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Nicawa

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2025

Atmosphärisch, düster und vielversprechend

Rückkehr der Engel (Extended Version)
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„Rückkehr der Engel“ lebt von seiner Atmosphäre und einem starken Worldbuilding. Besonders das zerstörte Venedig als Schauplatz hat mich begeistert. Die Stadt wirkt fast wie eine eigene Figur: geheimnisvoll, ...

„Rückkehr der Engel“ lebt von seiner Atmosphäre und einem starken Worldbuilding. Besonders das zerstörte Venedig als Schauplatz hat mich begeistert. Die Stadt wirkt fast wie eine eigene Figur: geheimnisvoll, bröckelnd und bedrückend schön. Dieses Setting trägt die Geschichte und macht sie besonders.

Mit der Protagonistin Moon hatte ich es zunächst schwer. Sie ist misstrauisch, pragmatisch und sehr auf das Überleben fokussiert, wirkte auf mich aber lange Zeit emotional unnahbar. Erst im letzten Drittel konnte ich sie besser greifen. Die Nebenfiguren haben mir dagegen deutlich besser gefallen. Cassiel bleibt ambivalent und spannend, während Lucifer für mich zu den interessantesten Charakteren gehört.

Die Liebesgeschichte konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Obwohl Nähe aufgebaut wird, fehlte mir die emotionale Tiefe, vieles wirkte zu schnell und funktional.

Dafür steigert sich die Handlung im Verlauf spürbar. Nach einem eher ruhigen Beginn nimmt die Spannung in der zweiten Hälfte deutlich zu, und die Wendungen im letzten Drittel haben mich mitgerissen. Auch das Worldbuilding rund um die Engel empfand ich als gelungen. Die Legenden und Machtstrukturen wurden gut dosiert eingebaut und haben die Geschichte bereichert.

Insgesamt ist es ein atmosphärisch dichter Auftakt, der Lust auf die Fortsetzung macht, auch wenn nicht alles für mich emotional funktioniert hat.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Ein Sommerroman zum Innehalten

25 letzte Sommer
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„25 letzte Sommer“ hat mich positiv überrascht. Ich hatte ein eher schweres, vielleicht sehr philosophisches Buch erwartet, doch der Einstieg war angenehm leicht und der Ton nie zu verkopft. Stattdessen ...

„25 letzte Sommer“ hat mich positiv überrascht. Ich hatte ein eher schweres, vielleicht sehr philosophisches Buch erwartet, doch der Einstieg war angenehm leicht und der Ton nie zu verkopft. Stattdessen liest sich die Geschichte flüssig, fast schon schlicht, und genau darin liegt ihre Stärke.

Die Begegnung zwischen dem Ich-Erzähler und Karl ist eine Einladung, selbst einen Schritt zurückzutreten und über die wirklich wichtigen Dinge nachzudenken. Es geht um Freundschaft, um Zeit, die wir oft an den falschen Stellen verschwenden, und um die Frage, wie viel Mut es braucht, das eigene Leben bewusst zu gestalten.

Besonders mochte ich, dass Schäfer keine komplizierten Konstrukte aufbaut, sondern die großen Fragen in ruhigen Gesprächen und Beobachtungen verpackt. So wirkt es nicht wie eine belehrende Abhandlung, sondern wie ein Gespräch, das man selbst am Küchentisch führen könnte.

Für mich war es ein schönes, anregendes Buch, das leicht zugänglich bleibt und trotzdem nachhallt. Kein schwerer philosophischer Brocken, sondern eher eine Einladung zum Nachdenken, die man gerne annimmt.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Spannend, emotional und nachdenklich

Not Quite Dead Yet
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„Not Quite Dead Yet“ war mein erstes Buch von Holly Jackson und ich kann jetzt schon sagen, dass es sicher nicht mein letztes sein wird. Die Ausgangssituation ist ungewöhnlich und hat mich sofort neugierig ...

