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SaintGermain

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2018

Psychostudie mit wenig Spannung

Dämon hinter Spitzenstores
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Arthur Johnson ist ein biederer Buchhalter, der eine dunkle Seite hat. Als er einen neuen Nachbar bekommt, der ebenfalls Johnson mit Nachnamen heißt, fängt das Unheil an.

Das Buch ist bereits mit mehreren ...

Arthur Johnson ist ein biederer Buchhalter, der eine dunkle Seite hat. Als er einen neuen Nachbar bekommt, der ebenfalls Johnson mit Nachnamen heißt, fängt das Unheil an.

Das Buch ist bereits mit mehreren unterschiedlichen Covers erschienen. Meines zeigt ein Mädchen/eine junge Frau im Halbschatten. Dies wirkt eigentlich nicht schlecht, obwohl es auch nicht der Burner ist; trotzdem das beste Cover von allen, die ich zu diesem Buch gesehen habe.

Obwohl die Autorin ja oft hochgelobt wurde, kann ich dies aufgrund dieses Buches absolut nicht verstehen. Die Spannung ist immer auf mittlerem Niveau,

Die Protagonisten waren sehr detailreich gestaltet, ebenso die Orte.

Fazit: Schöne Psychostudie eines Mannes, der es aber an Spannung mangelt.

Veröffentlicht am 03.04.2018

Krimi im Pflegemilieu

Ohne Moral
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In einem Pflegeheim sterben kurz hintereinander 2 Kurzzeitpflegen, kurz daraufhin wird am Gelände des Seniorenwohnheims die Leiche der ehemaligen Pflegedienstleitung gefunden.

Das Cover ist zwar total ...

In einem Pflegeheim sterben kurz hintereinander 2 Kurzzeitpflegen, kurz daraufhin wird am Gelände des Seniorenwohnheims die Leiche der ehemaligen Pflegedienstleitung gefunden.

Das Cover ist zwar total unauffällig, passt aber trotzdem zum vorliegenden Buch.

Dem Schreibstil der Autorin merkt man an, dass Fr. Rosenberg bisher nur Sachbücher geschrieben hat. Die Protagonisten und Orte werden dennoch gut dargestellt. Auch die Spannung war die meiste Zeit gegeben und die Autorin vermochte so eine aktuelle Situation mit einem Krimi gut zu verbinden.

Trotzdem fiel mir einiges auf:

- Kommissar Werner Thaler heißt am Buchrückentext Thomas Thaler

- Ärztin Britta wird auf einmal Moni genannt

- Und das eine PDL wirklich Heimleiter oder Heimleiterstellvertreter ist/wird, ist extrem selten, da dies ja 2 verschiedene Ausbildungen sind und daher die meisten Heimleiter (leider) keine Ahnung von Pflege und/oder Medizin haben (zumindest ist das bei uns in Österreich so).

Da ich selbst als Pflegeperson in einem Heim mit Hospiz und Schwerstpflege arbeite, verstehe ich natürlich, dass höhere Pflegestufen auch mehr Geld bringen, nur brauchen höhere Pflegestufen nun mal auch meist mehr Medikamente und technische Geräte (Beatmungsgerät, mobilen Sauerstoff, Perfusoren etc.), sodass das Geld auch gleich wieder verwendet wird.

Die Handlung selbst war trotzdem gut geschrieben, auch wenn v.a. Hanna manchmal sehr naiv wirkt.

Fazit: Krimi mit aktuellem Hintergrund, der aber nicht 100%ig ausgereift ist. 4 Sterne/5

Veröffentlicht am 25.03.2018

Psychothriller, der nicht nur aufgrund seiner Kürze heraussticht.

Somnium
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Die Studentin Emma wird von Albträumen geplagt, doch auch die Realität verschwimmt immer mehr.

Das Cover ist sehr düster und dunkel und eigentlich nicht wirklich auffallend, passt aber perfekt zum vorliegenden ...

Die Studentin Emma wird von Albträumen geplagt, doch auch die Realität verschwimmt immer mehr.

Das Cover ist sehr düster und dunkel und eigentlich nicht wirklich auffallend, passt aber perfekt zum vorliegenden Buch.

Das Buch ist mit 84 Seiten recht knapp bemessen, was normalerweise einem Psychothriller nicht wirklich gut tut; denn gerade dieses Genre braucht Platz um die Handlung perfekt auszubreiten.

Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet, die Charaktere werden perfekt dargestellt.

Die Spannung beginnt bei der ersten Seite und lässt einen bis zum Ende des Epilogs nicht mehr los. Am Ende des Epilogs kommt nämlich erst die Auflösung.

Während dem Lesen hatte ich um die 100 verschiedenen Theorien, was mit Emma los ist. Auch die richtige Lösung war dabei.

