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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2018

Das Bild der Erinnerung

Das Bild der Erinnerung
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Ein seit 70 Jahren verschollenes Bild des Malers Leo Reichenstein wird einem Auktionshaus in München angeboten. Mitarbeiterin Anna Falkenberg soll die Echtheit des Gemäldes prüfen. Sie hat daran gewisse ...

Ein seit 70 Jahren verschollenes Bild des Malers Leo Reichenstein wird einem Auktionshaus in München angeboten. Mitarbeiterin Anna Falkenberg soll die Echtheit des Gemäldes prüfen. Sie hat daran gewisse Zweifel. Nachforschungen führen Anna nach England und in die Nachkriegszeit von Berlin.

Während Anna sich in der Gegenwart über die Echtheit des Bildes Klarheit verschaffen muss, taucht der Leser in die Vergangenheit ein. Die damalige Bevölkerung von Berlin und die Besatzer kommen sich näher, sehr nah. Es entstehen Freundschaften und tiefere Bindungen. Hier erwartet den Leser eine Achterbahn der Gefühle. Annas Nachforschungen und Entdeckungen sind nicht weniger spannend. Stück für Stück kommt sie der Wahrheit über das Bild auf die Spur.

Gut ausgearbeitete Figuren, wobei insbesondere die Charaktere in der Vergangenheit den Leser emotional erreichen, und eine ebenso gute Geschichte lassen Lesefreude aufkommen. Der Roman ist gut geschrieben und ist leider viel zu schnell ausgelesen.

„Das Bild der Erinnerung“ ist eine schöne Lektüre, die ich wärmstens empfehlen kann. Viele angenehme Lesestunden sind garantiert.

Veröffentlicht am 23.12.2018

Von Mistgabeln und Moorleichen

Von Mistgabeln und Moorleichen (Lorie Pfeffer ermittelt 1)
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Lorie ist mit Mann und Tochter aufs Land gezogen. Die Nachbarschaft in dem Münchner Villenvorort ist sehr speziell und passt so gar nicht zu Lorie. Als dann auch noch ihre Tochter beim Rauchen von Marihuana ...

Lorie ist mit Mann und Tochter aufs Land gezogen. Die Nachbarschaft in dem Münchner Villenvorort ist sehr speziell und passt so gar nicht zu Lorie. Als dann auch noch ihre Tochter beim Rauchen von Marihuana erwischt wird, wird Lorie klar, dass ihre kleine Tochter gar nicht mehr so klein ist. Lorie bekommt durch Zufall einen Job als freie Redakteurin bei einer kleinen Zeitung. Der Bericht über eine Leiche im Moor wird ihr Durchbruch, doch schon bald gibt es eine zweite Leiche.

„Von Mistgabeln und Moorleichen“ ist für mich kein „richtiger“ Krimi, einzig der Einblick in das Tätergehirn hat etwas mit einem Krimi gemein. Es ist ein gutes Buch über Lorie und ihr Leben zwischen spezieller Nachbarschaft und Familie.

Das eintönige Leben von Lorie kommt nach und nach in Fahrt. Die Charaktere sind für die Kürze des Buches gut ausgearbeitet, und es macht Spaß, die Hauptfigur durch die Geschichte zu begleiten. Die Morde und der Täter sind hier eher als Beiwerk zu betrachten.

Dieser Roman ist wunderbar an einem Nachmittag zu lesen und mit seiner Prise Humor ein schöner „Bayern-Krimi“.

Veröffentlicht am 23.12.2018

Die Farben meines Herzens

Die Farben meines Herzens
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In der idyllischen Landschaft um Meran lebt Filomena einsam und zurückgezogen. Eines Tages kommt Forstwirt Mika zu ihr, um einige Baumschäden zu beseitigen. Er ist fasziniert von dieser Frau, und Filomena ...

In der idyllischen Landschaft um Meran lebt Filomena einsam und zurückgezogen. Eines Tages kommt Forstwirt Mika zu ihr, um einige Baumschäden zu beseitigen. Er ist fasziniert von dieser Frau, und Filomena scheint sich langsam zu öffnen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen.

Lange Zeit ist unklar, welcher Schicksalsschlag aus Filomena eine Einsiedlerin gemacht hat. Der Zugang zu dieser Figur ist leicht, man erlebt ihre Emotionen hautnah mit. Gleiches gilt auch für Mika und die meisten Nebenfiguren.

Mit Feingefühl und dem Vergleich von Filomenas Emotionen mit Farben und Schmetterlingen nimmt die Geschichte ihren Leser mit. Die einzelnen Figuren sind so lebendig beschrieben, dass man sie förmlich zu sehen glaubt. Noa C. Walker schafft es, die Panik und Ängste von Filomena sowie deren Weg von diesen weg in die richtigen Worte zu fassen.

