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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2025

Solider Abschlussband einer soliden Trilogie

Kerze & Krähe
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Ich gebe zu, ich bin kein Oberfan dieser Reihe. Ich mag sie, aber sie gehört auch nicht zu meinen Favoriten. Daher erwartete ich bei diesem Finale (wobei mir noch gar nicht so klar war, dass es nur eine ...

Ich gebe zu, ich bin kein Oberfan dieser Reihe. Ich mag sie, aber sie gehört auch nicht zu meinen Favoriten. Daher erwartete ich bei diesem Finale (wobei mir noch gar nicht so klar war, dass es nur eine Trilogie werden würde, hat es die Chronik des Eisernen Druiden ja auf stolze 9 Teile gebracht) jetzt nicht übermäßig viel, sondern war mit einem soliden, actionreichen Abschluss zufrieden. Und den bekam ich. Einige Rezensionen bemängeln, dass zu viel auf zu wenig Seiten passiert sei und alles etwas „durchgerushed“ erschien – Ich persönlich mag schnelles Tempo und wenn viel auf wenig Seiten passiert. Ich kann allerdings die anderen Rezensenten verstehen, manchmal war’s vielleicht dann doch zu schnell und man hatte so ein bisschen das Gefühl, Kevin Hearne will es einfach nur schnell zu Ende bringen. Macht aber eigentlich nichts, mir zumindest nicht.
Es gibt Reihen, deren Bände man relativ problemlos ohne Vorkenntnisse unabhängig voneinander lesen kann. Die Tinte & Siegel-Reihe gehört allerdings definitiv nicht dazu! Wer also an einem soliden Fantasyroman mit schottischen Figuren und Humor interessiert ist, kann hier beherzt zugreifen, allerdings mit Band 1. Der Schreibstil ist gut, die Seiten lesen sich flüssig und auch der Inhalt weiß mit interessanten Ideen zu gefallen.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Ein ungewöhnlicher Erzähler, ein ungewöhnlicher Krimi

Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig (Die mörderischen Cunninghams 2)
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Ich wusste nicht, dass „Jeder im Zug ist verdächtig“ der zweite Teil einer Reihe ist. Ich habe es nur durch Ernest Cunningham, dem Erzähler des Buches, selbst erfahren. Und das so verdammt gut, dass ich ...

Ich wusste nicht, dass „Jeder im Zug ist verdächtig“ der zweite Teil einer Reihe ist. Ich habe es nur durch Ernest Cunningham, dem Erzähler des Buches, selbst erfahren. Und das so verdammt gut, dass ich mir nach 50 Seiten Band 1 auch noch bestellt hab. Respekt, Benjamin Stevenson.
Ich interessierte mich für das Buch, weil es eine alte, bekannte Prämisse ist (Mord im Orientexpress respektive im Allgemeinen „Ort, an dem keiner raus und keiner rein kann und somit der Mörder definitiv mit im Resort/Hotel/Berghütte/Zug ist), die aber einen schönen originellen Twist versprach: Alle Anwesenden sind Krimiautoren und haben dementsprechend Know-How. Hui! Ich liebe es, wenn alte, meinetwegen auch ein bisschen ausgelutschte Ideen mit neuen, frischen gemischt werden. Dass ich dann aber sogar so ein außergewöhnliches Buch lesen würde, damit hätte ich nicht gerechnet.
Erstmal sei gesagt, dass sich Band 2 auch super ohne Vorkenntnisse lesen lässt. Ich bin sogar fast geneigt zu sagen, dass ich diese Reihenfolge sogar empfehle, denn Ernest Cunningham bzw. Benjamin Stevenson leisten mMn hervorragende Arbeit darin, Lust auf Band 1 zu machen, was man sich natürlich entgehen lassen würde, wenn man Band 1 bereits kennen würde. Es wird auch nicht großartig gespoilert (außer eine einzige Person, bzw. 2, die man durch den Verlauf des Buches bereits ausschließen könnte).
Bei Benjamin Stevenson erwartet uns ein außergewöhnlicher Schreibstil. Ich LIEBE außergewöhnliche Schreibstile, aber ich könnte mir vorstellen, dass dieser hier nicht jedem zusagt. Ernest beschreibt sich selbst als „zuverlässiger Erzähler“, nimmt hier und da mal ein paar Dinge vorweg, gibt uns da einen Hinweis zum Miträtseln, hilft uns hier ein wenig und ist sehr darauf bedacht, sein Buch mithilfe von Regeln aufzustellen.
Der Fall selbst ist interessant, er lädt zum Miträtseln ein, legt hie und da mal eine kleine falsche Spur. Ich selbst war zugegeben vor allem von der Erzählweise gepackt als von dem Fall selbst, da fand ich die Auflösung gelungen, aber auch kein absoluter Mindf***, wie man so schön sagt.
Trotzdem empfehle ich das Buch herzlich weiter, von mir bekommt es volle 5 Sterne und ich hoffe, dass ich den ein oder anderen neugierig gemacht habe. Sich mal etwas zu trauen und ganz anders zu schreiben als die 08/15-Krimis sollte meiner Meinung nach belohnt werden!

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Veröffentlicht am 14.03.2024

Durchhalten lohnt sich

Wer zuerst lügt
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Für mich persönlich steht und fällt ein Thriller mit seiner Auflösung. Klar, ist es auch ziemlich nervig, wenn ein 400-Seiten-Thriller 380 Seiten total öde ist. Aber ein gutes Ende mit einem guten Twist ...

Für mich persönlich steht und fällt ein Thriller mit seiner Auflösung. Klar, ist es auch ziemlich nervig, wenn ein 400-Seiten-Thriller 380 Seiten total öde ist. Aber ein gutes Ende mit einem guten Twist versöhnt mich mit vielem.

