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Veröffentlicht am 16.09.2025

Wer sich in Gefahr begibt….

Über die Toten nur Gutes
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Nirgendwo wird so viel gelogen wie an Beerdigungen heißt es so schön. Da werden aus Unsympathen in den Trauerreden plötzlich Heilige, aber schließlich darf man über Tote nicht schlecht reden.

Mads Madsen ...

Nirgendwo wird so viel gelogen wie an Beerdigungen heißt es so schön. Da werden aus Unsympathen in den Trauerreden plötzlich Heilige, aber schließlich darf man über Tote nicht schlecht reden.

Mads Madsen ist Trauerredner und er macht seine Sache wirklich gut. Er recherchiert über die Toten, bevor er seine Rede hält, will sie kennenlernen und berührt mit seinen Reden.

Mads Familie hält ihn für seltsam und ist der Meinung, er sollte lieber Radiosprecher werden als sich dauernd mit Toten zu beschäftigen. Dabei ist es eher seine Familie, die chaotisch ist. Der Vater, der sich im Bingo einen erbitterten Kampf leistet, die perfekten Geschwister, die gerne mit Abwesenheit glänzen, aber zum Glück gibt es noch Malteserdame Bobby, die ihr Herrchen innig liebt, manchmal fast zu sehr 😉.

Von Mads Schwester Famke würde ich mich übrigens sehr gerne mal zum Essen einladen lassen, während der Beschreibung was sie alles aufgetischt hat, ist mir das Wasser im Mund zusammengelaufen.

Bereits bei der ersten Beerdigung muss ich herzhaft lachen, Mads hält so eine schöne Rede und dann erlebt der Leser eine witzige Überraschung, ich mag diesen Humor.

Es wird turbulent, gefährlich und berührend als Mads eine Trauerrede für seinen ehemaligen Jugendfreund Patrick halten soll und daher recherchiert, was dieser aus seinem Leben gemacht hat, als sich ihre Wege ungewollt getrennt hatten.

Ich habe Tränen gelacht beim Bingo und das ist eine Altersbeschäftigung, deren Reiz ich noch nie verstanden habe. Mads und seine Familie und Freunde sind so liebenswert skurril, dass man sie einfach gernhaben muss.

Gestorben wird immer, daher ist „Über die Toten nur Gutes“ der Start in eine neue Reihe und ich bin schon sehr gespannt, was für aberwitzige Abenteuer Mads und seine Umgebung als Nächstes erleben werden.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Jeder sollte einen Aspro haben

Man sieht nur mit der Schnauze gut
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Beim Stöckchen spielen mit seinem Chef, wie der Mischlingsrüde sein Herrchen nennt, kommt dieser bei einem explosiven Unfall abhanden und fortan lebt Aspro bei der ermittelnden Polizistin mit Familie. ...

Beim Stöckchen spielen mit seinem Chef, wie der Mischlingsrüde sein Herrchen nennt, kommt dieser bei einem explosiven Unfall abhanden und fortan lebt Aspro bei der ermittelnden Polizistin mit Familie. Zu seinem Namen ist der Hund gekommen, weil seine neue Chefin festgestellt hat: „wenn ich mit ihr spazieren gehe, verschwindet ihre Migräne“. Dazu muss man wissen, dass ASPRO ein bekanntes Kopfschmerzmittel in Österreich ist.

Die Menschenwelt aus der Hundeperspektive betrachtet ist witzig, mit einem guten Schuss Ironie und bringt mich immer wieder zum Lachen.

„Der sinnloseste Monat überhaupt ist der Februar. Er macht den Winter zu lang und zögert den Frühlingsbeginn ohne wirklichen Grund hinaus.“ Da hat der Aspro wirklich recht, ich bin mit ihm einer Meinung, der Februar kann weg. Wobei, da ist Buchmesse in Stuttgart, na, die verschieben wir in den März, passt also. 🤣

Aspro ist clever, viel schlauer als Lassie und Kommissar Rex zusammen und da er seine Gedanken mit uns teilt, merken wir Leser das auch.

Man sieht nur mit der Schnauze gut ist amüsant und wird von mir gerne weiterempfohlen. Ich würde mich freuen, wenn es bald sogar einen ganzen Hundekrimi mit Aspro geben würde.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Endlich Neues aus dem Lovis-Universum

Lorenz Lovis / Tote wohnen besser
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Bereits zum 7. Mal ermittelt Lorenz Lovis im idyllischen Südtirol. Mit dabei seine Verlobte Angelika, deren witzige T-Shirt-Sprüche ihr Markenzeichen sind und die genau weiß, wie sie ihren „Lollo“ nehmen ...

Bereits zum 7. Mal ermittelt Lorenz Lovis im idyllischen Südtirol. Mit dabei seine Verlobte Angelika, deren witzige T-Shirt-Sprüche ihr Markenzeichen sind und die genau weiß, wie sie ihren „Lollo“ nehmen muss.

Der Lovis ist ein gutmütiger Mensch und solche werden leider all zu oft ausgenützt. In der heutigen Ellbogenmentalität, in der alle nur darauf achten, dass es ihnen selbst gut geht, fallen Menschen wie der Lovis besonders auf.

Und weil der Lovis so schlecht Nein sagen kann, wohnen außer ihm, der Angelika, seinen beiden Knechten Tom und Paul und ganz vielen Tieren, plötzlich noch zwei neue Leute auf dem Messnerhof. Der eine ist sein geschlagener Rivale um die Privatermittlerlizenz, Mirco Mader (siehe Band 6 „Im Schnee lauert der Tod“) und der andere Reini Lazaari, der unter Verdacht steht, seinen Vater erschlagen zu haben.

