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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2025

Spannend, überraschend, mit Suchtfaktor

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
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Das Thriller-Debüt von Sophie Stava ist absolut gelungen und macht Lust auf mehr.

Wir alle lügen doch gelegentlich manchmal, weil es einfach bequemer ist, der Nachbarin nicht zu sagen, wie schrecklich ...

Das Thriller-Debüt von Sophie Stava ist absolut gelungen und macht Lust auf mehr.

Wir alle lügen doch gelegentlich manchmal, weil es einfach bequemer ist, der Nachbarin nicht zu sagen, wie schrecklich ihre neue Frisur aussieht oder dass wir eigentlich keine Lust auf ein Treffen haben und deswegen eine andere Verabredung erfinden. Aber Sloane Caraway hat mit dem Lügen „bereits als kleines Kind begonnen; eine schlechte Angewohnheit – so wie an den Nägeln zu kauen oder an Schorf herumzukratzen.“

Sloane lügt, um sich interessanter zu machen, denn ihr Leben ist eigentlich ziemlich langweilig. Sie wohnt wieder bei ihrer Mutter, das Geld ist knapp und die Arbeit im Nagelstudio erfüllt sie auch nicht.

Als sie in ihrer Mittagspause einem weinenden Mädchen hilft und dabei vorgibt, Krankenschwester zu sein, ändert sich ihr Leben komplett. Der Vater des Mädchens ist von ihr beeindruckt und stellt sie seiner Frau vor. Als Violet wenig später ein Kindermädchen sucht, ist Sloane die Idealbesetzung und plötzlich ist sie Teil einer Familie aus der New Yorker High Society.

Während ich noch nicht weiß, ob ich Sloane ob ihrer Dreistigkeit bewundern oder verabscheuen soll, wendet sich plötzlich das Blatt. Denn auch Familie Lockhart hat ihre Geheimnisse und Lügen.

Was für eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe das Buch an einem Nachmittag gelesen und wurde ständig mit neuen Wendungen in der Geschichte überrascht. Nichts ist, wie es scheint, hier wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Und ich weiß nicht mehr, wem ich glauben soll.

„Eine falsche Lüge“ bleibt spannend bis zum Schluss und hat mich großartig unterhalten, bitte mehr davon.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf mehr von Sophie Stava.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Oceanbridge 1, toller Start in eine neue Reihe

Bound by Dreams
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Ich liebe die Bücher von Emma Wagner, weil sie es immer wieder schafft, mich zu berühren und ihre Protagonisten ernstere Probleme haben als ein abgebrochener Fingernagel oder die Wahl des nächsten Outfits ...

Ich liebe die Bücher von Emma Wagner, weil sie es immer wieder schafft, mich zu berühren und ihre Protagonisten ernstere Probleme haben als ein abgebrochener Fingernagel oder die Wahl des nächsten Outfits 😉.

Der Start von Ava und ihrer Familie in Oceanbridge beginnt denkbar schlecht. Ihre Mutter leidet nach dem Tod des Vaters vor 7 Jahren an Depressionen und eigentlich hat Ava inzwischen die Mutterrolle übernommen. Ihre Teenager-Schwester rebelliert und das neue Haus, welches die Mutter gemietet hat, ist eine Bruchbude. Was für ein Desaster. Anstatt zu studieren muss Ava Aushilfsjobs annehmen und die Mutter immer wieder motivieren, ihre eigene Arbeit auch auszuführen und nicht weinend im Bett zu bleiben.

Da kommt ihr der Nachbarsjunge Jay als Blitzableiter gerade recht. Aber Jay hat seine eigenen Dämonen.

Ich liebe es, wie mich die Autorin in die Geschichte einsaugt und nicht mehr loslässt.

Wenn Ava Jay das erste Mal sieht und wie sie ihn sofort in eine Schublade steckt, bringt mich zum Schmunzeln. Aber schon bald merkt sie, dass er über mehr als ein „minimalistisches Machohirn“ verfügt.

Die Umstände, in denen beide leben sind schwierig, aber ich bewundere ihren Kampfgeist und die Fähigkeit, immer wieder aufzustehen. Emma Wagner macht Oceanbridge lebendig und zu einem Ort, in dem ich auch leben könnte. Sie sieht hinter die Fassaden und nichts ist, wie es anfänglich scheint.

Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil und vergebe verdiente 5 Sterne

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Unser Dorf soll schöner werden, mörderisch gut

Was früher blüht, ist länger tot
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Rutland ist die kleinste Grafschaft Englands und beherbergt das fiktive Humbleham, ein kleines Dorf in dem jeder jeden kennt. Aufgrund der Teilnahme am Wettbewerb RiB, Rutland in Bloom, sind alle Dorfbewohner ...

Rutland ist die kleinste Grafschaft Englands und beherbergt das fiktive Humbleham, ein kleines Dorf in dem jeder jeden kennt. Aufgrund der Teilnahme am Wettbewerb RiB, Rutland in Bloom, sind alle Dorfbewohner aufgeregt, wie die Jury wohl ihr Dorf bewertet.