„Not Quite Dead Yet“ war mein erstes Buch von Holly Jackson und ich kann jetzt schon sagen, dass es sicher nicht mein letztes sein wird. Die Ausgangssituation ist ungewöhnlich und hat mich sofort neugierig gemacht. Von Anfang an herrscht eine bedrückende Spannung, die einen nicht mehr so leicht loslässt.

Besonders spannend fand ich die Figur von Jet. Sie ist keine klassische Thrillerheldin, sondern wirkt zu Beginn unsicher, planlos und irgendwie orientierungslos. Sie hat in ihrem Leben bisher kaum etwas zu Ende gebracht und weiß nicht so richtig, wohin sie gehört. Genau diese Unentschlossenheit macht ihre Entwicklung interessant, denn man erlebt mit, wie sie unter extremem Druck plötzlich gezwungen ist, Verantwortung zu übernehmen. Ihr schwarzer Humor hat der ganzen Geschichte zusätzlich eine besondere Note verliehen und sie trotz der ernsten Situation nahbar gemacht.

Der Spannungsbogen ist von Beginn an sehr hoch, da man genau weiß, dass die Zeit für Jet begrenzt ist. Dadurch hatte ich das Gefühl, ständig mit ihr mitzuzählen und unbedingt wissen zu wollen, wie sich alles entwickelt. Holly Jackson schreibt sehr flüssig und packend, sodass ich stellenweise kaum aufhören konnte zu lesen. Gleichzeitig gab es aber auch Momente, in denen ich dachte, dass die Figuren sich für ihr eigentliches Alter oft etwas jugendlicher verhalten haben. Gerade Jet und ihr Umfeld wirkten auf mich manchmal eher wie Anfang 20 und nicht wie Ende 20, was mich beim Lesen hin und wieder etwas irritiert hat.

Trotzdem hat mich die Handlung insgesamt überzeugt. Es gibt viele Wendungen, die ich so nicht erwartet habe, und das Ende war für mich stark und emotional. Es ist nicht nur ein Thriller, der auf Spannung setzt, sondern auch eine Geschichte, die nachhallt und zum Nachdenken anregt.

Für mich war „Not Quite Dead Yet“ ein wirklich gutes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Kleine Abzüge gibt es für die Figurenzeichnung, die nicht immer altersgerecht wirkte, aber das hat den Lesegenuss nur minimal getrübt.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Magie, Funken und eine Welt, die man nicht mehr verlassen will

Infernas 1: King of Ash
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Ein magischer Schwur, ein Reich voller Geheimnisse und eine Verbindung, die stärker ist als Feuer und Eis. Everly ahnt nicht, dass ihre Reise nach Infernas nicht nur ihr Schicksal verändern wird, sondern ...

Ein magischer Schwur, ein Reich voller Geheimnisse und eine Verbindung, die stärker ist als Feuer und Eis. Everly ahnt nicht, dass ihre Reise nach Infernas nicht nur ihr Schicksal verändern wird, sondern auch das des Mannes, dem sie einst ein Versprechen gab.

Mit „Infernas – King of Ash“ liefert Melanie Lane einen Auftakt, der nicht nur eine neue Fantasywelt eröffnet, sondern den Leser direkt mitten ins Geschehen zieht. Infernas ist dabei keine düstere Hölle, wie der Name vermuten lässt, sondern ein faszinierender Ort voller Leben und Magie, den man am liebsten sofort selbst erkunden würde. Schon auf den ersten Seiten spürt man, dass wir hier nur einen Bruchteil dieser Welt sehen und genau das macht Lust auf mehr.

Everly, eine Winterhexe mit Mut, Eigenständigkeit und einer guten Portion Sarkasmus, ist eine Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt. Besonders ihre Dialoge mit Dante sind ein Vergnügen: mal scharfzüngig, mal gefühlvoll, immer mit diesem gewissen Knistern in der Luft. Dante selbst ist charismatisch, geheimnisvoll und gleichzeitig verletzlich genug, um mehr zu sein als ein typischer „Bad Boy“. Die Nebenfiguren bringen zusätzliche Tiefe, Konflikte und Geheimnisse mit, die das Buch von Anfang an bereichern.

