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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2024

Wunderschöne Familiensommergeschichte

The Summer of Broken Rules
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Für eine Hochzeit kommt die ganze Verwandtschaft plus jeder Menge Freunde auf dem Familienanwesen in Martha’s Vineyard zusammen. Was eigentlich eine schöne und geliebte Tradition ist, macht Meredith diesmal ...

Für eine Hochzeit kommt die ganze Verwandtschaft plus jeder Menge Freunde auf dem Familienanwesen in Martha’s Vineyard zusammen. Was eigentlich eine schöne und geliebte Tradition ist, macht Meredith diesmal – nach dem Tod ihrer Schwester – schwer zu schaffen. Beim traditionellen Assassin-Spiel, das ihre Schwester jedes Mal begeisterte, will sie diesmal alles geben, allerdings lässt sie sich immer wieder von Wit, dem äußerst charmanten Bruder des Bräutigams, ablenken…
Ich bin eigentlich mit keinen speziellen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und hatte eine leichte Sommergeschichte mit Jugendbuchcharakter erwartet. Tatsächlich bin ich aber voll und ganz in der Geschichte versunken und war richtig traurig, als ich am Schluss mit allen anderen Gästen das Familienanwesen wieder verlassen musste.
Zum einen fand ich einfach diese Vorstellung toll: dieses große Anwesen mit den vielen Häuschen und Hütten und eine riesengroße Familie, die dort einen Teil des Sommers verleben. Zum anderen lag es aber auch an den beiden Hauptpersonen, Meredith und Wit, die wirklich sympathisch sind und deren Annäherung wirklich schön geschrieben ist. Aber auch die Hintergrundgeschichte rund um Merediths Schwester ist sehr gekonnt in die Geschichte eingeflochten.
Insgesamt konnte mich das Buch wirklich rundum begeistern und ich kann es uneingeschränkt für alles Altersklassen empfehlen. Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten.

Veröffentlicht am 14.07.2024

Cosy Romantic Comedy

Wolke Sieben ganz nah
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Als Delphi sich im Jenseits ihr so gar nicht gelebtes Leben in filmischer Form anschauen darf, stimmt sie das mehr als deprimiert. Doch dann trifft sie ausgerechnet im dortigen Warteraum einen Mann, der ...

Als Delphi sich im Jenseits ihr so gar nicht gelebtes Leben in filmischer Form anschauen darf, stimmt sie das mehr als deprimiert. Doch dann trifft sie ausgerechnet im dortigen Warteraum einen Mann, der ihr Seelenverwandter sein könnte. Ganz spontan erhält sie noch eine letzte Chance, ihr Leben herumzureißen.
Als ich mit dem Lesen dieses Buchs begonnen habe, war es eine Art Wechselbad der Gefühle: Die Idee zum Buch fand ich witzig und insgesamt toll, aber auf den ersten Seiten war es mir etwas zu albern und ein Fremdschäm-Moment folgte auf den nächsten. Aber: Dranbleiben hat sich gelohnt, denn nach ein paar Kapiteln entwickelt sich eine schöne Geschichte, die ich wirklich gerne gelesen habe.
Delphi ist schon sehr besonders, aber ich mochte ihr Entwicklung im Laufe der Geschichte sehr – wie sie sich nach und nach öffnet und die Menschen in ihrer Umgebung wahrnimmt und kennenlernt. Außerdem gibt es einige sehr liebenswürdige Nebenfiguren, die das Ganze zu einer runden Sache machen – Merritt aus dem Jenseits gehörte definitiv auch dazu.
Wer Lust auf eine witzige Geschichte hat, bei der man Mitschmunzeln und sich über die Fortschritte der Protagonistin freuen kann, der ist hier genau richtig. Als Urlaubslektüre oder auch Ablenkung im stressigen Alltag ist das Buch also perfekt.

Veröffentlicht am 16.06.2024

Bildgewaltig, spannend und voller neuer Wendungen

Dark Heir
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Will und James sind zurück und wir dürfen als Leser wieder in die Welt der Stewards und vieler dunkler Mächte eintauchen. Die kleine verbliebene Gruppe unternimmt eine gefährliche Reise, um die aufzuhalten, ...

Will und James sind zurück und wir dürfen als Leser wieder in die Welt der Stewards und vieler dunkler Mächte eintauchen. Die kleine verbliebene Gruppe unternimmt eine gefährliche Reise, um die aufzuhalten, die die Rückkehr des Dunklen Königs ermöglichen wollen. Aber Wills dunkles Geheimnis lässt ihn immer mehr zwischen die Fronten geraten.

Dank der bildgewaltigen Erzählung und die meisterhaft ausgearbeiteten Charaktere von C. S. Pacat ist es ein Leichtes, erneut in diese düstere Welt abzutauchen. Man trifft auf viele altbekannte Figuren, aber aufgrund der Ereignisse am Ende des ersten Bandes haben viele von Ihnen eine ganz neue Position auf dem Schachbrett der Geschichte eingenommen. Auch die Dynamik zwischen etlichen Figuren hat sich auf sehr spannende Art und Weise verändert.

