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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2017

Ein Unglück kommt selten allein!

Leg dich nicht mit Mutti an
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Annbell Wingenfeld, 45, träumt sich bevorzug in Actionfilme. Dort durchlebt sie eigene Sorgen und Nöte zusammen mit Leonardo Dicaprio.
Sie lebt seit dem Unfalltod ihres Mannes Martin, mit ihren Kindern ...

Annbell Wingenfeld, 45, träumt sich bevorzug in Actionfilme. Dort durchlebt sie eigene Sorgen und Nöte zusammen mit Leonardo Dicaprio.
Sie lebt seit dem Unfalltod ihres Mannes Martin, mit ihren Kindern Benedikt, Sophia und Timo allein in dem Haus ihrer Tante und ihres Onkels, bei denen sie aufgewachsen ist. Als sie bei der Bank zwecks einer Hypothek, zur Hausrenovierung, vorspricht, wird sie in einen Bankraub verwickelt und angeschossen. Von da an überschlagen sich die Ereignisse. Erst zieht ihre freidenkende Mutter und kurz darauf ihre feldwebelhafte Schwiegermutter bei ihr ein. So beginnt eine turbulente Zeit für Annabell mit nervenden Müttern, heranwachsenden Kindern, unzuverlässigen Handwerkern, einem Arsch als Chef und der Aufarbeitung des Banküberfalls.
Dana Geissler liest diese Geschichte mit einer sehr einfühlsamen und angenehmen Stimme. Dadurch konnte ich sehr gut in die Story reinfinden.
Die Sorgen, Nöte und allgemein das Leben von Annabell und ihrem Umfeld hat Eva Völler in diesem Roman sehr witzig beschrieben. Da ist zum Beispiel Timo, der nicht in die Schule kommen will, sondern für immer Kindergartenkind bleiben will, oder die Teenager Benedikt und Sophia, welche die ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht machen. Dann ist da noch Annabells Mutter, die immer schon lieber die Welt bereiste, als sich um ihre Tochter zu kümmern und nun mischt sie sich aktiv ein. Sowie auch die Schwiegermutter, welche den kompletten Haushalt in kürzester Zeit an sich reißt. Auch Annabells Liebesleben wurde in der Geschichte nicht vergessen. All diese Menschen wurden in dem Buch sehr realistisch dargestellt. Es könnte durchaus Nebenan geschehen sein.
Fazit: Eva Völlers Geschichte rund um Annabell Wingenfeld hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte herzlich lachen, aber auch mit ihr leiden. Dieses Hörbuch empfehle ich sehr gerne weiter, denn es ist wirklich unterhaltsam.

Veröffentlicht am 08.08.2017

Die Seniorengang!

Wir fangen gerade erst an
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Märha Anderson lebt mit ihren Freunden Stina, Kratze, Snille und Anna-Greta im Altenheim „Diamand“. Dort werden immer mehr Kürzungen vorgenommen. Es gibt weniger Personal, nur noch eine Hauptmahlzeit und ...

Märha Anderson lebt mit ihren Freunden Stina, Kratze, Snille und Anna-Greta im Altenheim „Diamand“. Dort werden immer mehr Kürzungen vorgenommen. Es gibt weniger Personal, nur noch eine Hauptmahlzeit und eine Tasse Kaffee am Tag, Ausgang gibt es auch nur noch selten. Da hat Märtha einen Traum. Sie träumt, sie hätte eine Bank überfallen wollen, wurde nicht ernst genommen und mit einem Taxi nach Hause geschickt.
Daraus entwickelt sie eine Idee. Sie denkt, dass es im Gefängnis nur besser sein kann als im Heim. So stiftet sie ihre Freunde an, gemeinsam mit ihr ein Verbrechen zu begehen, um letztendlich im Knast zu landen und unter Anderem gutes Essen zu bekommen.
Diese Geschichte wird von Judy Winter gelesen. Sie hat eine perfekt passende Stimme, um alle Höhen und Tiefen aus der Story heraus zu holen.
Das Hörbuch selber hat mir mittelmäßig gefallen. Es handelt sich um eine witzig geschriebene Geschichte in der fünf Senioren, gegen die Ungerechtigkeit im Seniorenheim angehen. Sie lassen die Welt wissen, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören und dass auch Senioren noch Power haben können.
Am Anfang konnte ich das Handeln der Fünf noch nachvollziehen, aber im Fortlauf der Geschichte, wurden die Gegebenheiten immer unwahrscheinlicher. Mir fehlte zum Schluss der Bezug zur Realität etwas.
Fazit: Eine lockere, witzige, aber nicht authentische Geschichte, die ich als Urlaubslektüre mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen kann.

Veröffentlicht am 04.08.2017

Wie krank ist das denn?!

Der Näher
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Der Fallanalytiker Martin Abel wird von Wiesbaden nach Gummersbach geschickt, um sich dort die Akten von zwei vermissten Frauen nochmal an zu schauen. Offensichtlich sind Beide freiwillig verschwunden, ...

