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Veröffentlicht am 05.09.2018

Ein witziges Buch von der Alm mit einer ganz besonderen Almhüttenbewohnerin und Dobermann ;-).

Herzklopfen und Hüttenzauber
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Erst habe ich Karla kennengelernt, jetzt kommt Heidi. Auch die Heidi kommt aus Hinter-Russbach und mag die Stadt lieber als das Dorf. Aber das waren auch schon die Gemeinsamkeiten der beiden Hauptfiguren ...

Erst habe ich Karla kennengelernt, jetzt kommt Heidi. Auch die Heidi kommt aus Hinter-Russbach und mag die Stadt lieber als das Dorf. Aber das waren auch schon die Gemeinsamkeiten der beiden Hauptfiguren der Fanny Schönau Bücher.

Heidi erbt ganz überraschend die Almhütte samt alter Zita und will nun das Ding so schnell wie möglich wieder loswerden. Dafür muss sie aber erst mal selbst auf die Alm. Denn Zita muss weg, erst dann kann sie verkaufen. Doch Zita hat Haare auf den Zähnen und einen stechenden Blick. Die Dame hat zwar gefühlt 38 Schürzen übereinander an und ist auch schon in die 80, aber keineswegs senil oder zerbrechlich. Und so muss Heidi mit ihr ein Arrangement machen und bleiben. Mit der Zeit werden die Bissigkeiten etwas weniger und die Zusammenarbeit klappt auch besser, aber irgendwie kann sich Heidi nicht entscheiden. Denn da gibt es Fred aus der Stadt und Hannes von der Nachbaralm. Ach, das Leben ist so kompliziert und Heidi mittendrin.

Ich fand das zweite Buch von Fanny Schönau witziger, interessanter (wenn auch vorhersehbar) und nicht ganz so kitschig wie das erste Buch. Man muss nicht den ersten Band gelesen haben, um den zweiten Band nachvollziehen zu können.

Die Zita reißt natürlich hier die Geschichte an sich und lässt Heidi so manches Mal im Schatten stehen. Zita ist ein Urgewächs und so spricht sie auch, d.h. hier liest man den Dialekt. Heidi bleibt beim Stadtdeutsch, so dass man nicht die kompletten Dialoge im Dialekt lesen muss/kann. Der Schreibstil von Fanny Schönau ist leicht und locker und lässt sich zügig lesen. Für alle Tierfreunde…es gibt neben die obligatorische Ziege, aber auch ein Meerschwein namens Dobermann und schon allein dieses Tier hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Ein witziges Buch von der Alm mit einer ganz besonderen Almhüttenbewohnerin und Dobermann .

Veröffentlicht am 04.09.2018

Gute Geschichte mit leichten Startschwierigleiten

Alte Feinde
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Ich kannte die Autorin vor diesem Buch nicht und auch die Serie um den Ermittler Bruno Cavalli und die Anwältin Regina Flint waren mir nicht bekannt. Das Buch ist der aktuellste Fall und meines Wissens ...

Ich kannte die Autorin vor diesem Buch nicht und auch die Serie um den Ermittler Bruno Cavalli und die Anwältin Regina Flint waren mir nicht bekannt. Das Buch ist der aktuellste Fall und meines Wissens nach der achte Fall. Man kann ihn ohne Vorwissen lesen, aber ich fand den Start dadurch etwas schwierig.

Ich habe ein paar Seiten mehr benötigt, um in die Geschichte hineinzukommen. Zudem wurden Themen angesprochen (auch recht ausführlich), die mich sonst nicht so stark interessieren. Also habe ich mich durch das erste Drittel gekämpft und wurde danach mit einer wirklich gelungenen Geschichte belohnt.

Die Autorin wechselt immer wieder zwischen drei Handlungsorten und zwei Jahrhunderten hin und her, was dem Folgen der Geschichte etwas erschwert. Man lernt einiges über den amerikanischen Bürgerkrieg und der noch heute vorhandenen Verehrung der Kriegshelden. Das Nachspielen der Schlachtszenen und die Aufrechterhaltung der Rituale fand ich schon etwas befremdlich, aber man weiß durch andere Geschichten und Berichte, dass die Amerikaner oft ihren Patriotismus ausleben.

Die Charaktere sind sehr verschieden, aber interessant und vielschichtig. Das Bild im Kopf hat sich (bei mir) nur langsam entwickelt (hier wären Vorkenntnisse vielleicht doch besser gewesen). Dafür haben mir die Charaktere gut gefallen. Die Geschichte ist etwas verworren und die Autorin holt sehr weit aus, aber dank der vielen historischen Einschübe konnte man die Emotionen und die Reaktionen auf bestimmte Handlungen besser verstehen.

Für mich wurde die Geschichte mit jeder Seite spannender und interessanter. Der gute Schreibstil hat mir, gerade am Anfang, geholfen dranzubleiben, so dass ich nun doch noch den ersten Band lesen werde, um die Geschichte rund um Flint & Cavalli besser zu verstehen.

Veröffentlicht am 04.09.2018

Gelungenes Hörbuch

Mein Weg zu den Sternen
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Lea Linster ist spätestens seit der Sendung „The Taste“ auch den Nichtköchen ein Begriff. Sie war der Ruhepol in der Männerriege, sie hatte stets ein Lächeln auf den Lippen und fand immer etwas, was sie ...

Lea Linster ist spätestens seit der Sendung „The Taste“ auch den Nichtköchen ein Begriff. Sie war der Ruhepol in der Männerriege, sie hatte stets ein Lächeln auf den Lippen und fand immer etwas, was sie als Motivation an die Kandidaten weitergeben konnte.

