue Einheit gegründet, es ist die Gruppe 4, eine Sondereinheit für komplexe Straftaten. Polizeioberkommissar Jakob Krogh und seine neue Kollegin Mila Weiss haben die Leitung ...

Bei der Polizei hat man eine neue Einheit gegründet, es ist die Gruppe 4, eine Sondereinheit für komplexe Straftaten. Polizeioberkommissar Jakob Krogh und seine neue Kollegin Mila Weiss haben die Leitung dieser Gruppe übernommen. Gleich am ersten Tag werden sie damit konfrontiert, dass ein Mann herumlief, der bereits drei Frauen überfallen und verletzt hatte. Am Rande dieser Ermittlungen stoßen sie auf die Leiche einer toten Frau, die nachweislich nach ihrem Tod noch lebend gesehen wurde. Wie kann dieses möglich sein? Einige Zeit später wird ein toter Student gefunden, der nach seinem Tod noch eine Vorlesung besucht hat. In beiden Fällen tauchen an den Tatorten ausgehungerten Krähen auf. Die Gruppe steht unter einem großen Erfolgsdruck, denn lange gibt es keine Spur, der sie folgen können bis ein Wettlauf gegen die Zeit eintritt.

Benjamin Cors hat bisher nur Krimis geschrieben und betritt mit diesem Buch das Thriller-Genre. Er hat es geschafft einen spannenden Thriller zu schreiben, der mich von Beginn an gefesselt hat, obwohl der Täter dem Lesenden bekannt ist. Einmal mit dem Buch begonnen, möchte man nicht mehr aufhören mit lesen. Mit einem packenden Schreibstil und einer geschickt aufgebauten Geschichte konnte mich der Autor von der ersten Seite in seinen Bann ziehen. Die Personen sind wunderbar gezeichnet, so dass man sie sich gut vorstellen konnte. Mit seinen bildhaften Beschreibungen versteht es Benjamin Cors eine besondere Atmosphäre zu zeichnen. Die Spannung blieb auf hohem Niveau und nahm am Schluss noch an Tempo zu.

Wer Thriller liebt, die von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln wissen, wollte dieses Buch lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diesen Thriller.

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Veröffentlicht am 29.05.2024

Vielschichtiger Roman

Keine Reue
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Barbara, die linke Anwältin und der Journalist Gernot Maienfeld, waren zu Beginn Sympathisanten der RAF gewesen und wechselten dann zu den Unterstützern über. Ein Leben in Wohlstand war ihnen früher gegen ...

Barbara, die linke Anwältin und der Journalist Gernot Maienfeld, waren zu Beginn Sympathisanten der RAF gewesen und wechselten dann zu den Unterstützern über. Ein Leben in Wohlstand war ihnen früher gegen den Strich gegangen, inzwischen hatte Barbara von ihren Eltern geerbt und sie konnten sich eine schöne Altbauwohnung im Stuttgart leisten. Sie hatten sich an Luxus gewöhnt und wollten ihn nicht wieder aufgeben. Als sie einige fällige Raten nicht begleichen konnten und die Zwangsversteigerung ins Gespräch kam, baten sie ihre erwachsenen Kinder Ben, Luise und Leon um Unterstützung, doch die lehnen ab, da das Verhältnis zu ihren Eltern nie gut war. So aktivieren sie alte Kontakte aus ihrer Vergangenheit. Ihr Sohn Ben hat andere Sorgen. Bei einer Messerstecherei geht er dazwischen und wird selbst verletzt. Ben kann sich nicht an den Tathergang erinnern. Es ist ihm schon öfter passiert, dass er Gedächtnislücken hat. Da vermutet wird, dass ein Clanmitglied die Tat begangen hat, schwebt er als einziger Zeuge in Gefahr.

Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Er spielt einmal in den späten 1980er Jahren und im Jahr 2019. Zusätzlich werden die Kapitel aus der Sicht von Ben, Barbara, der Kommissarin Charlie sowie Gernots verschwundenen Bruder Lukas Isensee erzählt. Durch die wechselnden Perspektiven und die Vielschichtigkeit der Handlungen muss man sehr konzentriert lesen. Trotzdem bin ich wieder von dem Schreibstil begeistert. Gleichzeitig habe ich mehr über die RAF erfahren und bin überrascht wie weit die Vergangenheit noch in die Gegenwart nachwirkt. Geschickt hat es die Autorin wieder geschafft, alle Fäden zu verknüpfen, so dass für mich keine Fragen offen blieben.

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Veröffentlicht am 23.05.2024

Dem Geheimnis auf der Spur

Die Blumentöchter (Die Blumentöchter 1)
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Rose feiert gemeinsam mit ihrer Familie ihren 85. Geburtstag, zum ersten Mal ohne ihren Mann Albert. Sie liebt ihre Gärtnerei Blooming Hall und ihre fünf Kinder haben alle Namen von Blumen erhalten. Rose ...

Rose feiert gemeinsam mit ihrer Familie ihren 85. Geburtstag, zum ersten Mal ohne ihren Mann Albert. Sie liebt ihre Gärtnerei Blooming Hall und ihre fünf Kinder haben alle Namen von Blumen erhalten. Rose hat es in ihrer Kindheit und Jugend nicht leicht gehabt. Sie musste gegen Widerstände ankämpfen. Doch ein Geheimnis belastet sie. Wird sie es ihren Kindern mitteilen? Eine ihrer Enkelinnen ist Dalia, die in Cornwall aufgewachsen ist und ihre Großeltern ersetzten ihr Mutter und Vater, da ihre Mutter bei der Geburt verstorben war und ihren mexikanischen Vater hat sie nie kennengelernt. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Großmutter Rose kommen die Familienangehörigen in der Gärtnerei zusammen und machen in den Unterlagen eine überraschende Entdeckung. Sie finden einen Brief ihres vermeintlich unbekannten Vaters Ricardo. Dieser Brief ändert für Dalia alles. Sie entschließt sich nach Mexiko zu reisen, um ihren Vater zu suchen, denn sie will wissen, wo ihre Wurzeln liegen. Wird Dalia ihren Vater finden?

Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt in die Sommerzeit sowie zur Handlung.
Ich liebe Bücher in denen ich einem Familiengeheimnis auf die Spur komme. Da Rose und Albert fünf Kinder hatten, ist der Stammbaum zu Anfang sehr hilfreich, um die Kinder und Enkelkinder richtig einordnen zu können. Von der Geschichte war ich sehr angetan, schon die ersten Seiten haben mich gefesselt. Sie ist gut recherchiert und erstklassig geschrieben. Hauptsächlich findet die Handlung in der Gegenwart statt, aber es gibt einige Perspektivwechsel, die in der Vergangenheit spielen. Der Schreibstil der Autorin gibt mir das Gefühl dabei zu sein, denn die Protagonisten sind detailliert skizziert, so dass sie entsprechend lebensnah wirken. Das mexikanische Flair zieht sich durch die Geschichte. Ich habe einiges über die Kunst, Kultur und die Maya-Stätten erfahren. Das Buch ist in sich abgeschlossen, macht aber Lust auf die weiteren Bände dieser Reihe.

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