Fesselnder Abschluss der Weingut-Saga
Das Weingut. Tage des Schicksals1877 reisen wir in die Pfalz auf das Weingut der Familie Gerban. Franz und Irene führen eine glückliche Ehe. Neben dem Sohn Fränzel hat sich die Familie noch um die Zwillingstöchter Sophia und Klara erweitert. ...
1877 reisen wir in die Pfalz auf das Weingut der Familie Gerban. Franz und Irene führen eine glückliche Ehe. Neben dem Sohn Fränzel hat sich die Familie noch um die Zwillingstöchter Sophia und Klara erweitert. Da Franz viel auf Reisen und stark in dem Weingeschäft eingebunden ist, fühlt sich Irene trotz der Kinder nicht ausgelastet. Um Frauen Unterstützung zu geben, gründet sie Frauengruppen und setzt sich für die Rechte von Arbeiterfrauen ein, dabei trifft sie auf ihren ehemaligen Geliebten, den Arbeiterführer Josef. Irene verschweigt ihrem Mann diese Zusammenkünfte, als Franz davon erfährt, scheint ihre Ehe daran zu zerbrechen.
Dieses ist der Abschlussband der Weingut-Saga, der die Geschichte in dem Zeitraum von 1877 bis 1887 erzählt. Um die beiden Hauptprotagonisten Irene und Franz hat die Autorin gekonnt die damaligen Arbeitsbedingungen in den Fabriken und die Wohnverhältnisse am Beispiel des Leineweberdorfes Herxheim einfließen lassen. Irenes Einsatz für die Rechte von Arbeiterfrauen ist den Lebensberichten real existierender Arbeiterführerinnen nachgestellt. Gleichzeitig erfährt man auch etwas über den damaligen Weinanbau und die Abläufe auf einem Weingut. Durch die Erzählweise wird der Zeitausschnitt in seiner Entwicklung und den Folgen auf das Alltagsleben der Menschen hautnah spürbar.
Marie Lacrosse hat es erneut geschafft eine mitreißende Handlung mit unerwarteten Wendungen, facettenreich gezeichneten Protagonisten und historischen Fakten zu verbinden. Dieser dritte Band bildet einen fesselnden runden Abschluss der Weingut-Saga und war für mich wieder ein besonderes Leseerlebnis.