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Veröffentlicht am 20.10.2024

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Die Glücksfrauen - Die Kraft der Bücher
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Band 2 der Glücksfreuen-Reihe.
Es geht um die Geschichte von drei Freundinnen im Jahr 1939 in Deutschland. Die Jüdin Maria und ihre Familie können gerade noch unter gefährlichen Umständen fliehen. Luise ...

Band 2 der Glücksfreuen-Reihe.
Es geht um die Geschichte von drei Freundinnen im Jahr 1939 in Deutschland. Die Jüdin Maria und ihre Familie können gerade noch unter gefährlichen Umständen fliehen. Luise ist bereits in New York und Anni liebt einen Mann der dem Nazi-Regime angehört.
Sandra hat eine Buchhandlung in Brasilien und wird 2023 von June aus New York kontak-tiert. Diese hat von einem gemeinsamen Erbe erzählt, was mit der gemeinsamen Ge-schichte ihrer Großmütter zu tun hat. June reist zu Sandra und gemeinsam begeben sie sich auf die Spur von Sandras Großmutter Maria um mehr über Maria heraus zu finden und um mehr über Annie zu erfahren.
Auf jeden Fall eine interessante Geschichte von drei Schicksalen aus der Nazizeit, die bis in die heutige Zeit reicht. Band 1 der Glückfrauen beleuchtet hauptsächlich Luises Ge-schichte, ihre Flucht 1936 und ihre Zeit in New York und dann geht es weiter mit ihrer En-kelin.
Hier geht es um Maria und deren Enkelin Sandra. Deren Begeisterung den Büchern gilt und die Bücher gerade Maria Kraft gaben.
Mich konnte es leider nicht so packen, trotz sehr guter Handlungsgrundlage. Gerade wie die die damalige schlimmen Zeit bis heute nachwirken und sich für viele Menschen eine neue Heimat ergab. Aber irgendwie kam ich mit dem Schreibstil nicht so klar. Die Prota-gonisten wirkten auf mich oberflächlich dargestellt bzw. konstruiert, die Tiefe fehlt. Eben mal so reisen June und Maria durch Europa, folgen Marias Fluchtroute, dann tauchen nach und nach Hinweise auf, die benötigt werden und vorher einfach unbeachtet rum lagen. Sandra wirkt auf mich unreif. Dafür endet das Buch dann mit einem Cliffhanger für Band 3.
Für mich eine tolle Grundidee für eine gute Geschichte, die Umsetzung hat mir nicht gefal-len.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Persönliche Geschichte einer Gesellschaftskrise

Hillbilly-Elegie
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Die persönliche Geschichte von J. D. Vance, der in Ohio im „rusty belt“ geboren wurde. Der Bereich in dem einst die Kohleindustrie ihre sog. Blüte hatte. Doch diese Industrie ist schon lange im Niedergang ...

Die persönliche Geschichte von J. D. Vance, der in Ohio im „rusty belt“ geboren wurde. Der Bereich in dem einst die Kohleindustrie ihre sog. Blüte hatte. Doch diese Industrie ist schon lange im Niedergang und damit eine ganze Bevölkerungsschicht. Armut, Drogen und Alkohol bestimmen den Alltag von vielen Vance Großeltern versuchten durch Arbeit und Fleiß der Armut zu entkommen, seine Mutter schaffte das nicht wirklich.
Hier erzählt Vance seine Geschichte und diese macht deutlich, dass alles nicht einfach ist. Bei ihm waren seine Großeltern, glückliche Zufälle und die richtigen Menschen die ihn unterstützen ein großer, hilfreicher Punkt, dass er durch Bildung seinen Weg aus der Ar-mut machen konnte.
Das Buch erschien bereits 2016 und bekam viele positive Resonanzen.
J.D. Vance wurde Senator in Ohio und kritisierte einst D. Trump. Nun wurde er sein Vize, falls Trump nochmals Präsident wurde. Aus diesem Grund hat der Ullstein Verlag sein Buch aus dem Programm genommen. Ein Buch, was vorher sehr gelobt wurde. Und um dieses Buch und die Beschreibung dieser Bevölkerungsschicht und Lebensumstände geht es!
Ein Kreislauf von Armut und Vernachlässigung der den Kindern Zukunftsaussichten ver-baut. Dieses Buch ist ein Versuch das alles zu erklären und dem Leser näher zu bringen. Es geht um einen ganzen Landstrich, der mit dem üblichen Kapitalismus nicht mithalten kann, wo viele Menschen resignieren.
Ein beeindruckender Erklärungs- Beschreibungsversuch einer Gesellschaftskrise aus einer sehr persönlichen Sicht. Und das ist auch weiterhin sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Leben in einem Bergarbeiterdorf

Die Schwestern aus der Steeple Street
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Der zweit Band über die Schwestern der Steeple Street.
Nachdem ich die Reihe der Nightingale Schwestern mit Begeisterung gelesen habe, wurde ich auch von diesem Roman nicht enttäuscht, der 1926 spielt.
Die ...