Doch bevor die offizielle Begehung beginnt, findet Dorfpolizistin Helen den Wirt des Örtlichen Pub tot vor und noch während der Ermittlungen wird ein Jurymitglied erschossen, nicht die idealen Voraussetzungen für den Gewinn des Wettbewerbs.

Wunderbar ironisch und mit viel britischem Charme startet die Reihe um Helen Franklin, welche ihre Karriere bei Scotland Yard auf Eis gelegt hat und stattdessen als einfache Dorfpolizistin arbeitet, um sich besser um ihre kranke Mutter zu kümmern.

Ihre Mutter, Lydia, weiß das allerdings wenig zu schätzen und ich muss gestehen, bei der wäre mir schon früher der Kragen geplatzt. Als dann auch noch Helens Ex auftaucht, um die Morde aufzuklären, ist das Chaos perfekt.

Mir gefällt, dass hier mal die Rollen umgedreht sind. Helen ist keine trottelige Dorfpolizistin, sondern hat richtig was auf dem Kasten. Das Landleben wird auf die Schippe genommen und die Bewohner von Humbleham sind mir ans Herz gewachsen.

Nur mit Lydia bin ich nicht richtig warm geworden, die nutzt die Hilfsbereitschaft ihrer Tochter zu sehr aus.

Ein spannender Fall, jede Menge Verdächtige und eine sympathische Ermittlerin, dazu britischer Humor, da freue ich mich doch schon auf weitere Fälle und auch das Privatleben von Helen bietet noch viel Entwicklungspotenzial 😍

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Ein modernes Märchen

Jetlag oder Liebe
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Bei den Portobello Girls wurde wieder ein Zimmer frei. Nachdem Taylor in Band 2 ihren Traumprinzen gefunden hatte, zieht als nächstes Polizistin Abby in die WG und sorgt gleich für Stimmung. Von der ursprünglichen ...

Bei den Portobello Girls wurde wieder ein Zimmer frei. Nachdem Taylor in Band 2 ihren Traumprinzen gefunden hatte, zieht als nächstes Polizistin Abby in die WG und sorgt gleich für Stimmung. Von der ursprünglichen Besetzung sind nur noch Radiomoderatorin Olive und Stewardess Emily mit dabei.

Bei Emily kann die Autorin natürlich ihre eigenen Erfahrungen als Stewardess einbringen und ich bewundere diese Wesen ja immer, wie fit und gutaussehend sie Langstreckenflüge wegstecken, ganz anders als ich 😉.

Emily genießt das Leben. Für eine feste Beziehung hat sie weder Zeit noch Lust und ihr Dienstplan ist auch nicht beziehungsförderlich. Den neuen Nachbarn Ethan ignoriert sie daher gekonnt und lässt sich stattdessen mit seinem Bruder Jakob ein, eine Red Flag wie sie im Buche steht 🤣

Ich wundere mich immer über die Frauen, die sich unbedingt einen Badboy wünschen und dann nicht verstehen, wenn auch sie von ihm schlecht behandelt werden.

Aber zum Glück sind Martina Gerckes Bücher moderne Märchen und in Krisenzeiten wartet schon der Prinz, um die holde Maid zu retten.

Ich habe mich sehr gerne unterhalten lassen, ein wenig Flugzeugluft geschnuppert und bin schon gespannt, wer das nächste freie Zimmer in dieser WG in London erhält.

Ich fühle mich jetzt in Flugzeug Toiletten noch unwohler als vorher und verstehe auch nicht, wer unbedingt Mitglied im Mile High Club werden möchte 🤣.

Neugierig geworden, wie Martina Gercke aus dem Nähkästchen plaudert? Dann begleite Emily beim Erwachsenwerden in „Jetlag oder Liebe“.

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Schwarzer Humor vom Feinsten

Miss Vergnügen
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Miss Brooks, deren Vorname so schrecklich ist, dass sie ihn nicht verraten will und die daher auch von Freunden mit Miss Brooks angesprochen wird, wurde von ihrem Ehemann in Wien ausgesetzt. Ihre besonderen ...

Miss Brooks, deren Vorname so schrecklich ist, dass sie ihn nicht verraten will und die daher auch von Freunden mit Miss Brooks angesprochen wird, wurde von ihrem Ehemann in Wien ausgesetzt. Ihre besonderen Eigenheiten machen die Britin so liebenswert.

„Zustechen, Faden packen, Schlinge zu ziehen“, was ein wenig klingt wie ein Mord, ist häkeln und soll beruhigend wirken. Miss Brooks muss sich oft beruhigen und kann daher jede Menge an gehäkelten „Sorgenfresserchen“ aufweisen, die sie gerne und freigiebig an ihre Umwelt verschenkt.

Martina Parker gewährt mir einen Einblick in die glitzernde Beautybranche, die High Society von Wien, aber alles mit einem Augenzwinkern und viel Ironie, so dass ich Seite um Seite verschlinge. Ich habe permanent ein Grinsen auf dem Gesicht und kann mich nicht sattlesen. Ich will mehr!

Herrlich skurrile Protagonisten, Beautyprodukte, die krank machen, eine Katze mit Sprachfehler und mittendrin immer wieder Miss Brooks. Was für ein spritziges Lesevergnügen, welches ich sehr gerne weiterempfehle.

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