Eine wunderschöne Idee ist das bunte Farbenspiel des Lebens mit den Schmetterlingen. Herzergreifende Sätze und ein guter Schreibstil machen das Lesen dieses Buches zu einem Vergnügen. Bei all diesen Gefühlen ist es ratsam, das ein oder andere Taschentuch bereit zu halten.

Das Buch ist viel zu schnell vorbei. Doch auch nach seinem Ende bleiben die Gedanken bei der Geschichte um Filomena und ihren Erlebnissen. Es hat Spaß gemacht, ihr, Mika und all die anderen wunderbaren Charaktere zu begleiten. Dieses Buch bietet seinem Leser viele schöne Lesestunden.

Veröffentlicht am 23.12.2018

Meerhimmelblau

Meerhimmelblau
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Die Bibliothekarin Liane ist von ihrer Arbeit genervt. Ihr Mann eröffnet ihr, dass er eine Auszeit in Venedig braucht – ohne sie. Da bleibt Liane nur, selbst in den Urlaub zu fahren und darüber nachzudenken, ...

Die Bibliothekarin Liane ist von ihrer Arbeit genervt. Ihr Mann eröffnet ihr, dass er eine Auszeit in Venedig braucht – ohne sie. Da bleibt Liane nur, selbst in den Urlaub zu fahren und darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll. Der Zufall führt sie an die Schlei. Schnell findet sie Kontakt und lernt den Restaurator Fabian kennen. Eine interessante Geschichte beginnt.

Es wird nicht nur eine Auszeit für Liane an der Schlei, auch der Leser wird sehr gut dorthin mitgenommen. Allerdings werden die Landschaften für meinen Geschmack etwas zu kurz und knapp beschrieben, was die Lesefreude etwas trübte. Auch die meisten Figuren bleiben oberflächlich, und es fällt schwer, einen emotionalen Bezug aufzubauen.

Die Handlung dagegen ist wie geschaffen für eine Auszeit vom eigenen Alltag. Mit einfachen Worten gelingt es Autorin Clara Weißberg, Lianes Probleme auf den Punkt zu bringen. Die Geschichte verläuft trotzdem ruhig und hat weder große Höhen noch Tiefen. Da gibt es noch einiges an Ausbaupotential.

„Meerhimmelblau“ ist eine leichte Geschichte und für einen wunderbaren Nachmittag im Lesesessel durchaus geeignet. Den Leser erwartet ein gutes Buch.

Veröffentlicht am 23.12.2018

Ich will es doch auch – (K)ein Beziehungs-Roman

Ich will es doch auch!
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Die fast vierzigjährige Ärztin Charlotte hat viel erreicht. Sie arbeitet an einer guten Klinik, lebt in einer schönen Wohnung und hat ein schönes Umfeld. Nur einen Mann, den hat sie immer noch nicht. Für ...

Die fast vierzigjährige Ärztin Charlotte hat viel erreicht. Sie arbeitet an einer guten Klinik, lebt in einer schönen Wohnung und hat ein schönes Umfeld. Nur einen Mann, den hat sie immer noch nicht. Für eine Frau aus ihren Kreisen ist das nicht gerade ein Qualitätsmerkmal. Da trifft sie auf Uwe, der ganz und gar nicht in ihr Weltbild passt. Er ist Klempner und hat seine eigene, spezielle Art, das Leben zu genießen. Jedoch wird diese Liebe von Charlottes Umfeld auf eine harte Probe gestellt.

Zwei Welten prallen in Ellen Bergs Roman aufeinander. Ihre gut ausgearbeiteten Figuren machen dem Leser Freude. Die Autorin schafft es nämlich, den gesamten Querschnitt beider Milieus abzubilden. Man sieht die Figuren beim Lesen vor seinem geistigen Auge.

Mit viel Humor und dem Spiel mit den typischen Klischees beider Seiten, bereitet das Lesen des Buches viel Vergnügen. Die Autorin weiß genau, bis wohin sie etwas beschreibt und ab wann sie dem Leser Freiraum für eigene Vorstellungen gibt.

Der Schreibstil ist leicht, und das Buch liest sich gut und schnell. Witzige Nebengeschehnisse oder bestimmte Macken der Charaktere, auch bei den Nebenfiguren, lockern die Geschichte zusätzlich auf. Als Leser kann man sich voll und ganz auf den besonderen Humor einlassen. Dieses Buch ist genau richtig zum Entspannen. Eine schöne Geschichte mit hohem Spaßfaktor erwartet den Leser.