Melanie Lane schreibt flüssig, bildhaft und mit einer Leichtigkeit, die es unmöglich macht, das Buch einfach wegzulegen. Sie schafft es, eine detailreiche Welt zu entwerfen, ohne sich in ausschweifenden Beschreibungen zu verlieren, und verbindet ruhige, gefühlvolle Momente mit spannungsgeladenen Szenen. Die Liebesgeschichte entwickelt sich organisch, wirkt glaubwürdig und ist eng mit der Haupthandlung verknüpft, statt nur ein Beiwerk zu sein.

„Infernas – King of Ash“ ist fesselnde Fantasy voller Magie, Intrigen, Geheimnisse und Emotionen, die auf jeder Seite mitschwingen. Das Ende ist ein starker Cliffhanger, der sofort nach Band zwei rufen lässt. Wer Fantasy mit Spannung, Herz und lebendigen Figuren sucht, wird hier definitiv fündig.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite

How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)
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How to Fight Fate ist ein gelungener Auftakt einer Romantasy-Dilogie, die bekannte Genre-Elemente aufgreift, dabei aber eine eigene, atmosphärisch dichte Welt schafft, die neugierig macht und überrascht.

Im ...

How to Fight Fate ist ein gelungener Auftakt einer Romantasy-Dilogie, die bekannte Genre-Elemente aufgreift, dabei aber eine eigene, atmosphärisch dichte Welt schafft, die neugierig macht und überrascht.

Im Zentrum steht Kiana, eine junge Novizin der Schicksalsgöttin, die nach dem plötzlichen Verlust ihres Seelenpartners nicht bereit ist, sich mit dem ihr zugedachten Schicksal abzufinden. Stattdessen stellt sie sich gegen die Regeln ihrer Welt und damit gegen das System selbst. Kiana ist eine überzeugende Protagonistin: emotional nahbar, willensstark, manchmal impulsiv, aber stets getrieben von einem tiefen Sinn für Gerechtigkeit und Loyalität. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte wirkt glaubwürdig und macht sie umso greifbarer.

An ihrer Seite stehen zwei völlig gegensätzliche Charaktere. Nevin, ein empathischer Liebesnovize mit scharfer Beobachtungsgabe und emotionaler Intelligenz, der oft als ausgleichende Kraft in der Gruppe fungiert. Und Tyron, Kriegsnovize, unnahbar, sarkastisch, mit einer undurchdringlichen Fassade, die nur langsam Risse bekommt. Zwischen ihm und Kiana entwickelt sich eine klassische, aber gut geschriebene Enemies to Lovers Dynamik, die weder zu vorhersehbar noch zu überzeichnet daherkommt. Besonders gelungen: Hinter Tyron steckt mehr als das gängige Bad-Boy-Klischee. Seine Motive, sein Schmerz und seine Loyalität verleihen ihm echte Tiefe.

Saskia Louis gelingt es, eine spannende Balance zwischen Charakterentwicklung, Worldbuilding und Plot zu halten. Die Geschichte ist von Anfang an fesselnd, die emotionale Tiefe überzeugend. Besonders positiv hervorzuheben ist die Art, wie das Thema freier Wille versus Vorherbestimmung durchgezogen wird – sowohl im großen Kontext als auch in den persönlichen Entscheidungen der Figuren.

Auch wenn man einzelne Wendungen durchaus erahnen kann, bleibt das Buch bis zum Ende spannend. Einige clevere Twists sind so geschickt eingebaut, dass sie echte Aha-Momente erzeugen und die Neugier auf den zweiten Band nur noch größer machen. Die romantischen Elemente sind gut dosiert und fügen sich natürlich in die Handlung ein, ohne sie zu dominieren.

Fazit: How to Fight Fate überzeugt mit einer starken Heldin, einer mitreißenden Handlung und Charakteren, die mehr sind als ihre Rollenbilder. Für alle, die Romantasy mit Substanz, Spannung und glaubwürdigen Figuren suchen, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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