Der Fallanalytiker Martin Abel wird von Wiesbaden nach Gummersbach geschickt, um sich dort die Akten von zwei vermissten Frauen nochmal an zu schauen. Offensichtlich sind Beide freiwillig verschwunden, also ein leichter Fall, ohne große Aufregung. Als dann durch einen Zufall eine einbetonierte Frauenleiche gefunden wird, nehmen die Vermisstenfälle eine dramatische Wende.
Dieses Buch verdient auf jeden Fall den Namen Thriller. Es ist von der ersten bis zur letzten Seite dramatisch und spannend geschrieben
Wie Rainer Löffler die einzelnen Charaktere herausgehoben hat, hat mir sehr gut gefallen. Martin Abel, ein Mann des Faches, der durch seinen Beruf geprägt wurde und eine Puppe namens Karl, als Gedankenstütze zu Rate zieht. Dann Thomas Borchert, ein griesgrämiger Dienststellenleiter, der vorerst gar nicht davon begeistert ist, dass plötzlich jemand in seinem Revier das Kommando übernehmen soll. Da ist es nachvollziehbar dass er seine Mitarbeiter, die kräftige, herzensgute Doris Stange und den etwas träge Voß instruiert erst alle Informationen über ihn laufen zu lassen. Zuletzt noch die beiden Gefangenen Frauen und ihr Peiniger. Die Frauen verzweifelt und mit dem angstvollen Gedanken, was wohl mit ihnen geschieht. Der Entführer, der ganz in seinen Wahnvorstellungen aufgeht. Beide Parts sind verstörend und ängstigend verfasst.
Das Ende des Buches ist dann eine wirkliche Überraschung. So muss ein Buch sein.
Fazit: Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen. Allerdings ist es sehr grausam und deshalb nichts für schwache Nerven.

Veröffentlicht am 01.08.2017

Locker, leichte Urlaubslektüre!

Azorenhoch
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Lena Jansen, von Beruf Trauerrednerin lernt ausgerechnet auf einer Trauerfeier Marco kennen. Sie ist fasziniert von seinen blauen Augen. Auch er hat sich sofort in sie verguckt. Schnell werden die Beiden ...

Lena Jansen, von Beruf Trauerrednerin lernt ausgerechnet auf einer Trauerfeier Marco kennen. Sie ist fasziniert von seinen blauen Augen. Auch er hat sich sofort in sie verguckt. Schnell werden die Beiden ein Paar. Leider ist Marco oft geschäftlich für Wochen auf den Azoren. Dort hat er ein Dorf gekauft und möchte es zu einer Ferienanlage umbauen. Schließlich folgt Lena ihm nach Sao Miquel. Unter Anleitung von Marco und dem Einheimischen Paulo beginnen sie das Dorf zu restaurieren. Doch nach und nach tauchen immer mehr Probleme auf.
Caroline Peters hat dieses Hörbuch mit ihrer einfühlsamen Stimme gut gelesen. Nur in einzelnen Passagen war mir die Stimme etwas zu emotionslos.
Die Geschichte um Marco und Lena hat mir gut gefallen. Wie sie immer wieder mit Rückschlägen und Intrigen umgehen mussten, hat Bettina Haskamp spannend beschrieben. Auch das Dorfleben hat sie realistisch dargestellt. Sie hat heraus gehoben, wie schwer es doch jemand Fremdes hat, in einem Dorf akzeptiert zu werden. Alles in allem eine recht spannende, aber doch vorhersehbare Geschichte.
Fazit: Eine weiterempfehlen kann ich nur bedingt aussprechen, da der Ausgang der Geschichte doch teilweise schon erahnt werden kann.

Veröffentlicht am 30.07.2017

Kann! Muss aber nicht!

Tod am Dom
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Dieses Buch ist sowohl ein Reiseführer als auch ein Krimi.
Privatdetektiv Tomas Scheibner versucht zusammen mit seinem Freund Kung Fu, der Kommissarin Karla Hollermann sowie der Anwältin Alexa Cleimann, ...

Dieses Buch ist sowohl ein Reiseführer als auch ein Krimi.
Privatdetektiv Tomas Scheibner versucht zusammen mit seinem Freund Kung Fu, der Kommissarin Karla Hollermann sowie der Anwältin Alexa Cleimann, den Mord an Schönheitschirurg und Frauenheld Dr. Markus Ontrup aufzuklären. Alle Orte an denen die mitwirkenden Personen begeben werden in extra Abschnitten aufgeführt. So sind einzelne Kapitel über Restaurants und Cafes, Industriekultur , Freizeit und Sportstätten, Schlösser und Burgen, Museen und Theater entlang der B224 vertreten. Des Weiteren erfährt man noch Wissenswertes rund um Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet.
Der Krimi hat mich ganz überzeugt. Er ist sehr vorhersehbar verfasst. Es fehlte mir an Spannung. Auch überraschende Wendungen gab es keine. Also ein Krimi nach Schema F.
Der Reiseführerteil hat mir schon besser gefallen. Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben sollte, eine Kostprobe unserer Sprache und ein paar Witze aus dem Pott, haben mich sehr in den Bann gezogen. Auch ich als Kind des Ruhrgebiets habe Neues kennengelernt. Außerdem erhält dieses Buch ein Currywurst Soßenrezept, das ich auf jeden Fall testen werde.
Fazit: Ein Kurzweiliger Krimi mit guten Infos über das Ruhrgebiet. Dieses Buch kann man, muss es aber nicht unbedingt haben.