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SaintGermain

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Veröffentlicht am 18.03.2018

Lust und Schuld auf freche Art

Nackt über Berlin
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Der 17-jährige Jannik liebt klassische Musik. Und seinen Freund Tai, aber das darf keiner wissen; nicht seine Mutter und vor allem nicht Tai. Jannik ist übergewichtig, ein bisschen verzweifelt, ein bisschen ...

Der 17-jährige Jannik liebt klassische Musik. Und seinen Freund Tai, aber das darf keiner wissen; nicht seine Mutter und vor allem nicht Tai. Jannik ist übergewichtig, ein bisschen verzweifelt, ein bisschen schreckhaft.

Eines Nachts meldet Tai sich bei ihm; er filmt gerade den Rektor der Schule, der sich sturzbetrunken draußen auf der Straße auf den Hosenboden gesetzt hat. Tai ruft Jannik dazu. Ein leiser Auftakt, ein kurzer Trommelwirbel, der zu einer wirbelnden, rasanten Geschichte um Glück und Angst, Leben und Tod, Spaß und Ernst wird und in der hinter jeder Ecke eine neue Wendung wartet.

Das Cover ist gut gemacht, und spielt mit Metaphern, die man auf den ersten Blick noch nicht erkennt.

Der Schreibstil ist sehr gut, die Protagonisten und die Orte werden hervorragend dargestellt; die Sprecher (einer davoin der Autor selbst) hauchen den Figuren nch zusätzliches Leben ein. Auch die teilweise sehr harte Sprache ist passend zu diesem (Hör-)Buch.

Jeder, der in diesem Roman vorkommt hat mit irgendetwas zu kämpfen - selbst der Vater von Jannik! Jede Geschichte, die preisgegeben wurde, und sei es von einer noch so kleinen Nebenrolle, hat mich berührt. Und trotzdem lebt die Geschichte vorwiegend von ihrem Humor, obwohl letztendlich auch die Spannung nicht zu kurz kommt.

Speziell bis zur Hälfte des Buches nimmt klassische Musik einen Großteil der Geschichte ein - hier hätte man vielleicht wirklich die Musik einspielen können um es noch anschaulicher zu machen.

Fazit: Mein erstes wirkliches Hörbuch, das durch Witz und gute Sprecher vollends überzeugen konnte. 4,5 Sterne/5

Veröffentlicht am 16.03.2018

Wissen - schön für Kinder aufbereitet.

Alles, was du weißt, ist falsch
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Wissen - schön für Kinder aufbereitet.

Das Cover und der Titel sind natürlich für Kindr ganz wichtig, dies ist hier hervorrasgend gelungen, um es für Kinder interessant zu machen.

Das ganze Buch ist ...

Wissen - schön für Kinder aufbereitet.

Das Cover und der Titel sind natürlich für Kindr ganz wichtig, dies ist hier hervorrasgend gelungen, um es für Kinder interessant zu machen.

Das ganze Buch ist sehr gut mit Bildern ausgestattet.

Aufgebaut ist das Buch sehr ansprechend und überschaubar. So ist es in 6 Kapitel eingeteilt:
1. Klassische Irrtümer
2. Schlichtweg falsch
3. Jeder denkt das!
4. Gar nicht so einfach!
5. Mediale Irrtümer
6. Hört sich wahr an!

Mit einem Mythos wird jedesmal begonnen … und der ist jedesmal FALSCH.
Auf einer Doppelseite wird er dann mit kurzen, knackigen, aussagekräftigen und wissenswerten Fakten widerlegt und mit anschaulichen, farbenprächtigen Bildern und altersgerechten Erklärungen erläutert.

Man darf jetzt auf gerade mal 128 Seiten nicht zu viel erwarten - aber interessant, lustig und wissenswert ist es allemal.

Fazit; Wunderschönes Buch, um Kindern etwas beizubringen.

Veröffentlicht am 16.03.2018

berührendes Drama zum Nachdenken und Geniessen

Lichter auf dem Meer
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Das Ehepaar Grape, das vor vielen Jahren ihren Sohn verloren hat, muss jetzt auch noch aus dem Haus ausziehen, denn dieses ist nicht mehr sicher. In der Nacht vor dem Umzug bricht allerdings der Felsen ...

Das Ehepaar Grape, das vor vielen Jahren ihren Sohn verloren hat, muss jetzt auch noch aus dem Haus ausziehen, denn dieses ist nicht mehr sicher. In der Nacht vor dem Umzug bricht allerdings der Felsen auf dem das Haus steht ab und das Haus schwimmt auf dem Meer und bringt den beiden Pensionisten einíge Abenteuer.

Das Cover ist passend zum Buch, ist hervorragend gemacht; auch die Haptik des Schriftzuges ist der Hammer.

Die Geschichte beginnt ruhig nimmt aber zunehmend an Tempo zu, wobei es mir am Ende fast etwas zu schnell ging.

Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet, die Protagonisten und Orte werden hervorragend dargestellt.

Auch wenn dies eine sehr fantastische Geschichte ist, konnte mich der Autor auf eine sehr interessante Reise mit dem Ehepaar Grapes mitnehmen.

Das Buch zeigt gut den Umgang mit Trauer und Schuld und regtauf unterhaltsamer Weise zu einem Umdenken an.

Das Ende des Buches ist so gestaltet, dass eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen ist.