Wer zuerst lügt ist nicht knapp 400 Seiten langweilig. Aber meiner Meinung nach zog sich die erste Hälfte doch ganz schön. Das Tempo ist ziemlich langsam, es gibt viele Hintergrundinformationen, ein paar Einblicke in frühere Aufträge, und ich hab mich dann doch gefragt, wo das alles eigentlich noch hinführen soll, weil vor allem in der Gegenwart das schöne Leben eigentlich nur ein bisschen so vor sich hinplätscherte. Aber fast genau bei Seite 200 ändert sich das dann alles endlich langsam und es nimmt Fahrt auf. Und ja: Ich bin versöhnt worden =)

Der Schreibstil selbst hilft, am Ball zu bleiben, denn er ist schön flüssig zu lesen, die Kapitel haben für mich so ziemlich die perfekte Länge, länger hätten sie aber nicht unbedingt sein dürfen, ich bevorzuge eher kürzere Kapitel. Evie ist wirklich äußerst sympathisch gelungen und ich fand den Charakter ganz gut ausgebaut. Natürlich geht er nicht absolut in die Tiefe wie bei einem 1000-Seiten-Epos, aber ich mochte sie sehr gerne und fand sie auch jederzeit nachvollziehbar. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, wer das wichtig findet. Ich persönlich mochte es so sehr gerne und ich glaube, für diesen Plot und diese Art wäre das Buch mit einem anderen Erzähler bei Weitem nicht so gelungen.

Alles in allem empfehle ich, wer da etwas empfindlich ist, ein wenig Durchhaltevermögen, man könnte es durchaus die erste Hälfte als etwas langweilig empfinden. Sympathisch, nett, aber ja, auch etwas fad. Ein Thriller ist es für mich die ganze Zeit nicht gewesen, dafür war mir zu wenig Tempo drin.

Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.11.2023

Solide Dystopie mit Schwächen

Solartopia – Am Anfang der Welt
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Ich liebe Dystopien. Ehrlich, es gibt nichts Besseres für mich als Jugenddystopien ohne viel Romance in einem spannenden dystopischen Setting. Solartopia klang danach und hat es größtenteils auch erfüllt. ...

Ich liebe Dystopien. Ehrlich, es gibt nichts Besseres für mich als Jugenddystopien ohne viel Romance in einem spannenden dystopischen Setting. Solartopia klang danach und hat es größtenteils auch erfüllt. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, die erschaffene „Nachwelt“ durchaus interessant. Doch ich bin zugegeben kein großer Pflanzenenthusiast und mir waren es vor allem auf den ersten ~100 Seiten (+-) ganz schön viel Beschreibungen davon. Was ich auch nicht weiß, ob ich es positiv oder negativ finden soll, ist Novas besondere Gabe. Für mich hat das fast einen Fantasytouch und obwohl ich auch Fantasy sehr liebe, weiß ich nicht, ob ich das in einer Jugenddystopie brauche, die nicht auch als Fantasy markiert ist. Vorstellen, dass sich so eine Gabe einmal bei Menschen entwickelt, kann ich mir nicht, auch wenn es durchaus schon auch heute „verrückte“ Gaben gibt.

Dennoch ließ sich das Buch flüssig lesen und nahm ab der 100. Seite dann auch etwas an Fahrt auf. Bis dahin hat es mich noch überhaupt nicht so mitgerissen, weil nicht ganz so viel passiert ist (ich brauche aber auch am besten Bücher, bei denen man quasi direkt von der Seite 1 mitten ins Geschehen geschmissen wird).

Das Cover sei, wenn auch eigentlich das unwichtigste am Buch, noch hervorgehoben, weil es wirklich wirklich traumhaft schön geworden ist, finde ich. Mir gefällt es sehr gut.

Alles in allem ist es für mich persönlich kein Must Have, aber durchaus nette Lektüre für zwischendurch!

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Veröffentlicht am 08.09.2023

Überraschend gut!

Insel der wandernden Flüche - Skys Gabe
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Ehrlich gesagt habe ich von dem Buch nicht wahnsinnig viel erwartet. Schottland wird gefühlt zum Trend, was Schauplätze in Büchern angeht, ich habe erwartet, dass auch die Autorin sich dem weiteren Trend ...

Ehrlich gesagt habe ich von dem Buch nicht wahnsinnig viel erwartet. Schottland wird gefühlt zum Trend, was Schauplätze in Büchern angeht, ich habe erwartet, dass auch die Autorin sich dem weiteren Trend verschreibt, eine spannende Prämisse mit interessanter Story in ein nerviges Liebesgeschwader zu verwandeln, bei dem die „Romantik“ im Vordergrund steht und die eigentliche Story in den Hintergrund gerückt wird. Aber weit gefehlt! Es gibt zwar eine Liebesgeschichte, aber die baut sich sehr langsam und schön im Hintergrund auf – so mag ich das schon eher!

Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel haben für mich eine passende Länge (zu lange Kapitel finde ich immer etwas blöd) und der Aufbau ist spannend gehalten. Es kann durchaus als Einzelband gelesen werden, allerdings lässt mich das letzte Kapitel auf eine Fortsetzung hoffen, die ich mir definitiv holen würde! Die Storyidee mit den Flüchen ist tatsächlich mal was Neues und hab ich so direkt vergleichbar jetzt noch nicht gelesen.

Wer gerne Jugendfantasy liest, dem lege ich dieses Buch gerne ans Herz. Ich kann’s uneingeschränkt weiterempfehlen, mir hat’s viel besser gefallen als ich erwartet hatte!

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