Gelungener Münchner Regionalkrimi
Karl Valentin ist totDas Buch beginnt mit einem spannenden Prolog. Der Schüler Fabian Brühl stürzt im Karl-Valentin-Gymnasium in den Tod. Die Behörden gehen von einem Selbstmord aus. Ein Jahr später bricht in diesem Gymnasium ...
Das Buch beginnt mit einem spannenden Prolog. Der Schüler Fabian Brühl stürzt im Karl-Valentin-Gymnasium in den Tod. Die Behörden gehen von einem Selbstmord aus. Ein Jahr später bricht in diesem Gymnasium in der Nacht ein Brand aus. Im Keller wird der Leichnam einer weiblichen Person gefunden. Alles deutet daraufhin, dass es sich bei der Toten um die Kunstlehrerin Conny Bergmüller handelt, doch dann stellt sich heraus, dass es die stellvertretende Direktorin Marianne Eichstätt ist, die grausam erstickte. Hängen beide Todesfälle zusammen?
Auch der dritte Band um Tom Perlinger hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen. Es fühlte sich ein wenig wie das Treffen von alten Bekannten an. Durch die eingestreuten Informationen aus den Vorgängerbüchern waren mir die Charaktere schnell wieder präsent. Unterstützt wurde dieses zusätzlich auch noch durch das Personenregister am Ende des Buches. Der Regionalkrimi lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Dialoge sind gut gemacht, manchmal witzig, aber nie platt. Das Buch trägt nicht nur im Titel den Namen des Komikers und Volkssängers Karl Valentin, sondern die Autorin hat gekonnt seine Zitate mit der Geschichte verwoben.
Mich hat die Handlung sehr gefesselt. Geschickt wurden Hinweise verstreut und in meinem Kopf tauchten viele offene Fragen und Puzzleteilchen auf, die es mir schwer machten, die Zusammenhänge frühzeitig zu erkennen, so dass ich fleißig mitgerätselt habe.
Von Beginn an hat die Autorin einen Spannungsbogen aufgebaut, der sich durch das ganze Buch gehalten hat und mit einem spektakulären Finale endete, in dem auch die Erklärungen für die unterschiedlichen Motivationen gut nachvollziehbar waren.
Mich konnte dieser gut durchdachte Krimi wieder von der ersten Seite an begeistern.