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Veröffentlicht am 02.11.2024

Wikinger, Magie und Schicksalsbande

Sisters in Blood - Der Schwur
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Ein historischer Roman, mit ein wenig Magie, starken weiblichen Hauptcharakteren und dazu noch eine Prise Romance - die Idee war super und das Buch hat mich auch direkt gefesselt. Zu Beginn musste ich ...

Ein historischer Roman, mit ein wenig Magie, starken weiblichen Hauptcharakteren und dazu noch eine Prise Romance - die Idee war super und das Buch hat mich auch direkt gefesselt. Zu Beginn musste ich mich kurz an die mir bisher recht unbekannte Wikingerzeit gewöhnen, aber dafür war der Einblick in damalige Traditionen, Lebensumstände und Götterbilder sehr interessant.
Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven der Freundinnen Gunnhild und Oddny, die beide das gleiche Ziel verfolgen: Oddnys entführte Schwester Signy retten. Hierdurch bekommt man einen noch besseren Blick auf die Handlung und lernt viele Nebencharaktere von einer anderen Seite kennen. Besonders diese Nebencharaktere und ihre Dynamik untereinander mochte ich sehr, jede(r) hatte seine ganz eigenen Charakterzüge und Vergangenheiten und es hat sich angefühlt wie eine witzige, freche Freundesgruppe.
Schade war jedoch, dass man Signys Sicht nicht erfahren hat, dies hätte das Ganze nochmal besser abgerundet.

Zur Handlung selbst: Während der Anfang ziemlich faszinierend ist und schnell Spannung aufbaut, zieht sich der Mittelteil ein wenig. Zwar lernt man dort alle Charaktere noch besser kennen, jedoch passiert gleichzeitig auch nicht viel, was im Kontrast zum Anfangstempo steht. Das Ende hingegen ging mir dann wesentlich zu schnell. Der Schreibstil war durchweg angenehm zu lesen, jedoch fand ich ein paar wenige Dialoge und Ausdrücke nicht so sehr passend zur damaligen Zeit, das hat etwas zu modern gewirkt. Auch die Verwendung von LGBTQ+ Themen unter der Prämisse, dass es dies insgeheim schon immer gegeben hat, war zwar grundsätzlich eine gute Idee und Botschaft, jedoch fand ich die Umsetzung hier nicht so ganz gelungen und den Umgang damit teilweise für die damalige Zeit zu verständnisvoll.
Generell wurden einige Konflikte für meinen Geschmack zu schnell und einfach gelöst - klar kann man hier mit der Macht des Schicksals argumentieren, aber für mich war es nicht so ganz überzeugend.
Davon abgesehen hat mich das Buch jedoch gut unterhalten, besonders das Geplänkel der Freunde war sehr amüsant zu lesen und ich fande es sehr interessant, einen Einblick in die damalige Zeit zu erhalten.

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Frauenschicksale im Laufe eines Jahrhunderts

Das Wohlbefinden
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Der Roman erzählt die Geschichten dreier Frauen, über ein Jahrhundert hinweg auf ebenfalls drei Zeitebenen. Durch Jahreszahlen zu Beginn des Kapitels behält man auch gut den Überblick. Generell mochte ...

Der Roman erzählt die Geschichten dreier Frauen, über ein Jahrhundert hinweg auf ebenfalls drei Zeitebenen. Durch Jahreszahlen zu Beginn des Kapitels behält man auch gut den Überblick. Generell mochte ich diese Art der Erzählung sehr, vor allem, da sich immer wieder Parallelen oder Kontraste zwischen den Frauen und Zeiten finden lassen. Hier wird bewusst mit Erzähltechniken und Wortkünsten gespielt, was mir aber gut gefallen hat. Auch zu Beginn des Buches war ich sehr begeistert vom Schreibstil und den Wortspielereien, jedoch hat dies leider im späteren Verlauf etwas nachgelassen.