Mirco und der Lovis sollen gemeinsam ermitteln und den wahren Mörder von Reinis Vater finden, doch der Mader treibt ein falsches Spiel. Und während selbst sein Lieblingshuhn Alma plötzlich Gefallen am Mader findet, verliert der Lovis immer mehr die Kontrolle über alles, was ihm lieb und teuer ist.

Auch Feriengast Hanne ist mal wieder angereist und liebt es sich in die Ermittlungen einzumischen, viel schöner als nur Krimis zu lesen.

Ich liebe das Südtirol Flair in diesen Geschichten rund um den Messnerhof. Dabei bringt die Autorin auch aktuelle Probleme der Region ins Spiel. Übertourismus, weil Influencer unbedingt ihre Fotos machen müssen und damit noch mehr Touristen herlocken, ein großes Angebot an Ferienwohnungen aber nicht an Mietwohnungen für Einheimische. Grundstücke und Immobilien zu kaufen, schaffen nur noch Reiche, weshalb viele in die Nachbarländer auswandern, wo es noch bezahlbaren Wohnraum gibt. Aber natürlich bleibt auch noch viel Raum für Schönes, für die wunderschöne Landschaft oder die Südtiroler Küche, die das Beste aus Italien und Österreich vereint. Leckere Schlutzkrapfen zum Beispiel oder ein Kaiserschmarren, für letzteren gibt es am Ende des Buches noch ein Rezept der Autorin und mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen.

Tote wohnen besser hat mich wieder begeistert, es gab ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern und es bleibt noch viel Raum für weitere Geschichten, der Lovis ist noch lange nicht reif für die Rente 😉.

Sehr gerne empfehle ich diese amüsante Krimi-Reihe aus der Bozener Region weiter.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Ein spannender Krimi aus der Heimat

Der Mann aus Palermo
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Elvira Nüchtern lebt wie ihre Protagonisten in Freiburg und für mich ist Freiburg meine Shopping City, ich bin also gespannt, ob ich einige Örtlichkeiten in der Geschichte wiedererkenne.

Nellas Bottega ...

Elvira Nüchtern lebt wie ihre Protagonisten in Freiburg und für mich ist Freiburg meine Shopping City, ich bin also gespannt, ob ich einige Örtlichkeiten in der Geschichte wiedererkenne.

Nellas Bottega gibt es leider nicht, hier würde ich mich bestimmt auch wohlfühlen. Die 55-jährige Gastronomin ist klein, rundlich und herzlich wie eine typisch italienische Mamma. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt und als sie sich endlich auf die Suche nach ihm macht, ist es fast zu spät, der italienische Schauspieler liegt im Sterben, sein Sohn Giovanni möchte das Erbe nicht teilen und schickt Nella weg. Als kurz darauf Giovanni in einem Luxushotel in Freiburg erschossen wird, im Colombi natürlich, wo sonst, gilt Nella schnell als Hauptverdächtige.

Aber ich will nicht glauben, dass die temperamentvolle Nella zu dieser Tat fähig ist und so ermittle ich gemeinsam mit Hauptkommissarin Irene Katz und ihrem italienischen Kollegen Manchetti in Freiburg und Palermo.

Gekonnt legt die Autorin immer neue Spuren und die Wahrheit deckt dunkle Seiten des Opfers auf.

Was der Revolver und der Brief auf dem Cover mit der ganzen Geschichte zu tun haben, müsst ihr am besten selbst herausfinden. Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen und ich warte gespannt auf neue Fälle mit Irene Katz.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Der Gärtner ist nicht immer der Mörder

Lady Agnes und der tote Gärtner im Rosenbeet
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In Lady Agnes und der tote Gärtner im Rosenbeet ist der Gärtner das Opfer. Mit einer Gartenschere in der Brust wird der Gärtner auf Rosewood Manor aufgefunden und der ermittelnde Kommissar scheint Lady ...

In Lady Agnes und der tote Gärtner im Rosenbeet ist der Gärtner das Opfer. Mit einer Gartenschere in der Brust wird der Gärtner auf Rosewood Manor aufgefunden und der ermittelnde Kommissar scheint Lady Agnes des Mordes zu verdächtigen. Grund genug für die ältere Dame, gemeinsam mit ihrem Butler Henderson, selbst den Mörder finden zu wollen. Als Krimileserin ist sie schließlich gewohnt, Mörder zu enttarnen 😉.

Mir hat die Beziehung zwischen der Adeligen und ihrem Butler besonders gut gefallen. Gemeinsam sind sie gealtert, verbringen viel Zeit miteinander und doch wissen sie erstaunlich wenig übereinander. Der Standesunterschied wahrt eine gewisse Distanz und dank falsch verstandener Höflichkeit sind sie geübt darin, Dinge zu ertragen, anstatt sie offen anzusprechen.

Wie Lady Agnes sich aber immer mehr öffnet, den schützenden Kokon ihres Anwesens verlässt und sich während ihrer Ermittlungen mit der Dorfbevölkerung anfreundet, ist richtig herzerwärmend. Auch die Beziehung zu Henderson bekommt eine neue Dynamik, einfach süß die Zwei.

Ich kann mir dieses Gespann richtig gut vorstellen. Die vornehme Dame, deren Erziehung ihr viele Dinge verbietet und der Butler, seiner Herrin ergeben, aber geübt darin, keine Gefühlsregung zu zeigen.

Ein cosy crime nach englischer Manier mit einem Ermittler-Duo, welches ich in mein Herz geschlossen habe. Ich hoffe auf weitere Morde auf Rosewood Manor und ein baldiges Wiedersehen.

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