So war die Auflösung also zu erraten, genauso gut wären aber andere Enden möglich gewesen.

Und: alles konnte auch ich nicht erraten, den selbst nach der Auflösung waren für mich noch nicht alle Fragen gelöst. Wenn man das Buch allerdings dann nochmals liest, ist eigentlich alles klar.

Fazit: Psychothriller, der nicht nur aufgrund seiner Kürze heraussticht.

Veröffentlicht am 24.03.2018

Zeitreisegeschichte mit Charme

Eine unverhoffte Zeitreise
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Die langjährigen Freunde Andrew und Brian aus Edinburgh erhalten von der neuen Lehrerin, die Ihnen sehr geheimnisvoll erscheint, einen Auftrag über eine Semesterarbeit. Sie suchen nach ihrer Empfehlung ...

Die langjährigen Freunde Andrew und Brian aus Edinburgh erhalten von der neuen Lehrerin, die Ihnen sehr geheimnisvoll erscheint, einen Auftrag über eine Semesterarbeit. Sie suchen nach ihrer Empfehlung in der Bibliothek Bücher über das Mittelalter. Sie finden auch ein rotes Buch, das unterwegs nach Hause seinen Titel wechselt. Es verspricht ihnen ein Abenteuer. Mit Jillian, Andrews Schwester, erleben die drei darauf die Geschichte näher als ihnen lieb ist. Findet Jillian endlich den Mut, ihrem geheimen Schwarm Brian näher zu kommen? Können die drei wieder zurückkehren? Wen treffen sie in der Vergangenheit?

Das Cover des Buches ist gut gemacht, passt zur Story und macht neugierig.

Die Handlung des Buches hat mich sofort interessiert, da ich Zeitreisebücher sehr gerne lese. Zudem durfte ich auch die Ursprungsgeschichte "Ein unfreiwilliger Trip in die Vergangenheit" lesen, auf der dieses Buch basiert.

Hatte ich damals noch sehr viel zu kritisieren, allem voran dass die Protagonisten farblos waren und die Handlung gehetzt, konnte mich dieses Buch überzeugen. Es ist zwar jetzt um 2/3 dicker (das "Original" hatte gerade mal etwas mehr als 80 Seiten), aber mit jeder Seite merkt man, dass die Autorin sich bemüht hat die Story voranzubringen und die Charaktere sich entwickeln zu lassen.

Nur reale geschichtliche Daten oder Ereignisse kommen darin etwas kurz.

Fazit: Charmante Zeitreisegeschichte, die mich überzeugen konnte. 4,5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 18.03.2018

Lust und Schuld auf freche Art

Nackt über Berlin
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Der 17-jährige Jannik liebt klassische Musik. Und seinen Freund Tai, aber das darf keiner wissen; nicht seine Mutter und vor allem nicht Tai. Jannik ist übergewichtig, ein bisschen verzweifelt, ein bisschen ...

Der 17-jährige Jannik liebt klassische Musik. Und seinen Freund Tai, aber das darf keiner wissen; nicht seine Mutter und vor allem nicht Tai. Jannik ist übergewichtig, ein bisschen verzweifelt, ein bisschen schreckhaft.

Eines Nachts meldet Tai sich bei ihm; er filmt gerade den Rektor der Schule, der sich sturzbetrunken draußen auf der Straße auf den Hosenboden gesetzt hat. Tai ruft Jannik dazu. Ein leiser Auftakt, ein kurzer Trommelwirbel, der zu einer wirbelnden, rasanten Geschichte um Glück und Angst, Leben und Tod, Spaß und Ernst wird und in der hinter jeder Ecke eine neue Wendung wartet.

Das Cover ist gut gemacht, und spielt mit Metaphern, die man auf den ersten Blick noch nicht erkennt.

Der Schreibstil ist sehr gut, die Protagonisten und die Orte werden hervorragend dargestellt; die Sprecher (einer davoin der Autor selbst) hauchen den Figuren nch zusätzliches Leben ein. Auch die teilweise sehr harte Sprache ist passend zu diesem (Hör-)Buch.

Jeder, der in diesem Roman vorkommt hat mit irgendetwas zu kämpfen - selbst der Vater von Jannik! Jede Geschichte, die preisgegeben wurde, und sei es von einer noch so kleinen Nebenrolle, hat mich berührt. Und trotzdem lebt die Geschichte vorwiegend von ihrem Humor, obwohl letztendlich auch die Spannung nicht zu kurz kommt.

Speziell bis zur Hälfte des Buches nimmt klassische Musik einen Großteil der Geschichte ein - hier hätte man vielleicht wirklich die Musik einspielen können um es noch anschaulicher zu machen.

Fazit: Mein erstes wirkliches Hörbuch, das durch Witz und gute Sprecher vollends überzeugen konnte. 4,5 Sterne/5