Sprachlich lag dies zu einem großen Teil an viel religiösem Gerede, das irgendwann dann auch ein wenig nervig wurde.
Auch die Handlung war nicht wie erwartet: Ich bin davon ausgegangen, dass ein großer Teil der Geschichte in Beelitz spielen wird und dort eine Art Freundschaft zwischen Anna und Johanna entsteht, jedoch nahm Beelitz nur einen kleinen Teil der Handlung ein und die Beziehung der beiden Frauen blieb bis zum Ende hin recht komisch.
Statt auf Kernelemente der Geschichte einzugehen und wichtige Ereignisse genauer zu schildern, bleibt der Roman genau dort schwammig - stattdessen verbringt man unverhältnismäßig viel Zeit mit Vanessa in der Gegenwart. Hier hat für mich das Verhältnis einfach nicht gestimmt.

Das was man jedoch über Beelitz und die Gesellschaft der Vergangenheit lesen durfte, fand ich sehr interessant und hätte mir noch mehr davon gewünscht. Es wirkte sehr realistisch und gut recherchiert.
Der Roman lässt mich mit sehr gemischten Gefühlen zurück, einerseits mochte ich z.B. die Wortspielereien oder die Beschreibungen von Beelitz sehr gerne, andererseits hatte ich ganz andere Erwartungen an die Geschichte, vor allem eine andere Schwerpunktsetzung. Die Charaktere mochte ich nicht so wirklich, aber sie waren doch recht interessant - nur haben teilweise auch irgendwie unpassend gehandelt.

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Mehr Charakterstudie als Krimi

Familienbande
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Bei diesem Buch ist der Klappentext leider etwas irreführend. Ich hatte einen Krimi erwartet, bei dem man einen Einblick in eine kaputte Familie erhält und nach einem Mord ausführliche Ermittlungen stattfinden.
Dies ...

Bei diesem Buch ist der Klappentext leider etwas irreführend. Ich hatte einen Krimi erwartet, bei dem man einen Einblick in eine kaputte Familie erhält und nach einem Mord ausführliche Ermittlungen stattfinden.
Dies war hier nicht der Fall, mindestens 80% des Buches konzentrieren sich auf die Erzählung der Familienbande, die Gefühle von Hauptcharakter Aksel zu seiner Schwester, seiner Mutter, dem verstorbenen Vater und generell seiner Sicht auf sein Leben. Dies ist durchaus sehr atmosphärisch und interessant, der Schreibstil vermittelt eine düstere Stimmung und Trostlosigkeit, die Beziehungen erlauben viele psychologische Betrachtungen. Auch fand ich einige Sachen sehr kreativ, wie Aksels Angewohnheit, gebrauchte Möbel zu kaufen, um etwas von den Vorbesitzern zu "übernehmen".
Gestört hat mich nur, dass es sich doch zu lange gezogen hat für das, was ich erwartet hatte. Nach der Hälfte des Buches ging mir Aksel und seine Art dann doch auf die Nerven und ich hätte mich über den angekündigten Mord zur Abwechslung gefreut, jedoch hat der Kriminalfall mit dem Kommissar nur einen kleinen Teil am Ende eingenommen.
Vom Aufbau her fand ich es ein wenig anstrengend, dass es keine Kapitel gab.
Insgesamt ein recht bedrückendes Buch, mit interessanten Charakteren, die man jedoch nur schwer mögen kann. Einen klassischen Krimi sollte man hier nicht erwarten.

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Abwechslungsreiche Spiele auf Leben und Tod

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Die Kombination aus modernen griechischen Göttern, spannenden und kreativen "Spielen" und einer Liebesgeschichte zwischen zwei sehr sarkastischen Personen hat schnell dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum ...