Der zweit Band über die Schwestern der Steeple Street.
Nachdem ich die Reihe der Nightingale Schwestern mit Begeisterung gelesen habe, wurde ich auch von diesem Roman nicht enttäuscht, der 1926 spielt.
Die junge Agnes wir als Gemeindeschwester im Bergarbeiterort eingesetzt. Ihr Empfang fällt aber recht kühl aus, denn die Dorfbewohner vertrauen ihr nicht und wenden sich weiter lieber an die alteingesessene Heilerin. Doch Agnes kann sich bei einem Minenun-glück beweisen und findet ihren Platz innerhalb der Dorfgemeinschaft.

Wieder hat mir der Schreibstil von Donna Douglas sehr gut gefallen. Manche würden den Roman vielleicht als vorhersehbar und klischeehaft bezeichnen, aber mir hat das Lesen richtig Spaß gemacht und die Autorin schafft es immer wieder mich als Leser einfach mit-zunehmen. Und das funktioniert nach so einigen Büchern immer noch. Es werden Schick-sale und Lebensumstände dargestellt. Hier sind die Frauen wichtiger und wenigstens ein wenig Medizin aus der damaligen Zeit erwähnt. Wobei ich mir in diesem Buch etwas mehr an Behandlungsbeschreibung und Medizin schon gewünscht hätte.
Von mir aus eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.08.2024

Erdbeerliebe

Erdbeerversprechen
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Amandas Mann Tom ist vor über einem Jahr verstorben und nun versucht sie die gemein-same Erdbeerfarm kümmern und um deren Existenz bangen. Dazu macht es ihr ihre Toch-ter Jane nicht leicht. Parallel wird ...

Amandas Mann Tom ist vor über einem Jahr verstorben und nun versucht sie die gemein-same Erdbeerfarm kümmern und um deren Existenz bangen. Dazu macht es ihr ihre Toch-ter Jane nicht leicht. Parallel wird die Geschichte von Carter erzählt, der seine Frau verlo-ren hat und sich nun um die zwei Töchter kümmert. In einer Trauerselbsthilfegruppe ler-nen sie sich kennen und sind sich sehr sympathisch. Es geht aber um die jeweiligen Tee-nagertöchter, die beide einen Verlust erlitten haben, doch so unterschiedlich damit um-gehen.
Ein wirklich guter Ansatz, doch für mich wurde es zu langatmig und mit zu viel hin und her. Warum kann man nicht sprechen, seinen Gefühlen vertrauen. Aber dann wäre das Buch höchstwahrscheinlich zu kurz geworden. Das Ende hat mich dann wieder mitge-nommen.

Gerade der Handlungsort, Kalifornien, Carmel by the Sea, hat mich wieder sehr interes-siert. Aber natürlich war das eher nebensächlich.
Vielleicht ist diese Form von Roman mit der Zeit auch nichts mehr für mich, denn bisher haben mir auch die Romane von Manuela Inusa gut gefallen.

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Plötzlich eine Welt ohne Männer

Das Verschwinden
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Plötzlich ist nichts mehr wie es war. Alle Männer und Jungen sind plötzlich verschwunden.
Nachdem der erste Schockzustand überwunden ist erschaffen die Frauen eine neue, femi-nistische Gesellschaft. Diese ...

Plötzlich ist nichts mehr wie es war. Alle Männer und Jungen sind plötzlich verschwunden.
Nachdem der erste Schockzustand überwunden ist erschaffen die Frauen eine neue, femi-nistische Gesellschaft. Diese ist friedlich, sicher und gerecht.
Dann tauchen Videos von den verschwundenen Männern auf und die Hauptprotagonistin Jane ahnt, dass sie die Möglichkeit haben die Verschwundenen zurück zu holen. Doch will sie das?

Die Buchbeschreibung hat mir angesprochen und ich war gespannt, was sich in dem Ro-man entwickelt. Leider konnte mich diese dystopische Geschichte nicht überzeugen. We-niger das Leben in dieser anderen Welt und deren Aufbau wird behandelt, viel mehr Rückblicke von den Frauen. Sie hatten unter Männern zu leiden.
Allerdings gehe ich nicht mit der Idee konform, dass alle Männer die Wurzel allen Übels sind und deshalb in sog. Gruppenhaft genommen werden und alle Frauen nett sind. Das passt so nicht und nur weil die Männer fort sind wird nicht alles gut. Jedenfalls nach mei-ner Meinung.

Die Geschichte konnte mich gar nicht mitnehmen. Bis zu einem gewissen Punkt habe ich es versucht, dann mit quer lesen probiert Der Roman konnte mich leider gar nicht mit-nehmen und ich habe dann abgebrochen. Die letzten Seiten mussten dann allerdings noch gelesen werden und das Ende konnte mich in meiner Meinung auch nicht eines bes-seren belehren. Schade.

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