Fazit: Wundervolle, berührende Geschichte, die zum Nachdenken anregt. 4,5/5 Sternen

Veröffentlicht am 12.03.2018

Agent Steps Craig 1 - sehr schwache Umsetzung, sehr schwache Übersetzung

Körpersammler
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Der FBI-Agent Marcus "Steps" Craig hat eine ganz besondere Gabe: Er kann am Tatort erkennen, wohin eine Person gegangen ist und was sie berührt hat. Für ihn ist diese Nähe zu den Opfern zwar manchmal ein ...

Der FBI-Agent Marcus "Steps" Craig hat eine ganz besondere Gabe: Er kann am Tatort erkennen, wohin eine Person gegangen ist und was sie berührt hat. Für ihn ist diese Nähe zu den Opfern zwar manchmal ein Fluch - aber bei seiner Arbeit bei der STU (Special Tracking Unit) ist diese Fähigkeit von unschätzbarem Wert. Als Steps und sein Team einen Serienmörder im Norden Kaliforniens jagen, finden sie sich in einem gefährlichen Katz-und-Mausspiel mit einem brutalen Mörder wieder, der vor nichts zurückschreckt ...

So heißt es im Klappentext des betreffenden Buches.

Das Problem dabei ist, dass es so nicht stimmt, denn der Ermittler heißt nicht Marcus, sondern Magnus und auch Steps wird im Buch nicht benutzt, denn dort wird sein Spitzname als "Schritter" übersetzt. Und die Übersetzung hat hier wirklich alles andere als gute Arbeit geleistet. "Steps" hätte glaube ich jeder verstanden, was ist aber bitte ein "Schritter" ? Im Duden gibt es das Wort jedenfalls nicht. Und auch die Reihe (dies ist Band 1 um Agent Steps Craig) wurde nach dem Original benannt.Auch das Wort "Schein" (im Original "Shine") hätte man wohl besser mit Leuchten übersetzt, da es hier viel besser gepasst hätte. Interessant ist auch, dass dafür "Frowney" nicht übersetzt wurde, obwohl dieses Wort nicht jeder kennt. Aber dieses Wort kann man im Zusammenhang eben nicht leicht übersetzen.

Auch mit dem Datum hat das Buch teilweise seine Probleme: Das Buch ist chronologisch geschrieben, macht also keine Zeitsprünge, auch von der Handlung her nicht, trotzdem hat man in Kapitel 25 den 5. Juli kurz nach 7 Uhr, im Kap. 26 kurz nach 0 Uhr und in den nächsten 2 Kapiteln ist es plötzlich der 5. Juli nachmittags.

Auch weiß ich nicht, was es stärkeres gegen Schmerzen als eine Morphininfusion geben soll.
Insgesamt konnte mich das Buch auch kaum fesseln, denn immer wieder schweift der Autor ab, um total Unnötiges zu erzählen und das Witze beinhaltet. Manchmal dachte ich: Lese ich einen Thriller oder eine Komödie?, aber leider kam auch der Humor nicht wirklich bei mir an.

Die Spannung leidet darunter sehr, da die Ermittlungen immer wieder durch "Anekdoten" unterbrochen werden, erst in der Mitte der 2. Hälfte des Buches, wird es etwas besser, da die Ermittlungen nun in den Vordergrund rücken.

Dabei hätte das Buch mit seiner kreativen Idee gute Vorraussetzungen geliefert.

Das Cover des Buches passt zu einem Thriler und ist gut gemacht; der Sinn des TItels (auch im engl. Original) erschließt sich mir nicht wirklich.

Fazit: Beginn einer Reihe um "Steps"/"Schritter", die nur durch unsinnige Übersetzungen glänzt. Die Spannung wird zu oft durch nicht lustigen Humor unterbrochen. Auf eine Fortsetzung kann ich gerne verzichten, auch wenn das Buch mit einem Cliffhanger endet.

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Veröffentlicht am 11.03.2018

humorvolles Jugendbuch über die männliche Pubertät und dadurch auftretende Probleme

Tick Tack Fuck. #echthartezeiten
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Xaver ist fast 17 Jahre jung, aber noch immer nicht entjungfert worden. Er fasst einen Plan, wie er bis zu seinem Geburtstag von seinem Traummädchen flach gelegt werden soll. Doch die beste Planung hilft ...

Xaver ist fast 17 Jahre jung, aber noch immer nicht entjungfert worden. Er fasst einen Plan, wie er bis zu seinem Geburtstag von seinem Traummädchen flach gelegt werden soll. Doch die beste Planung hilft nichts, wenn das Leben nicht mitspielt.

Das Cover des Buches ist genau passend und sehr gut gemacht.

Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet, die Charaktere und Orte werden perfekt dargestellt; überhaupt Xaver ist einem von der ersten Seite an sympathisch und man fühlt mit dem jungen Burschen mit.

Das Buch ist zwar in vielen Dingen vorausschaubar, der Humor ist aber genau richtig für ein lustiges Jugendbuch, das natürlich auch eine Liebesgeschichte beinhaltet.

Das Buch ist der Debütroman des Autors, dies merkt man aber in keiner Sekunde des Lesens. Vielleicht hat der Autor ja in seiner Jugend selbst das eine oder andere das er hier beschreibt erlebt?

Fazit: Humorvoller Jugendroman, der sicher Mädchen und Jungs begeistern kann, ebenso aber auch an jung gebliebene Erwachsene.