Die Kombination aus modernen griechischen Göttern, spannenden und kreativen "Spielen" und einer Liebesgeschichte zwischen zwei sehr sarkastischen Personen hat schnell dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte.
Die Kapitellänge ist optimal, der Schreibstil sehr angenehm zu lesen.
Ich mochte es besonders, dass sich zwischen den Spielen meistens etwas Zeit genommen wird, um die Beziehungen zwischen den verschiedenen Haupt- und Nebencharakteren weiterzuentwickeln - aber auch nicht so viel, dass es langweilig wird und man sich dringend das nächste Spiel herbeisehnt.
Diese Spiele selbst haben mir gut gefallen, sie waren doch alle recht unterschiedlich und voller spannender Ideen, ich konnte gut mitfiebern und mitüberlegen, wie man die Aufgaben lösen könnte.
Gewünscht hätte ich mir jedoch gerade auf den ersten 200-300 Seiten eine Übersicht der teilnehmenden Götter und ihrer Champions, ich musste doch mehrmals zurückblättern, um zu schauen, wer nochmal Person X war. Im Laufe der Spiele lernt man dann jedoch alle besser kennen und ich mochte es, eine große Menge an Charakteren zu haben und mir meine ganz persönlichen Favoriten hier auszusuchen.
Auch die Hauptpersonen Lyra und Hades habe ich recht schnell ins Herz geschlossen, ich mochte ihre Dialoge und Lyras Art, Hades zu ärgern und zu seinem weichen Kern vorzudringen.
Insgesamt ein echt spannendes und unterhaltsames Buch, auch wenn ich ein wenig Vorwissen über griechische Götter empfehlen würde, um den Überblick zu behalten und vieles ein bisschen besser zu verstehen.

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Veröffentlicht am 19.10.2024

Zwischen Gesetzen und Menschenleben

Digital. Kriminell. Menschlich.
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Einen Einblick in fremde Berufe bekommen zu können ist immer interessant, besonders wenn es sich um eine so "geheime" Tätigkeit wie die der Staatsanwaltschaft handelt. Die Besonderheit hier ist zudem noch ...

Einen Einblick in fremde Berufe bekommen zu können ist immer interessant, besonders wenn es sich um eine so "geheime" Tätigkeit wie die der Staatsanwaltschaft handelt. Die Besonderheit hier ist zudem noch der Schwerpunkt der Cyberkriminalität, was für viele Menschen vermutlich noch schwieriger zu greifen und zu verstehen ist, obwohl die Technik dahinter längst fester Bestandteil unseres Alltages geworden ist.
Das Buch vermittelt hier zu den drei Kernbegriffen des Titels spannende Eindrücke und ein Grundwissen, das auch für Laien größtenteils gut verständlich sein sollte. Da ich jedoch schon über viel Vorwissen verfügte, kann ich nicht ausschließen, dass manche Stellen evtl. doch etwas verwirren könnten, besonders manche juristischen/technischen Erklärungen.

Wie kann man sich den Berufsalltag einer Staatsanwältin vorstellen? Wie verläuft die juristische Ausbildung, die zu dieser Tätigkeit führt? Immer wieder wird hierauf eingegangen und der Weg der Autorin erklärt, der schließlich in die digitale Welt führte und neue Herausforderungen mit sich brachte: Wie verläuft die Strafverfolgung im digitalen Raum? Wie bekommt man all die neuen Arten der Kriminalität in die alten Seiten des StgB/ der StPO? Und ganz wichtig: Wie vergisst man dabei nicht, dass auch die Täter noch Menschen sind?
Super spannende Fragen, auf die hier eingegangen wird, jedoch hätte ich mir manchmal ein wenig mehr Ordnung gewünscht, teilweise wirkte es ein wenig kreuz und quer mit einigen Wiederholungen. Auch ist es bei diesem speziellen Thema und durch die Eigenheiten des Berufes vermutlich nicht so leicht, aber noch mehr praktische Beispiele bzw. Fälle hätten bestimmt geholfen, eine noch breitere Leserschaft anzusprechen und die Sachlage auch einfach für juristische Laien zu erklären.

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