So als Briefroman interessant, aber einseitig, und irgendwann war ich von Werther genervt.
Die Leiden des jungen WertherText: Ich bin gut in die Erzählung (in Briefform) hineingekommen. Werther fängt einen neuen Lebensabschnitt in Wahlheim an und ist dort zu Anfang recht beschwingt. Er ist glücklich, sieht überall Schönes, ...
Text: Ich bin gut in die Erzählung (in Briefform) hineingekommen. Werther fängt einen neuen Lebensabschnitt in Wahlheim an und ist dort zu Anfang recht beschwingt. Er ist glücklich, sieht überall Schönes, zeichnet viel. Das erzählt er alles seinem Freund Wilhelm in Briefen. Dann lernt er Lotte kennen, welche anderweitig vergeben ist, und wird darüber immer unglücklicher. Somit kippt seine Stimmung immer mehr und das wurde irgendwann etwas anstrengend, da er auch sehr ichbezogen ist. Zwischendrin gibt es auch Briefe/Zettelchen an Lotte oder Albert. Zu Ende übernimmt dann der Erzähler das Wort, da es nicht mehr viele Briefe gibt. Das macht es etwas abwechslungsreicher und geht dadurch natürlich auch weg von dem monologischen Briefverkehr. Das Ende war dann wie zu erwarten, da es darauf zugesteuert ist.
Auffällig und gut zu verfolgen war hier Werthers Stimmung im Laufe der Geschichte. Interessant fand ich viele Teilsatzwiederholungen. Auch die Erwähnung von anderen Werken der Literatur fand ich interessant (das war v.a. Homer).
Materialien: Bei dieser Ausgabe sind am Ende diverse zusätzliche Materialien/Informationen, um ein Gesamtbild des Werkes zu vermitteln. Hier ist zuerst eine kurze Biographie von Goethe, welche natürlich interessant zu lesen war. Danach gibt es einige Worterklärungen aus dem Text. Daraufhin gibt es Informationen zur Epoche Sturm und Drang, zum Briefroman, zu Goethe und u.a. zum Werther-Effekt. Das fand ich alles sehr interessant und aufschlussreich. Auch lässt einen das das Werk besser verstehen.
Alles in allem fand ich das Werk sehr interessant und durch die monologischen Briefe eben andersartig, aber auch einseitig. Mit Werther konnte ich insgesamt nicht sehr sympathisieren. Die Materialien zum Ende zum Hintergrund etc. fand ich super interessant.