Das Hörbuch „Mein Weg zu den Sternen“ ist ihre Lebensgeschichte, denn Lea Linster wird 60. Sie erzählt Geschichten aus ihrer Kindheit, wie ihre Liebe zum Kochen gewachsen ist, was ihr immer Spaß gemacht hat und welche Niederlagen sie einstecken musste. Erzählt wird die Geschichte von Eva Mattes, die sie mit ihrer ruhigen Stimme sehr gut zum Hörer trägt.

Den Anfang spricht noch Lea Linster mit ihrer fröhlichen Stimme und den herrlichen Akzent selbst. Ich fand es schade, dass sie nicht das gesamte Hörbuch besprochen hat, denn das hätte die Geschichte noch authentischer wirken lassen. Doch auch so, kann man sich gut treiben lassen.

Kochen, ein Restaurant betreiben, ein Kind bekommen, ein Café eröffnen, Preise erkämpfen und sich stets an der Spitze halten, klingt hier so leicht und einfach und doch, wer die Gastronomie kennt, weiß, dass es ein Knochenjob ist. Jedoch sieht Lea Linster ihre Arbeit nicht als Arbeit, sondern als Freude, Spaß und Bereicherung, was sie sympathisch macht. Auch von ihren Niederlagen berichtet sie. Sie gehören zum Leben dazu und sie erzählt, wie sie das Tal wieder verlassen hat und welche Lehren sie für ihre weiteren Entscheidungen gezogen hat.

Wer sich für das Leben und Arbeiten von Sterneköchen interessiert, wird hier gut unterhalten werden. Zudem gibt es auch ein paar Lea Linster Rezepte zum Nachkochen im Booklet und von ihr vorgestellt. Hier kann man sehen, ob die Rezepte wirklich leicht nach zu kochen sind, so wie es Lea Linster es gern mag.

Insgesamt ein gelungenes Hörbuch für jeden Hobbykoch, der mal hinter die Fassade einer Sterneköchin schauen möchte.

Veröffentlicht am 04.09.2018

Für Katzenbesitzer eine nette Geschichte

Katze vermisst
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Katze vermisst, klingt nach jeder Menge Spaß für den Leser.
Die Katzenbesitzerinnen Caroline und Wendy vermissen eine ihrer Katzen und suchen und hoffen und bangen tagelang um sie. Und plötzlich steht ...

Katze vermisst, klingt nach jeder Menge Spaß für den Leser.
Die Katzenbesitzerinnen Caroline und Wendy vermissen eine ihrer Katzen und suchen und hoffen und bangen tagelang um sie. Und plötzlich steht sie wieder vor der Tür.

Unversehrt.
Das Fell glänzt.
Satt!
Wie kann das sein?
Gibt es eine geheime Zweitfamilie?

Um das zu erfahren, wird Tibby ein kleiner Sensor um den Hals gehangen und los geht’s. Caroline und Wendy sind so manches Mal überrascht, was ihr Kater alles so macht und vor allem, wie groß sein Revier ist. Das Stalken wird immer professioneller und umfangreicher und könnte fast schon lustig sein. Doch leider hat mich der Schreibstil der beiden Autorinnen nicht so begeistert. Die Geschichte rund um einen video- und GPS-überwachten Kater ist nicht neu, so dass man hierzu eine wirklich witzige Geschichte liefern muss. Dies hat mir hier jedoch gefehlt. Das Buch lässt sich schnell lesen und am besten waren noch die Illustrationen von Wendy. Die Bilder brachten mich eher zum Schmunzeln als der Text dazu.

Für Katzenbesitzer eine nette Geschichte, die so manche Erinnerung an die eigenen Katzen hervorrufen wird. Doch auch jeder Katzenbesitzer (vor allem von Freigängern) weiß, dass man für Katzen nur Mittel zum Zweck (Schlafplatz sauber halten, Fressen organisieren und bereitstellen, Klo putzen und bei Bedarf der Katze! auch intensive Fellpflege) ist und nicht das Familienoberhaupt.

Veröffentlicht am 04.09.2018

Schöne Geschichte

Monsieur Blake und der Zauber der Liebe
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"Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" ist ein unterhaltsames, ironisches und liebevolles Buch über das Leben, die Liebe und die Freundschaft. Der Titel könnte auf den ersten Blick täuschen, so dass ...

"Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" ist ein unterhaltsames, ironisches und liebevolles Buch über das Leben, die Liebe und die Freundschaft. Der Titel könnte auf den ersten Blick täuschen, so dass es besser ist, den Buchdeckel aufzuklappen und in die Geschichte einzutauchen.
Alle Figuren sind mit viel Liebe zum Detail beschrieben und hatten das Glück vom Autor einen sympathischen Charakter zu erhalten. Der ironische Humor zwischen den Figuren ist herrlich und lässt die Geschichte noch bunter erscheinen.
Ich mochte den ganz gar wunderbaren Mephisto (der Kater, der Köchin) und Odile (die Köchin) besonders. Die ständigen bissigen Kommentare zwischen den französischen Gutsverwalter und dem englischen Hausdiener sind stets mit einem Augenzwinkern zu sehen und sehr amüsant. Das Zusammenwachsen der Hausangestellten und deren große und kleinen Probleme stehen im Mittelpunkt der Geschichte.
Der Autor hat einen angenehmen und leicht zu lesenden Schreibstil. Die Geschichte ist wie der typische französische Film, unterhaltsam, etwas skurril, mit traurigen und nachdenklichen Momenten und trotzdem noch leicht und liebenswert.
Eine schöne Komödie auf die man sich am Abend freut, wenn man die Buchdeckel aufklappt. Fast schon bin ich traurig, dass nach knapp 400 Seiten schon Schluss ist.