Während die Figuren fast alle zwischen schwarz und weiß hin- und herschwanken, was mir persönlich richtig gut gefallen hat, bleibt die Stimmung der Geschichte fast durchweg sehr düster, lediglich einige Dialoge konnten sorgen da für etwas Aufheiterung. Auf der anderen Seite gibt es etliche richtig spannende neue Schauplätze und wieder so einige richtig ausgeklügelte Entwicklungen und Wendungen, die dafür sorgen, dass es nie langweilig wird.

Insgesamt hat es mir sehr viel Spaß gemacht, in diese Welt zurückzukehren – der Schreibstil und das World Building von C. S. Pacat können mich einfach immer wieder begeistern. Für mich konnte dieser Band nicht ganz mit dem ersten Teil mithalten, aber das ist ja nicht untypisch für „Mittelbände“. Die Geschichte wurde richtig toll weiterentwickelt und ich bin sehr gespannt, wie das noch enden soll. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 10.06.2024

Intelligent, facettenreich und überraschend spannend

Sorry not sorry
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Anika Landsteiner behandelt in ihrem Buch über weibliche Scham alle Bereiche des Lebens, in denen frau diesem Gefühl begegnen kann: Vom eigenen Körper, über das Single-Dasein, bis hin zu sexueller Gewalt ...

Anika Landsteiner behandelt in ihrem Buch über weibliche Scham alle Bereiche des Lebens, in denen frau diesem Gefühl begegnen kann: Vom eigenen Körper, über das Single-Dasein, bis hin zu sexueller Gewalt – mit sorgfältig recherchierten Essays, die ins Detail gehen und gleichzeitig doch in gut strukturierten „Häppchen“ gereicht werden.

Die Autorin war mir bereits durch ihre Romane bekannt gewesen und hatte mich damit inhaltlich und durch ihren Schreibstil sehr begeistern können. Vermutlich hätte ich sonst nicht zu diesem Buch gegriffen – Sachbücher lese ich eher selten und auch das Thema hat mich eher abgeschreckt. Will ich mich in meiner kostbaren Lesezeit nicht lieber unterhalten lassen, anstatt mich damit zu beschäftigen, wofür man sich als Frau so alles schämt?

Mein Fazit: Es hat sich unbedingt gelohnt, über meinen Schatten gesprungen zu sein! Anika Landsteiner schreibt so reflektiert und persönlich über die einzelnen Themenbereiche, immer mit viel Raum für unterschiedliche Meinungen, noch dazu mit so vielen offensichtlich gründlich recherchierten Hintergrundinformationen, dass es tatsächlich Spaß macht, sich damit zu beschäftigen.

Ich habe auf jeden Fall viel gelernt, viel über mich selbst nachgedacht und bereits beim Lesen etliche Personen im Kopf gehabt, denen ich das Buch unbedingt weitergeben möchte. Unbedingte und absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 10.06.2024

Ein anderer Neuzugang und viele neue Entwicklungen

Die Seelenpferde von Ventusia, Band 3 - Sturmmädchen
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Nun dürfen wir als Leser:innen schon zum dritten Mal nach Ventusia reisen und die bunt gemischte Truppe an Freunden eine Weile begleiten. Neu dabei ist Sophie, die in ihrem Leben bei den Menschen alles ...

Nun dürfen wir als Leser:innen schon zum dritten Mal nach Ventusia reisen und die bunt gemischte Truppe an Freunden eine Weile begleiten. Neu dabei ist Sophie, die in ihrem Leben bei den Menschen alles andere als glücklich ist und sich schon immer unverstanden fühlte. Ob sie in Ventusia endlich ihr Glück finden und ankommen kann?

Ich hatte mich sehr darauf gefreut, nach Ventusia zurückzukehren und herauszufinden, welche neuen Entwicklungen es dort rund um das angekündigte Rennen gibt und auch Sophie klang nach einer interessanten neuen Figur.

Das ist sie definitiv auch. In gewisser Weise hat sie lange versucht, sich in der Welt und in ihrer Familie einzufinden und die Menschen um sie herum zufriedenzustellen – aber damit ist es nun vorbei. Ihre Rebellion hat gerade angefangen, da führt ihr Weg sie plötzlich nach Ventusia.

In vielerlei Hinsicht unterscheidet sie sich von den Mädchen in den anderen Büchern: Ihr fällt der Abschied ihrer bisherigen Heimat nicht schwer. Sie ist nicht immer sympathisch, eckt auch regelmäßig an, indem sie sagt, was sie denkt. Grundsätzlich fand ich das schön, allerdings haben ihre unterschiedlichen Charakterzüge aus meiner Sicht nicht immer ganz zusammengepasst.

Die Ereignisse in Ventusia überschlagen sich diesmal und es gibt auch eine entscheidende Wendung, die viel verändern wird. Das kam sehr überraschend, aber hat mir richtig gut gefallen, so dass ich jetzt schon gespannt auf die Fortsetzung(en) und die weiteren Entwicklungen bin. In diesem Sinne: Auf jeden Fall wieder empfehlenswert – auch für alle, die nicht unbedingt Pferdemädchen sind.